Kate­go­rien

Freunde mit Jobs verhin­dern Arbeits­lo­sig­keit

Published On: 19. Oktober 2010Cate­go­ries: Führung

Ich wußte es ja schon immer — und freue mich, dass mir Krischan Osten­rath von Wilabonn gerade den theo­re­ti­schen Beleg für meine prak­ti­schen Erfah­rungen schickte (Danke!). Eine Studie des Insti­tuts zur Zukunft der Arbeit (IZA) ermit­telte, dass Menschen mit einem “arbeits­losen” Freun­des­kreis häufiger selbst arbeitslos sind. Und umge­kehrt: Wenn Freunde Jobs haben, hat man auch selbst eher einen — oder findet leichter einen neuen.

O‑Ton der Pres­se­mel­dung: ” Von den über 3000 unter­suchten Nicht­be­schäf­tigten, darunter Arbeit­su­chende und Inak­tive, fand im Schnitt jeder fünfte inner­halb eines Jahres einen neuen Job. Waren die drei besten Freunde eben­falls arbeitslos, lag die Erfolgs­quote bei unter zehn Prozent. Gingen alle drei einer Beschäf­ti­gung nach, erhöhte sich die Chance auf fast 30 Prozent. Unter Berück­sich­ti­gung mögli­cher anderer Einfluss­fak­toren ergab sich eine durch­schnitt­liche Stei­ge­rung der “Jobfin­dungs­rate” um 3,7 Prozent­punkte für jeden zusätz­li­chen Freund mit Arbeits­platz.”

Dass gute Bezie­hungen das A und O des Erfolgs sind, beob­achte ich seit langem — sowohl bei Ange­stellten auch als bei Selbst­stän­digen. Ob Job oder Auftrag: Wer mit den “rich­tigen” Menschen vernetzt ist, steht besser da im Berufs­leben. Richtig heißt nicht unbe­dingt immer super quali­fi­ziert, sondern manchmal schlicht und ergrei­fend: opti­mis­tisch und positiv. Ein Grund, aus dem ich z.B. Jour­na­listen immer davon abrate, auf Jammer­se­mi­nare z.B. von manchen Gewerk­schaften zu gehen 😉 Bester Beleg ist übri­gens eine 52jährige Kundin, die mir gerade eine Dankes­mail geschrieben hat: Ihre opti­mis­ti­sche Ausstrah­lung und das “Aufbau­trai­ning” bei mir haben dafür gesorgt, dass gar kein normaler Bewer­bungs­ma­ra­thon nötig war. Der Job kam über Empfeh­lung. Sie war nicht mal vier Wochen arbeitslos.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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3 Kommen­tare

  1. […] hasse Teams“ lässt grüßen – bitte unser Buch mal lesen Das Thema begegnet einem überall: Gestern bloggte ich darüber, dass Freunde über den Erfolg im Beruf […]

  2. DAS 4. November 2010 at 11:47 — Reply

    Ihre Schluss­fol­ge­rung finde ich nur halb richtig. Es ist auch häufig so, dass Mescnhen mit Job ihre Freunde ohne Job verlieren. Gerade, wenn die Arbeits­lo­sig­keit länger andauert, sind Freund­schaften aufgrund von Neid, anfor­de­rungs­denken (warum “vermit­telt mir der Freund keinen Job, er ist doch in einer einfluss­rei­chen Posi­tion…) und deut­lich unter­schied­li­chen Zeit­res­sourcen gefährdet.

  3. BR 11. November 2010 at 16:05 — Reply

    Finde beide Stand­punkte inter­es­sant. Meiner Erfah­rung nach ist der Kommentar von @DAS aller­dings näher an der Wahr­heit. Auf jeden Fall des Nach­den­kens wert, das Thema.

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