Kate­go­rien

Sind Sie ein N? Über­le­bens­stra­te­gien für Ratio­na­­listen- und Idea­­listen-Tempe­ra­­mente

Published On: 10. April 2012Cate­go­ries: Führung, Karriere

Als mich mein Lebens­partner über Ostern beim Spazier­gang fragte, was ich denke, erzählte ich ihm von meinen Ideen zum Putz- und Koch­ro­boter. Aus meiner Sicht müsste man den Koch­ro­boter als eine Art Aufsatz für den Herd konstru­ieren.  Zuvor hatte ich einen Artikel zum Grund­ein­kommen in der Schweiz in der aktu­ellen brand­eins gelesen. Mein Gedan­ken­sprung vollzog sich von der sich daraus erge­benden wahr­schein­lich zwangs­läu­figen Abnahme an haus­halts­nahen Dienst­leis­tungen zu meiner Unlust, selbst zu kochen und zu putzen.

 

Ob mir denn die beson­deren Pflanzen nicht aufge­fallen seien, fragt mich mein Partner. Äh… Ich bin von Herings­dorf auf Usedom bis ins polni­sche Swine­münde gelaufen, rund 4 Kilo­meter, ohne auch nur einen Hauch meiner Umge­bung wahr­zu­nehmen.  Es braucht keinen Test, um danach zu sagen: Ich bin im MBTI/Keirsey eine Intui­tive. Ich habe ein großes Vorstel­lungs­ver­mögen, was sich in Träumen äußert, die durch­schnitt­liche Tatort-Dreh­­bü­cher lang­weilig erscheinen lassen (wenn ich sie denn nur komplett erin­nerte) und denke immer eher ans Morgen anstatt ans Jetzt. David Keirsey schreibt in seinem Grund­la­gen­werk „Versteh mich bitte“, der größte Unter­schied in den Tempe­ra­menten und damit Persön­lich­keiten liege nicht zwischen intro- und extro­ver­tiert, sondern zwischen intuitiv und senso­risch. Intuitiv wird bei Keirsey mit dem Buch­staben N symbo­li­siert, senso­risch mit S. Und ich bin geneigt, Keirsey darin zu folgen. N‑Typen sind nun in gerin­gerer Zahl vertreten; Keisey spricht von 25%.

Mich beglei­tete das Gefühl, irgendwie anders zu sein bis zur Ober­stufe, als ich plötz­lich Gleich­ge­sinnte traf. Heute weiß ich: Das waren andere Ratio­na­listen und Idea­listen, also andere N´s (meinen eigenen Typen­test könnt ihr diese Woche bei Face­book down­loaden). Ich bin ein flexi­bler N‑Typ, leichte Präfe­renz zum NT-Archi­­tekten (und damit zu den Tempe­ra­meten von C.G. Jung, Keirsey und Mark Zucker­berg), aber auch NF-Eigen­­schaften (der „Psycho­loge“). Mich inter­es­sieren Systeme und Zusam­men­hänge, aber noch viel mehr der Mensch an sich.

Das frühe Gefühl, anders zu sein, ist typisch für Ratio­na­listen und Idea­listen.  Im Internet sind sie aller­dings umgeben von Ähnlich­den­kern, denn Inter­net­ak­ti­vität ist die Domäne der NTs und NFs (siehe auch Guenter Dueck, der witzig die Unter­schiede zwischen Google+, Face­­book- und Twit­ter­nut­zern darlegt. Mein Tipp für die Tempe­ra­­mente-Vertei­­lung: Twitter = NF, Google+=NT, Face­book gene­rell F‑Typen).  Auch die Schwarm­in­tel­li­genz, jede Wette, ist nicht gleich verteilt.

Erst in den letzten Jahren wurde mir bewusst, wie viel der Typus – ob die Trenn­linie nun nach Aris­to­teles, C.G. Jung, Myer-Briggs, Riemann oder Keirsey gezogen wird, macht nur Facetten aus — mit beruf­li­chem Erfolg zu tun hat. Bis Anfang des letzten Jahr­nullst habe ich (auch) Beamte trai­niert. Komi­scher­weise kam ich mit den Poli­zei­be­amten in verschie­denen Semi­naren bestens zurecht, wohin­gegen ich mir an Verwal­tungs­an­ge­stellten im unteren und mitt­leren Dienst die Zähne ausbiss.

Ich verstand sie einfach nicht, und das beruhte auf Gegen­sei­tig­keit. Sie wollten Prozess­an­lei­tungen, ich wollte das große Ganze erklären. Ich wollte Möglich­keiten zeigen; sie nur wissen, was sie genau machen sollen. Die glei­chen Charts, die glei­chen Inhalte, ein iden­ti­sches Script – nur verschie­dene Ziel­gruppen! Doch in den Semi­naren mit N´s – bei Poli­zisten, Medi­en­leuten, Infor­ma­ti­kern und Krea­tiven — fühlte ich mich unter meines­glei­chen, in den S‑dominierten – bei den Beamten — fehl am Platz. Krea­tive und ITler sind weit über­wie­gend Ratio­na­listen und Idea­listen. Ebenso wie Poli­zisten, unter ihnen gibt es viele ENFPs. Verwal­tungs­an­ge­stellte dagegen sind in ihrer großen Mehr­zahl — SJ. Das soll jetzt keine SJ-Schelte sein, denn auch hier gibt es prima ausge­pen­delte und selbst­re­flek­tierte Exem­plare. Wie gelesen ist auch mein Partner ein S. Aber der Weg, sie zu verstehen, ist für einen N‑Typen schwie­riger. Manchmal ist er unmög­lich.

SJs schreiben E‑Mails wie neulich die Leserin auf eines meiner älteren Online-Bewer­­bungs-Bücher (deren Exis­tenz ich persön­lich inzwi­schen ein wenig bedaure, denn sie bescheren mir seit 15 Jahren immer die glei­chen unin­spi­rierten Jour­na­­listen-Fragen): „Ihr Buch ist gut. Aber wieso haben Sie keinen dunklen Blazer an? Damit sind Sie als Karrie­re­be­ra­terin aber kein Vorbild.“ Hm. Formal ist wohl das rich­tige Wort für den Stil, der hier präfe­riert ist. Förm­lich.

Natür­lich müssen nicht alle SJ formal oder förm­lich sein (und ich betone, ehe Mißver­ständ­nisse aufkommen — mit höflich hat das nichts zu tun!). Es gibt wie auch unter den NFs und NTs wenig und gut reflek­tierte, eben grund­sätz­lich solche, die erkannt haben, dass die Welt unter­schied­liche Wahr­neh­mungen braucht und von Viel­falt profi­tiert.

Die Normal­ver­tei­lung der 16 Tempe­ra­mente in einer Schul­klasse nach David Keirsey

Und jetzt fragen Sie sich: Was bedeutet das für das Berufs­leben?

Sie werden oft aus der Brille eines gänz­lich Anders­den­kenden Menschen betrachtet. Der jewei­lige Kollegen und Vorge­setzte sieht die Welt anders. Er inter­pre­tiert sogar Worte wie “team­fähig” oder “kreativ” höchst unter­schied­lich. Fragen Sie einmal einen N‑Typ, was er unter Krea­ti­vität versteht, und dann einen S. Es werden komplett unter­schied­liche Antworten heraus­kommen. Während für den NT Quer­denken Krea­ti­vität ist, ist es für den NF das “Ideen haben”. Der SJ-Typ wird Mozart als kreativ schätzen, der SP viel­leicht ein Kunst­hand­werk. Wenn also in einem Mitar­­beiter-Bewer­­tungs­­­bogen eine Einschät­zung zur Krea­ti­vität gefragt ist, könnte diese voll­kommen verschieden ausfallen, sofern nicht defi­niert ist, was genau darunter zu verstehen ist.

Es ist immer gut und wichtig, auf Kritik zu hören – nur sollten Sie auch hier die eigene Brille UND die des anderen berück­sich­tigen; das rückt einiges ins rechte Licht. Es kann sein, dass Sie in dem einen Unter­nehmen in den Himmel gelobt und in dem anderen als Looser abge­stem­pelt werden. Kürz­lich habe ich einen Idea­­listen-Tempe­ra­­ment-Manager beraten, der als unge­eignet für Führungs­auf­gaben entlassen wurde. Die Einschät­zung seiner Person kam aus einem SJ-domi­­nierten Umfeld. In seinem neuen Unter­nehmen ist er schnell aufge­stiegen und wird auf einmal als Manager geschätzt, seine Fürspre­cher sind Idea­listen.

Die Tempe­ra­mente nach Keirsey

Nun könnte man daraus ableiten, dass es sinn­voll wäre, sich möglichst in ein passendes Umfeld zu begeben, in dem alle so ähnlich ticken wie man selbst. Und genau darin sehe ich eine Gefahr. In der Schule etwa domi­niert SJ, von denen Keirsey sagt „sie inter­es­sieren sich eher für reale Verhält­nisse als für zukünf­tige Möglich­keiten“. Gut und wichtig – aber ohne den NT- oder NF-Impuls fehlt Inspi­ra­tion, was ich gerade in der Schule deut­lich merke.

Darüber spreche ich über­morgen im Inter­view mit Lars Lorber, den Betreiber von Typentest.de, der sich seit 9 Jahren mit dem Thema ausein­an­der­setzt.

PS: Bei Face­book gibt es eine Power­­point-Präsen­­ta­­tion mit einem Test der Typen und weiteren Erläu­te­rungen. Unbe­dingt Fan werden, mindes­tens als Berater, denn diese dürfen das wie immer weiter verwenden, sofern der Copy­­­right-Hinweis bleibt 😉

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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18 Kommen­tare

  1. jabka 11. April 2012 at 11:20 — Reply

    Liebe Frau Hofert, vielen Dank für diesen tollen Artikel, der bei mir gerade ins Schwarze trifft!

    Ich selbst (NF) wurde vor Kurzem nach nicht einmal drei Monaten in einem Job gekün­digt, weil das Unter­nehmen (ST-domi­­niert) einfach keinen Draht zu mir fand. Ich hatte all meine Aufgaben über­erfüllt, wurde aber plötz­lich vor die Tür gesetzt mit den Worten „es passt halt nicht so“. Zuvor hatte ich als Free­lan­cerin für ein ähnli­ches Unter­nehmen gear­beitet, das NT-domi­­niert war, und wurde von meinem dortigen Chef (NT) mit goldenen Worten in den neuen Job hinein empfohlen. Selbe Branche, selbe Tätig­keit. Bei dem einen galt ich als High Poten­tial, bei den anderen als schwie­riger Fall.

    Wäre ich nicht gekün­digt worden, ich wäre selbst gegangen. Denn typo­lo­gisch im falschen Umfeld zu sitzen, kann das Vertrauen in sich selbst massiv unter­graben. Schon nach wenigen Wochen fühlte ich mich in dem „falschen Job“ entfremdet, irgendwie seltsam und war zutiefst verun­si­chert, weil ich nur gegen Wände rannte und meine Exper­tise nicht — wie gewohnt — wert­ge­schätzt, sondern eiskalt igno­riert wurde.

    Ich gebe Ihnen recht, es ist auf lange Sicht sehr kontra­pro­duktiv, eine Mono­kultur aus Ns oder Sen zu züchten. Doch Talente wachsen nur in einem bestimmten Millieu — und jedes Talent muss sein rich­tiges Millieu finden. Landet man im falschen, sollte man seine Sachen packen und ganz schnell das Weite suchen. Denn solange typo­lo­gi­sches Wissen nicht zum Stan­­dard-Reper­­toire von Führungs­kräften gehört, werden typo­lo­gi­sche Minder­heiten immer ein unge­recht­fer­tigtes Schat­ten­da­sein führen und einen hohen Preis für ihr Alien-Dasein zahlen.

    • Thorben 13. April 2012 at 13:18 — Reply

      Ich kann Ihnen da nur zustimmen. Ich habe selbes erlebt, aller­dings gleich mit meinem ersten Job nach Abschluss meines Studiums — ein Spezi­al­fall also.
      Ich habe mich bis zu meiner Kündi­gung sehr gewun­dert warum die Orga­ni­sa­tion so anders als meine anderen Arbeit­geber ist (im Vergleich zu meinen Prak­tika).

      Bei mir war aller­dings der wesent­lich Grund warum die anderen Mitar­beiter bzw. mein Chef nicht mir konnten, weil ich mir über mein eigent­li­ches Arbeits­ge­biet hinaus sehr viel Wissen “beschafft” habe um möglichst alles zu verstehen. (Ich war ein Quer­ein­steiger in der Branche bzw. in dem Beruf). Das kam insbe­son­dere bei meinem Chef nicht gut an. Und auch ein kriti­sches Hinter­fragen zum Zwecke der Opti­mie­rung scheint nicht beliebt zu sein, vor allem nicht bei Berufs­ein­stei­gern. Das waren jetzt nur zwei Beispiele von vielen.

      Ich wechsle jetzt den Job und die Branche von der ich mir deut­lich mehr Offen­heit verspreche.

      Toller Artikel!

      • Svenja Hofert 13. April 2012 at 14:18 — Reply

        Danke Torben und viel Glück bei der Suche nach einem neuen Umfeld. Spricht übri­gens dafür, sich im Vorstel­lungs­ge­spräch besser authen­tisch zu verkaufen 😉 Das Inter­esse an über­ge­ord­neten Zusam­men­hängen ist typisch N, bei Reiss die grüne Neugier. Das nervt extreme S‑Typen. Die halten die N‑Typen z.B. für intel­lek­tu­elle Dumm­schwätzer (O‑Ton Steven Reiss in der Gegen­über­stel­lung rote und grüne Neugier = N‑Typ).

    • Marcel 1. Januar 2018 at 21:16 — Reply

      Danke, mir gehts genauso als INFJ. Ich bin aber nicht der Meinung das S‑Cheffs sich für Typen inter­es­sieren. werden. Da hilft nur den Job zu wech­seln oder sich besser selbst­ständig zu machen.

  2. Gilbert 11. April 2012 at 22:26 — Reply

    Vielen Dank für diesen tollen Artikel! Ich denke auch, das “N” oder “S” sein gerade im Beruf einen enormen Unter­schied macht. Ich liebe meine S‑Kollegen, denn ihnen entgeht nichts, sie erin­nern auch für mich völlig unwich­tige Details und haben die Füße auf dem Boden. Als ziem­li­ches “N” fällt mir aber immer wieder auf, wie unge­duldig ich bin, wenn Kollegen mich mit Details “lang­weilen”. Wenn ich mich nicht zusam­men­reiße, drifte ich ab und — noch während sie reden — bringe im nächsten Moment einen syste­mi­schen Lösungs­vor­schlag, den die meisten über­haupt nicht in Verbin­dung mit den geschil­derten Problemen bringen. Wo ich auch aufpassen muss: Die Details kennen! Wenn der Chef eines “N” ein “S” ist, wird er seinen Mitar­beiter schnell für unwis­send halten, weil er die Details nicht parat hat. Man muss sowas wissen, um sich beruf­lich nicht zu gefährden.

  3. Svenja Hofert 11. April 2012 at 22:53 — Reply

    Hallo Jabka, lieben Dank für Ihr Feed­back. Es freut mich sehr, dass das gerade so gut passt und eine Erklä­rung liefert. Ich finde das sehr wichtig. Zu oft erlebe ich, das Menschen gera­dezu trau­ma­ti­siert sind, weil sie so schlecht von ihrem Chef bewertet sind. Es hilft dann sehr zu hören, dass es nicht (nur) an ihnen liegt, sondern andere Dinge dahinter stehen könnne. Nicht nur Persön­lich­keits­typen auch aller­leich aus der Psycho­kiste, Fami­li­en­kon­stel­la­tionen etwa. Viel Erfolg beim nächsten Unter­nehmen.
    @gilbert: Das ist eine schöne N‑S‑Gebrauchs­an­lei­tung. Mir geht es auch so: Ich über­sehe z.B. Recht­schreib­fehler und halte das — wie auch andere Details — im ersten Moment nicht für wichtig. Im zweiten habe ich großen Respekt vor Menschen, die klein­teilig arbeiten. Denn das Prak­ti­sche beherr­sche ich nicht, obwohl mir immer gesagt wird, wie praxisnah ich schreiben und coachen kann. Aber es bezieht sich eben über­haupt nicht auf den Alltag, Zwie­beln hacken z.B. 😉 LG Svenja

    • Burk­hard Reddel 27. April 2012 at 18:28 — Reply

      Hallo Frau Hofert,

      ja es stimmt. Ich hatte auch einen “genauen” Kollegen in einer früheren Firma, der selbst den kelinsten Recht­schreib­fehler gefunden hat. Ich dagegen meinte immer es sei genug die Zusam­men­hänge zu verstehen und übersah so machen Recht­schreib­fehler schon mal,weil es für mich nicht wichtig war. Wir beide verstanden uns leider nie sehr gut, weil ich ihn für pingelig hielt und er mich nicht verstehen konnte, sondern für ober­fläch­lich hielt. Das nur zu den verschie­denen Typen und auch zu dem Thema, wie über­lebe ich in Teams bzw. um es mit Ihren Worten zu sagen ” Ich hasse Teams” 😉
      Viele Grüße aus der Prak­ti­schen Front 🙂
      B.RE

  4. […] Vor einigen Wochen habe ich den Blog und die Website von Lars Lorber entdeckt. Sprach­lich und inhalt­lich perfekt ausge­reifte Blog­bei­träge, durch­dacht  und mit viel Hinter­grund­wissen… Inter­es­sant, dachte ich mir – und bat zum Inter­view. Das Inter­view knüpft an meinem Beitrag über N- und S‑Typen an. […]

  5. Erich Feld­meier 13. April 2012 at 9:33 — Reply

    Super Artikel, vielen Dank,
    Das Bild habe ich auf g+ kommen­tiert
    https://plus.google.com/102177944572975797324/posts/KQBqBS3G5cc

  6. Jörn Schwalba 26. April 2012 at 13:48 — Reply

    Liebe Frau Hofert,

    vielen Dank für den inter­es­santen Artikel. Der Typen­test hat mir deut­lich bestä­tigt, dass ich (immer noch) Idea­list bin.

    Stich­wort “Koch­ro­boter” — Kennen Sie den Ther­momix von Vorwerk? Das Teil kommt Ihrer Vision schon ziem­lich nah. Selbst mir als talent­freiem Koch­muffel gelingt die Bedie­nung problemlos und ich möchte ihn nicht mehr missen.

    Herz­liche Grüße, JS

  7. Mina Maus 24. April 2013 at 14:58 — Reply

    Liebe Frau Hofert,
    Sie können sich gar nicht vorstellen mit welch großem Inter­esse ich diesen Artikel gelesen habe. Auch alle anderen Kommen­tare dazu verschlang ich als ob es meine eigenen wären.
    Leider befinde ich mich gerade an genau so einem Punkt, wo ich mich in meinem aktu­ellen Arbeits­um­feld fehl am Platz fühle.
    Nach einem BWL Studium arbeite ich seit 7 Monaten in einer Bank. Noch während des Studiums sagten uns unsere Profes­soren und so manche Studen­ten­rat­geber, dass sich Unter­nehmen nach frischen und neugie­rigen Absol­venten mit Inova­ti­ons­sinn und Krea­ti­vität sehnen. Die Realität bestä­tigte mir leider etwas anderes.
    Als spon­taner Idea­list voller Ideen und Taten­drang begann ich mein Prak­tikum im letzten September. Zu Beginn sagten mir die Betreuer, dass ich immer Fragen sollte, wenn ich etwas nicht verstehe bevor ich es falsch mache. Die ersten Fragen wurden noch höflich beant­wortet. Doch bald wech­selte der Ton und die Kollegen baten mich, nicht so viel zu hinter­fragen, sondern versu­chen erstmal selber dahinter zu kommen. Auch kriti­sches Hinter­fragen oder eigene Ideen werden weder gelobt noch akzep­tiert. Statt­dessen werden schon die kleinsten Recht­schreib­fehler lange ausdis­ku­tiert und falls ich mal ein Wort nicht kenne, was nach deren Meinung zur Allge­mein­bil­dung gehört, werde ich gefragt, ob ich mein Abitur in Deutsch­land oder in Kasach­stan gemacht hätte (ich bin übri­gens in Kasach­stan geboren und bin mit meiner Familie nach Deutsch­land rüber­ge­wan­dert als ich 6 Jahre alt war). Nun habe ich mein Prak­tikum beendet und darf als freie Mitar­bei­terin weiter­ar­beiten. Für einen Trainee haben mich meine Kollegen nicht empfohlen, da ich noch mehr Praxis­er­fah­rung brauche. Nun musste ich das Zimmer wech­seln und habe mir vorge­nommen es bei den neuen Kollegen besser zu machen. Leider ist es noch schlimmer. Leider bekomme ich jetzt zu hören, wie ich auf so schwach­sin­nige Ideen komme. Nun bin ich seit einer Woche krank­ge­schrieben, weil ich diese Demü­ti­gungen einfach physisch nicht mehr aushalte. Ich verstehe nicht was ich falsch mache. Wenn ich meine Ideen nicht bei der Arbeit einbringen kann wo dann?! Ich bin einfach verzwei­felt und weiss nicht, ob es an mir liegt und ich wirk­lich so schwach­sinnig bin.
    Wenn es nächste Woche nicht besser wird werde ich kündigen.

    • Svenja Hofert 24. April 2013 at 16:22 — Reply

      Hallo, das hört sich nicht sehr nett an, passiert aber leider. Die Bemer­kungen der Mitar­beiter (?) sind mehr als grenz­wertig, sie offen­baren schlimme Vorur­teile und Into­le­ranz. Leider begegnen einem solche (und auch andere wenig reflek­tierte) Menschen überall und man braucht Stra­te­gien im Umgang, nach außen Schlag­fer­tig­keit (das lässt sich lernen), nach innen Abgren­zung (“das tut mir nichts”).
      Ist die frei­be­ruf­liche Mitar­beit zu fairen Kondi­tionen? Falls nicht, würde ich Ihnen wohl raten, sich da raus­zu­ziehen oder sich emotional zu distan­zieren und etwas Neues zu suchen. Ich weiß nicht, wo Sie arbeiten, aber meines Erach­tens machen sich Unter­schiede im Umgang mit Menschen, die anderswo aufge­wachsen sind, auch durchaus regional bemerkbar.
      So kann es hilf­reich sein, ein kultu­rell offe­neres Umfeld zu suchen. LG Svenja Hofert

    • Lawa Maus 3. Januar 2018 at 15:28 — Reply

      Hallo Mina Maus.….wir sind uns sehr ähnlich, so weit ich das nach Ihrem Beitrag beur­teilen kann. Ich habe ein grosses Inter­esse mich mit Ihnen per Mail auszu­tau­schen. Ob das wohl möglich wäre?

      Ich bin gerade dabei zu entscheiden welchen beruf­li­chen Weg ich einschlagen soll. Faszi­nie­rend finde ich die Aussagen über das Denkens in grossen Zusam­men­hängen und die Einschrän­kungen, die in der realen Arbeits­tä­tig­keit das Arbeiten stupide und lang­weilig werden lässt. Wobei ich weit von der Bezeich­nung Genie entfernt bin, habe ich riesige Ambi­tionen, die ich viel­leicht nicht Wahr werden lassen kann — aber — ich verstehe mich nun etwas besser. Dieses stän­dige Streben und Verbes­sern, das einem auch noch Spaß macht und mein Unver­ständnis für mein Umfeld einfach nur vor sich hinzu­leben macht nun viel mehr Sinn als meine bishe­rige Erklä­rungen des Obrigen.

  8. Holger 15. August 2014 at 22:02 — Reply

    Der Artikel beschreibt ziem­lich gut, was mir passiert ist. Als N‑Typ wurde ich in der Schule als Refe­rendar gemobbt und von den “Ausbild­nern” als unfähig betrachtet, bis ich schliess­lich gegangen bin. Anschei­nend lag es am in der Schule domi­nie­renden “S”.….

  9. Waldemar Erdmann 16. August 2014 at 14:29 — Reply

    Vielen Dank für den Beitrag. Ein sehr tief­grün­diger Artikel zur MBTI Typo­logie. Ein großes Lob von einem ENTP.

  10. Simon Kappeler 22. November 2014 at 17:29 — Reply

    “Denn solange typo­lo­gi­sches Wissen nicht zum Stan­­dard-Reper­­toire von Führungs­kräften gehört, werden typo­lo­gi­sche Minder­heiten immer ein unge­recht­fer­tigtes Schat­ten­da­sein führen und einen hohen Preis für ihr Alien-Dasein zahlen.”
    ha! ein wahres wort und am ende wird die wahr­heit die “S” erlösen

  11. Marcel 3. Januar 2018 at 20:47 — Reply

    Ich hab mal in einem engl. Blog gelesen: “S stands for suck”. Ich weiß poli­tisch unkor­rekt. Trifft aber momentan irgendwie zu. Leider gibt es in der Bevöl­ke­rungs­ver­tei­lung ein Ungleich­ge­wicht zwischen N und S. Da sich Ns oft nicht in Gruppen sammeln sind sie meis­tens erst recht im Nach­teil und nur durch die gewisse N‑Schläue können sie sich “retten”. Insge­samt ist es aber kein ertrag­barer Zustand. Ich frage mich warum die Natur das so gewollt hat bzw. ob es sich das in Zukunft rela­ti­viert. Ich beob­achte auch das viele SJ Typen der Propa­ganda: “Kind oder Karriere” (völliger Schwachsinn…beides ist möglich) auf dem Leim gegangen sind und sich aus dem Genpool verab­schieden werden. Ich behaupte auch das S‑Tätigkeiten für Ns erlernbar ist aber N‑Eigenschaften für S‑Typen uner­reichbar. In unserer momen­tanen S‑Gesellschaft (in Deutsch­land xSTJ=Stillstand) ist das sowieso nicht erstre­bens­wert. Die Tendenz zur künstl. Intel­li­genz sprich dafür das N‑Typen sich in mitt­lerer bis ferner Zukunft durch­setzen werden. Die Proble­matik die hier viele auch bestä­tigen, liegt einfach darin begründet, dass S‑Typen in der Vergan­gen­heit, auch wenn es heut­zu­tage abwer­tend klingt, einfach Bauern waren. Damals war das gut und richtig. Man kam sich nicht in die Quere. Diese vielen Leute wurden gebraucht und waren sehr nütz­lich (sind es auch heute noch). Diese Jobs sind mit der Zeit aber wegge­fallen und die Leute tummeln sich nun, einfach um irgendwas zu arbeiten, in diversen Büros. Vor allem im öffent­li­chen Dienst. Haben sogar Chef­po­si­tionen. Allein aus dem Grund, dass sie einfach am längsten dabei sind (Merkel ist übri­gens auch ISTJ). In dieser Posi­tion holen sie Gleich­ge­sinnt S als Nach­folger nach. Ns werden in diesen Struk­turen meis­tens wieder ausge­spuckt und wissen nicht mehr wohin. Ich als INFJ erlebe das seit meiner gesamten Berufs­zeit (selbst Schuld>Bau gelernt!).
    Übri­gens super Blog (viel­leicht etwas Busi­­ness-lastig). Ich finde auch, dass Sie wirk­lich schwer einzu­schätzen sind. Wie auch bei alten Menschen sind alle Funk­tionen sehr gut ausge­bildet. Ich vermute sie sind ein INTP sind. INFJ halte ich aber auch für möglich. Auf jeden Fall Intro­ver­tiert und Intr. Denken. Wenns Sie INFJ sind werden sie den Kommentar durch­gehen lassen als INTP eher nicht ;-). VG Marcel

  12. Susanne 27. Oktober 2020 at 12:09 — Reply

    Ich denke, dass N und S sehr gut zusam­men­passen können, wenn sich beide ihrer Stärken und Schwä­chen bewusst sind. Ich bin S und kann das mit den Details absolut bestä­tigen. Sie sind meine Spezia­lität, aber ich verrenne mich dann manchmal und verliere das große Ganze aus den Augen. Meine Kollegin wiederum war N und hat genau diese Zusam­men­hänge mit Leich­tig­keit herstellen können. Sie hat mich sozu­sagen immer wieder auf die Spur gebracht, wäre dann aber an einer detail­lierten Ausar­bei­tung geschei­tert. Das konnte dann ich wieder über­nehmen.

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