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Ziele errei­chen: 6 Methoden, die Sie viel­leicht noch nicht kennen

Published On: 1. Januar 2015Cate­go­ries: Führung
Neujahr - Planungszeit MS Office

Neujahr — Planungs­zeit MS Office

Es gibt Menschen, die errei­chen Ziele, ohne sich welche zu setzen. Dazu gehöre ich. Jedes Jahr nehme ich mir erneut vor, mir endlich einmal aufzu­schreiben, was im nächsten Jahr erreicht werden soll. Ich tue es wieder nicht. Warum? Weil ich mir als “dynamic style” laufend etwas vornehme. Weil ich mich ungern fest­lege. Statt auf die klas­si­sche Jahres­pla­nung muss ich mich viel­mehr darauf konzen­trieren, mich zu fokus­sieren. Auch das ist eine Methode, ich nenne Sie dyna­mi­sche Planung.
Diese und 5 weitere:

1. Das SMART-Modell

Dies ist die klas­sischste aller Planungs­me­thoden. Prak­tiker entwi­ckelten sie aus der Ziel­set­zungs­theorie von Latham und Locke, die besagt, dass Ziel­er­rei­chung wahr­schein­li­cher ist, wenn die Ziele konkret gesetzt sind. Mit SMART setzen Sie sich Ziele genau so: spezi­fisch, messbar, aktiv, realis­tisch und mit Termin. Schreiben Sie sich Ihre Ziele am besten auf, in maximal drei Sätzen. Beispiele: “Am 30.6.2015 werde ich meinen Podcast zum Thema X starten.” Oder: “Mit Wirkung zum X setze ich mich einmal die Woche, und zwar Frei­tags um 15 Uhr hin, um meine Konto­ein­gänge zu über­prüfen.”

2. Das KRAFT-Modell

Das KRAFT-Modell nach Gabriele  Müller  gibt dem Planen nach SMART eine andere Note. K steht für konkret, R für Realis­tisch, A jedoch für attraktiv, F für Fähig­keiten und T für Termine. Vor allem A und F lenken die Gedanken in eine Rich­tung, die komple­xeren Vorhaben guttun. Genau das ist das Manko von SMART: Was nützen mir aktiv formu­lierte Ziele, wenn ich diese  nicht attraktiv finde. Konto­ein­gänge über­prüfen ist zum Beispiel für viele nicht attraktiv. Was würde diese Ziel­er­rei­chung reiz­voll (attraktiv) machen? Und welche Fähig­keiten zur Errei­chung habe ich – oder welche fehlen mögli­cher­weise noch? Vor allem auch beruf­li­cher Neuori­en­tie­rung sehr viel sinn­vol­lere Fragen, weshalb ich Coachs eher dieses Modell für die Phase der Ziel­ver­ein­ba­rung empfehle.

3. Die Wenn-Dann-Planung

Es gibt Menschen, die besser funk­tio­nieren, wenn Sie genau wissen, was zu tun ist, gerade auch bei sich wieder­ho­lenden Vorgängen wie der Konto­ein­gangs­über­prü­fung. Für diese Menschen ist die Wenn-dann-Planung eine gute Alter­na­tive. Verknüpfen Sie Vorhaben mit einem „immer wenn (ich aufge­standen bin), schreibe ich mir auf, was ich heute tun werde.“ Dazu hier mehr.

4. Die dyna­mi­sche Planung

Für Sie ist vor allem wichtig, dass Sie Ihre Ziele selbst gestalten können und diese Ihnen nicht vorge­setzt werden. Sie sollten auch nicht allzu konkret sein, da das Ihren Gestal­tung­s­piel­raum einengt. Wenn Sie sich etwas in de Kopf gesetzt haben, werden Sie es sowieso errei­chen. Jedoch passiert es häufiger, dass Sie sich verzet­teln. Und damit das nicht passiert, ist es hilf­reich sich Werde-Sätze aufzu­schreiben. „Ich werde jetzt den Twitter-Account für @teamworksgmbh aufbauen“ — so etwas sage ich mir zum Beispiel. Und dann mache ich es.

5. Die Kopf­kissen-Planung

Mein Geheim­tipp, selbst erfunden und mit Kunden auspro­biert: Ziele unter das Kopf­kissen legen! Das ist vor allem für spiri­tu­elle Menschen eine gute Methode.Dabei ist gar nicht spiri­tuell, wie es funk­tio­niert. Erst muss das Ziel aufge­schrieben werden (was der Veran­ke­rung dient), dann wird es in einen Umschlag gelegt (was Ernst­haf­tig­keit verleiht) und schließ­lich wird vier Mal im Jahr zu fest­ge­schrie­benen Terminen hervor­ge­holt. das erzeugt eine Ziel­bin­dung ersten Grades. Und Ziel­bin­dung ist auch wissen­schaft­lich gesehen eine der wich­tigsten Mode­ra­toren der  Ziel­er­rei­chung.

6. Die Planung mit Bildern

Mögen Sie Symbole? Bilder? Dann könnte die visu­elle Anke­rung etwas für Sie sein. Das geht so: Sie nehmen sich etwas vor, denken fest daran und dann suchen Sie sich ein Bild dazu im Internet aus, das dieses Ziel für Sie verkör­pert. Es sollte positiv sein, und das Bild sollte nur für dieses eine Ziel stehen, für nichts anderes. Das Bild hängen Sie an einen zentralen Platz auf, etwa hinter den Computer. Einige meiner Kunden verwenden meine Flip­chart­dia­gramme mit den Postits für diesen Zweck, andere bevor­zugen eine Symbolik: Sonne, Sand, egal was… Die Methode basiert auf dem Züri­cher Ressourcen Modell nach Maja Storch und kann mit der Arbeit damit verknüpft werden (auch in meinem Coaching-Buch beschrieben).

Hierzu empfehle ich meine Kexpa-Kurse “Neuori­en­tie­rung in 5 Schritten” und “Verän­dern Sie Ihr Leben”.

 

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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4 Kommen­tare

  1. Stefan Müller 1. Januar 2015 at 23:57 — Reply

    Sehr geehrte Frau Hofert,

    ein sehr schöner Artikel. Die Kopf­kissen-Methode fand ich am besten. Auch wenn mir das zerknit­terte Papier sicher­lich irgend­wann Probleme beim Schlafen bereiten würde. 🙂

    Mit freund­li­chen Grüßen
    Stefan Müller

  2. Victoria König 5. Januar 2015 at 17:25 — Reply

    Hallo Frau Hofert, das ist ein richtig tolle Liste der Ziel-Methoden. Danke!

  3. Jan Wein­hart 6. März 2015 at 14:02 — Reply

    Hallo Svenja,

    der Artikel ist super!

    Ich hab mal wieder etwas gelernt. 🙂 Die Planung mit Bildern habe ich noch nicht auspro­biert, aber dank deines Arti­kels wird sich das bald ändern…

    Alles Gute!

    Jan

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