Kate­go­rien

Meister in Serie: Der Weg in die Karriere-Master­class

Published On: 8. April 2012Cate­go­ries: Führung

Wie werden sich Karrieren in Zukunft entwi­ckeln? In den 50 Words, die ich vor einigen Wochen ange­stoßen habe und die u.a. von Change‑X und Patrick Scheuerer aufge­griffen worden sind, kommt der Begriff “Lebens­un­ter­nehmer” vor. Meines Erach­tens müsste er viel zentraler sein als er es in der Bewer­tung derzeit ist. Denn Lebens­un­ter­nehmer heißt nichts anders als sich selbst zu steuern, unter anderem auch durch seine beruf­liche Lauf­bahn. Das Erfolgs­kon­zept dabei ist es, sich seine Lebens­themen eigen­ständig nach Leiden­schaft, aber auch Zukunfts­re­le­vanz, zu suchen. In meinem Buch “Am besten wirst du Arzt” stelle ich die These auf, dass in Zukunft nicht ein Beruf, sondern ein Thema die Exis­tenz sichern wird. Die geniale Lynda Gratton, eine der wenigen weib­li­chen Vordenker, hat diese These mit ihrem Buch “The Shift” wissen­schaft­lich bestä­tigt. Sie nutzt dazu die Bezeich­nung “Meister in Serie”. Der Begriff spie­gelt, was in der neuen Arbeits­welt verlangt wird: Meis­ter­schaft in einem Thema reicht nicht mehr wie bei unseren Eltern ein Leben lang, sondern baut sich immer wieder neu auf. Dabei können sich neue Themen aus dem alten entwi­ckeln oder aber komplett neu aufbauen. Ich habe dieses Modell einmal mit drei Themen­ge­bieten durch­ge­spielt: Perso­nal­ent­wick­lung, Grafik­de­sign und Medi­zin­technik. Weiterhin habe ich die Stun­den­zahl, die man braucht, um Meis­ter­schaft zu erlangen, dazu gerechnet. Grund­lage ist hier die so genannte 10.000-Stunden-Regel. Um wirk­lich zu sagen “Ich kann´s” ist diese Zeit  mindes­tens notwendig — nicht ohne Grund umfasst ein Bache­lor­stu­dium bis zu 7.000 und ein Master bis zu 3.000 Stunden. Ich habe die Idee des Meis­ters in Serie — als Proto­typen des Lebens­un­ter­neh­mers — einmal grafisch aufbe­reitet:

Eine Karriere von morgen sieht so aus.…

10.000 Stunden bis zur Meis­ter­schaft — und ca. 3.000 für jede größere Verän­de­rung

Beispiel Meister in Serie Perso­nal­ent­wick­lung

Beispiel Meister in Serie Grafik­de­sign

Beispiel: Meister in Serie Medi­zin­technik

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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2 Kommen­tare

  1. Josef 9. April 2012 at 7:15 — Reply

    Hallo,

    10000 Studen sind schon sehr viel. Die meisten werden es in dieser Zeit in der Regel schon schaffen meis­ter­lich zu werden. Dies wird aber eine Regel mit einigen Ausnahmen sein. Es gibt Leute die werden bestimmte Sachen auch in 100 000 Stunden nicht lernen. Dann gibt es auch noch die Talente, die in viel kürzerer Zeit lernen, was andere in der doppelten Zeit nicht schaffen.

    freund­liche Grüße
    Josef

  2. Svenja Hofert 9. April 2012 at 13:27 — Reply

    Hallo Josef,
    Zeit ist sicher kein Lern­erfolgs­messer. Aber gesetzt der Fall, wir haben es mit durch­schnitt­t­li­cher bis über­durch­schnitt­li­cher Begeis­te­rung für ein Thema zu tun, denke ich schon, dass man in vielen Berei­chen 10.000 Stunden braucht 😉 Bei unter­durch­schnitt­li­cher reichen auch 100.000 Stunden nicht… LG SH

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