Kate­go­rien

8 Gründe, warum Coaching sich immer wieder lohnt

Published On: 18. November 2024Cate­go­ries: Coaching

Die Welt wäre eine bessere, wenn sich alle coachen ließen. Doch leider haben die, die an den Schalt­he­beln sitzen, oft beson­ders wenig Zeit oder Sinn für das, was Coaching ermög­licht: Refle­xion und Persön­lich­keits­ent­wick­lung. Denn oft herrscht ein Miss­ver­ständnis über das, was Coaching ist — weder Ziel­er­rei­chungs­ma­schine noch Speed-Lösungs­­­fa­­brik.

Unsere Persön­lich­keit wächst und wandelt sich, ist stetig im Werden. Das braucht Pflege und Beglei­tung, die ganz unter­schied­lich aussehen kann: Mal geht es ums Abgrenzen, mal ums Umpflügen, dann wieder ums Anbauen und Ausmisten. So wird Coaching zur Lebens- und Berufs­ein­stel­lung, bei der Probleme und Ziele keine zwin­gende Voraus­set­zung mehr sind.

1. Ordnung: Coaching sortiert

Im Hams­terrad ist nie genug Zeit. Wer Erleb­nisse, Gedanken, Gefühle und die eigenen Entschei­dungen nie sortiert, steht irgend­wann vor einem unüber­sicht­li­chen Berg, der hinter jeder Abbie­gung eine Über­ra­schung parat hat.

Gerade erfolg­reiche Fach- und Führungs­kräfte verlieren oft den Bezug zu ihren eigenen Bedürf­nissen.

Wie sieht es über­haupt in mir aus? Welche Möglich­keiten sehe ich, welche nicht? Coaching kann eine innere Inventur sein, aber auch ein Aufräumen. Je öfter man sich coachen lässt, desto vertrauter ist einem das eigene Innere. Das Sortieren wird leichter. Viele Menschen entwi­ckeln ihre inneren Struk­turen ganz einfach: Indem sie mit jemanden spre­chen, der einfach nur aufmerksam und achtsam zuhört.

2. Ziel­fin­dung: Coaching gibt dem inneren Kompass eine Rich­tung

Ziele sind selten eindeutig und klar. Oft gilt es, sie erst heraus­zu­ar­beiten. Was will ich eigent­lich wirk­lich? Und welche Krite­rien lege ich bei Ziel­kon­flikten an? Jeder kennt die Situa­tion, wenn man sich immer wieder im Kreis dreht. Wie gut kann dann eine leichte Kurs­än­de­rung oder auch Umdrehen tun! Manchmal geht es einfach nur darum, Ziele loszu­lassen, die einem selbst nicht guttun. Wie gut ist es dann, jemanden zu haben, der einen selbst immer wieder als Kapitän auf das eigene Schiff holt.

3. Ziel­er­rei­chung: Coaching macht erfolg­reich

Zu groß denken oder zu klein: Es sind die eigenen Ansprüche, die Erfolg ermög­li­chen, aber auch verhin­dern. So normal, dass sich wider­spre­chende Verhal­tens­weisen genau das sabo­tieren, was man doch so gern errei­chen möchte. Dazwi­schen grät­schen all die Mind­fucks und schäd­li­chen Glau­bens­sätze, die die Gedanken in Geisel­haft nehmen. Wunderbar, schäd­liche Gedanken einzu­fangen, anzu­nehmen, loszu­lassen und die gestie­gene mentale Kraft zu spüren.

4. Feed­back: Coaching öffnet neue Fenster

Je weniger blinde Flecken wir haben, desto klarer unser Selbst­bild. Coaching ist auch eine gute Gele­gen­heit, die Rück­mel­dungen von anderen zu reflek­tieren – oder auch aktiver zu suchen. Gleich­zeitig stärkt Coaching das Selbst­bild, wenn im Mittel­punkt nicht nur die Frage steht „wer bin ich“, sondern auch „wer will ich werden?“ Die eigene Tendenz, sich selbst zu begrenzen, kann sich in Luft auflösen, wenn innere Schranken fallen.

5. Altes loslassen: Coaching schafft den Boden für eine neue Saat

„Es ist nie zu spät, eine glück­liche Kind­heit gehabt zu haben“ – ob dieser Satz nun Ruth Cohn oder Erich Kästner zuge­schrieben werden kann (oder beiden): In ihm liegt eine äußerst heil­same Wahr­heit. Denn die künf­tigen Möglich­keiten liegen auch in einer Neube­trach­tung der eigenen Vergan­gen­heit. Die Refle­xion über die Vergan­gen­heit ist deshalb vor allem dann hilf­reich, wenn die bishe­rige Betrach­tungs­weise selbst beschränkt.

6. Neues entstehen lassen: Coaching lässt neue Samen aufgehen

Wir neigen oft dazu, immer die glei­chen Wege zu gehen, ähnliche Gedanken zu denken und den bishe­rigen Vorlieben zu folgen. Dabei entsteht Neues oft dort, wo man noch nie gewesen ist. Deshalb regt Coaching auch an, ermu­tigt, etwas auszu­pro­bieren und wider­sprüch­liche Emotionen und Gedanken anzu­nehmen. Denn wenn Neues entsteht, ist das Alte immer noch präsent und kann nicht einfach ausge­schaltet werden. Deshalb ist gutes Coaching immer auch ein moti­vie­rendes Framing für Verän­de­rung. Es deutet auf die Sonne und das Licht, wenn wir diese noch nicht sehen können. Zugleich stärkt es die Durch­hal­te­kraft, denn gerade Verän­de­rung braucht die prozess­u­rale Beglei­tung.

7. Entwick­lung: Coaching lässt reifen

Ein refle­xi­ons­ori­en­tiertes Coaching har immer eine narra­tive Kompo­nente: Die eigene Gegen­wart, Vergan­gen­heit und Zukunft wird neu inter­pre­tiert. Das ist wie eine Verbrei­te­rung der eigenen Ober­fläche: Wir gewinnen mehr Perspek­tiven und werden diffe­ren­zierter in unserer Wahr­neh­mung und  flexi­bler in unseren Verhal­tens­weisen. Das ist die Basis für einen entspann­teren Umgang mit schwie­rigen Situa­tionen – und mit sich selbst. Kleine und große Krisen können so viel produk­tiver verar­beitet werden.

8. Sinn: Coaching trägt zu einer besseren Welt dabei

Reflek­tie­rende Menschen kommen früher oder später auch zum Sinn, den sie dem Leben geben wollen. Die kleinen oder großen Despoten und Tyrannen dieser Welt werden diesen Punkt nie errei­chen. Deshalb ist Coaching immer auch Präven­tion vor Macht­miss­brauch. Es schützt nicht nur die Unter­nehmen, sondern auch die Gesell­schaft vor schäd­li­chen Verhal­tens­weisen, die aus Zwängen oder engem Denken entstehen. Es lohnt sich also nicht nur für die, die sich coachen lassen, sondern für alle anderen auch.

Bild: Foto von cottonbro studio: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-paar-menschen-buro-4101143/

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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