Kate­go­rien

Arbei­t­­geber-Bewer­­tungen: Wer hat denn hier gefakt?

Published On: 14. September 2011Cate­go­ries: Führung

Auch die letzte Illu­sion ist ausge­träumt — und die Bastion der Hoff­nung all derje­nigen gefallen, die von gutem Arbeits­klima träumten.  Diese Festung des Glau­bens an das Gute im Unter­nehmen heißt Arbeit­ge­ber­be­wer­tung.

„Seitdem ich hier arbeite, weiß ich, dass vom Ranking bei Great­place­to­work nicht viel zu halten ist“, sagt mein Klient. Denn nach der Arbeit hat er schlechte Laune, anders als der Werbe­spruch des Unter­neh­mens mit den Arbei­t­­geber-Bench­­mar­k­s­tu­­dien („nach der Arbeit habe ich gute Laune“) verlauten lässt.

Great­place­to­work ist wirk­lich great beim Blöffen. Tausende enthu­si­as­ti­scher Bewerber nehmen die Listen als Anhalts­punkt, um ein faires Unter­nehmen für sich zu finden — gerade jene sind darunter, die sich von den großen Marken­namen nicht allzu sehr blenden lassen wollen. Das sind die, die sich nicht nur mit der Marke, sondern auch mit dem Stil und der Ethik eines Unter­neh­mens iden­ti­fi­zieren möchten.

Die Medien nehmen es dankbar auf, wenn Unter­nehmen verkünden, Home Office für alle und uns karrie­re­ori­en­tierten Frauen die Arbeit mit Kindern zu ermög­li­chen. Wow, ein posi­tives Beispiel – die Leser der Artikel glauben, was die zitierten Perso­naler verkünden, denn die Hoff­nung stirbt zuletzt. Was bleibt ihnen auch anders übrig? Bezeich­nend, dass ausge­rechnet jenes Hamburger Unter­nehmen nicht in den Listen auftaucht, das gerade einer anderen Kundin, einer Mutter mit kleinem Baby, Frei­heiten bei der Arbeits­ge­stal­tung lässt und sich als fair entpuppt. Wem die Innen­wir­kung wich­tiger ist, als die nach außen, kümmert sich nämlich zuerst darum.

Worauf kann ich also noch vertrauen, wenn nicht auf Great­place­to­work, fragen Sie mich jetzt?

Auf Ihre Fragen! Zum einen können Sie diese einem regional oder bran­chen­tech­nisch veran­kerten Karrie­re­be­rater stellen (nur ist der natür­lich kein Auskunfts­büro, also lassen Sie es, wenn Sie gerade eine Mail an mich tippen wollen – mein „Ehrenamt“ ist dieser Blog…). Zum anderen liegt es an Ihnen, ein gutes Kontakt­netz­werk zu pflegen und Kollegen und Freunde zu den in ihren Unter­nehmen gemachten Erfah­rungen zu inter­viewen.

Arbeit­ge­ber­be­wer­tungen bei Kununu.com & Co.

Für die breite Masse bleiben Bewer­tungs­platt­formen wie Kununu und Evaluba und jene die Kollege Jochen Mai hier aufge­führt und getestet hat. Jenes, wiederum Hamburger Unter­nehmen, welches mir seit Jahren aus allen Rich­tungen als krass nega­tives Beispiel für  veral­tete und unfaire Perso­nal­po­litik  auffällt, hat dort eine Gesamt­be­wer­tung von drei Punkten. Die Spann­weite, die den Durch­schnitts­wert bildet, vari­iert von einem Punkt bis zu fünf, aber aus mehreren Dutzend Bewer­tungen kris­tal­li­siert sich dann doch eine  realis­ti­sche Einschät­zung heraus. Von schlechtem Klima ist da oft die Rede, von arro­ganten Chefs, deren karrie­ris­ti­sches Eigen­in­ter­esse zum Himmel stinkt, und von nicht gelebten Werten. Es schlei­chen sich aller­dings auch (gute) 5‑Sterne-Kritiken ein. Und damit für mich auch die Frage: Wer bitte hat denn hier gefakt?

In den letzten zwei Monaten, da hatte ein Kollege das Thema “Arbeit­ge­ber­be­wer­tungen” in meinen Kopf gepflanzt, sind mir fünf Mitar­beiter völlig unter­schied­li­cher Firmen begegnet, die sich an solchen Fake-Aktionen betei­ligen sollten. Da gab es Chef­­te­­tagen-initi­ierte Rund­mails mit einer „dezenten“ Auffor­de­rung und auch direkten Druck „wenn Du weiter hier arbeiten willst, dann…“ Auch die Vari­ante: Wir setzen einfach unsere Prak­ti­kanten dran, so ganz viral (am gleich­na­migen Marke­ting orien­tiert), ist beliebt – vor allem in Marke­ting­ab­tei­lungen, bei Agen­turen und Unter­neh­mens­be­ra­tungen. Da fakt der Chef manchmal sogar noch selbst.

Kununu weiß das und sitzt doch wie die Maus in der Falle. Lassen wir den Chef, Martin Poreda, selbst spre­chen: „Jeder Eintrag durch­läuft zunächst tech­ni­sche Sicher­heits­vor­keh­rungen und wird dann (…) von unserem Commu­nity Mana­ge­­ment-Team manuell kontrol­liert. Neben einem simplen IP-Check haben wir ausge­feilte Tools, die Fakes  erschweren: Der Bewerter muss seine Bewer­tung aktiv frei­schalten, Tras­h­­mail-Adressen werden nicht akzep­tiert, Mehr­­fach-Bewer­­tungen sind nicht zulässig.“ Das ist mehr als bei anderen Bewer­tern. Nehmen wir Great­place­to­work. Dort bean­tragen Arbeit­geber die Studie und müssen für den Spaß  auch zahlen, bei 4.500 Euro beginnen die Paket­preise. Mach ich das als Arbeit­geber? Genau: Vor allem, wenn ich es nötig habe und das Klein­geld in meiner Kasse sich auch aus einem Budget für Marke­ting speist.

Niemand kann Arbeit­geber davon abhalten, ihr Employer  Bran­ding so falsch zu verstehen.

Doch  der Schuss geht  auch recht­lich nach hinten los —  und da wird aus dem viralen Spaß bitterer Ernst. Martin Poreda: “Eine auf kununu bewusst geschönte Bewer­tung fällt unter den Begriff Astro­tur­fing und bezeichnet die gezielte Täuschung der Öffent­lich­keit. Jene Unter­nehmen, die durch solche Maßnahmen ihr Image aufpo­lieren möchten bzw. müssen, lassen durch diese straf­bare Hand­lungen entspre­chende Rück­schlüsse auf ihre Quali­täten als Arbeit­geber zu.” Doch natür­lich ist es nicht strafbar, Mitar­beiter aktiv darum zu bitten, eine Bewer­tung abzu­geben – und subtilen Druck auf jene auszu­üben, die dabei nicht dabei sein wollen oder gerne ehrlich wären.

Das ist fast ein wenig so wie bei der (rein analogen) Chef­be­wer­tung, die auch im tradi­tio­nellsten Unter­nehmen inzwi­schen Einzug gehalten hat. Wenn fünf Mitar­beiter ihren Abtei­lungs­leiter anonym bewerten, machen nur Kami­­kaze-Ange­stellte ein ehrli­ches Kreuz­chen. Es glaubt sowieso keiner daran, dass eine ehrliche Bewer­tung was bringt. Unter­nehmen, die mehr an ihrer Außen- als an ihrer Innen­wir­kung inter­es­siert sind, sind die Wirk­lich­keit – die sich leider oft erst dann offen­bart, wenn der Arbeits­ver­trag unter­schrieben ist.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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24 Kommen­tare

  1. Chris­tian 15. September 2011 at 9:03 — Reply

    Ein mir bekanntes kleines Unter­nehmen (30+ Mitar­beiter) hatte letz­tens mit schlechten Bewer­tungen auf kununu zu kämpfen, die alle gleich­förmig aussehen und deren Art & Zeit­punkt intern durchaus in die Rich­tung eines zuvor entlas­senen Mitar­bei­ters zeigten. Inter­es­sant: Kurz nach den schlechten Bewer­tungen meldete sich ein kununu-Mitar­­beiter tele­fo­nisch und aktiv beim Firmen­chef und bot eine Art “Premium-Paket” an. Für die Zahlung eines kleinen 5‑stelligen Betrages würde kununu neben diversen Marke­ting­maß­nahmen auch schauen können, ob sich nicht die Reihen­folge der Bewer­tungen vari­ieren liesse — die schlechten würden somit aus dem Blick­feld rutschen.

    Ohne Zahlung sei natür­lich keinerlei Bear­bei­tung der validen Bewer­tungen möglich, das müsse man verstehen.

    Ein Schelm, der böses denkt. Der Chef der Firma hat seine Mitar­beiter ganz offi­ziell dazu ermu­tigt, Bewer­tungen bei kununu einzu­stellen, wenn sie das möchten. Diese wurden jedoch nicht akzep­tiert und nicht veröf­fent­licht. Ohne Zahlung ist somit keine weitere Meinung erwünscht.

    Das Geschäfts­mo­dell “riecht” für mich ein wenig anstößig.

    • Svenja Hofert 15. September 2011 at 9:11 — Reply

      Es gibt natür­lich auch die andere Rich­tung: Frus­trierte Mitar­beiter, die sich durch nega­tive Bewer­tungen rächen wollen. … Wenn das stimmt, was Sie schreiben, wird das Kununu sicher lesen 😉 LG Svenja Hofert

  2. Chris­tian 15. September 2011 at 9:38 — Reply

    Noch ein Nach­trag: Zwar hat kununu großen Wert auf die Prüfungen der einge­henden Bewer­tungen gelegt und auf die IP-Checks und andere Details hinge­wiesen, aber wieso dort weit mehr (schlechte) Bewer­tungen von angeb­li­chen ex-Mitar­­bei­­tern zu finden sind als jemals Mitar­beiter das Unter­nehmen verlassen haben, das konnte der Mitar­beiter auch nicht erklären.

    Ein Anspruch auf Korrektur würde die Firma jeden­falls nicht haben, so der kununu-Mitar­­beiter. Es ist für mich nach­voll­ziehbar, dass der Chef der schlecht bewer­teten Firma unge­halten auf dieses Vorgehen reagiert hat.

  3. Martin Poreda 15. September 2011 at 10:25 — Reply

    @Christian,
    wir haben absolut Nichts gegen konstruk­tive Kritik und leben seit 4 Jahren damit Gemüter zu erhitzen. Wogegen wir jedoch schon was haben, sind unwahre Tatsa­chen­be­haup­tungen über unse­riöse Methoden bei kununu. Wir gelten als die seriö­seste und offenste aller Bewer­­tungs-plat­t­­formen, die sämt­liche Methoden des Betrei­bens der Platt­form, Bewer­tungs­richt­li­nien, Punk­­te­­ver­­­gabe/-gewich­­tung, Geschäfts­mo­dell, Möglich­keiten für Repu­ta­ti­ons­ma­nage­ment und Marke­ting auf kununu, Preis­po­litik etc. offen legt.

    Es ist schlicht und einfach falsch, dass man durch ein kununu Enga­ge­ment Einfluss auf seine Bewer­tungen nehmen kann. Unsere Kunden wissen das und jene, die versuch(t)en sich auf diese Weise bei kununu “einzu­kaufen”, verlän­gern ihre Enga­ge­ments nicht oder wurden/werden von uns raus­ge­kickt.

    @Zu Deinem Nach­trag:
    Wenn uns das Unter­nehmen beweisen kann, dass Bewer­tungen auf kununu nach­weis­lich nicht richtig sind, werden wir unver­züg­lich tätig und es hat sehr wohl Anspruch auf Korrektur. ABER — es muss uns eben irgendwas liefern — sonst könnte ja jedes Unter­nehmen daher kommen .… und dann wäre die Idee von kununu tatsäch­lich zum Schei­tern verur­teilt.

    kununu hat als eine der wenigen Platt­formen für Unter­nehmen nicht bloß eine “Heraus­for­de­rung” geschaffen, sondern zugleich Möglich­keiten für aktives Repu­ta­ti­ons­ma­nage­ment geschaffen. Die Stel­­lun­g­­nahme-Funk­­tion ist eine dieser Möglich­keiten und kostet keinen Cent!

    @Bewertungsaufruf “unter Druck”
    Ein solches Benehmen von Firmen­seite her, ist schon Armuts­zeugnis für sich und eine extrem kurz­sich­tige Mass­nahme, die durch enttäuschte Jobein­steiger in diesem Unter­nehmen (diese korri­gieren das geschönte Bild durch eine Bewer­tung) und ausge­tre­tene Mitar­beiter (die jeder­zeit ihre abge­ge­benen Bewer­tungen abändern/richtig stellen können) abge­straft wird. In einem solchen Fall freut uns der psycho­lo­gi­sche Aspekt, dass nega­tive Bewer­tungen viel inten­siver wahr­ge­nommen werden und geschönte Fake-Bewer­­tungen “über­strahlen”.

    • Frank Hoff­mann 27. Februar 2014 at 10:05 — Reply

      @ Martin Poreda:
      Bezüg­lich des Nach­trag finde ich es bezeich­nend und bedenk­lich, dass JEDER (angeb­liche Mitar­beiter) anonym Bewer­tungen und Behaup­tungen einstellen kann, dann aber die Gegen­seite (das Unter­nehmen) BEWEISEN muss, dass es nicht wahr ist.

      Das zeigt schon, wie ernst man soetwas nehmen kann, oder eben auch nicht. Die Darstel­lungen von Chris­tian sind aus meiner Sicht durchaus alar­mie­rend, und ich bin dankbar für diese Veröf­fent­li­chung.

  4. Martin Poreda 15. September 2011 at 16:02 — Reply

    @christian

    Die von dir genannten Details:
    1. schlechte Bewer­tungen vorhanden
    2. ein Bera­tungs­ge­spräch aufgrund hoher Bewer­tungs­ak­ti­vität ist wahr
    3. ein Marke­ting­an­gebot an das Unter­nehmen ist wahr

    UNWAHR ist, dass wir dem Unter­nehmen ange­boten haben, Einfluss auf die Bewer­tungen zu nehmen. -> Damit sollten die Postings nun auf für Dritte eindeutig klar formu­liert sein.

    Eine einzelne Bewer­tung durch einen enttäuschten Mitar­beiter auf kununu ist durchaus legitim. Für mehrere Bewer­tungen durch einen einzelnen User muss sich dieser schon anstrengen — seit 4 Jahren profes­sio­na­li­sieren wir unsere Systeme und lernen mit jedem Tag dazu.

    Agen­turen zur Bewer­tungs­pflege beim Thema “Hotel­be­wer­tung” haben es leichter. Über unsau­bere Betten, schlechtes Essen schreibt sichs schnell. Über Arbeits­ver­hält­nisse muss man auch hier schon schrift­stel­le­ri­sche Skills aufweisen — und wie geschrieben — wir stehen Unter­nehmen jeder­zeit bera­tend zur Seite.

    “Ich finde die Räum­lich­keiten doof” = persön­liche Einschät­zung
    “Die Chefs spre­chen nie mit einem” = kann ja so gewesen sein
    “Die Chefs stinken” = garan­tiert nicht auf kununu online -> bitte um Link, wenn das Gegen­teil der Fall ist, weil absolut gegen unsere Bewer­tungs­re­geln

  5. Svenja Hofert 15. September 2011 at 18:46 — Reply

    Einfach wunderbar, dass man im Internet so schnell und direkt Dinge klar­stellen kann — Danke für den ange­regten Dialog 🙂 herz­liche Grüße Svenja Hofert

  6. Wilhelm Zorem 21. September 2011 at 18:32 — Reply

    Ein unab­hän­giges Unter­nehmen sollte sich unab­hängig finan­zieren, ansonsten bleibt ein Verdacht.

  7. […] bekannte Namen sind darunter. Dieses Thema hatte ich schon mehr­fach aufge­griffen, so hier bei Wer hat denn hier gefakt? In meiner Praxis zeigt sich immer wieder, dass der Namen eines Unter­neh­mens viel­leicht für den […]

  8. Alex Schmid 21. Februar 2012 at 18:25 — Reply

    Bewer­tungs­por­tale können hilf­reich sein, Produkt­be­wer­tungen etc.. Wer schützt Arbeit­geber vor Mitar­bei­tern? Viele, sehr viele Perso­nal­leiter und Chefs würden viel Geld dafür ausgeben, mit einem entspre­chenden Portal seriöse Angaben über viel­leicht zukünf­tige Mitar­beiter zu bekommen. Bewer­tungs­por­tale sind nicht das Problem! Die Anony­mität im Internet ist das Problem!
    Zu all der “neuen” Macht welche sich frus­tierte Mitar­beiter jetzt bedienen können, fällt mir nur ein:
    “Das Internet und die dort kultisch bewahrte Anony­mität verleihen jeder­mann quasi die Gene­ral­voll­macht, unge­straft alles Mögliche über jede belie­bige andere Person zu äußern. Ich kann mir kaum einen mora­lisch verwerf­li­cheren Miss­brauch des Gedan­kens der Rede­frei­heit vorstellen.”
    Richard Bern­stein in der New York Times

  9. […] oft nicht halten. Tolle Webseiten, super Projekte und Messe­auf­tritte – all das ist oft nur Kosmetik. Um falsche Entschei­dungen zu vermeiden, gibt es eine wirk­same Vorge­hens­weise in 4‑Schritten. Ich […]

  10. […] Themen, auch dieses zu Arbeit­ge­ber­be­wer­tungen, brau­chen länger bis die Masse die Rele­vanz und Zukunfts­be­deut­sam­keit begreift. Trüf­fel­schweine […]

  11. Martin Harnisch 16. Juli 2012 at 13:37 — Reply

    Es scheint mir (und vielen anderen) das Kununu käuf­lich ist. Wie ist es sonst zu erklären das viele recht nega­tive Bewer­tungen ‑die sich aber alle im Rahmen der Regeln bewegen- auch auf mehr­fache Nach­frage hin nicht frei­ge­schaltet werden? Posi­tive Bewer­tungen dagegen schon? Der Service antwortet auch nicht auf nach­fra­gende Emails. Ein befreun­deter Geschäfts­führer hat mir bestätig das sich mit Kununu immer verhan­deln lässt sollte die eine oder andere Bewer­tung mal nicht in den Kram passen. Es kommt halt auf die Bezie­hung zu kununu an sagte er mir 😉

    Da die Firmen mit meist schlechten Bewer­tungen regel­mäßig Fake Bewer­tungen einstellen um den Score hoch­zu­treiben macht die Seite unglaub­würdig und nicht beson­ders nütz­lich.

    • Svenja Hofert 16. Juli 2012 at 14:14 — Reply

      Hallo, danke für die Info. Darüber wurde schon mal disku­tiert. Ich kann das nicht beur­teilen, ob es stimmmt oder nicht oder teil­wahr ist und lasse es jetzt einfach so als Kommentar stehen. herz­liche Grüße Svenja Hofert

  12. Frie­de­rike Schmidt 7. März 2013 at 0:15 — Reply

    Gibt es denn keine recht­liche Hand­habe gg. Chefs, die Mitar­beiter unter Druck setzen, eine posi­tive Bewer­tung einzu­stellen? Das ist doch mE eine Form von Nöti­gung — vor allem, wenn damit wie im Post gedroht wird, “wenn du deinen Job behalten willst…” Das muss doch juris­tisch greifbar sein!

    • Svenja Hofert 7. März 2013 at 9:34 — Reply

      wer seinen Arbeits­platz behalten will, denkt erst mal nicht ans Recht… Das ist doch viel­mehr der Punkt. Ein Mitar­beiter ist in einem Abhän­gig­keits­ver­hältnis. LG SH

  13. Carola 18. März 2014 at 20:29 — Reply

    Ich kann mich hier nur dem Kommentar von Alex Schmid anschließen. Niemand schützt mich vor böswil­ligen, rufschä­di­gende und nach­weis­lich falschen Behaup­tungen von Exmit­ar­bei­tern, die Ihre Zeug­nis­wün­sche nicht 1:1 erfüllt bekommen haben. Wie soll ich denn kununu BEWEISEN, dass ich genü­gend Kunden habe, dass meine Agentur eben nicht kurz vor dem Ruin steht, dass ich nicht chole­risch bin etc. Etc. Außerdem ist es eben doch möglich mit Fake-Accounts mehrere Bewer­tungen abzu­geben. Das haben bereits mehrere Menschen auspro­biert und die Bewer­tungen sind immer durch­ge­gangen. Wir hatten über­haupt nicht so viele Exmit­ar­beiter wie wir Bewer­tungen haben. Also muss ja jemand faken. Aber wer weiß das schon, der sich even­tuell über uns infor­miert. Ich finde es grund­sätz­lich feige und denun­zie­rend, wenn man sich völlig anonym austoben kann. Wir machen grund­sätz­lich immer mit unserem Mitar­beiter am letzten Arbeitstag ein Abschluss­ge­spräch, wo der Mitar­beiter die Möglich­keit hat uns zu bewerten. Niemand hatte da die Meinung, die er dann letzt­end­lich bei kununu vertritt. Ich würde mich auch über eine Platt­form freuen, wo man seriöse und ehrliche Auskünfte über poten­zi­elle Mitar­beiter bekommen könnte.

  14. Rohde, Arno 5. April 2015 at 20:43 — Reply

    Solche Foren wie Kununu, in denen sich jeder ohne seine Iden­tität preis­zu­geben, also anonym, über seinen oder einen Arbeit­geber auslassen kann, lädt doch eigent­lich eher Frus­trierte, Aussor­tierte oder Neider aus anderen Unter­nehmen ein. Der Wert jegli­cher Bewer­tungs­platt­formen richtet sich letzt­lich nach dem Anmel­de­ver­fahren, bei z.B. Kununu ist alles auf Fake­basis möglich.…oh wie gehalt­voll.….

  15. Peter 4. Dezember 2015 at 11:50 — Reply

    Zu Kununu: Einer­seits kann man sich dort ohne Iden­ti­täts­prü­fung anmelden, ande­rer­seits braucht man seine Bezie­hung zum bewer­teten (oft verleum­deten) Unter­nehmen nicht belegen. Als Arbeit­geber kann man sich teuer von diesen anonymen Bewer­tungen frei­kaufen…
    Erin­nert mich an Schutz­geld!
    Wer sich als Bewerber von anonymen Kommen­taren auf Portalen ohne Gegen­check leiten lässt, landet dann zwangs­läufig in Firmen, die viel Geld ausgeben um nur tolle Bewer­tungen durch­zu­winken, die ggf. auch selbst initi­iert sind.

    Aber dann hat man es auch nicht besser verdient, oder?
    Also, ertmal schauen, wie man sich anmelden muss und entscheiden, wie belastbar ein Portal ist.

  16. Vera 10. Dezember 2015 at 11:22 — Reply

    @Martin Poreda,
    Nach langem Hin und Her habe ich mir doch über­legt meine Erfah­rungen mit Kununu schrift­lich nieder zu legen. Nachdem ich im Sommer nach 1,5 Monaten aus einem Call Center ausge­schieden bin , habe ich mich entschlossen anderen Menschen die Chance zu geben sich vorab zu erkun­digen. Ich war sach­lich und nicht ausfal­lend. Jedoch ist meine Bewer­tung schlecht für diese Firma ausge­fallen (wie bei vielen anderen auch). Vorige Woche bekomme ich eine E‑Mail von Kununu das ich einen Tätig­keits­nach­weis oder den Arbeits­ver­trag erbringen sollte , da ange­zwei­felt wird das ich jemals in dieser Firma tätig geworden sei. Erst einmal wurde meine Bewer­tung auf inaktiv gesetzt. Nach erbrachtem Nach­weis sollte das Ganze wieder akti­viert werden. Gesagt getan, ich habe brav meinen Nach­weis erbracht. Und nun kommt der Knaller. Ich solle doch meine Text­pas­sagen die negativ sind (Tische, Rechner und Tastatur sind sehr verdreckt) umän­dern. In was denn bitte? In etwas posi­tives was nicht der Wahr­heit entspricht?
    Nach meiner detail­lierten Nach­frage mit welcher Rechts­grund­lage dieses gefor­dert wird, kam natür­lich nur eine lapi­dare Antwort eines Sach­be­ar­bei­ters. Auf sämt­liche Fragen meiner­seits wurde nicht geant­wortet und ich über­lege mir das Ganze der Rechts­kammer zur Prüfung vor zu legen. Gefor­dert wird nach wie vor die Ände­rung meiner Bewer­tung, ansonsten wird diese deak­ti­viert. Starkes Stück!!!

  17. Vera 10. Dezember 2015 at 15:40 — Reply

    @ Martin Poreda
    So, ich noch einmal. Habe die gewünschten Passagen umge­schrieben (aber nicht in eine posi­tives Bewer­tung) und prompt hat Kununu das Ticket geschlossen da ich meine Bewer­tung angeb­lich nicht geän­dert habe. Nun wird man schon zu einer posi­tiven Bewer­tung gezwungen?
    Was sagen Sie dazu? Ich bin auf eine Antwort sehr gespannt!

  18. Der Admiral 11. März 2016 at 22:29 — Reply

    Fake Bewer­tungen gibt’s ja nicht nur von gefrus­teten Ex-Mitar­­bei­­tern sondern auch von Unter­nehmen, wie der Text es besagt. Persön­lich weiß ich das aus meiner Firma.

    Immer wenn es auf kunuu eine nega­tive Bewer­tung gibt, folgt ein paar Tage später erst eine über­schwäng­lich posi­tive und dann noch­mals einige Tage später wieder eine über­schwäng­lich posi­tive, so daß die nega­tive gar nicht mehr so viel Gewicht auf die Gesamt­wer­tung legt. So bleibt das Unter­nehmen immer im oberen 3er, fast 4er Bereich und ist damit regional eines der best­be­wer­testen.

    Das komi­sche ist, das die nega­tiven Bewer­tungen grund­sätz­lich auch begründet werden, dafür gibt es ja entspre­chende Kommen­tar­funk­tionen. Die posi­tiven sind jedoch nur reine Stern­chen­be­wer­tungen ohne Kommentar in den Einzel­wer­tungen. Maximal kommt am Schluss sowas wie “super Firma”, arbeite gerne hier” usw.

    Ein Schelm wer böses denkt aber wenn die Bewer­tungen doch “manuell” geprüft werden, betrifft das wohl nur die aktu­elle Bewer­tung, sonst würden die Fake Bewer­tungen doch eher auffallen.

    Meinen Arbeits­kol­legen und mir sind, unab­hängig von einander, diese sofort aufge­fallen, weil wir uns auch alle Bewer­tungen des Unter­neh­mens ange­sehen haben.

  19. Der Admiral 11. März 2016 at 22:49 — Reply

    Nach­trag:

    Gerade bei den nega­tiven Bewer­tungen, die oftmals detail­liert begründet werden sehe ich eine Gefahr, daß der Arbeit­geber diese einfach mal als Lüge abtut und diese dann entspre­chend löschen lässt. Die Beweis­pflicht liegt ja beim Bewerter. Doch wie soll derje­nige veral­tete Systeme, arro­gante Vorge­setzte und gesund­heits­schäd­liche Teppiche nach­weisen? Er könnte höchs­tens Zeugen­aus­sagen beschaffen aber ob das für kunuu ausrei­chend ist?

    Es muss auch für Arbeit­nehmer die Möglich­keit geben, Bewer­tungen anzu­zwei­feln. Gerade dann, wenn wie in meinem vorhe­rigen Beitrag alle posi­tiven Meldungen regel­mäßig nach schlechten Bewer­tungen auftau­chen. Und diese dann stehts nur aus Stern­be­wer­tungen bestehen. Nicht jeder schließt auto­ma­tisch darauf, daß hier geschönt wurde, nur weil keine Begrün­dung für die posi­tive Bewer­tungen abge­geben wurde.

    Viel­leicht könnte man ja gerade bei sehr nega­tiven oder sehr posi­tiven Einzel­be­wer­tungen einen Pflicht­kom­mentar verlangen mit der expli­ziten Begrün­dung. Das würde die Fälscher nicht aufhalten aber es würde dem Suchendem ja eher ins Auge springen, das in der Bewer­tung davor, genau das Gegen­teil steht, wie in der aktu­ellen Bewer­tung.

    Alter­nativ eben eine Anzweifel-Funk­­tion. Drückt man diesen Knopf, muss derje­nige, der bewertet hat, seine Bewer­tungen auch inner­halb einer gesetzten Frist begründen. Passiert dies nicht, sollte auch diese vorrü­ber­ge­hend deak­ti­viert werden, bis sich jemand genö­tigt fühlt, sich zu melden. Glei­ches Recht für alle sozu­sagen.

  20. Der Admiral 12. März 2016 at 14:59 — Reply

    @Vera

    Der Kommentar von Herrn Poreda war aus dem Jahr 2011. Ich bezweifle, dass er so lange diesen Artikel verfolgt hat.

    Natür­lich würde es mich freuen, vom Gegen­teil über­zeugt zu werden!

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