Heute kam via Xing eine schwie­rige Frage: Der Leser meines Buches “Stellen- und Jobsuche im Web 2.0″ wollte wissen, wie er mit Anfragen uner­wünschter Personen umgehen solle. Heikel. Grrr. Die Sache ist ein zwei­schnei­diges Schwert: Auf der einen Seite geht es um Networ­king — und da kann jeder Kontakt wert­voll sein. Freude, wenn sich wieder jemand meldet! Auf der anderen Seite sieht man schnell, dass bestimmte Kontakte, das eigene Netz­werk eher entgeis­tern als berei­chern und in völlig anderen Sphären zuhause sind (z.B. in der Xing-Gruppe “Geist­heiler”). Manche wollen auch nur  Kunden von fremden Wiesen abgrasen (oft, sorry, Finanz­heinis). So ist es jeden­falls bei mir. Bei Bewer­bern stellen sich die zwei Schwert­seiten viel­leicht etwas anders dar: Auf der einen Seite sind da inter­es­sante HR-Kontakte, auf der anderen seltsam verlot­tert ausse­hende ehema­lige Studi­en­kol­legen, die seit den 1990er Jahren grot­ten­schleche Webseiten desi­gnen. Mit Dream­weaver, oder fast genauso schlimm: Front­page.

Soll man denen also sagen, dass man sie nicht unter seinen Kontakten haben will — um zur Frage meines Lesers zurück­zu­kommen? Ich antwor­tete: “Besser nicht. Heim­lich still und leise auf  “Kontakt ablehnen” und die Sache ist erle­digt. Besser nix sagen, sagt der Nix.

Ist deshalb Still­schweigen immer ein Indiz dafür, dass ich heim­lich abge­lehnt wurde? Natür­lich nicht. E‑Mails müssen heute mindes­tens zwei Mal geschickt werden, damit sie wirken. Aber das ist eine neue Geschichte. Für morgen viel­leicht.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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