Kate­go­rien

Was macht der denn? Rate­spiel Bewer­bungs­fotos und was sie asso­zi­ieren

Published On: 24. September 2014Cate­go­ries: Psycho­logie der Verän­de­rung

Was macht…? Fotos kurbeln unsere Asso­zia­tionen an. Wir sehen etwas und denken, der Mensch wäre so. Bekleidet eine hohe Posi­tion. Arbeitet in jener Branche. Oder… Das macht Bewer­bungs­fotos so inter­es­sant — und auch gefähr­lich. Wenn Sie nämlich Fotos in Ihren Unter­lagen versenden, die falsche Asso­zia­tionen auslösen. Machen wir einfach einmal einen kleinen Test. Sehen Sie sich die unten­ste­henden Fotos an. Was könnte die Person machen? Wofür steht sie? Und in welches Umfeld passen sie? Ich habe die Fotos mit Buch­staben durch­num­me­riert.

Bedenken Sie dabei:

  • Frauen und Männer unter­scheiden sich in der Wahr­neh­mung oft. Während ich (als Frau) Typ A sehr sympa­thisch finde, stößt er bei Männern öfter auf Ableh­nung. Fragen Sie sich also, welche Rolle Ihr Geschlecht bei der Wahr­neh­mung spielt.
  • Es geht nicht um Gefallen. Es kann sein, dass ein Foto gar nicht gefällt — und trotzdem erfolg­reich ist. Das ist ähnlich wie mit den Info­gra­fiken, die ich neulich vorge­stellt habe. Es gibt einige, denen gefällt das nicht. Aber gefallen ist nicht gleich Wirkung! Urteilen Sie also über Wirkung, nicht über Gefallen.

Also, die Reihen­folge: A, B, C, D, E. Lassen Sie die Fotos auf sich wirken. Wer macht was? Wer steht wofür? Wer kann sich auf eine Manage­ment­po­si­tion bewerben und wer ist eher Assis­tent?

Posten Sie in die Kommen­tare! Aus den Kommen­taren und unseren Einschät­zungen hier, mache ich einen Folge­bei­trag. Übri­gens: Wie man mit Fotos arbeitet, vermit­teln unsere Kexpa-Selb­st­­lern­­kurse zum Thema-Bewer­­bung.

lächelnder mann vor grauer wand

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businessfrau mit verschränkten armen

Portrait of business woman standing with crossed arms in office

Portrait of smiling businessman with eyeglasses

 

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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9 Kommen­tare

  1. Oliver 24. September 2014 at 20:09 — Reply

    A fehlt die Authen­ti­zität auf dem Bild. Schöne Verpa­ckung, kein Inhalt -> Vertrieb.

    B hat ein aussa­gendes Gesicht. Die Farb­kom­bi­na­tion ist jedoch sehr klas­sisch und schlicht. Eher Berufs­an­fänger als Führungs­person.

    C Verschränkte Arme passen nicht zu einer Führungs­person. Das lässige Ober­teil passt gut zum Back­of­fice.

    D Auch hier geht die Dame mit verschränkten Armen in die Defen­sive. Hübsch, aber mehr Sekre­tärin.

    E wirkt kompe­tent (Brille) und sympa­thisch. Kann gerne eine Fach­ab­tei­lung leiten, passt aber nicht ins Manage­ment. Könnte auch selb­ständig sein.

  2. Kai G. Werzner 24. September 2014 at 22:30 — Reply

    Sehr geehrte Frau Hoffert,
    inter­es­sante Frage­stel­lung!
    Leider sind für mich Bilder nicht aussa­ge­kräftig!
    Nur das Äußere zu beur­teilen nun ja auch ein Massen­mörder oder Seri­en­ver­ge­wal­tiger kann ein sehr anspre­chendes Äußeres haben, aber es sagt nichts aus ob er oder sie für eine gewisse Posi­tion geeignet ist.
    Meiner Meinung so ich auf die Frage­stel­lung zurück­komme und meine Wahr­neh­mung eine Aussage wert ist: kann ich mir jede Persön­lich­keit sowohl im Manage­ment als auch auf einer Assis­ten­ten­po­si­tion vorstellen.
    Nehmen wir doch einfach einmal die Leucht­figur der antiken grie­chi­schen Philo­so­phie Sokrates sehe man nur sein Bildnis ohne ihn und seine geis­tes­ge­schicht­liche Wirkung zu kennen, ja man könnte sich heut gut vorstellen er wäre ein liebens­wür­diger Hobbit knuf­figes Gesicht mit Halb­klatze und Weih­nachts­mann­bart. Sieht auch nur einer in diesem Bild den bril­li­anten Redner und Frage­steller? oder gar den Soldaten, den Hoplit mit schwerer Bewaff­nung im Pele­pon­ne­si­schen Krieg oder könnte man in diesem Gesicht viel­leicht doch den Hand­werker sehen, den Mann, der aus Stein Büsten oder gar Götter­sta­tuen mit Hammer und Meisel schlug. Nein wir können es nicht sehen! Wir müssen die Menschen kennen lernen, ihre Inter­essen und ihre Wert­vor­stel­lungen erfor­schen und was ganz entschei­dent in meinen Augen ist: ihre Poten­tiale erkennen. Dies kann man weder durch einen opti­mierten Lebens­lauf geschweige denn von einem Bild erfahren. Direkter Kontakt in unver­fäng­li­cher Begeg­nung ermög­licht das, das Menschen sich öffnen und ihre urei­genste Inter­essen und Beweg­gründe offen­baren. Infor­ma­tionen aus Lebens­lauf oder Info­gra­phiken so gut wie sie sein mögen sind immer Ziel­ge­richtet auf einen Job ausge­richtet. Der Bewerber versucht nur heraus­zu­finden und sich so darzu­stellen wie er meint es aus dem Stel­len­an­gebot sich selbst darstellen zu müssen. Genug Bücher dazu haben ja nicht nur Sie geschrieben. Da ich ja auch beide Seiten kenne sowohl als Bewerber als auch zeit­wei­liger HRler bin ich der festen Über­zeu­gung Bilder können täuschen Lebens­läufe kann man mani­pu­lieren und Zeug­nisse können gefälscht sein. Daraus kann man keine Poten­tiale erkennen. Ebenso habe ich die Erfah­rung machen dürfen: stellt man sich entspre­chend seinem echten Lebens­lauf als Konpe­tenter als erwünscht dar oder könnten die darge­stellten Erfah­rungen und Kennt­nisse viel­leicht sogar gefähr­lich werden für die Person die die Vorauswahl trifft? Nun ja sie wissen ja wir haben einen Fach­kräf­te­mangel und die Bewer­ber­zahlen auf bestimmte Posi­tionen haben Sie ja auch darge­stellt in einem der letzten Artikel.
    Ach ja in Bezug auf Fach­kräf­te­mangel ein köst­li­ches Lehr­stück aus der WiWo habe mich sehr ammü­siert.
    http://bit.ly/1ruRfwU

    Mit freund­li­chen Grüßen
    Kai G. Werzner

    • Svenja Hofert 25. September 2014 at 8:18 — Reply

      Danke, ich dachte schon niemand würde sich “erbarmen”. Sie haben ja SOOOO recht, Fotos täuschen, deshalb dieses kleine Expe­ri­ment. Danke für Ihre tollen Zeilen und den Wiwo­ar­tikel lese ich später, muss jetzt ins Seminar. LG Svenja Hofert

  3. Dreyer C. 25. September 2014 at 8:41 — Reply

    Hallo Frau Hofert,

    völlig aus dem Bauch:

    A) Physio­the­ra­peut o.ä. Sympa­thisch offen wirkt auf mich aber nicht Leis­tungs­ori­en­tiert im Sinne von Vertriebs­zahken stei­gern o.ä. Würde ich im sozialen Bereich eher einordnen.

    B) Spie­le­ent­wickler, passt zu einem jungen Unter­nehmen mit sehr flachen Hiera­chi­struk­turen, braucht viel Frei­raum, will Sinn­haf­tig­keit

    C) Pfle­ge­dienst­lei­tung. Führungs­kraft in Non-Profit-Unter­­nehmen

    D) BWL, Perso­nal­ent­wick­lung, sehr ziel­ori­en­tiert

    E) Soft­ware­ent­wickler, Free­lancer, sehr selbst­ständig

  4. Ka 25. September 2014 at 12:14 — Reply

    A könnte m. E. beides sein: normaler Ange­stellter, eher Vertrieb weniger Back­of­fice. Oder eine Führungs­kraft, dann aber in einer nicht konser­va­tiven Branche (keine Krawatte, insg. zu freund­lich). Wirkt inner­lich aufge­räumt und grad­linig.
    B könnte im Manag­ment tätig sein. Die Klei­dung ist mir für meinen nord­deut­schen Geschmack aller­dings zu farben­froh; Frisur und Bart könnten akku­rater sein. Außerdem siehts ohne Bild­hin­ter­grund­farbe irgendwie selbst­ge­knipst aus. Laissez-faire-Typ.
    C die lässige — etwas knitt­rige wirkende — Klei­dung und das sehr offene Lächeln ordne ich auch eher dem Back­of­fice oder einer Assis­tenz­funk­tion zu.
    D ist für mich absolut Führungs­ebene: freund­lich aber bestimmt. Ohne die offene Haare wäre es zu streng (Perlen­kette, graues Kostüm etc.), so perfekt.
    E Pollunder und fehlende Krawatte = kein Top-Mana­ge­­ment. Evtl. leitender Ange­stellter, vll. ein Zahlen­mensch (sitzt gern vorm PC). Gesicht, Bart, Haare, Brille, Lächeln passt alles gut zusammen — wirkt insge­samt souverän und erfahren.

    Ich finde die Personen könnten aller­dings — je nach Branche und Unter­nehmen — alle entweder Assis­tenten oder Führungs­kräfte sein. Verschränkte Arme finde ich dabei z. B. uner­heb­lich.

  5. LK 26. September 2014 at 20:45 — Reply

    Hallo Frau Hofert,

    sehr span­nender Versuch, auch und gerade wenn man sieht wie sehr schon die ersten Kommen­tare ausein­ander gehen.
    Hier meine eigenen ganz spon­tanen Asso­zia­tionen:
    A: Wirkt nett, enga­giert aber eher im Sach­­be­ar­­beiter-Bereich, viel­leicht Team­leiter in einer (Sozial-)versicherung im Innen­dienst.
    B: Wenn Manager, dann in einem Start-Up, eher IT-Branche, Quer­denker, Spie­le­ent­wickler o.ä. könnte ich mir auch gut vorstellen ODER Wissen­schaftler!
    C: Wirkt auf mich fürsorg­lich und anpa­ckend, könnte ich mir im medi­zi­ni­schen Bereich vorstellen. Als Kinder­ärztin oder Thera­peutin z.B..
    D: Straight aber über­zeugt mich nicht als Mana­gerin, ich würde auch eher auf Assis­tentin tippen.
    E: Es wundert mich total, dass noch niemand die gleiche Asso­zia­tion geäu­ßert hat, in meinem Kopf erschien sofort das Wort “Werbe­agentur”, Krea­tiv­branche.

    Ich hoffe es gibt bald eine Auflö­sung, bin gespannt!
    Viele Grüße & schönen Abend!

    • Svenja Hofert 28. September 2014 at 14:50 — Reply

      Hallo L, ja, deshalb habe ich das gemacht. Mir war klar, dass das passieren würde. Und das ist genau der Punkt 😉 LG SH

  6. Boris 30. September 2014 at 10:54 — Reply

    Wer macht was? Wer steht wofür? Wer kann sich auf eine Manage­ment­po­si­tion bewerben und wer ist eher Assis­tent?

    A) Verkauft erklä­rungs­be­dürf­tige Produkte, Team­leiter, mitt­leres Manage­ment

    B) Trainer, Berater, inter­na­tional, Moti­vator, Macher, mitt­leres Manage­ment

    C)IT-Branche, SAP, Entwick­lerin, Daten­banken, Storage, Projekt­lei­tung, Macherin

    D) Daten­ana­lystin, Tax, Finance, Insu­rance, inter­na­tional M&A, Risi­ko­be­wer­tung, Topma­nage­ment­ebene

    E) kreativ, Werbung, Design, Mode, Abtei­lungs­leiter

    …so, jetzt machst du mich auf den Folge­ar­tikel neugierig!

  7. Jan 30. September 2014 at 11:57 — Reply

    A: Geschäfts­führer Start-Up
    B: Vertrieb
    C: HR
    D: Invest­ment­ban­king
    E: IT-Projek­t­­ma­­nager

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