Kate­go­rien

Ein Tanker ist kein Schnell­boot: 5 Denk­fehler über agile Unter­nehmen und die Wahr­heiten dahinter

Published On: 16. März 2018Cate­go­ries: Führung

In letzter Zeit werde ich öfter für kriti­sche Vorträge zu Agilität ange­fragt – kein Wunder, so toll ich agile Unter­nehmen finde, so wenig denke ich, dass Selbst­or­ga­ni­sa­tion, Stand jetzt und heute, flächen­de­ckend und überall gelingen kann. Immer wieder über­rascht es mich, wie kritiklos einige auf der agilen Welle schwimmen und vom Augen­­höhe-Para­­dies träumen. Teil­weise wird dabei der unter­neh­me­ri­sche Zweck völlig vergessen und in esote­ri­schen Wolken von einer besseren Arbeits­welt geschwärmt. In diesem Artikel möchte ich einige aktu­elle Beob­ach­tungen teilen – in der Hoff­nung, dass es dazu beiträgt, die Diskus­sion etwas diffe­ren­zierter zu führen.

Denk­fehler 1: Jeder kann ein Schnell­boot sein

Dahinter steckt der Verein­hei­t­­li­chungs-Tendenz-Bias. Was beim Nach­barn funk­tio­niert, muss auch bei mir zu Hause laufen. Doch so unter­schied­lich Menschen sind, so verschieden sind auch Unter­nehmen. Startups in der Wachs­tums­phase funk­tio­nieren nach ganz anderen Mecha­nismen als reife oder gar gesät­tigte Unter­nehmen. Sie beschäf­tigen typi­scher­weise auch anderes Personal. Natür­lich bringen gestal­tungs­af­fine, lern­freu­dige Mille­nials andere und manchmal auch mehr PS auf die Straße als satte, lebens­zu­frie­dene Lang­­zeit-Mitar­­beiter. Selbst­ver­ständ­lich steuert man ein Schnell­boot mit 150 Leuten anders als einen Tanker mit 1.500, ich will nicht mal sagen leichter. Anders!
Komi­scher­weise über­tragen aber alle echte oder schein­bare Erfolgs­mo­delle von Startups auf mitt­lere oder große Firmen.

Wahr ist: Unter­schied­liche Bran­chen und unter­schied­liche Unter­neh­mens­le­bens­phasen und der indi­vi­du­elle Finger­ab­druck der Unter­neh­mens­kultur prägen das Tempo und die Möglich­keit der Beschleu­ni­gung. Wer etwas bewegen will, muss bei der Struktur anfangen und nicht bei den Werten wie es in der agilen Szene oft passiert.

Denk­fehler 2: Was die Presse berichtet, ist wahr

Der Was-in-der-Presse-steht-stimmt-Bias hat auch den Boden für Fake News bereitet. Fake News kommen aber nicht mehr nur von Donald Trump. Medien lassen sich leicht bespielen, wenn man weiß, wie sie funk­tio­nieren. Man muss einfach auf Hype-Themen gehen und Helden­sto­ries mit dem Thema Sinn­suche nach Lebens­krise mixen. Bodo Janßen von Upstals­boom hat das bis zum Exzess getan, und ähnliche Perso­na­­lity-Shows lassen sich überall finden. Ganz sicher war es nicht schlecht fürs Geschäft.
Die Lieb­linge der Fach­me­dien sind Agen­turen, Tech­no­lo­gie­firmen oder klei­nere Unter­nehmen mit beson­deren Geschäfts­mo­dellen, die aufgrund ihrer Struktur keine Hier­ar­chien brau­chen oder mit den Rang­ord­nungen — genau die stecken da nämlich drin — auskommt, die in Frame­works imple­men­tiert sind.

Insbe­son­dere Dienst­leister profi­tieren enorm von der Medi­en­be­richt­erstat­tung über „ihr“ agiles Unter­nehmen. Da wird schon die Einfüh­rung von Vertrau­ens­ar­beits­zeit “agil” genannt und hinter manch “abge­schafftem” Chef steckt in Wahr­heit auch nur ein Etti­ket­ten­schwindel. Beson­ders aussa­ge­kräftig sind für mich O‑Ton-Inter­­views, die Mindset wirk­lich zeigen. Wenn ich manche lese, so wird mir klar, dass da ganz schlichte Schwarz-Weiß-Denke regiert — und nichts agil ist.

Wahr ist… das, was sich unsichtbar und zwischen den Zeilen hinter der Bericht­erstat­tung zeigt. Lesen Sie Inter­views, verfolgen Sie die Entwick­lung vorge­stellter Unter­nehmen. Wenn Sie selbst agiler werden wollen, fangen sie klein an: Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung startet immer mit der Infor­ma­ti­ons­be­schaf­fung und Analyse. Wenn ihnen jemand “mehr Agilität” ohne diesen Schritt verkauft, ist da was faul.

Denk­fehler 3: Ein agiler Bereich kann alles ändern

Der ein-Teil-macht´s‑anders-Bias hat fast alle Unter­nehmen erfasst. EnBW etwa baut ein 2. Betriebs­system nach Kotter auf. Andere gründen aus oder bauen agile Bereiche und Think Tanks.
Schaut man sich die Bilanz solcher Maßnahmen an, so sind nur wenige erfolg­reich — 8% sollen es sein, hört ich aus der St. Gallen-Rich­­tung und warte noch auf Zahlen 😉 Eine Rein­ter­gra­tion von Berei­chen in Unter­nehmen ist meiner Erfah­rung nach schwierig bis unmög­lich. Mir sind nicht wenige Fälle bekannt, bei denen die Ergeb­nisse der Inno­va­ti­ons­tä­tig­keit auf der Müll­halde der Firmen­ge­schichte landeten. Das System frisst eben alle unehe­li­chen Kinder – oder konformer ausge­drückt: es erhält sich selbst, Auto­poiese.

Kotters 2.Betriebssystem (aus seinem Buch Acce­le­rate) ist ein Lösungs­an­satz für größere Unter­nehmen, jedoch steckt hier viel Teufel im Detail und der Umset­zung, denn das 2.Betriebssystem wird mitnichten einfach mal so eben instal­liert. Der Boden muss dafür nicht nur bereitet, sondern umge­pflügt werden. Der damit verbun­dene Kultur­wandel ist ein aufwen­diger OE-Prozess, der vor allem dann gelingt, wenn der CEO ihn treibt und zwar über Jahre. Was ich bisher gesehen habe, war aber selten an solche Prozesse gebunden. Viel­mehr wurden die neuen Bereiche einfach eröffnet und legten los. Schwups war ein Silo entstanden. Wäre kein Problem, wenn man ein Konzept für dessen Lebend-Erhal­­tung und die Verzah­nung hätte…

Wahr ist: ein gutes agiles Kern­team und ein geschützter Raum mit unter­stüt­zender Führung kann etwas bewegen. Dazu muss die Führung aber voll dahinter stehen, sonst werden auch die Kern­teams ganz schnell “gefrüh­stückt” (frei nach Druckers “Culture eats stra­tegy for break­fast”).

Denk­fehler 4: Man kann Macht­ge­baren mit Rollen­kon­zepten unter Kontrolle halten

Der Mach­t­­kon­­­troll-Illu­­sions-Bias: Eine große Hoff­nung manch Agil-Beseelter ist, endlich die dunklen Seiten der Macht zu besiegen. „Divide role and soul“, fordert Brian Robertson, der Erfinder der Geld­druck­ma­schine Hola­kratie, die viele Berater alimen­tiert. Es ist eine der unsin­nigsten Aussagen, die je getroffen worden sind. Man braucht kein Psycho­lo­gie­stu­dium, um sich die Absur­dität vor Augen zu führen. Ich inter­agiere mit jemand — und dieser soll unge­achtet der Person aufgrund seiner Rolle einfach Hand­lung ableiten, frei von Projek­tionen und anderen Mecha­nismen, die ständig wirken?

Nicht nur aus psycho­lo­gi­scher, auch aus syste­mi­scher Perspek­tive ist das grober Unfug, denn es blendet so ziem­lich alles aus, was man daraus lernen könnte, etwa die Tatsache, dass soziale Systeme ausschließ­lich aus Kommu­ni­ka­tionen bestehen und sich selbst erhalten. In der Praxis ist es ganz einfach so: Wer nach Macht strebt, macht dann eben jetzt auf agil – aber in die zweite Reihe begibt er sich dafür nur taktisch. Soziale Anpas­sung haben Karrie­risten im Zweifel früh gelernt. Und Agilität wird sie sicher nicht am weiteren Fort­kommen hindern. Sie werden sie viel­mehr zu nutzen wissen.

Wahr ist: Macht setzt sich überall durch, war schon in den Hippie-Kommunen so und die wollten das auch nicht, angeb­lich. Wer ohne Double-Bind-Botschaften führt und die Grup­pen­dy­na­miken versteht, wird diese Themen aber eher kontrol­lieren können.

Denk­fehler 5: Menschen können sich selbst führen und sind von Natur aus kreativ

Der Jeder-Mensch-ist-gleich-Bias: Gern wird in der Szene das Modell des X- und Y‑Menschen von Douglas McGregor zitiert. Der Y‑Mensch arbeitet aus Freude, ist intri­nisch moti­viert und braucht keine Kontrolle. Sehr verkürzt. Mit einem einsei­tigen (fixed) Mindset wird daraus Ruck­zuck ein Menschen­bild für alle mit dem Grund­ge­danken “jeder lässt sich intrin­sisch moti­vieren”. Das ist viel­leicht prin­zi­piell so, aber nicht zeit­gleich und Flächen­de­ckend. Schauen wir uns die Arbeits­welt an, so gibt es Bereiche, in denen intrin­si­sche Moti­va­tion schwerer zu entwi­ckeln ist als in anderen, auch wenn auch einfache Arbeiten intrin­si­fieren können, gibt es noch einige Varia­blen, die dazu kommen.

Im Zuge von Intrin­si­fi­zie­rung und Digital Leader­ship wird gern eine Art kollek­tives Schuld­be­wusst­sein erzeugt. “Wenn du es nicht schaffst, deine Mitar­beiter zu moti­vieren, bist du als Chef schuld.” Das können Menschen sagen, die lauter Sinn­stif­tende Arbeit zu vergeben haben und es ausschließ­lich mit emotional reifen und lern­freu­digen Menschen zu tun haben, wobei ich Reife an Fähig­keit zur Selbst­re­fle­xion inklu­sive Kritik­fä­hig­keit fest­mache.. Der Normal­fall ist aber, dass ich nur in bestimmten Berufs­fel­dern mit diesen reifen und lern­freu­digen Typ Mitar­beiter finde, also Menschen mit einem für selbst­or­ga­ni­sa­tio­nale Kontexte passenden Mindset. Andere Unter­nehmen müssen sich über­legen, ob sie Mitar­beiter entwi­ckeln wollen, denn davon gibt es zu wenige. Unser Bildungs­system fördert kein “growth mindset”, sondern arbeitet eher an einer Fixie­rung durch die Förde­rung von Wahr­heits­denken und Experten- und Spezia­lis­ten­tu­genden.

Wahr ist: Menschen sind unter­schied­lich sozia­li­siert und viele haben nicht die für Selbst­or­ga­ni­sa­tion notwen­dige emotio­nale Reife. Das so wich­tige “growth mindset” wird wenig geför­dert, da es den orga­ni­sa­tio­nalem Streben nach Anpas­sung zuwi­der­läuft. Es entsteht ein Paradox. Unter­nehmen müssen entscheiden, ob sie Aufgaben über­nehmen, die eigent­lich ins Bildungs­system gehören — Menschen so zu entwi­ckeln, dass sie einen Zugang zu sich selbst finden, nicht mehr nur repro­du­zieren, sondern auch produ­zieren können. So wird die Krea­ti­vität auto­ma­tisch zunehmen, denn sie entsteht genau daraus. Im Grunde geht es immer nur um eins: Etwas zurück­zu­ge­winnen, was man als Kind einmal hatte und das wegso­zia­li­siert wurde.

Foto: pattilabelle@Fotolia.com

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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13 Kommen­tare

  1. Sebas­tian 16. März 2018 at 14:47 — Reply

    Guter Artikel, der tatsäch­lich einige meiner Beob­ach­tungen wieder­spie­gelt, die ich in Folge der „agilen Tran­si­tion“ in meinem Unter­nehmen machen durfte.

    Ich selbst werde mich ab nächster Woche auf die Rolle des „People Manager“ konzen­trieren. Dabei komme ich aus dem ganz klas­si­schen Team­lead mit Produkt, Prozess und Diszi­pli­narer Verant­wor­tung. Trotz aller Unsi­cher­heit, die für mich damit verbunden ist (aber das wird schon 🙂 ) stehe ich dem Vorhaben „Agile Tran­si­tion“ grund­sätz­lich positiv gegen­über.

    Ich plädiere jedoch dafür, dass wir das Thema etwas nüch­terner Betrachten. Das würde auch helfen, die skep­ti­schen Mitar­beiter mitzu­nehmen, statt sie mit messia­ni­schem Eifer eher zu vergrätzen. So macht „Agilität“ mitnichten alles neu. Viele bekannte Elemente werden nur anders kombi­niert und mit neuen Ideen gemixt.

    Die Fokus­sie­rung auf eine Rolle kann helfen, Defi­zite abzu­bauen. Aber: Es hat alles einen Preis. Als klas­si­scher Team­lead war ich meis­tens mehr als ausge­lastet — und zwar zu 95% mit fach­li­chen Ange­le­gen­heiten. Für Menschen und Prozesse blieb wenig Zeit. Die Zeit werde ich jetzt haben um die Menschen zu fördern, so sie dies zulassen. Dafür hat jetzt jemand anders weniger Zeit Soft­ware zu entwi­ckeln, denn er ist jetzt Produc­tOwner und nicht mehr Entwickler. Und noch ein anderer ist jetzt als Scrum­Master Prozess­ma­nager und nur noch zur Hälfte Entwickler. Ob die Rech­nung am Ende aufgeht, muss sich noch zeigen. Die Verän­de­rungen sind an dieser Stelle auch defi­nitiv nicht zu Ende. Es ist eher der Beginn einer weit­grei­fenden Verän­de­rung.

    Das Manage­ment forciert die Verän­de­rung zwar, aber ganz ehrlich: Zweifel ob „sie“ wirk­lich wissen und verstehen, was sie da forcieren, kommen mir schon hin und wieder 🙂

    Was mich mitt­ler­weile aber zuneh­mend stört: Artikel wie dieser hier, werden von den Ober­skep­ti­kern quasi als Muni­tion genutzt, um sich der Verän­de­rung zu verwei­gern. „Seht her, so wie ihr es wollt wird es nicht funk­tio­nieren“ lautet die Devise. Dabei sage ich: Wenn alles so bleibt wie es ist, wird es auch nicht mehr lange funk­tio­nieren.

    Die Welt bietet viele Grau­töne (und auch Farben). Irgendwo in der Mitte werden wir uns schon treffen.

    PS: Wer sagt, dass wir „Agile Methoden als Expe­ri­ment“ einführen, der lügt und weiß ggf. gar nicht, dass er es tut. Denn den Weg zurück gibt es gar nicht. Er ist eine Illu­sion. Es kann nur voraus gehen. Und was nicht passt, wird ange­passt. Klingt ganz agil, oder? 😉

    • Svenja Hofert 17. März 2018 at 10:06 — Reply

      danke für den Komm­mentar. Meine Erfah­rung ist, dass Artikel wie dieser auch ganz gut sein können, um Skep­tiker abzu­holen. Es ist ja oft so: Die einen wollen “ganz neu” und sind enttäuscht, weil agil nicht ganz neu ist, wie Sie auch schön schreiben. Die anderen wollen “Tradi­tion” und sind froh, weil agil nicht ganz neu ist. Mehr Realismus hilft beiden Seiten, sich einzu­lassen. Die Welt bleibt nie stehen, deshalb kann es kein zurück geben und jeder Rück­wärts­gang ist eine Erfah­rung auf der Basis des vorhe­rigen Vorwärts­ganges… Deshalb ist es richtig, dass es nie ein Zurück gibt. Mir sind aber durchaus Firmen bekannt, die Methoden wieder rück­ab­wi­ckeln, weil sie eher mehr als weniger Verwal­tungs­auf­wand bedeuten.

  2. Oli 20. März 2018 at 11:12 — Reply

    Ein weiterer Denk­fehler ist das Voll­­stän­­di­g­keits-Bias: auch wenn jemand die Darstel­lung von fünf Denk­feh­lern ankün­digt, heißt das noch lange nicht, dass auch fünf solche darge­stellt werden. Viel­mehr lassen manche Berater einfach mal fünfe gerade sein und liefern nur vier (wobei bezeich­nen­der­weise — nomen est omen — genau der vierte Denk­fehler fehlt ;).

    Sei’s drum: ein schöner und inter­es­santer Beitrag, den ich sehr gern meinem Manage­ment und dessen Bera­terin an die Hand geben mag. Allzu­gern werden alle über einen Kamm geschoren und man schaut sich ober­fläch­lich von den (vermeint­lich) Erfolg­rei­chen das ab, was ins Auge sticht — frei­lich ohne dabei zu berück­sich­tigen, dass dort eine völlig andere Kultur, Menta­lität, Entwick­lung, usw. herrscht, die den nach außen schei­nenden Erfolg erst möglich macht.

    Für mich gilt nach wie vor die alte Weis­heit “die Menschen sind verschieden”. Will sagen: ich tue gut daran, mich an den *konkreten* Menschen und ihren Fähig­keiten, Bedürf­nissen und Eigen­arten zu orien­tieren, statt mich auf ein theo­re­ti­sches Ideal­bild zu stützen. Letz­teres basiert schließ­lich auf einem Mittel­wert — und kann mich daher auch immer nur zu einer mittel­mä­ßigen Führungs­kraft machen.

  3. Ralf 20. März 2018 at 22:05 — Reply

    Auch mir gefällt der Artikel. Mangels Unter­maue­rung Ihrer “Wahr ist”-Antithesen halte ich diese eher für unbe­wie­sene Hypo­thesen. So würden es wohl Ihre Kritiker ausdrü­cken, oder? Anyway, ich bin “fort­ge­schrit­tenen” Alters (50+) und meine Erfah­rung zeigt, sie haben Recht. … Auf der anderen Seite, ich mag agile Ansätze, illu­si­ons­frei und nicht als Buzzword.

    @ Denk­fehler 1: Ich glaube jedoch nicht daran, dass man gene­rell von unter­schied­li­chen Lebens­phasen eines Unter­neh­mens spre­chen kann. Ich glaube jedoch an die Träg­heit der Weiter­ent­wick­lung von Kultur. “Culture eats Stra­tegy for Break­fast”, das sollen Vorstand bedenken und viel­eicht selbst als Motor nutzen. Wenn in allen Fragen der Unter­neh­mens­ent­wick­lung immer nur die Top-Führungs­­­kräfte gefragt sind, und “Ergeb­nisse” auch promi­nent im Intranet gepostet wird, dann darf man nicht Entre­pre­neur­ship und Agilität von den Mitar­bei­tern “da unten” erwarten: “Was wissen die da oben denn schon von uns hier unten”. — Ziel verfehlt.

    @ Denk­fehler 2: Sehr schön auch, wenn die Firma eine eigene interne Presse steuert: Ich mache mir meine Fake News selber. Auch hier wieder i.d.R. das eigene Intranet: Was sind wir doch agil! Wir schaffen die verknö­cherten Posts der vergan­genen Jahr­hun­derte ab, z.B. wer gerade wiedermal die Karrie­re­leiter ein Schritt hoch­ge­fallen ist. Bei uns hat es genau 6 Monate gedauert, bis diese Posts doch wieder einge­führt wurden. … Das war nur ein Beispiel für Blen­dertum. Anders als bei Freddy Mercury ist das aber eine ernste Sache: “Yes, I’m the great pretender”.

    @ Denk­fehler 3: Hätte ich nicht gedacht, so kindi­sche Ansätze gibt es wirk­lich, ausge­dacht von hoch­be­zahlten Leuten. Bei uns wird eine neumo­di­sche GmbH ausge­gründet. Man spielt Silicon Valley mit ein paar tollen “neuen” Büro­kon­zepten, nutzt IT Buzzwords wie Digi­ta­li­sie­rung, nimmt aber die Mitar­­beiter-Basis nicht mit. Wenn man sein künst­li­ches Silicon Valley dermassen abseits eröffnet, dann sollte man sich nicht wundern, dass man die Kultur nicht beein­flusst … In drei Jahren ist die Anschub­fi­nan­zie­rung futsch, bewegt wurde kaum was und die GmbH ist tot. Wetten? (Btw., diese Manager fallen dennoch auf ihre Füsse, aber da bin ich jetzt schon bei Denk­fehler 4)

    @ Denk­fehler 4: Bis die Waage in den Firmen­kul­turen von Egoismus auf Altru­ismus rüber­pen­delt, da vergehen wohl noch ein paar Jahr(hundert)e. In solchen Orga­ni­sa­tionen würden die Entschei­dungen sicher mehr auf Koope­ra­tion als auf Pfründen beruhen. Man wäre ehrli­cher, die Orga­ni­sa­tion schlanker mit weniger Hier­ar­chien. Utopie? In dieser Gesell­schaft viel­leicht. Derzeit nutzen aber alle Firmen-Egomanen den Agilit­äst­szug, um nach Abschaf­fung dieses Buzzwords wieder voll durch­zu­starten. … Ich weiss, ich mutmasse hier auch ohne Beweise zu haben.

    @ Denk­fehler 5: Was da wohl hinter steckt? Ich könnte ja wieder die Maslov’sche Bedürf­nis­py­ra­mide heraus­ziehen, aber dann wird der Absatz noch länger. Wofür arbeite ich? Muss Arbeit über­haupt Spass machen, bzw. ist Arbeit Passion? Wir arbeiten, um unsere Grund­be­dürf­nisse befrie­digen zu können, und Spass findet woan­ders statt, basta. Egal welche Lebens­phase, es geht um Offen­heit gegen­über Verän­de­rungen, Offen­heit sein Leben (und seine Arbeit) selbst zu bestimmen zu wollen, oder was zu riskieren, und das in jedem Alter! Ja, das kann ein Baby-Boomer auch noch, wenn er will. Und hier hätten Lenker (nicht jedoch Führungs­kräfte tradi­tio­neller Bauart) die Verant­wor­tung einen mögli­chen Gestal­tungs­spiel­raum für jeden aufzu­bauen. Nicht jeder will das, ist zu akzep­tieren. … Aber mal ehrlich, wo steckt hier die Agilität, zumin­dest so wie wir sie hier verstehen?

    Schade, wofür Agilität alles herhalten muss, eben ein Buzzword.

    • Svenja Hofert 21. März 2018 at 10:32 — Reply

      natür­lich sind das Hypo­thesen 😉 Aber ich hätte direkt 30% weniger Leser wenn ich solche sper­rigen wissen­schaft­li­chen Begriffe verwenden würde. herz­li­chen Dank für die ausführ­liche Ergän­zung und die Insights.

    • Sebas­tian 22. März 2018 at 23:12 — Reply

      Hallo Ralf,

      auch ein inter­es­santer Kommentar, wie ich finde. Doch ich habe Nach­fragen.

      1) Das Unter­neh­mens­kultur sehr tief sitzt und häufig tief­grei­fende Verän­de­rung erschwert, glaube ich gerne. Doch welche Rollen sollen Mitar­beiter und Unter­neh­mens­füh­rung denn spielen? In meiner Firma ging die agile Tran­si­tion lange von den Teams aus. Zumin­dest von den Teams, die dafür offen waren. Stück für Stück hat sich der agile Wandel vorge­ar­beitet. Hat Haupt­ab­tei­lungen erreicht und dann irgend­wann die Geschäfts­lei­tung.

      Zeit­gleich bemerkten die Teams, dass sie auch ihr Umfeld verän­dern müssen, um weiter voran zu kommen. Verän­dern heißt in diesem Fall: umwälzen! Das ging natür­lich nicht ohne die Geschäfts­lei­tung. Also hat die Geschäfts­lei­tung ange­fangen das Thema aufzu­greifen, zu forcieren un drückt nun auch von oben.

      Nungut, dem agilen Mindset mag dieses Vorgehen nicht in Gänze entspre­chen, aber wir Menschen sind nunmal nicht perfekt.

      Wie würden Sie das Thema angehen?

      2) Eigene Presse: Ich mag das auch nicht sonder­lich. Glück­li­cher­weise kann ich gut filtern. Viele Kollegen können das mögli­cher­weise nicht so gut. Aber was ist die Alter­na­tive? Trübsal blasen? Wir Menschen wollen nunmal unsere Erfolgs­mel­dungen loswerden, andere wollen sie hören. Manche nervt es, andere moti­viert es. Schwierig, oder?

      3) Versuch macht kluch, oder? Wenn es mit dem Silicon Valley nicht klappt, dann bleibt zumin­dest was hängen. Ja, auch bei uns gibt es ähnli­ches und ich bin ob des Erfolges skep­tisch Aber es bringt die Firma nicht um und wenn es gut läuft, wird sich irgendwer als Held feiern lassen. So what.

      Da hilft manchmal ein bissl ameri­ka­ni­sche Denk­weise. Ich kann 10x schei­tern, wenn das 11. Mal alles wieder gut macht :-).

      4) Altru­ismus? Ist nicht mein Ziel. Ich will im Job fair sein, ich will mich natür­lich mit meinen Ideen und Vorstel­lungen in einer Art Wett­be­werb durch­setzen. Ich will Geld damit verdienen. Gerne auch mehr Geld als bislang. So geht es wahr­schein­lich den meisten. Ich versuche aber, mich nicht voll­kommen verein­nahmen zu lassen, um nicht jeden Spass mitma­chen zu müssen. Und hey, Unter­nehmen können auch mal einen Egomanen gebrau­chen. Ich sage nur iPhone.

      Frage: Was erhoffen Sie sich?

      5) Verant­wor­tung über­nehmen, in gewissem Maße risi­ko­be­reit sein, auspro­bieren, einen Weg finden wollen, eigene Grenzen zu über­s­ringen — das macht agiles Mindset für mich aus. Ich muss icht zwangs­läufig Spass bei der Arbeit haben — hilft aber trotzdem.

      Frage: Was meinen Sie mit Gestal­tungs­spiel­raum? Was soll die Führungs­kraft tun?

      Grüße,
      Sebas­tian

      • Ralf 24. März 2018 at 1:03 — Reply

        Hallo Sebas­tian,

        @ 1, Über Ände­rung von Kulturen, und die Träg­heit. — Ich habe schon in ameri­ka­nisch dyna­mi­scher IT-Firma gear­beitet und nun in tradi­tio­nell deut­schem produ­zie­rendem Konzern. Es stellt sich die Frage, wer will das agile Unter­nehmen, i.d.R. zunächst mal die Leitung. Sie verspricht sich mehr Flexi­bi­lität. In tradi­tio­nellen Unte­nehmen wird die Schar der Kollegen dies nicht missen, denn es droht ggfs. Gefahr für die Komfort­zone. Wenn alle dies tragen, kann dieser Change viel­leicht gelingen. Aber aufge­passt, gerade wenn noch (!) nicht alle diesen Change tragen, so gilt doch: Fällt man einmal in ein altes Muster zurück, dann hat man m.E. schnell wieder Boden verloren, den man mühselig gewonnen hat. Sebas­tian, der Wille zum Wandel scheint in Ihrem Unter­nehmen so groß wie in dem ameri­ka­ni­schen Unter­nehmen für das ich einmal arbei­tete.

        @ 2, Interne Presse, ging hervor aus: “Was die Presse berichtet ist wahr” — Ich wehre mich z.B. mit allen Mitteln, dass die Intranet-Home­­page die erste Webseite ist, die ich morgens sehe. Solche Vorein­stel­lung grenzt an Brain­wash. Ich glaub, ich kann auch gut filtern,- aber zugeben muss ich, das gelingt nicht immer. Der Bericht über die Jahres­bi­lanz klingt bei der exteren Fach­presse immer anders, kriti­scher eben. Sollen doch alle Leute Erfolgs­infos loswerden, ja. Hier hat jeder eine gewisse Holschuld, wenn er neutral infor­miert sein will. Wenn man passiv ist, wird man über­rollt von einseitig gestreuten News (auch Fake News). Nur wer selbst aktiv ist, wird sich neutrales Bild machen können. Deswegen lese ich auch solche Blogs, wie diesen von Frau Hofert.

        @ 3, handelt vom Versuch eines abge­schlos­senen “Agilen Biotop” — Das hört sich ziem­lich heftig an, ich weiss. Wen jemand 8 (oder mehr) stel­lige Beträge in ein solches Biotop inves­tiert, dann dürfen effek­tive Mitar­beiter, die eben­diese Summe sparen sollen, schon skep­tisch sein oder gar kriti­sieren. Wenn dieser Versuch Erfolg haben soll, dann müssen die PS doch auf die Strasse, Fehler @1 kann man sich nicht leisten, und @2‑Intranet wird mit Erfolgs­nach­richten geflutet, mit denen die Mitar­­beiter-Basis nichts anfangen kann. Übri­gens, ich kenne und mag die ameri­ka­ni­sche Kultur des Schei­terns, auch wenn ich diese noch nicht prak­ti­ziert habe. Aber hier ist doch schon zu Beginn das Geschäfts­mo­dell frag­lich: Was ist das Ziel des Biotops? Was möchte es beweisen und wie für das Gesamt­un­ter­nehmen nutzbar machen? Einzelne kleine Ergeb­nisse (“Tablets für alle”) sind zu wenig bei den Kosten.

        @ 4, Macht­ge­bahren vs. Rollen­kon­zepte — Es geht doch darum, dass Unter­nehmen sich mit Agilität verspre­chen, wieder schlanker und flexi­bler und schneller zu werden. Ein agiles Team sei krea­tiver, so die Theorie, es setzt sich die beste Idee durch und nicht die Hier­ar­chie. Vernach­läs­sigt sind hier z.B. persön­liche Skills, Rethorik-Künste, etc. Auch diese begründen Macht(gebahren). Im Expe­ri­ment @3 sind alle in dem agilen Team gleich­be­rech­tigt, prima. Es gibt aber eine andere Struktur: Wer kommu­ni­ziert was und mit wem. Nur einer vom agilen Team kommu­ni­ziert mit dem Vorstand. Auch das sind nach außen gezeigte Macht­ver­hält­nisse. Nach Ende des Expe­ri­mentes @3 kann und wird man diese wieder in das alte gefüge einphasen. … Übri­gens, ich spreche/lausche auf S8 statt wie der Rest A5 oder nichts. Ob da auch Macht oder Macht­symbol hinter­steckt?

        @ 5, Selbst führen statt geführt werden — So wie es scheint, bin ich da anders als Sie. Wenn ich kreativ sein soll, Verant­wor­tung über­nehmen, viel­leicht auch etwas risko­be­reit, Grenzen über­winden, dann muss ich auch Spass haben. Das geht bei mir sonst nicht, ich würde nur funk­tio­nieren, gar vege­tieren. Also, dazu brauche zumin­dest ich dann Frei­raum. Ein streng diri­gie­render Chef alter Schule gibt mir den nicht. Da bekomme ich vorge­kaute Arbeit­pa­kete, die Akte sprich­wört­lich auf den Tisch gehauen. Das habe ich auch schon gehabt, ist mir zu lang­weilig. Darf man aber krea­tiver sein, (-und Achtung, nicht jeder weiss nach vielen jahren noch wie das geht-) dann entwi­ckele ich eigen­ständig Lösungen. Dazu muss der Chef aber Verant­wor­tung über­tragen und viel­leicht Macht zumin­dest teilen. Das wollen nicht alle Chefs. Das kann sein (a) aus Angst vor Kontroll­ver­lust sein, er kann es ja eigent­lich selbst am besten und die Lösung entwi­ckelt sich nicht so wie er sich das vorstellt. Oder (b), der Mitar­beiter bekommt unge­wollte Sicht­bar­keit und kratzt seine Macht an.

        Falls es hier jemand inter­es­siert oder vermutet, ich bin Projekt­leiter.

        Gruss, Ralf

  4. Uwe Sunkel 21. März 2018 at 9:02 — Reply

    Sehr gut! Vielen Dank für diese kriti­sche Betrach­tung.

  5. Marcus 22. März 2018 at 22:58 — Reply

    “Wer etwas bewegen will, muss bei der Struktur anfangen und nicht bei den Werten wie es in der agilen Szene oft passiert.”

    Wieso sollte das so sein? Womög­lich tut es einer etablierten Struktur ganz gut, wenn sich erstmal die Werte — also der Blick auf die Welt — verän­dern. Um daraus zu lernen, wie man die Struktur verän­dern muss, um zu über­leben.

    Womög­lich ist das der ganz persön­liche Denk­fehler der Autorin.

    • Svenja Hofert 23. März 2018 at 8:29 — Reply

      Hallo Marcus, natür­lich sollte der Blick auf die Welt und die Werte reflek­tiert werden, das ist ganz, ganz wichtig. Ich meine aber ÄNDERN — also die Phase nach Standort/Reflexion und Analyse. Ich meine NICHT, dass Refle­xion — etwa über AI — nicht total wert­voll ist. Was ich ausdrü­cken wollte ist, dass eine vorhan­dene Struktur die Werte bestimmt und dass man diese deshalb ändern muss. Ganz bestimmt habe ich viele Denk­fehler, hier vermute ich eher Miss­ver­ständnis. LG Svenja

      • Marcus 26. März 2018 at 1:45 — Reply

        Danke für die Antwort! Jedoch — mir dünkt, zu oft wird beim ÄNDERN ausschließ­lich die Struktur fokus­siert. Und “Struktur” heißt eben viel zu häufig “Käst­chen” und “Berichts­li­nien” im Orga­ni­gramm. Keine gute Idee. Kahneman nennt es “Erset­zung”. Malen ist eben einfa­cher als tatsäch­li­ches Verän­dern.

        • Svenja Hofert 15. April 2018 at 22:43 — Reply

          Struktur hat nichts mit Käst­chen zutun. Eine Struk­tur­än­de­rung ist schon da, wenn man Entschei­dungs­prä­missen ändert. Ich glaube wir verstehen da. einen Begriff sehr unter­schied­lich. LG SH

  6. P.Karl. M. 21. August 2018 at 13:11 — Reply

    Unter­nehmen schei­tern an ihrer gewollten aber schlecht vorbe­rei­teten und orga­ni­sierten Trans­for­ma­tion. Sei es die Digi­ta­li­sie­rung oder die Bekämp­fung des Fach­kräf­te­man­gels, oder eben die Chance Agilität in die Unter­neh­mens­or­ga­ni­sa­tion zu etablieren.

    Agilität ist zu einem weit verbrei­teten und sehr infla­tionär gewor­denen Begriff mutiert. Und es wird mitt­ler­weile zu oft für das Schei­tern, eben dann, wenn etwas nicht gelingt verant­wort­lich gemacht. Agilität ist inzwi­schen ein Synonym für Plan­lo­sig­keit, Chaos und Unver­mögen geworden. Nach meiner Erfah­rung ist das Problem aller­dings nicht die Methode selbst, sondern deren halb­gare Umset­zung und fehlende Unter­stüt­zung durch das Team, die Abtei­lungen und deren Mitglieder.

    Sie müssen natür­lich auch bedenken, ihre Mitar­beiter fühlen sich mitunter in den bishe­rigen Struk­turen sehr wohl und wollen keine Verän­de­rung in ihren Arbeits­be­rei­chen. Sie haben sich einge­richtet und wollen das alles so bleibt wie es gerade ist.

    Ein tiefes Verständnis für Agilität als Denk- und Führungs­system fehlt den meisten Unter­nehmen. Metho­diken stehen für sich allein, werden nicht zu Ende gedacht oder sinn­voll in die Unter­neh­mens­struktur und Orga­ni­sa­tion einge­bunden. Ohne die nötige, konse­quente Umset­zung und Unter­stüt­zung des Manage­ments schei­tert jedes noch so gute System.

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