Gestern stieß mich ein Bekannter auf einen Beitrag von Eifel­phi­lo­soph. Offen­sicht­lich ist da ein Artikel in Capital, Manager Magazin oder sonstwo erschienen, den ich selbst noch nicht gelesen habe. Neben mir werden auch noch andere Berater und Coachs mit Tipps zitiert. Mir gefällt einiges davon, was der unbe­kannte Philo­soph schreibt. Es stimmt beispiels­weise, dass in Deutsch­land die Ranger­stellen begrenzt sind, und ich möchte dieser Aussage hinzu­fügen, dass auch nicht jeder Coach, Jour­na­list oder Künstler werden kann.. Völlig richtig, dass die Arbeits­lo­sen­sta­tistik vieles verschweigt, was wichtig wäre, z.B. dass viele sich dort erst gar nicht anmelden oder in Weiter­bil­dungen parken. Genauso richtig ist aber auch, dass eine Kündi­gung für einige tatsäch­lich eine Chance ist und die Gele­gen­heit, endlich etwas anderes zu machen oder endlich das, was man immer wollte, zum Beispiel den Schritt in die Selbst­stän­dig­keit wagen. Die führt nun durchaus nicht immer direkt ins Preka­riat, sondern  manchmal auch zu einem vernünf­tigen Einkommen. Aber das gilt nicht für alle. Sowas gilt nie für alle. Die Masse jammert lieber und sagt, was alles nicht geht, wie schlecht der Arbeits­markt ist und dass alles schlimmer geworden ist. Was fraglos irgendwie auch stimmt — die Sache aber nicht besser macht. Recht hat der Eifel­phi­lo­soph auch damit, dass Arbeits­lo­sig­keit sicher nicht geeignet ist, das Selbst­be­wusst­sein aufzu­bauen, je länger sie dauert, desto weniger. Das ändert aber auch nichts daran, dass ein Mensch nur Ener­gieen entwi­ckeln kann, wenn er an etwas glaubt und sicher ist, etwas errei­chen zu können oder Methoden findet, sich dies klar zu machen. Meckernde Mitar­beiter will keiner haben. Gebeugte Bewerber fallen durch Vorstel­lungs­ge­spräche, Frust und Unsi­cher­heit liest man schon den Unter­lagen an. Kurzum: Es ist wichtig, Zustände zu beklagen. Genauso wichtig ist es, etwas dagegen tun und für sich selbst das beste aus verän­derten Situa­tionen machen. Jammern bringt nichts.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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