Kate­go­rien

Face­book, ich komme (Social-Media-Expe­ri­­ment Teil 2)

Published On: 14. Januar 2011Cate­go­ries: Mensch & Orga­ni­sa­tion

Zwischen­zeit­lich habe ich auch meine Face­­book-Unter­­neh­­mens­­seite aufge­baut  und dort „Fans“ gewonnen. Es macht Spaß zu sehen, wie einer nach dem anderen dazu kommt und die eine oder andere Diskus­sion entsteht. Beim „Face­­book-Fan-Aufbau“ ist mir leider das passiert, was vielen  passiert, die Social Media outsourcen und manchmal auch jenen, die alles selber machen: Éine Mitar­bei­terin hat trotz Schu­lung und schrift­li­cher Anlei­tung den falschen Knopf bei Xing gedrückt. So sind Einla­dungen  mit einem persön­li­chen Duz-Einla­­dungs­­stan­­dar­d­­text an Personen gegangen, die ich sieze und nicht privat, sondern aus Semi­naren oder anderen Zusam­men­hängen kenne. Glück­li­cher­weise konnten wir die Mails noch stoppen, so dass die Einla­dung nur an einen kleinen Teil meiner Kontakte gegangen ist. Trotzdem unan­ge­nehm. Falls dies jemand liest, der so eine Mail bekommen hat: Sorry  für die private Ansprache. Ich duze mich mit einigen Kollegen, aber mit Kunden  und Semi­nar­teil­neh­mern nur, wenn wir uns gemeinsam dazu entschieden haben. Das hat sich so bewährt und soll auch so bleiben 😉

Damit anderen dieser Fehler nicht passiert, sollten Sie wissen, dass es bei Face­book zwei Profile gibt: eines für Orga­ni­sa­tionen und Personen des öffent­li­chen Bebens, z.B. Bands oder Buch­au­toren und eines für Privat­leute. Über den privaten Account können Sie mit einem so genannten Friends­finder einladen – und genau dieser sollte bitte tabu sein, siehe oben. Über den öffent­li­chen Account können Sie private Kontakte und andere FB-Mitglieder gezielt einladen. Das ist die rich­tige Vari­ante und nur die sollte von Firmen und “Personen des öffent­li­chen Lebens” genutzt werden. Eine frühere Marke­ting­funk­tion von Face­book, die ein Anschreiben von Nicht-FB-Kontakten (die aber einen Account haben) für dieses Unter­neh­mensr­profil ermög­lichte, ist derzeit nicht akti­viert.

Alt: Twitter

Sie wollen wissen, wie es weiter­ging mit Twitter? Ich bin derzeit bei 575 Follo­wern und einer Klout von 36 — täglich kommen einige neue Follower dazu, aber ich merke, dass meine Zeit für mehrere Postings am Tag einfach nicht ausreicht. Deshalb bin ich nach wie vor “Explorer”. Aufgrund der Erfah­rungen der letzten Wochen habe ich meine Ziele korri­giert.  Ich will nicht mehr 5.000 Follower bis zum Früh­jahr, denn dafür müsste ich entweder sehr viel Energie in diesen Account stecken oder Follower in Massen „einkaufen“ (5.000 Follower etwa kosten beim Twitt­coach Stefan Berns 700 EUR).  Das mag für manche Zwecke des Marke­tings sinn­voll sein, für meine im Moment nicht. Wenn Sie mir trotzdem folgen mögen – gern: www.twitter.com/svenjahofert.

Kommentar, 2 Jahre später:

Face­book: Ich stelle fest, dass es sowohl meine „Freunde“ und Fans als auch ich selbst es extrem schwierig finden, zwischen den Profilen der öffent­li­chen und der privaten Svenja Hofert zu unter­scheiden. Man muss ständig zwischen Iden­ti­täten wech­seln. Deshalb würde ich Perso­nen­marken, die auf Face­book aktiv sein wollen, inzwi­schen raten, erst einmal stra­te­gisch zu entscheiden, ob sie nicht ihr Perso­nen­profil auch für Leser, Vortrags­teil­nehmer etc. frei­geben. Alter­nativ würde ich eher eine Seite für ein Unter­nehmen oder eine Produkt­marke, z.B. ein Buch machen. Denn der Aufbau von Face­book­seiten ohne richtig gutes Fanbin­dungs­kon­zept ist extrem schwierig geworden. Die Besu­cher der Seite müssen halt nicht Fans werden, um Inhalte zu lesen oder Beiträge zu kommen­tieren, deshalb werden es viele nicht. Nur mit einem beson­deren Inhalt – bei mir sind es derzeit die Commu­­nity-Tests der KEXPA-Selb­st­­lern­­kurse – geht es noch. Alter­nativ ist man sehr, sehr bekannt.

Twitter: Inzwi­schen ist mein dama­liger KLOUT-Score von 36 unter­durch­schnitt­lich – 40 ist der Durch­schnitt, wobei dieser anschei­nend inter­na­tional gilt und nicht für Deutsch­land. Sonst sind nach wie vor gute Tipps in dem Artikel, der beste: Keine Follower kaufen. Wer Ihnen das empfiehlt ist ein schlechter Berater.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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4 Kommen­tare

  1. Svenja Hofert 14. Januar 2011 at 22:26 — Reply

    Da fällt mir grad diese Ankün­di­gung eines Semi­nars Social Media mit Klaus Eck in die Hände — hingehen: http://www.bdu.de/index.cfm?fuseaction=Terminkalender.EventDetail&eventID=226

  2. Renate Brokel­mann 17. Januar 2011 at 16:46 — Reply

    Hallo Frau Hofert,

    ich habe noch nie eine Mail von Face­book erhalten, in der ich gesiezt wurde 😉 Wenn man mit Face­book Busi­­ness-Networ­king betreiben möchte, so muss man daran denken, dass dies nicht die ursprüng­liche Ausrich­tung der Platt­form war. Anders als Xing ist Face­book auf den privaten Freun­des­kreis ausge­legt d.h. es geht primär darum, mit seinen Freunden in Kontakt zu bleiben und Infor­ma­tionen — wie bspw. Bilder — auszu­tau­schen. Und so gesehen ist das stan­dard­mä­ßige Duzen ok. Nach­richten wie Einla­dungen oder Seiten­emp­feh­lungen, die über die Platt­form versendet werden, haben schon einen Stan­dard­text, auf den man keinen Einfluss nehmen kann — und der ist in der Regel in der Du-Form formu­liert.
    Viele Unter­nehmen duzen ihre “Fans” auf den Fanpages — sie passen sich eben dem Sprach­ge­brauch an. Ob man das selbst auch so machen möchte oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Einen inter­es­santen Artikel zu dem Dilemma gibt’s unter http://www.sueddeutsche.de/leben/die-richtige-anrede-du-frau-merkel‑1.1046663

    Viele Grüße
    Renate Brokel­mann

  3. […] Teil 2, das Social Media-Expe­ri­­ment […]

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