Kate­go­rien

7 Trends am Arbeits­markt und die Konse­quenzen für Sie

Published On: 5. Dezember 2013Cate­go­ries: Mensch & Orga­ni­sa­tion
Die Jobs passen einfach nicht, oft sind sie zu klein.

Die Jobs passen einfach nicht, oft sind sie zu klein.

Irgend­wann hatte sich der Banker für die sichere Bank entschieden. Das war in einer Zeit, als „Banken“ noch Schalter hatten und Sparen einen Sinn. Da entschied man sich für solche Wege, weil man halt kein bunter Vogel ist und Sicher­heit erstens etwas mit Vernunft und zwei­tens mit Geld­ver­dienen zu tun hat.  Doch man kann mit seinen Entschei­dungen einfach Pech haben. Da hat man einen sicher geglaubten Job, doch dann kommt eine Finanz­krise, gibt es Ärger mit dem Libor­zins, geschlos­senen Immo­bi­li­en­fonds und der Markt ist nun keiner mehr oder ein ganz anderer. Und plötz­lich heißt es: Auf ein Neues!

Man denkt, was soll´s, ich bin ja top-quali­­fi­­ziert und nur fünf Jahre von der Gene­ra­tion Y entfernt, von der alle reden — das sollte doch alles kein Problem sein. Doch dann klappt gar nichts. Man hat zu viel, zu wenig, ist nie genau richtig. Wie auch? Kennen Sie sich auf dem Markt für südafri­ka­ni­sche Apri­ko­sen­de­ri­vate und afgha­ni­sche Filz­­pan­toffel-Hedge­­fonds aus? Nein, geht auch gar nicht – es gibt doch welt­weit nur EINE  Firma, die sich damit beschäf­tigt!  Ihr IQ von 120, die 5 Zerti­fi­kate, die jahre­lange Erfah­rung und auch die ausge­reiften persön­li­chen Kompe­tenzen: Am Ende ist das alles egal, wenn Apri­kosen im Lebens­lauf fehlen.

So kommen ein paar Absagen, das durch­schnitt­liche Verfahren von Bewer­bung zu Absage dauert bei Hoch­qua­li­fi­zierten gut vier Monate, und das erste Jahr mit Arbeits­lo­sen­geld I ist ruck­zuck rum. Danach wird man ange­schaut wie das letzte T‑Shirt auf der Stange bei Kik, das in frosch­grün  mit dem wirk­lich dämli­chen Spruch “ich bin die Number One”. Muss ja einen Grund haben, dass das keiner haben will. “Was andere nicht wollen, will ich auch nicht”, sagt die Grup­pen­seele — da kann man noch so viele Semester studiert haben und sämt­liche Heuristik-Fallen und „Bias“se kennen. Der Perso­naler setzt auf Sicher­heit, der Fach­ver­ant­wort­liche auf Sympa­thie, genannt “Schmidtun­d­­schmid­t­chen-Phänomen”. Ersteres ist eine Falle für alle, die im bishe­rigen Berufs­leben nicht exakt die Apri­kosen geerntet haben, die man braucht. Und letz­teres ein Hindernis für Leute ohne natür­li­chen “Halo-Effekt”. Und haben Sie mal eine sensa­tio­nell opti­mis­ti­sche Strah­­le­frau/­S­trah­­le­­mann-Ausstrah­­lung nach einem Jahr Jobsuche und 80 Absagen. Unter den Persön­lich­keits­ei­gen­schaften ist Selbst­be­wusst­sein weit weniger stabil als Extra­ver­sion, Intel­li­genz und was man so alles testen kann — es hängt an der Arbeit, an der Part­ner­schaft und insge­samt an einem dünnen Faden.

Ich las dieser Tage viel von der Zukunft der Arbeit, vom Wandel, von den Chancen. Es reden gern Leute darüber, die weit weg vom Markt sind. Menschen, die nicht (mehr) in Prozessen drin­ste­cken oder nur Teil­be­reiche der Arbeits­welt kennen. Thomas Sattel­berger etwa: der Ex-Telekom-Perso­nal­­chef zieht seit seiner Pensio­nie­rung nimmer­müde durch die Lande, ein groß­ar­tiger Redner, er hat was zu sagen. Das haben auch andere: Gut gefallen hat mir das Inter­view mit dem Zukunfts­for­scher Sven Gabor Janzksy in der Woll­milchsau. Viel­leicht haben wir in 20 Jahren eine schö­nere und gerech­tere Arbeits­welt.

Mir stellt sich nur eine Frage: Was machen wir bis dahin?

Denn im Moment ist es so:

1.  Arbeiten im unter­neh­me­ri­schen Fege­feuer (Change genannt) ist alles andere als ein Vergnügen

Das eine kommt, das andere geht. Das ist normal im Wandel. Aber im Moment ist die Situa­tion eine teils groteske: die meisten Mitar­beiter bleiben, wenige Alte gehen und wenige Neue kommen. Stellen Sie sich 1.000 Mitar­beiter vor, alle lang­ge­dient sind und bestens an die Unter­neh­mens­öko­logie ange­passt. Im Unter­nehmen wachsen keine Blumen mehr, aber man hat es sich mit Trocken­pflanzen einge­richtet. Und da kommt dann so ein Wirbel­wind?

Das Unter­nehmen weiß ja, es muss einen anderen Typ Mitar­beiter einstellen, z.B. jemanden, der zu seiner Meinung steht und diese vertritt, weil sie schlichtweg richtig ist (das hört sich einfach an, aber wer bleibt bei seiner Meinung, wenn 10 andere dagegen sind? Ich sag´s ihn: Dieje­nigen mit einer Eigen­schaft namens “Unab­hän­gig­keit”, und das sind statis­tisch wenige.).

Also stellt das Unter­nehmen zwei solcher Menschen ein, während 998 so bleiben wie sie waren oder sich ange­passt haben. Was denken Sie, wie viel Spaß diesen beiden der neue Job macht? Oft wenig: weil diese zwei Leute meist in einem dyna­mi­scher Umfeld groß und erfolg­reich geworden sind und weil sie — auch aus Gewohn­heit — keine gebo­renen Poli­tiker sind. Das sind Wahr­heits­su­chende und Inhalts­ge­trie­bene selten.

Über­ge­ord­nete und prak­ti­sche Lösung: Wenn Unter­nehmen Neu- und Anders­denker einstellen, muss das von vielen Seiten gedeckt und gewollt sein. Es nutzt nichts wenn der Vorstand “eigent­lich” will, aber seine Bereichs­leiter machen lässt. Weiterhin müssen Perso­naler solche Menschen bei der Einstel­lung auf die offen­sicht­li­chen Schwie­rig­keiten hinweisen. Man darf nichts verspre­chen, was nicht gehalten werden kann, sondern muss sagen: “Wir haben hier alte Struk­turen. Das wird für Sie oft nicht erfreu­lich sein. Aber wir haben folgende Maßnahmen.…”

2. Der X‑Faktor fehlt immer

Es ist gut, das gewisse Etwas zu haben. Aber bitte  nicht zu viel davon. Denn: Wer sich fach­lich posi­tio­niert hat, einige Jahre Erfah­rung gesam­melt und dabei nicht auf exakt das rich­tige Pferd gesetzt, findet keine Anschluss­jobs mehr. „Nein, da fehlt X.“ „Sie haben nicht ausrei­chend Y.“ Noch haben Unter­nehmen die Wahl, und sie machen reich­lich Gebrauch davon. Beson­ders betroffen vom fehlenden X‑Faktor ist die Preis­klasse 50.000–85.000 EUR Jahres­ge­halt. Darüber ist man meist ein erfah­rener Senior oder Projekt­leiter und hat wenig Jobpro­bleme. Darunter arbeitet man in stan­dar­di­sier­teren Berufs­fel­dern.

Die könnten ja klei­nere Bröt­chen backen und Baby­schuhe anziehen, sagen Sie viel­leicht, falls Sie in Gehalts­klasse U50.000 liegen (unter 50.000). Versu­chen Sie das mal. Es gibt am Arbeits­markt nur Upgrades. Es sei denn, Sie gehen persön­lich zu McDo­nalds und lassen den Lebens­lauf mit dem Dr. Titel zuhause.

Über­ge­ord­nete Lösung: Mehr Offen­heit seitens der Unter­nehmen!

prak­ti­sche Lösung: Profil bewusster entwi­ckeln und Entschei­dungen nicht nur aus dem Bauch treffen, sondern auch mit bewusstem Blick auf zukünf­tige Entwick­lungen. das Trei­ben­lassen kann sich gerade die hoch­qua­li­fi­zierte Mittel­schicht am Arbeits­markt nicht leisten.

3. Passt das Näschen nicht, hilft die Quali­fi­ka­tion rein gar nichts

Wenn ich diese Perso­nal­aus­wahl so miter­lebe, frage ich mich: Wie unsou­verän muss man sein, jemanden, der fach­lich kompe­tent ist, abzu­lehnen, nur weil er viel­leicht nicht in das passt, was man Unter­neh­mens­kultur nennt. Was ist denn nun mit der Diver­sity? Das Hoch­halten von “der Kollege/Mitarbeiter muss mir sympa­thisch sein” beißt sich mit den (angeb­li­chen) Anfor­de­rungen an Hoch­qua­li­fi­ka­tion. Ich finde: Kollegen müssen nicht sympa­thisch sein. Über­haupt ist Sympa­thie so ein dehn­barer Begriff, der letzt­end­lich auf Gleich­heit raus­läuft. Ich mag, was so ähnlich tickt. Das ist aber selten beson­ders divers.

Über­ge­ord­nete Lösung: siehe oben.

prak­ti­sche Lösung: Ein biss­chen Show muss sein, um “sympa­thisch” rüber­zu­kommen. Den Halo-Effekt kann man üben, machen wir bisweilen, auch wenn mich irgendwie stört, dass das über­haupt nötig ist.

4. Im deut­schen Eichen­wald werden keine Tannen gepflanzt

Das Groß­un­ter­nehmen scheint mir eine beson­ders gleich­ma­chende Kraft auszu­üben. Das „inde­pen­dent self“ der west­li­chen Kultur­welt wird hier zum „inter­de­pendet self“, das wir sonst aus dem asia­ti­schen Kultur­raum kennen. Kurzum: Man defi­niert sich durch die Gruppe. Da wird 70% der Zeit verquatscht. Und zwar stra­te­gisch, man nennt das “Unter­neh­mens­netz­werke stärken”. Sich Mittags mit den rich­tigen verab­reden, Small Talk aus stra­te­gi­schen Gründen: Psycho­lo­gie­grund­kennt­nisse reichen, um zu verstehen, dass die inno­va­tiven und inhalts­ge­trie­benen Mitar­beiter — gemeinhin also Leis­tungs­träger — für so etwas gar kein Ohr und auch keine Lust darauf haben. Sie wollen arbeiten.

Dann sitzen genau solche im Vorstel­lungs­ge­spräch. Der Perso­naler findet sie ganz toll, weil er weiß: wir brau­chen solche Leute, weil eigent­lich zu wenig “richtig” gear­beitet wird und jemand mal was wegschaffen müsste. Aber sobald der Fach­ver­ant­wort­liche mit entscheidet,  fällt das Unter­nehmen ins alte Muster zurück. Einge­stellt wird, wer zur Unter­neh­mens­kultur passt. Und nicht der beste für den Job, sondern oft jemand mit eher gemäch­li­chem Tempo und Durch­schnitts­profil.

Exklu­sive Ergän­zung für den welt­besten Bildungs­experten ( ;-)) und syste­­ma­­tisch-Kaffee­­­trinken-Blogger Lars Hahn: Du hast völlig recht, das alles ist voll­kommen anders wenn jemand über Kontakte und krea­tive Wege in ein Unter­nehmen gekommen ist und nicht über eine Anzeige. Dann hat der Fach­ver­ant­wort­liche Sorge, dass der “Quer­ein­steiger” seinen Job nicht richtig macht, weil ihm die Apri­ko­sen­kennt­nisse fehlen.

Über­ge­ord­nete Lösung: siehe vorhe­rige Punkte.

prak­ti­sche Lösung: Bis zu einem gewissen Grad das Spiel mitspielen und nicht sagen “mit so jemand arbeite ich nie zusammen”. Oder Konse­quenzen treffen und länger suchen oder selbst­ständig machen. Hilft auch: Menschen, die man gemeinhin für weniger kompe­tent hält als sich selbst, ernst nehmen  — es sind (auch) Menschen. Die haben auch ihre Ängste, z.B. vor Verän­de­rung. Ist doch OK.

5. Spitz soll man sein, aber zu sehr macht inkom­pa­tibel

Allrounder? Überall außer im Assis­tenz­be­reich ein Schimpf­wort. „Ich beherr­sche die gesamte Klaviatur von bis….“ Kommt nicht mehr gut an. Aber spezia­li­siert sein ist auch nicht gut, denn die Märkte segmen­tieren sich immer weiter. Dadurch werden Berufs­pro­file auto­ma­tisch spezi­eller — und die direkte Einsetz­bar­keit kompli­zierter. Da muss man sich immer wieder entscheiden: Spitze Ausbil­dungen und Erfah­rungen sorgen für schnel­lere Arbeits­markt­pass­ge­nau­ig­keit, sind aber lang­fristig risi­ko­rei­cher. Breite brau­chen längere Anläufe, sind aber lang­fristig dehn­barer.

Über­ge­ord­nete Lösung: Aus meiner Sicht müsste es eine Art Karenz­geld geben, meinet­wegen auch als Versi­che­rung. Das ermög­licht es Mitar­bei­tern länger zu suchen und ihr Profil per Weiter­bil­dung aktu­ellen Entwick­lungen anzu­passen.

prak­ti­sche Lösung: Behalten Sie einen ruhigen Kopf. Analy­sieren Sie regel­mäßig ihr Profil. Seien Sie sich der Risiken bewusst, wenn Sie sehr lange in einem spezia­li­sierten Umfeld gear­beitet haben.

6. Zwei Welten: Tech und Non-Tech

Es gibt gut und böse. Gut ist digital und IT, böse im Grunde alles andere. In vielen Unter­nehmen haben Perso­naler für IT und Inge­nieure ein weitaus höheres Budget als für das “Fußvolk”, inklu­sive Führungs­kräfte. Meine subjek­tive Wahr­neh­mung: selbst die Bear­bei­tungs­zeiten von Bewer­bungen im Tech-Bereich sind kürzer. Frauen sind durch diese Entwick­lungen klar benach­tei­ligt, denn nach wie vor meiden sie tech­ni­sche Umfelder. Und ich fürchte: Das wird sich auch nicht drama­tisch ändern.

Über­ge­ord­nete Lösung: Müssen die Gehalts­scheren eigent­lich so groß sein? Man könnte näher zusam­men­rü­cken. Ein markt­wirt­schaft­lich akzep­ta­bler Schritt dahin wäre die Verpflich­tung von Unter­nehmen, Gehälter in Stel­len­an­zeigen anzu­geben. So sehen einige endlich, was sie sonst einfach nicht glauben, z.B. dass manche große Unter­nehmen Redak­teuren 1.600 Euro brutto/Monat zahlen und manchen Projekt­lei­tern 6.000 und einigen noch viel mehr.

prak­ti­sche Lösung — für Frauen: Endlich mal wegkommen von der Entschei­dung fürs schöne, weiche und emotio­nale! In der IT arbeiten oft uneitle und ehrliche Menschen, das ist viel besser fürs Team­ge­füge. Mir fallen eine Reihe Frauen ein, die sich sehr wohl fühlen in diesem Umfeld.

7. Wech­sel­wille wird belohnt und bestraft zugleich

Es scheint nur noch zwei Möglich­keiten zu geben: Entweder Sie haben immer viel gewech­selt oder Sie wech­seln gar nicht (das Problem kommt dann mit dem in diesen Fällen stets uner­war­teten Raus­schmiss). Ein Dazwi­schen gibt es immer weniger. Am schwie­rigen sind unserer Erfah­rung nach Menschen mit mehr als 6–8 Jahren Berufs­er­fah­rung zu vermit­teln, sofern die erwor­bene Praxis nicht mindes­tens 80% mit der künf­tigen korre­liert – und das ist siehe 5. aufgrund der fort­schrei­tenden Markt­seg­men­tie­rung selten geworden. Gibt es keine auch anderswo direkt verwert­bare Erfah­rung, gereicht es den Mitar­bei­tern zum Nach­teil, in einem Unter­nehmen zu bleiben. Was hält ist meist der Verdienst — denken Sie an meine Einlei­tung: der Banker, die Apri­kosen und die Sicher­heit.

Aber auch hier gibt es para­doxe Situa­tionen: Nehmen Sie den Juristen, der nach zwei Jahren gewech­selt hat, um sein Profil zu erwei­tern. Bei der nächsten Stelle, ist die nun größere Breite ein eindeu­tiger Vorteil. Aber wehe, wenn dann das Profil nach einigen Jahren zu beliebig geworden ist und keine Entwick­lung  mehr zeigt! Oder wenn es durch stra­te­gi­sches Wech­seln in Boom­zeiten — beob­achtbar im Online-Marke­­ting — zu “teuer” geworden ist. Dann steht der Wech­sel­wil­lige nicht viel besser da als der Mitar­beiter eines Konzerns, der nach 15 Jahren merkt, dass es Jobs wie seinen nur einmal gibt… Und die gewohnten Gehälter keine zweites Mal.

Über­ge­ord­nete Lösung: Ich wäre sehr dafür, dass Unter­nehmen interne Karrie­re­ent­wick­lung anbieten, um Weiter­bil­dungs­be­darfe in dem Bereich zu ermit­teln. Unsere Aufträge in diesem Bereich sind noch über­schaubar. Aber ich bin sicher, dass verant­wor­tungs­volle Unter­nehmen erkennen müssen, dass sie die Verant­wor­tung haben, Mitar­beiter für den allge­meinen und nicht nur den firmen­in­ternen Arbeits­markt fit zu halten. Auch wenn das bedeutet, dass sie dann leichter gehen können. Im Moment ist das so: Mitar­beiter werden ausschließ­lich für die Spezia­li­täten des jewei­ligen Unter­neh­mens entwi­ckelt.

prak­ti­sche Lösung: Analy­sieren Sie einmal im Jahr, wo Sie mit Ihrem Know-how stehen und verlassen Sie sich nicht nur auf die eigene Nase. Medi­en­be­richte verführen derzeit dazu, zu glauben, Jobsuche wäre kein Problem. Ias ist ein Irrtum.

Für das Thema Jobsuche empfehle ich diesen kexpa-Selb­st­­lern­­kurs. Bei der Neuori­en­tie­rung  diesen.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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6 Kommen­tare

  1. Lars Hahn 5. Dezember 2013 at 20:41 — Reply

    Mal wieder klasse Arbeits­markt­trends! Bei 4. erhebe ich Einspruch. Ich höre oft von Bewer­bern, dass der Fach­ver­ant­wort­liche begeis­tert war und quasi alle schon zufrieden waren. Und dann kam der Perso­naler alten Schlages, der Gate­keeper, der glaubt, er müsse das Unter­nehmen vor den “Falschen” schützen. Der fand dann das Haar in der Suppe bzw. im Lebens­lauf und verhin­derte den Deal.
    Aber das kommt glaube ich eher beim Syste­ma­tisch Kaffee­trinken vor, weniger bei klas­si­schen Bewer­bungen.

    • Svenja Hofert 6. Dezember 2013 at 9:53 — Reply

      extra für dich um deinen Punkt erwei­tert 😉

  2. Claudia K. 6. Dezember 2013 at 9:26 — Reply

    Ihre über­ge­ord­nete Lösung für 7. halte ich für einen Wunsch­traum. Wahr­schein­li­cher bzw. wünschens­wert wäre es, wenn Unter­nehmen inter­es­sante Bewerber für ihre Bedürf­nisse weiter­bilden statt immer nur nach dem perfekten Profil zu suchen.

    • Svenja Hofert 6. Dezember 2013 at 9:52 — Reply

      genau das habe ich ja unter “über­ge­ord­nete Lösung” beschrieben. Es wird kaum gemacht. Im Moment bilden Unter­nehmen, wenn über­haupt, nur weiter für den unmit­tel­baren, eigenen Bedarf — das kann am Arbeits­markt und den indi­vi­du­ellen Kompe­tenzen vorbei sein. Die meisten Unter­nehmen haben ihre Verant­wor­tung an die Mitar­beiter dele­giert. Es wäre wunderbar, wenn Unter­nehmen diese Verant­wor­tung mehr wahr­nehmen würden.

  3. From the US 11. Dezember 2013 at 5:32 — Reply

    Der Artikel beschreibt die Lage tref­fend.
    Anstatt mich in diesem Wust von Bewer­bungs­kri­te­rien einzu­fühlen, mit den vorher­seh­baren enttäuschten Gefühlen nach unzäh­ligen Absagen, packte ich meine Sachen. Ich arbeite in den US.

  4. Manfred O. 12. Dezember 2013 at 9:36 — Reply

    Muss mich hier der Aussage von From the US voll und ganz anschließen. Zwar habe ich noch nicht meine Sachen gepackt, aber dafür arbeite ich derzeit als Free­lancer ohne Fest­an­stel­lung und bin mit meiner derzei­tigen Situa­tion eingent­lich sehr zufrieden.

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