Kate­go­rien

Blog­stöck­chen: This is how I work

Published On: 2. Juni 2013Cate­go­ries: Karriere

Danke, lieber Lars, für dein Blog­stöck­chen. Ich brauchte einen langen Sonntag, um es aufzu­fangen. Jetzt aber!

Blogger-Typ:

Keine Ahnung. Am wich­tigsten ist es mir, Inhalte zu bieten, die so woan­ders nicht stehen. Deshalb beißen sich PRler, die täglich mit einer neuen Info­grafik oder einem neuen Text anklopfen, an mir die Zähne aus. Ich bin einer­seits expe­ri­men­tier­freudig und andrer­seits stra­te­gisch. Ich denke immer wieder darüber nach, wie ich Dinge zusam­men­führen und sinn­voll entwi­ckeln kann. Zum Beispiel nutze ich diesen Blog auch um auf unser Kexpa-Angebot hinzu­weisen. Das tue ich aber dezent.

Gerät­schaften digital:

Ich bin gespon­sert. Im Ernst. Von Dell! Die haben ja auch das Thema Arbeit der Zukunft und schenkten mir ein Ultra­book, wegen meiner Ausrich­tung und weil ich eben KEIN Techie bin 😉 Konnte es kaum fassen, als die mir das ange­boten haben. Und war froh: Apple mag ich nicht mehr so, die produ­zieren mir zu viel Müll….!  Aber ich hab trotzdem ein Iphone 5 (soweit zur manchmal fehlenden Konse­quenz). Die Umstel­lung kommt langsam aber sicher: Mein Sohn hat sein Iphone 4 vor zwei Wochen ins Klo versenkt. Danach schaffte ich für ihn ein Samsung Galaxy an.

Gerät­schaften analog:

Ich liebe Post-Its zum Visua­li­sieren, nehme immer die Recy­cling-Serie. Ich kann nicht malen, aber struk­tu­rieren. Visua­li­sieren ohne Zeichnen geht am besten mit den Klebe­qua­draten! Aber ich bewun­dere die Leute, die so schöne Visua­li­sieren können, wie die wunderbar kreativ- und tech­nik­be­gabte Andrea, die bis 2008 meine Charts für Trai­nings malte und jetzt als Daten­ban­kerin arbeitet.

Arbeits­weise:

Ich bin auf der einen Seite extrem diszi­pli­niert (seit 25 Jahren 2–4 Mal die Woche Sport, nie eine nennens­werte Termin­ver­zö­ge­rung bei  Buch­ab­gaben), auf der anderen sehr flexibel. Das scheint nicht zusam­men­zu­passen, erklärt sich aber, wenn man genauer hinschaut, z.B. in mein Reiss Profile oder Big5-Profil.

Mein Anspruch an mich selbst ist groß, was Know-how betrifft. Dennoch tole­riere ich bei mir und anderen Fehler, die aus meiner Sicht keinen Schaden anrichten. Recht­schreib­fehler etwa. Ich mag dagegen keine “Dumm­heit” aus Weiter­lern­faul­heit oder Nach­läs­sig­keit, die (blei­bende) Folgen für andere hat. Wenn zum Beispiel Ärzte sich keine eigene unab­hän­gige Meinung bilden, weil sie sich von Phar­ma­ver­tre­tern becircen lassen… das kann ich gar nicht ab!

Mir ist es sehr wichtig, dass Menschen, die zu mir kommen, weiter­kommen. Das liegt mir mehr am Herzen, als selbst im Licht der Öffent­lich­keit zu stehen, weshalb ich mich nicht für eine Karriere bei der GSA, bei 5‑Sterne-Rednern oder sowas inter­es­siere.

Abso­lute Vertrau­lich­keit gehört für mich dazu. Ich habe oft Kunden, die in irgend­einer Weise bekannt sind oder in der Öffent­lich­keit stehen. Die können sich darauf verlassen, dass ich trotz meiner Tätig­keit als Blog­gerin und Autorin niemals ein Wort darüber verlieren würde. Wenn ich Geschichten hier im Blog oder in Büchern verar­beite, dann frage ich vorher um Erlaubnis und/oder verän­dere sie so, dass keine Wieder­erkenn­bar­keit gegeben ist. Manche wollen aber auch mit Namen erwähnt werden, wie zum Teil im Buch „Karriere-Künstler“, das ich gerade für Campus schreibe.

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recher­chieren und Book­­mark-Verwal­­tung?

Mein Blog läuft über Word­Press und wird von der Agentur Futur Zwei betreut, mit denen ich seit 2004 zusam­men­ar­beite. Ich danke Futur Zwei, weil sie sich wirk­lich enga­gieren,  sehr service­ori­en­tiert sind und immer schnell reagieren. Ich bin treu, wenn ich einmal die Vorzüge von jemand erkannt habe.

Book­marks inter­es­sieren mich nicht. Ich suche immer noch nach einem System, mein Wissen zu verwalten. Ich lese gern dicke Bücher, vornehm­lich popu­läre Sach­bü­cher (natür­lich liebe ich Malcolm Glad­well) oder aus der Psycho­logie, z.B. von Freud, Alice Miller, Viktor Frankl, sowie alles viel über die Zukunft der Arbeit, Trends in der Exis­tenz­grün­dung usw. In der analogen Zeit spickte ich die Bücher mit Zetteln und malte darin mit Text­mar­kern, seit einiger Zeit versuche ich es mit einem Wiki.

Wo sammelst du deine Blogideen?

Auch hier: Spontan oder stra­te­gisch. Spontan: Mir fällt ein Thema ein, ich jogge und dann weiß ich, was ich schreibe. Ich erstelle alle Konzepte bei körper­li­cher Arbeit. Außerdem tausche ich mich wahn­sinnig gern aus. Ich mag andere Perspek­tiven und spreche gern mit anderen — am liebsten ganz unter­schied­li­chen Leuten.

Stra­te­gisch: Ich möchte mich zum Beispiel für ein Thema aufstellen, zum Beispiel für Spiral Dyna­mics, das mich sehr begeis­tert. Also über­lege ich, wie ich das anders und neu drehen kann. Eben nicht wie alle. Deshalb suche ich auch eigene Voka­beln und Erklä­rungen.

Was ist dein bester Zeit­spar-Trick/S­hortcut fürs Bloggen/im Internet?

Keine Ahnung. Es geht mir nicht ums Zeit­sparen. Das ist mir voll­kommen egal.

Benutzt du eine To-Do-List-App?

Nein.

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?

Nicht leben, würde ich nicht sagen, aber ich schau schon sehr gern düstere, psycho­lo­gi­sche Krimis. Also Fern­sehen 🙂

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?

Ich habe einen situa­tiven Humor, der scheinbar schon etwas speziell ist und manchmal „too much“ in Rich­tung Albern­heit geht (sagt mein privates Umfeld). Meine Intui­tion ist gut ausge­prägt und ich durch­schaue Dinge schnell. Alles, was unlo­gisch ist, fällt mir sofort auf. Das ist auch ein Fluch, denn ich weiß manchmal früh, wenn etwas nicht klappen wird – und stehe dann vor der Frage „sagen oder nicht“. Ich habe mich früher nicht immer getraut, auszu­spre­chen, was ich zu wissen glaubte — erst mit der Erfah­rung, die mir selbst recht gab… Inzwi­schen sage ich, was ich denke, wenn ich den Auftrag dazu habe. Das sehe ich dann auch als meine Pflicht.

Was begleitet dich musi­ka­lisch beim Bloggen?

Mein Sohn ist ein sehr guter Cellist, er übt täglich mindes­tens eine Stunde und spielt bei den “coolen Strei­chern” von Salut Salon. Das hat mich der klas­si­schen Musik näher gebracht, die früher noch so mein Ding war. Ich mag  Soul, etwa „Happi­ness“ von Jona­than Jere­miah, aber auch das Melan­cho­li­sche, Kate Bush, Sophie Hunger und Tori Amos. Von den alten Sachen Doors und Bowie. Pink Floyds „Wish you were here“ schalte ich ein, wenn ich längere Stre­cken in lang­samen Tempo Joggen und über etwas gezielt nach­denken will.

Wie ist dein Schlaf­rhythmus – Eule oder Nach­ti­gall Lerche?

Wäre ich nicht so pflicht­be­wusst, würde ich ewig schlafen…

Eher intro­ver­tiert oder extro­ver­tiert?

Getestet ambi­ver­tiert, laut Big5-Zerti­­fi­­zie­rung. Es gibt Extro- und Intro­seiten. Extro, weil ich dyna­misch bin und dazu neige, die Führung zu über­nehmen. Intro­seiten, weil ich große Menschen­auf­läufe anstren­gend finde, sensibel auf viele Geräusch­ein­flüsse reagiere — Messen sind der Horror! — und mir die Bühne einmal im Monat reicht. Danach brauche ich Erho­lung.

Wer sollte diese Fragen auch beant­worten?

Ich bin gespannt, was

Dazu zu sagen haben.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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8 Kommen­tare

  1. Gilbert 4. Juni 2013 at 0:01 — Reply

    Danke fürs Stöck­chen! Habs appor­tiert 🙂

    http://bit.ly/11ndWp5

  2. […] „weiter­ge­worfen“ werden. Dieses hier kam gestern aus Hamburg von meiner geschätzten Kollegin Svenja Hofert – […]

  3. Danke fürs Stöck­chen! Weiter­ge­worfen habe ich es hier http://bit.ly/19Fxc4y

    Herz­liche Grüße von
    Juli Scheld

  4. […] Svenja Hofert – Karrie­re­fach­frau, die mich wegen Ihrem Fokus auf Krea­ti­vität begeis­tert […]

  5. […] Isabella Donner­hall) habe ich mir selbst geschnappt, weil ich es span­nend fand, zum Beispiel bei Svenja Hofert, Gitte Härter und Monika Birkner mitzu­lesen. Und schon kommt man ja ins Grübeln, wie man die […]

  6. Roland Kopp-Wich­mann 10. Oktober 2013 at 11:55 — Reply

    Über Markus Väth ist das Stöck­chen jetzt bei mir gelandet: http://goo.gl/dQNhBi

  7. […] Kopp-Wich­­mann ein Blog­stöck­chen zum Thema “How I work” zuge­worfen, was er von Markus Väth, Svenja Hofert und Isabella Donner­hall bekam. Ich werde hier auf die Fragen dazu antworten. (Ein Blog Stöck­chen […]

  8. Thomas H. Lemke 14. Oktober 2013 at 14:59 — Reply

    …und es ist weiter­ge­wan­dert: http://bit.ly/GX76R9

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