Kate­go­rien

Karrie­re­trends 2016: Es geht immer mehr um Sinn

Published On: 12. Dezember 2015Cate­go­ries: Karriere

2015 war ein gutes Jahr für Bewerber, aller­dings mit deut­li­chen regio­nalen Unter­schieden. Im Süddeutsch­land sei es fast unmög­lich arbeitslos zu sein, sagen mir Kollegen – das gelte jeden­falls für Nicht­füh­rungs­kräfte. Trotzdem sind Quer­ein­stiege oft extrem schwierig — auch da alle Bereiche immer spezi­eller werden. 7 Themen, die 2015 wichtig waren und wie es 2016 weiter­geht.

1. Karrie­re­trend Spezia­li­sie­rung

Etwa 30–40 Bewer­bungen kommen auf viele Fach- und Führungs­po­si­tionen in Nord­deutsch­land. In beliebten Feldern wie Marke­ting, vor allem im Produkt­ma­nage­ment, sind es oft drei bis vier Mal so viel. Ist aller­dings eine hohe Spezia­li­sie­rung nötig, was immer öfter so ist, sinkt die Zahl der Bewerber. Wer fragt, woher ich die Zahlen habe: Keine Statistik, das beruht vor allem auf der Nach­frage meiner Kunden sowie Aussagen von Perso­naler-Kollegen. Klares Fazit: Es gibt immer noch genü­gend Bewerber, von flächen­de­ckendem Fach­kräf­te­mangel im akade­mi­schen Bereich (!) kann keine Rede sein. Aber: Die Anfor­de­rungen an die Spezi­al­kennt­nisse steigen fast monat­lich. Gerade weniger bekannte Unter­nehmen beklagen zwar zu wenige Bewerber, Konse­quenzen ziehen sie aber kaum. Immer noch bewerten Firmen die konkreten Fach­kennt­nisse höher als andere Fähig­keiten. So ist es oft schwierig und lang­wierig, die Branche oder Funk­tion zu wech­seln. „Sie haben ja kein Netz­werk in der Branche.“ „Ihnen fehlen die Program­mier­kennt­nisse in Y.“ „Sie kennen das Tool X ja gar nicht.“ Selbst Bewerber, die bereit wären, zurück auf Start zu gehen, treffen selten auf Wohl­wollen. Hier hilft nur eins: Syste­ma­tisch Kaffee­trinken á la Lars Hahn. Und Geduld. Außerdem Geld auf der hohen Kante für die eine oder andere Weiter­bil­dung und natür­lich für Reisen zu den Gesprächs­part­nern.

Der Karrie­re­trend 2016 – so geht es weiter: Klas­si­sche Bewer­bungs­wege über­gehen, hier wird fast nur nach forma­lis­ti­schen Krite­rien ausge­sucht. Wer eine Bewer­bung nach einem persön­li­chen Gespräch erwartet, wird diese anders aufnehmen. Wenn Sie jemanden kennen, gehen Sie immer den Weg über die Empfeh­lung.

2. Karrie­re­trend Sinn

Der Grund, warum viele Bewerber wech­seln wollen? Es geht um den Sinn. Auf meinem Karrie­­re­­stan­d­or­t­­finder-Modell, mit dem ich eingangs Themen orte, tippt der Finger sehr oft auf den Kreis mit diesem Begriff. Was man bisher macht, wird als sinn­ent­leer begriffen: Es gibt Marke­ting­leute, die keine Konsu­menten mehr beein­flussen wollen, Vertriebler, die ehrlich zu ihren Kunden sein möchten und Finanzer, die sehen, dass dieje­nigen am meisten verdienen, die ethi­sche Produkte außen vorlassen – was natür­lich frus­triert. Ich vermute dass die Agentur Talents for goods eine wahn­sin­nige Anzahl von Bewer­bungen verar­beiten muss. Nur sind diese Jobs rar. Ich denke auf Arbeit­geber rollt hier ein riesiges Thema zu.  Menschen wollen sich ethisch korrekt verhalten, sie möchten keine Ressourcen verschwenden, kein Green­wa­shing betreiben und auch niemanden über den Tisch ziehen. Das betrifft längst nicht mehr nur die GenY. Beson­ders freue ich mich, dass eine Kundin aus inter­na­tio­nalen Konzern, der alle Türen überall offen gestanden hätten, einen solchen Sinn-Schwenk geschafft hat und nun etwas ganz anderes machen wird. Es zeigt auch Unter­nehmen: Mit den bishe­rigen Struk­turen, die auf Abhän­gig­keit und internen Wett­be­werb der Leis­tungs­ori­en­tierten beruhen, werdet ihr wirk­lich gute Leute nicht mehr halten können.

Der Karrie­re­trend 2016 – so geht es weiter: Es kann für die Neupo­si­tio­nie­rung Rich­tung Sinn nur indi­vi­du­elle Lösungen gibt. In jedem Fall brau­chen Sie Willens­kraft und Struk­tu­riert­heit, um Verän­de­rungs­pläne konse­quent umzu­setzen. Ein biss­chen Sinn-Shop­­­ping beim Karrie­re­be­rater bringt nichts… Man muss auch umsetzen, Durst­stre­cken akzep­tieren, even­tuell Geld zuschießen. Und aufhören zu denken, dass es normal sei, sechs­stellig zu verdienen 😉

3. Karrie­re­trend: Immer höher quali­fi­ziert

Die Akade­mi­sie­rung ist nicht auf dem Massen­markt ange­kommen. Ich habe mir bei Indeed.de die jeweils drei ersten Seiten mit Stel­len­in­se­raten in Städten wie Hamburg, Köln, Karls­ruhe, München ange­sehen. Unter den rund 35 Einträgen pro Stadt fanden sich maximal 10%, die explizit für Akade­miker bestimmt sind. Das entspricht lange nicht den Markt­an­teilen. Ange­sichts dieses Ungleich­ge­wichts verstehe ich den Frust vieler studierter Bewerber, die sich als Kunden­be­rater, in nied­rigen Assis­tenz­po­si­tionen oder Sach­be­ar­beiter verdingen müssen. Sie hatten studiert mit der Hoff­nung, einmal besser dazu­stehen. Und haben nun sogar Nach­teile im Vergleich zu Kollegen, die eine Ausbil­dung gemacht haben.

Nie habe ich so viele Hoch­qua­li­fi­ka­tionen gesehen wie 2015. Immer mehr haben promo­viert und viele sogar mehrere Studi­en­ab­schlüsse parallel erworben. Erstaun­lich, dass manche Online-Formu­lare darauf nicht einge­stellt sind. Es lässt sich fast überall nur ein Studi­en­ab­schluss einpflegen – zum Beispiel bei Aldi (siehe Foto).

aldiDie vielen Abschlüsse wirken sich nicht immer nur positiv auf die Karriere aus – viel­fach punkten die beson­ders hoch­qua­li­fi­zierten Bewerber genau wegen ihrer Vita nicht. Mein Eindruck ist gene­rell, dass der Arbeits­markt zwar eine enorme Spezia­li­sie­rung im tech­ni­schen Bereich fordert, die nicht-tech­­ni­­schen Akade­miker aber schwer aufnehmen kann und diese auch nicht entwi­ckeln will. Ich bin ja der Meinung, dass ein Sprach­wis­sen­schaftler, der sich mit Dekon­struk­tion und ähnli­chen Themen beschäf­tigt hat, auf einer verbalen Ebene mindes­tens so analy­tisch denken kann wie ein Physiker, was etwa im Online-Marke­­ting super wert­voll wäre. Das wird indes selten so gesehen.

Der Karrie­re­trend 2016 – so geht es weiter: Spezia­li­sierte Master als Zweit- oder Dritt­stu­dium können eine Menge bringen und einen guten Einstieg in neue Bereiche bereiten, wenn man sich gut über­legt, wo man damit hinwill. Die meisten studieren eher ohne Plan das „Bekannte“ und vermeint­lich Sichere – oft Fächer, die eher über­laufen sind und nicht jene, die zum Arbeits­markt passen. Das Angebot wird aber breiter und auch besser: Wer bisher keinen tech­ni­schen Bezug hatte, findet inzwi­schen auch nicht-konse­­ku­­tive Master, die Infor­matik enthalten.

4. Karriere-Trend: Besser gefunden werden

lupeminion-889302_640Seit einiger Zeit versucht Xing mir mit immer neuen Vorschlägen seine Keywords schmack­haft zu machen. Statt „Karrie­re­coa­ching Ausbil­dung“ sollte ich bitte Coaching bieten. Täglich belehre ich die Maschine: passt nicht, passt nicht, auch nicht. Ich klicke mir die Finger wund. „Haben wir Sie richtig verstanden?“, fragt Xing. Meis­tens nicht. Mein Profil ist aber auch etwas speziell. Die Such­ma­schine lernt schnell  — so bin ich zuver­sicht­lich, dass sich das Blatt für die meisten Xing-Nutzer durch immer spezi­fi­schere Such­wörter zum Besseren wenden wird. Dass die Tref­fer­quote steigt, habe ich dieses Jahr auch bei Kunden gemerkt. Es werden mehr über Xing und Linkedin ange­spro­chen und die Anfragen werden spezi­fi­scher. Ich habe nicht mehr so oft von Fällen gehört, bei denen jeder per Seri­en­brief ange­spro­chen wurde, der „Java“ im Profil stehen hat.

Der Karrie­re­trend 2016 – so geht es weiter: Noch besser gefunden werden. Da könnten viele Bewerber Xing und Linkedin noch mehr zuar­beiten…

5. Karriere-Trend: Skype

2015 fanden immer mehr Skype-Inter­­views statt, auch Führungs­kräfte der zweiten Ebene wurden vor den Computer gebeten, nicht mehr nur bei Einsteiger. Selbst meine Mutter fragt mich „wollen wir nicht mal skypen“ und sie hat das Compu­ter­zeit­alter sonst weit­ge­hend verpasst. Skype-Inter­­views werden für immer mehr Firmen und Perso­nal­be­rater zum Recrui­­ting-Instru­­ment. Es ist jetzt häufiger der zweite Schritt nach dem Tele­fonat. Das finde ich eine gute Sache, denn manche teure Anreise könnten sich beide Seiten sparen, wenn sie das Internet nutzen würden, um wich­tige Fragen zu klären und den ersten Eindruck zu checken.

Der Karrie­re­trend 2016 – so geht es weiter: Bewerber sind oft kritisch gegen­über Skype-Inter­­views – zu unrecht. Unter­nehmen könnten Vorbe­halte nehmen, in dem Sie klarer sagen, welche Rolle das Inter­view im Prozess spielt – tut fast keiner. Bewerber sollten sich vorbe­reiten. Wie sitzen Sie, was sieht man in Ihrem Umfeld? Testen Sie es vorher.

6. Karriere-Trend: Tests

Weiter geht es mit dem Recrui­ting: Im lang­fris­tigen Trend immer beliebter werden Tests. Leider, denn die meisten Unter­nehmen wenden diese stüm­per­haft an. Wenn ein MBTI nach drei Vorstel­lungs­ge­sprä­chen ange­wendet wird, um zu prüfen, ob die gesuchte Person ein „ENTJ“ ist, also eine rich­tige Führungs­person im Klischee­bild von Menschen, die nicht wirk­lich verstehen, was sie da tun, dann läuft da eine ganze Menge schief. Dieser Typen­in­di­kator ist erstens nichts fürs Recrui­ting und zwei­tens war die Idee nie, Menschen in Schub­laden zu zwängen. Ich kann nur an HR-Abtei­­lungen appel­lieren, verant­wor­tungs­voll mit Persön­lich­keits­tests umzu­gehen. Im Recrui­ting haben nur wirk­lich valide Methoden etwas zu suchen – und die lassen sich an einer Hand abzählen.

Der Karrie­re­trend 2016 – so geht es weiter: Tests ja, aber liebe Perso­naler: bitte nicht ohne Rück­mel­dung an den Bewerber, was die Ergeb­nisse waren und wie diese in die Entschei­dung einbe­zogen werden oder nicht. Bewerber müssen wissen, welchen Stel­len­wert ein Test im Prozess hat. 95% machen das nicht. Liebe Bewerber, bitte einfor­dern!

7. Karriere-Trend: Englisch bitte, ehrlich bitte, aber kein Foto

Früher gab es die Regel: Engli­sche Stel­len­an­zeige, engli­sche Bewer­bung. Deut­sche Stel­len­an­zeige, deut­sche Bewer­bung. Inzwi­schen stelle ich fest, dass immer mehr Bewerber nur noch ihren engli­schen Lebens­lauf nutzen und damit gut fahren. Eine Zeit­lang war es notwendig zwei Versionen parallel zu pflegen – in inter­na­tio­nalen Umfel­dern ist das nicht mehr so. Ein Lebens­lauf reicht, Anschreiben ist oft nicht wichtig oder nicht nötig. Inter­na­tio­nale Unter­nehmen mögen auch kein Foto, was eher schwer in die Köpfe deut­scher Bewerber zu bekommen ist. Weiterer Trend ist die ehrliche Bewer­bung, in der Bewerber auch mal sagen, was sie nicht können. Lesen Sie dazu den Spiegel-Online-Beitrag “das alles kann ich nicht”.

Der Karrie­re­trend 2016 – so geht es weiter: Der Lebens­lauf sollte die wich­tigsten Fakten enthalten. Das bedeutet auch, dass das Busi­ness weniger bekannter Unter­nehmen erklärt wird und Posi­tionen über­setzt. Auch fanta­sie­voll benannte Studi­en­gänge muss man zuneh­mend erklären.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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9 Kommen­tare

  1. Robert Koch 13. Dezember 2015 at 11:05 — Reply

    Sehr geehrte Frau Hofert,
    ich lese regel­mäßig ihre Artikel — auch der obige ist sehr gelungen und sehr infor­mativ.
    Mir geht es ebenso: ich habe 25 Jahre Berufs­er­fah­rung, habe 2011 die Geschäfts­lei­ter­prü­fung (letzte große Prüfung in unserer Bank­aka­demie) abge­legt und ein Jahr darauf mein Studium abge­schlossen.
    Sehe ich mir nun aber die Stel­len­aus­schrei­bungen an so passen nur sehr wenige (obwohl ich mir sicher bin, sehr viel für einen Arbeit­geber mitzu­bringen).
    Leider scheinen es HR-Abtei­­lungen auch nicht der Mühe wert zu finden zumin­dest ein Erst­ge­spräch zu führen.
    Ist halt leider so — da hilft eben nur weiter­su­chen und auf ein Unter­nehmen hoffen welches nicht stur nach Vorgabe Leute sucht.
    Robert Koch
    P.S.: Der Link am Ende des Mails (“Spiegel”) geht ins Leere…

  2. Chris­tian 14. Dezember 2015 at 4:10 — Reply

    Inter­es­sante Trends, die für das neue Jahr anstehen. Die Jobin­ter­views per Skype hatte ich noch gar nicht so auf dem Zettel. Klingt auf jeden Fall span­nend.
    Gruß

  3. Chris­toph Burger 15. Dezember 2015 at 9:39 — Reply

    … da ist es “fast unmög­lich, arbeitslos zu sein”: In welchem Süddeutsch­land ist das denn? Also in der Region Stutt­gart jeden­falls nicht — da kann man schon noch arbeitslos sein 😉 Aber wenn sich die Arbeits­su­chenden an den von dir beschrie­benen Tipps und Trends orien­tieren, bleiben sie eher in Arbeit. Danke für den inter­es­santen Beitrag & viele Grüße

  4. Johannes Winter­halter 15. Dezember 2015 at 13:37 — Reply

    Auswer­tungen von Stel­len­an­zeigen und Frei­be­ruf­ler­börsen haben bei mir dasselbe Bild ergeben — sehr spezi­elle Anfor­de­rungen, zu einem großen Teil Perso­nal­be­rater. Die scheinen oft nach folgendem Geschäfts­mo­dell zu verfahren: der neue Stel­len­in­haber muss 200.000 im Jahr erwirt­schaften, 50% davon sind Lohn und Lohn­ne­ben­kosten, 25% bekommt der Perso­nal­be­rater und 25% der einstel­lende Betrieb. Und so steigen die Anfor­de­rungen an die Bewerber, weil nicht jeder so viel erwirt­schaftet. Eine Einar­bei­tung kommt über­haupt nicht in Frage, weil sie in diesem Modell den Gewinn für den Betrieb und Perso­nal­be­rater komplett auffressen würde.

  5. […] Sinn von Arbeit spielt für viele Menschen heute eine immer höhere Bedeu­tung, wie auch Kollegin Svenja Hofert in ihrem Jahres­aus­blick 2016 konsta­tiert. XING lässt seine Mitglieder im neuen Stel­len­markt nach fami­li­en­freund­li­chen oder […]

  6. Martina Anders 18. Dezember 2015 at 11:28 — Reply

    Ich kann mich dem “doch arbeitslos in Süddeutsch­land” leider nur anschließen. Dipl.-Ing. Archi­tektin breit aufge­stellt und viele Jahre Auslands­er­fah­rung ist fürs Ländle wohl zu exotisch.
    Danke für den Blog & Grüße aus Ulm

  7. Sven 27. Dezember 2015 at 17:00 — Reply

    Vor Tests habe ich keine Angst. Ich bin jetzt zu 6 Tests (zwei auf fran­zö­sisch, vier auf flämisch) nach Belgien gefahren, wo man mich einge­laden hatte. Davon war ein Test online, wo ich nur virtuell in Belgien war. Eigent­lich sind Tests sogar noch besser als nur den Lebens­lauf nach irgend­wel­chen Sachen zu prüfen.

    Die Bewerber schre­cken vor Skype zurück? Hach, wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich das Internet viel stärker in meine Bewer­bungen einge­bunden. Eine Bera­terin, die mir meine ehema­lige Firma an die Seite gestellt hatte, war strikt dagegen, dass ich das Internet für die Bewer­bung benutze. Die Angaben, dass ich über­haupt ein Blog führe als auch Links in den Lebens­lauf einzu­bauen, wollte sie nicht. Mein Blog wäre nicht geeignet und würde meine wunder­baren Bewer­bungs­un­ter­lagen kaputt machen.

    Natür­lich darf ich als Bewerber das Internet nutzen, um die Stel­len­an­zeigen zu finden, aber ich dürfte der Firma nicht die Möglich­keit geben, sich einfach über meine Fähigkeiten/Kompetenzen zu infor­mieren, die man in zwei Seiten Lebens­lauf über­haupt nicht unter­bringen kann. Gerade für die auslän­di­schen Firmen habe ich die Links einge­baut, damit sie meine Sprach­fä­hig­keit sehen können.

    Letzt­lich war es kein Vor-oder Nach­teil, wenn in der Bewer­bung meine Blog­adresse ange­geben haben. Zwei Firmen haben mich trotzdem einge­laden.

  8. Texterclub 8. September 2017 at 11:18 — Reply

    Ein sehr infor­ma­tiver Artikel, den wir im Texterclub nur so bestä­tigen können. Zum 3. Karriere-Trend gibt’s für 2017 laut Infra­test ein Update: Der Punkt ist 2017 noch wich­tiger. Neben Weiter­bil­dung als wich­tigem Faktor für HR-Entscheider, Bewerber einzu­stellen, gilt das auch für beruf­liche Weiter­ent­wick­lung, Jobwechsel, etc.

    Mehr dazu haben wir hier noch mal zusam­men­ge­fasst, wenn es jemanden inter­es­siert: http://bit.ly/2eLzl7M

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