Wenn Bewerber in den Stel­len­märkten nach Jobs suchen, sind sie oft frus­triert. Trotz einer wach­senden Zahl offener Stellen bleibt die Auswahl auch im Konjunk­tur­auf­schwung dürftig. Das liegt vor allem an der Art der Stellen: Am meisten gesucht werden Consul­tants mit oft 100% Reise­be­reit­schaft, 2.500 solcher Stellen gibt es allein bei Monster.de. Viele Stellen sind befristet. Andere haben Anfor­de­rungen, die kaum jemand erfüllen kann. Traum­jobs sind das selten. Und das hat seinen Grund: Die Stellen in den Jobbörsen sind meist Stellen, für die sich auf anderem Weg keiner gefunden hat. Anders ausge­drückt: Es sind Jobs mit kleinen oder größeren Makeln. Unein­ge­schränkte Reise­be­reit­schaft ist so einer, zumin­dest für alle die einmal zwei Jahre in Hotels hinter sich haben — aber auch schlechte Bezah­lung, Befris­tung oder schlechtes Arbeits­klima. Dass Zweit­drittel aller Stellen niemals ausge­schrieben werden, ist bereits seit Jahren, unter anderem durch eine Erhe­bung des Insti­tuts für Arbeits­markt­for­schung (IAB), bekannt. Doch diese Zahl, so ist meine Beob­ach­tung, nimmt stetig weiter zu. Zudem zeigten sich zwei Tendenzen: Neben den unbe­liebten sind es mehr und mehr auch stark spezia­li­sierte Jobs, die in Stel­len­märkten landen. Gene­ra­lis­tisch geprägte Stellen, die eindeutig die Mehr­zahl des gesamten Stel­len­an­ge­bots darstellen, finden sich immer seltener in Form eines Inse­rats. Auch klei­nere Unter­nehmen  suchen eher selten mit einer Anzeige. Statt­dessen akti­vieren Inhaber von Unter­nehmen und Personal suchende Manager statt den Head­hunter immer öfter das eigene Netz­werk. Ein Beispiel dafür? Morgen mehr.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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4 Kommen­tare

  1. […] über eine Empfeh­lung zum neuen Job gelangt, liegt im Trend – so unser Fazit gestern. Ein Beispiel für die Mitar­bei­ter­suche über soziale Netz­werke liefert Michael Silber­berger, […]

  2. […] der Einfüh­rung in Theorie und Praxis der modernen Jobsuche nun ein paar Tipps für […]

  3. Wolf­gang Uhr 1. September 2010 at 14:58 — Reply

    > Doch diese Zahl, so ist meine Beob­ach­tung

    Was meine These belegt. Es gibt keinen Fach­kräf­te­mangel mehr.

  4. […] zu 500.000 Dollars bezahlt – das gehört nicht wirk­lich zu den Jobs, die keiner haben, wie Svenja Hofert schreibt Und das Face­book Gehalts­paket ist dann meist auch noch gesprickt mit einem ordent­li­chen […]

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