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Ich bei Spiegel Online
Zufällig habe ich grad einen Beitrag und Video über mich bei Spiegel Online gefunden — ein Kunde hatte mich darüber “gecastet”. Obwohl ich´s sehr nett finde, so prominent erwähnt zu werden, wurmen mich all die falschen Vorzeichen. Der Leser bekommt den Eindruck, es wäre alles echt gewesen — das war´s aber nicht.
Die wahre Geschichte: Ende letzten Jahres bekam ich einen Anruf, ob ich nicht Lust hätte, dass ein Team von der Henri Nannen Journalisten-Schule bei mir dreht. Natürlich habe ich ja gesagt. Einen Tag später war eine Studentin mit Filmteam bei mir, das war nebenbei gesagt, ein Donnerstag.
Wie ich dem Beitrag entnehme, bekam nicht nur ich Besuch: Auch der Fotograf Eduard Raab und eine Stilberaterin hatten Glück — jedenfalls was die Erwähnung betrifft.
Raab kam schlecht weg, was ich irgendwie unfair finde, da ich ja weiß, wie das Ganze bei mir abgelaufen ist: Die Protagonistin war ca. 20 Minuten hier und keine zwei Stunden, es war kein echtes Training, ich habe nur für die Kamera geredet und bezahlt hat die Absolventin auch nicht (ebensowenig wie die Redakteure, die den Film gedreht haben). Die Rahmenbedingungen kannte ich ebenso wenig wie den Weg, den das Video nehmen würde.
Das Fazit finde ich deshalb nicht okay: Für eine werdende Eventmanagerin ist der von mir geschätzte Herr Raab einfach der falsche Fotograf. Raab macht cleane Fotos für Führungskräfte, das passt nicht überall und ist auch nicht jedermanns Geschmack. Hätte man sich ja mal vorher auf der Website ansehen können… In “echt” hätte die Protagonistin da mal drei Takte drüber nachgedacht und sich beraten lassen, bevor sie die 85 EUR investiert. Und dann kommt am Ende auch ein anderes Fazit bei raus.
Svenja Hofert
PS: Mein Fahrstuhl war übrigens nicht defekt — ich hatte bloß erzählt, dass ich einmal drin stecken geblieben war 😉
Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeitswelt der Gegenwart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewigkeit. Ich coache bei Veränderung, spreche über das, was Veränderung mit uns macht und berate an Weggabelungen. Als Unternehmerin habe ich immer wieder erfolgreich gegründet, aktuell meine Akademie der Veränderung.
Weiterdenken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktueller, etwas pointierter, etwas tiefsinniger und pragmatisch vorausschauend.
Vielleicht kennen wir uns…
… aus dem Bücherregal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.
Als Kolumnistin schrieb ich DER SPIEGEL oder WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psychologen-Fachblatt „Wirtschaftspsychologie aktuell“ eine regelmäßige Kolumne. Man findet meine Interviews zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.
Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonntagskolumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abonnenten gehöre ich zu den meistgelesenen deutschsprachigen Autoren auf dieser Plattform.
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Sehr sehr spannender Bericht. Ich glaube es gibt heute kaum eine Geschichte, die in diesem Stil ist und von allen Beteiligten abgenickt werden würde, wenn sie vorher gefragt werden würden. Die Redakteure vertrauen wie so viele andere (auch in anderen Branchen) auf die Gutmütigkeit der Leute bzw. auf ihre Trägheit und darauf, dass es sich eh nicht lohnt, sich wegen sowas zu beschweren. Eigentlich ist es eine Sauerei!
Lg
Martl