Kate­go­rien

Ich kann doch nicht! — oder: Weg mit der Watte­­bausch-Kommu­­ni­­ka­­tion

Published On: 10. Januar 2011Cate­go­ries: Karriere

„Ich kann doch jetzt nicht einfach wieder 3.000 EUR nehmen – der Auftrag ist doch viel kleiner als der vorhe­rige. Gut, 3.000 waren für den Auftrag viel zu wenig.  Aber was denkt DER  denn jetzt von mir, wenn ich jetzt SO VIEL fordere?“

Was inter­es­siert Sie eigent­lich, was Ihr Auftrag­geber denkt? Was wollen Sie denn?

Ratter, ratter….  Kundin denkt, verschwindet, schreibt Mail, präsen­tiert mir diese: Da stehen viele entschul­di­gende Worte: „Lieber Thomas, ich hoffe, es geht dir gut. Du hast mich um ein Angebot gebeten. Am letzten Auftrag saß ich viel länger als geplant. Ich muss einfach mehr nehmen, auch wenn das jetzt viel­leicht viel klingt.“

Alles raus: Lieber Thomas, für den Auftrag veran­schlage ich 3.000 Euro. Ich freue mich auf ein Go. Freund­liche Grüße…

Sie knurrt, sträubt sich… macht´s aber doch. Thomas antwortet: „Das ist jetzt  ganz schön viel. Ich schlage 1.500 vor.“ Kundin kriegt Panik, schreibt: „Da muss ich doch drauf eingehen? Ich kann doch jetzt nicht wie auf dem Basar verhan­deln.

Doch. Bieten Sie ihm 2.800 an.

Klagen, sträuben: „Ich kann doch nicht…“, macht´s aber dann doch. Zwei Stunden später: „Er hat das akzep­tiert. Jetzt ist er bestimmt sauer.“

Arghhh!

Männer, die das lesen, werden schmun­zeln. Das Verpa­cken von Geld­for­de­rungen in Kommu­­ni­­ka­­tions-Watte­­bäu­­schen ist ein typi­sches Frau­en­thema.

Was sagt uns das? Es gilt, was die Politik eigent­lich nie schafft: Gefühle raus, Sach­ebene rein. Alles ganz einfach. Und zwar nicht nur theo­re­tisch

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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