Kate­go­rien

Mein Selbst­ver­such: Das Big Five-Persön­­lich­keits­­mo­­dell

Published On: 4. Mai 2012Cate­go­ries: Führung, Mensch & Orga­ni­sa­tion

Es stimmt. „Redet gesten­reich“ und „weniger von Regeln geleitet, mehr spie­le­risch“. Richtig ist auch, nettes Detail, dass ich mich eher für Modern Art begeis­tere als für exakte Land­schaft­ma­lerei — denn (wahre) Kunst ist für mich freie Inter­pre­ta­tion und weniger getreue Kopie. Letz­teres nenne ich Hand­werk – im vollen Bewusst­sein, dass alles im Leben eine Frage des Stand­punkts ist.

Ich habe es wieder getan: einen Test gemacht, den Big Five oder OCEAN in einer Profi-Version absol­viert. Für Kenner: Die Version Big Five Reflector basiert auf dem NEO Fünf-Faktoren-Modell (Neo FFI).

Ich habe den Big Five-Test früher schon in anderen Versionen absol­viert.

Aber worum geht es über­haupt?

Die Big Five ermit­teln über einen längeren Zeit­raum stabile Eigen­schaften (traits). Das heißt, es ist wahr­schein­lich, dass sie sich nicht ständig ändern. Es kann sein, dass man sich mal anders verhält, aber im Durch­schnitt und meis­tens tendiert man dahin oder dorthin — oder eben in die Mitte.

Er dient sowohl der Perso­nal­aus­wahl als auch der Perso­nal­ent­wick­lung und ist somit ein Instru­ment für die HR-Abtei­­lung. Manche Firmen setzen ihn im Rahmen von Assess­ment Centern, einige schon bei der ersten Bewer­ber­aus­wahl im E‑Assessment ein.

… Und das stimmt auch: „über­fliegt gern alles“ und „nimmt Arbeit mit nach Hause.“

Das sind Ausprä­gungen einer eher hohen Flexi­bi­lität oder anders ausge­drückt: Nur teil­weise ausge­prägter Gewis­sen­haf­tig­keit. Da bin ich froh, dass ich Routi­ne­auf­gaben an meine Mitar­bei­terin dele­gieren kann…

Soweit, so akzep­tiert – so wie 80–85% der Teil­neh­menden, die sich laut PI Company in den Test­ergeb­nissen wieder­finden. Span­nend ist indes, dass durch die einzelnen Unter­kri­te­rien deut­lich wird, dass ich einen hohen inneren Antrieb habe – auch das fließt in Gewis­sen­haf­tig­keit als Gesamt­wert mit ein und ist auch für sich inter­pre­tierbar.

Eine Formu­lie­rung in der ansonsten detail­rei­chen und verständ­li­chen Auswer­tung auf 34 Seiten aber hat mich auf den ersten Blick “gewurmt”: Schrift­liche Kommu­ni­ka­tion soll mir schwer­fallen. Das Gegen­teil ist der Fall. Doch nach dem Auswer­tungs­ge­spräch, muss ich doch zugeben: Sofern damit gemeint ist, dass mich das Beschreiben allzu vieler Details in Brie­fings anstrengt und ich die Mitar­beit selbst­ständig denkender und handelnder Menschen deut­lich präfe­riere, weil ich denen nicht so viel „Klein­kram“ erklären muss.… ja, das ist so.

Dabei, und das steht im schein­baren Wider­spruch, erkläre ich an und für sich sehr gern Dinge. Der Unter­schied wird aber auf dem zweiten Blick klar: in Büchern, Trai­ning und Coaching dient es meiner Unter­neh­mung und damit meinem unmit­tel­baren Ziel und Zweck. Diesen zu erfüllen fällt mir leicht. Das Formular des Finanz­amts ausfüllen nützt diesem Unter­neh­mens­zweck nicht – ergo schlu­dere ich oder dele­giere.

In allen anderen Punkten finde ich mich wieder, zum Beispiel zerlegt der Big Five auch die Dimen­sion Extra­ver­sion und Intra­ver­sion (wie eben auch Gewis­sen­haf­tig­keit und die anderen Werte) in Unter­ka­te­go­rien. So ergibt sich ein viel diffe­ren­zier­teres Bild als es etwa der MBTI misst, der einfach nur aussagt, ob jemand intro­ver­tiert oder extra­ver­tiert ist. Die Unter­ka­te­go­rien sind Enthu­si­asmus, Kontakt­fä­hig­keit, Gesel­lig­keit, Führungs­im­puls und Direkt­heit. Bei drei dieser Werte liege ich im ambi­ver­tierten Bereich mit leichter Tendenz zur Extra­ver­sion, bei zweien im intro­ver­tierten.

Um ein noch voll­stän­diges Bild vom Big Five zu bekommen habe ich zusätz­lich das Buch „Führen mit dem Big 5‑Persönlichkeitsmodell“ gelesen. Da stand das mit dem „redet gesten­reich“ und der Neigung zur modernen Kunst in Bezug auf einen Menschen mit einer hohen Offen­heit. Viele inter­es­sante Erläu­te­rungen finden sich darin und Berufs­emp­feh­lungen. Mit meinem Profil passe ich gut auf Berater. Auch Archi­tekt hätte wohl geklappt sowie Rechts­an­wältin. Indes zeigt dies auch, dass es nicht nur um Big Five geht: Ich habe ein schlechtes räum­li­ches Vorstel­lungs­ver­mögen, das passt nicht zur Archi­tektur. Das vorge­schla­gene Thema Anzei­gen­ver­kauf weise ich, trotz rela­tiver Pass­ge­nau­ig­keit, entschieden von mir (es entspräche meinen Neigungen so gar nicht, dann doch lieber Kampf­flieger).…

Mir erschließt es sich, dass eine Bomben­räu­mungs­expertin besser stress­re­sis­tent sind (nied­riger Neuro­ti­zismus bzw. Umgäng­lich­keit) und gewis­sen­haft sein sollten. Extra­ver­tiert­heit, logisch, ist hier entbehr­lich. Aber wieso darf ein Zweig­stel­len­leiter intro­ver­tiert und muss ein Trainer extra­ver­tiert sein – ebenso wie ein Projekt­ma­nager? Hier scheinen mir verbrei­tete Stereo­typen zu greifen, die nicht berück­sich­tigen, dass es höchst unter­schied­liche beruf­liche Konstel­la­tionen und Umfelder gibt und auch das landes­spe­zi­fi­sche Verständnis von und in Berufen verschieden ist. Weiterhin ändern sich beruf­liche Vorstel­lungen, etwa im Vertrieb. Ich kaufe jeden­falls nichts bei aufdring­li­chen Viel­redner (Extra­ver­tiert+, Gewis­sen­haf­tig­keit+) die von nichts eine Ahnung haben (Offen­heit-). Auch sollen Poli­zisten weniger offen sein dürfen (O- für eine niedrig ausge­prägte Offen­heit), was sich mit meiner prak­ti­schen Erfah­rung wenig deckt.

Und ist es nicht so, dass der Jurist mit jedweder (intro- und extro­ver­tierten) Persön­lich­keit ein passendes Einsatz­feld finden kann, sofern er sich für Recht über­haupt inter­es­siert — ähnlich wie die Jour­na­listin, der Unter­nehmer, die Mana­gerin…?  Gut, bleibt zu hoffen, dass Führungs­kräfte, die mit dem Big Five arbeiten, eine ausrei­chend kriti­sche Distanz und genü­gend Urtei­lungs­ver­mögen besitzen. Das müsste man aber erst mal testen 😉

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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19 Kommen­tare

  1. Heiko Hoep­pener 4. Mai 2012 at 10:53 — Reply

    Erst einmal, vielen Dank für Ihren Selbst­ver­such Frau Hofert!

    Schön, dass Sie sich in vielen Teil­ergeb­nissen wieder­finden und eben auch in manchen nicht!

    Genau darum sollte es bei einem Test­ver­fahren nämlich eben­falls gehen, die Ergeb­nisse mit dem Kandi­daten zu bespre­chen. Nur so kann man in der Perso­nal­aus­wahl stel­len­spe­zi­fi­sche Anfor­de­rungen hinter­fragen bzw. klären und in der Perso­nal­ent­wick­lung die rich­tigen und wich­tigen Entwick­lungs­felder bestimmen.

    Die Inter­pre­ta­ti­ons­hilfen aus dem pop-up Bild sind übri­gens ein Auszug aus unserem Leit­faden „Coaching for beha­vior and results“. Dieser Leit­faden bietet sowohl Hilfe zur Inter­pre­ta­tion, wie auch hand­lungs­ori­en­tierte Maßnahmen zur Entwick­lung einer Kompe­tenz.

  2. Heiko Hoep­pener 4. Mai 2012 at 11:03 — Reply

    Ach so, voll­kommen richtig finde ich außerdem Ihren kriti­schen Stand­punkt zur Typi­sie­rung!
    Genau dem wollen wir mit dem Big Five ja entge­gen­wirken, inso­fern sollte man den Berufs­emp­feh­lungen aus dem Buch nicht zu viel Gewicht beimessen bzw. wie Sie ange­merkt haben hoffen, dass dieje­nigen genug kriti­sche Distanz mitbringen.

  3. Svenja Hofert 4. Mai 2012 at 15:48 — Reply

    Danke für die Ergän­zungen Herr Hoep­pener. Das mit den Berufs­emp­feh­lungen findet man ja überall (außer beim Reiss-Test, wir spra­chen darüber). Ich bin da aller­gisch, weil wir so viele Kunden hatten, die z.B. nach Geva-Test-Empfeh­­lung studiert haben und die Entschei­dung am Ende bereuten, weil sie falsch gewesen ist.… Bei einige Berufen, das sehe ich auch, gibt es wenig Spiel­raum. So soll der Pilot unbe­dingt einen nied­rigen Neuro­ti­zismus haben. Aber das mit der Extra­ver­triert­heit ist disku­tierbar, da diese ja auch Facetten hat. LG SH

  4. Enrico Brie­gert 4. Mai 2012 at 20:11 — Reply

    Hallo Frau Hofert,

    habe letz­tens gelesen, dass hohe Werte für Neuro­ti­zismus (im Big 5) die Anfäl­lig­keit dieser Person für Burnout erhöhen. Wie ist Ihre Einschät­zung hierzu?

    LG, Enrico Brie­gert

  5. Svenja Hofert 5. Mai 2012 at 14:13 — Reply

    Hallo Herr brie­gert, meine Erfah­rungen mit dem Reiss Profile sind sehr viel umfang­rei­cher — und da lässt sich eindeutig sagen, dass hohe Aner­ken­nung (korre­liert even­tuell mit hoher Gewis­sen­haf­tig­keit im Big5 — das müsste Lars Lorber wissen) und hohe emotio­nale Ruhe (im Big5 durch Neuro­ti­zismus abge­bildet) mit Burnout-Dispo­­si­­tion einher gehen. Das sagt Prof. Steven Reiss und das sehe ich bei Kunden bestä­tigt. Es liegt daran, dass jemand mit hoher Aner­ken­nung dazu neigt, alles perfekt machen zu wollen und sich sehr stark an anderen und deren Anfor­de­rungen ausrichtet. Emotio­nale Ruhe/Neurotizismus wiederum sorgen dafür, dass sich jemand mehr Sorgen macht (oder über­haupt Gedanken). Viel­leicht meldet sich dazu noch jemand von den Big5-Profis zu Wort? LG SH

    • Lars Lorber 6. Mai 2012 at 12:06 — Reply

      Dem kann ich eigent­lich nichts mehr hinzu­fügen 😉
      Ja, Aner­ken­nung korre­liert mit Gewis­sen­haf­tig­keit und Menschen mit hohem Neuro­ti­zismus neigen stärker zu Burnout als andere bzw. umge­kehrt. Viele Faktoren von Burnout (z.B. Frus­tra­tion) sind ja auch Teile von hohem Neuro­ti­zismus.

      Der Big Five Test den Sie gemacht haben Frau Hofert, ist übri­gens eine Version von Howard J. Pierce. Die Unterkategorien/Facetten der fünf Eigen­schaften sind dort nicht die glei­chen wie bei der wissen­schaft­li­chen Version des NEO-FFi von Costa und McCrae (wenn auch größ­ten­teils recht ähnlich, aber die Unter­ka­te­gorie Takt­ge­fühl gibt es bei den original Big Five z.B. nicht).
      Der Test von Pierce ist mehr auf Zugäng­lich­keit und Busi­­ness-Taug­­lich­keit ange­passt.

  6. Enrico Brie­gert 5. Mai 2012 at 16:12 — Reply

    Danke!

  7. Svenja Hofert 7. Mai 2012 at 10:01 — Reply

    Hallo Herr Lorber, danke für das State­ment! Ich finde das Reiss-Profil ist eine Top-Ergän­­zung zu den Big5, da man hier sieht, woraus ein Verhalten resul­tiert, z.B. Perfek­tio­nismus eben häufig aus Aner­ken­nung (und dies wiederum kann in den Burnout führen). Das Problem, das ich sehe, ist, dass z.B. Menschen mit hoher Aner­ken­nung ideale Mitar­beiter sind, weil sie sich für einen aufreiben. Der Big5 testet das als Gewis­­sen­haf­­ti­g­kei­­t/­N­eu­ro­­ti­­zismus-Mix. Wir suchen nach solchen Menschen, beson­ders gern in Assis­tenz­po­si­tionen oder dort, wo ordent­lich was wegzu­schaffen ist. Das ist ein ziem­li­cher Konflikt für die Perso­nal­aus­wahl finde ich. … Denn damit bevor­zugen wir Burnout-präde­s­ti­­nierte Leute, auch um uns selbst das Leben leicht zu machen. Ich frage mich manchmal, wie eigent­lich gemessen wird, dass jemand mit einer bestimmten Ausprä­gung im big5 in bestimmten Posi­tionen erfolg­reich ist. Was ist die Bench­mark? LG Svenja Hofert

  8. […] Big5 ist der welt­weit bekann­teste und am meisten verbrei­tete berufs­be­zo­gene Test. Viele Firmen arbeiten […]

  9. Heiko Hoep­pener 7. Mai 2012 at 17:44 — Reply

    Burnout:
    Ich schließe mich den Meinungen von Fr. Hofert und Hr. Lorber an.
    Bei der allei­nigen Betrach­tung des Faktors N möchte ich hier noch anmerken, dass man insbe­son­dere „sehr hohe“ Werte beachten muss!
    Das gilt eigent­lich für alle Faktoren, bei extreme Werte in den Berei­chen von 7% sollte man hierauf ein beson­deres Augen­merk legen und diesen Wert mit der Person beson­ders detail­liert bespre­chen (also wenn nur 7% der zum Vergleich heran­ge­zo­genen Norm­gruppe einen ähnli­chen Wert haben — sowohl linke wie auch rechte Ausprä­gung).

    Ein weiterer Hinweis auf eine Burnout Gefähr­dung könnte der Vergleich Anfor­de­rungs­profil und Persön­lich­keit liefern.
    Wenn mir etwas schwer fällt, weil es nicht zu meiner Persön­lich­keit passt, stresst es mich auch mehr. Auf Dauer ist das sicher­lich ein Aspekt, der in entspre­chenden Situa­tionen eben­falls berück­sich­tigt werden sollte.

    Facette Takt­ge­fühl:
    Herr Lorber, Frau Hofert hat den Reflector Big Five Perso­na­lity gemacht, nicht den Work­place Big Five nach Howard & Howard (Pierce ist der Vorname). Der eben­falls wissen­schaft­lich fundierte Reflector Big Five Perso­na­lity basiert auf dem Work­place Big Five, weist aber eben auch einige Weiter­ent­wick­lungen auf. Z.B. die von Ihnen ange­spro­chene Facette E6 „Takt­ge­fühl“ des Work­place Big Five entspricht im Reflector Big Five der Facette A5 „Takt“. Im klas­si­schen NEO gibt es diese Facette meines Wissens nach jedoch auch und entspricht der Facette A2 „Frei­mü­tig­keit“. Im Reflector Big Five wurde sie also analog zum NEO wieder im Faktor Umgäng­lich­keit unter­ge­bracht.

    Bench­mark:
    Da frage ich mal bei den Kollegen nach …

    • Lars Lorber 9. Mai 2012 at 11:46 — Reply

      Danke für die Klar­stel­lung. Hatte mich beim Work­place Big Five immer gewun­dert warum Takt­ge­fühl bei Extra­ver­sion steht, denn das hat keinen Zusam­men­hang. bei Umgäng­lich­keit macht das nun wesent­lich mehr Sinn.

  10. Burk­hard Reddel 7. Mai 2012 at 19:10 — Reply

    Guten Abend Alle zusammen,

    diese Diskus­sion ist mir zu Exper­ten­lastig. Schade,
    Da kann ein Laie nicht mitreden.
    Gruß B.RE

    • Heiko Hoep­pener 9. Mai 2012 at 16:08 — Reply

      Guten Tag Herr Reddel,
      da haben wir uns wohl etwas verga­lop­piert…
      Geben Sie uns noch eine Chance?
      Gern kann ich Ihnen z.B. kommen­tierte Auszüge aus unserem Bericht senden, dann ist das sicher­lich besser nach­zu­voll­ziehen.

  11. Manfre Eckert 19. August 2012 at 13:42 — Reply

    Hallo Frau Hofert, ich habe schon einige dieser Test für mich selbst durch­ge­führt: Bolles, Explorix, RIASEC, Typen­test. Diese Test scheinen für die Berufs­aus­wahl und für die HR-Abtei­­lung zur Findung neuer Mitar­bei­tern geeignet zu sein. Frage 1: gibt es auch Test, die fest­stellen, ob man für eine Selb­stän­digte / Frei­be­ruf­liche Tätig­keit geeignet ist?
    Frage 2: wenn solche Test bei Firmen einge­setzt werden: wie ist das Verhältnis dieser Test­fragen gegen­über dem Schutz der Privat­sphäre, dem Daten­schutz oder dem Grund­ge­setz Artikel 3.3 niemand darf wegen seiner reli­giösen und poli­ti­schen Anschau­ungen benach­tei­ligt werden?

  12. Manfred Eckert 19. August 2012 at 13:47 — Reply

    Hallo Frau Hofert, ich habe schon einige dieser Test für mich selbst durch­ge­führt: Bolles, Explorix, RIASEC, Typen­test. Diese Test scheinen für die Berufs­aus­wahl und für die HR-Abtei­­lung zur Findung neuer Mitar­bei­tern geeignet zu sein. Frage 1: gibt es auch Test, die fest­stellen, ob man für eine Selb­stän­digte / Frei­be­ruf­liche Tätig­keit geeignet ist?
    Frage 2: wenn solche Test bei Firmen einge­setzt werden: wie lassen sich diese Test­fragen mit dem Schutz der Privat­sphäre, dem Daten­schutz oder dem Grund­ge­setz Artikel 3.3 “niemand darf wegen seiner reli­giösen und poli­ti­schen Anschau­ungen benach­tei­ligt werden” vereinen?

    • Svenja Hofert 20. August 2012 at 14:10 — Reply

      Die Tests sind nur sehr bedingt zur Berufs­wahl geeignet, insbe­son­dere von Explorix halte ich nichts. Sie eignen sich, um mit einer Person weiter ins Gespräch zu kommen und bei der Selbst­ein­schät­zung. Ich würde den MBTI eher nicht als Perso­nal­in­stru­ment empfehlen, Big5 scheint mir passender. Selbst­stän­dig­keit: Da es so viele unter­schied­liche Formen gibt, selbst­ständig zu arbeiten, ist ein Test hier nur bedingt geeignet. Im von mir einge­setzten Reiss-Test könnte man z.B. im Wert emotio­nale Ruhe sehen, ob jemand stabil genug ist, um Unsi­cher­heit auszu­halten — aber ein sicherer Indi­kator ist das nicht. Auch haben Extra­ver­tierte es tenden­ziell leichter als Unter­nehmer. Privat­sphäre: Die Tests sind ja frei­willig und sollten maximal berufs­be­zogen sein, deshalb halte ich mehr vom Big5. Für die Karrie­re­be­ra­tung sind dagegen ganz­heit­liche Aussagen wie Sie der Reiss-Test trifft besser.
      LG Svenja Hofert

  13. […] Tests? Bei den Big Five sind es wie im vorhe­rigen Abschnitt beschrieben die beiden Eigen­schaften Verträg­lich­keit und […]

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