Kate­go­rien

Not macht nicht erfin­de­risch: Warum es freche Perso­naler gar nicht geben kann

Published On: 18. März 2014Cate­go­ries: Mensch & Orga­ni­sa­tion

Not macht über­haupt nicht erfin­de­risch. DPD sucht gerade einen Key Account Manager E‑Commerce, also jemand der schon ein biss­chen was drauf haben sollte:

„Zur Verstär­kung unseres Teams suchen wir für den Bereich Key Account Manage­ment am Standort Aschaf­fen­burg schnellst­mög­lich einen XY“.

MS Office

MS Office

Dann folgt: lange Liste von Anfor­de­rungen. Geboten wird: nichts, weder inhalt­lich noch visuell. Außer ein unra­siertes männ­li­ches Model, was impli­ziert, dass eine Frau hier wohl nicht so gern gesehen ist. Trotz –in.

Können Perso­naler kreativ sein? Da habe ich zuneh­mend Zweifel. Viele nehmen das „Manage­ment“ wört­lich und verwalten eher als dass sie frischen Wind einbringen. Deshalb sagt Professor: Armin Trost in seinem Vorwort zu Jörg Buck­manns Buch „Einstel­lungs­sache: Perso­nal­ge­win­nung mit Frechmut und Können“, dass er Perso­nal­ma­nager nicht mag. Eigent­lich nicht nett. Aber doch begründet? Sind Perso­nal­ma­nager Lang­weiler?

 

MS Office

MS Office

Können Perso­naler mutig sein? Die Persön­lich­keit eines typi­schen Perso­nal­re­fe­renten, Perso­nal­ma­na­gers oder auch HR-Gene­ra­­lists und auch HR-Busi­­ness Partner unter­scheidet sich mögli­cher­weise grund­le­gend von der eines Perso­nal­mar­keters. Während der eine eher daran inter­es­siert ist, seine Sache vorbild­lich, effi­zient und im Rahmen der Vorgaben zu machen, alter­nativ nah am Menschen orien­tiert ist, ist der andere bestrebt, NEUES zu schaffen und zu ermög­li­chen. Ich vermute, dass man bei einem Big-Five-Test fest­stellen könnte: Perso­nal­mar­keter sind im Durch­schnitt offener und weniger verträg­lich. Sie könnten auch narziss­ti­scher sein, erst recht wenn sie schrei­bend unter­wegs sind. Die meisten Buch­au­toren sind ein biss­chen Narziss­tisch. Ist auch nichts Schlimmes. Sie stehen damit den Marke­­ting- und Kommu­ni­ka­ti­ons­leuten näher als den HRlern. Schauen Sie sich die aktivsten Twit­terer und besten Blogger an, es sind sehr oft Leute mit (Personal-)Marketinghintergrund oder gelernte Kommu­ni­ka­toren. Ich schließe bin ja auch so eine, aus der Kommu­ni­ka­tion kommend und über die interne Kommu­ni­ka­tion letzt­end­lich zum Perso­nal­thema gesprungen. Zu wissen wie man mit Medien umgeht, ist als Schreiber natür­lich ein Vorteil. Zählen Sie die Coachs und Berater mal durch, die Nennens­wertes publi­zieren. Fast alles gelernte oder erprobte Kommu­ni­ka­toren, vor allem gilt das für jene, die in multi­me­dialen Zeiten groß geworden sind, weniger für die, die in den 1990er gestartet sind.

Weil Perso­nal­mar­keter respek­tive Employer Brander eben ein wenig mehr Selbst­liebe pflegen als vermut­lich der Durch­schnitt der Perso­nal­branche, schreiben sie viele Blogs, Bücher und twit­tern wie wild. Weil sie wissen, dass nur auffällt, gemerkt und geliebt wird wer Dinge anders sieht und macht, beziehen sie stra­te­gisch Gegen­po­si­tionen, schimpfen nett oder weniger nett mit den Perso­nal­ma­na­gern und sind bestrebt, ihnen etwas beibringen. Können sie auch meist — aus dem oben beschrie­benen Grund.

Ich würde soweit gehen zusagen, dass es Beziehungs‑, Orga­­ni­­sa­­tions- und Kommu­ni­ka­ti­ons­men­schen gibt, wahr­schein­lich spielen hier auch unter­schied­liche Motive eine Rolle: Anschluss­motiv bei Bezie­hungs­typen, Macht­motiv bei Orga­ni­sa­toren und Leis­tungs­motiv bei Kommu­ni­ka­toren. Könnte sein. Perso­nal­ma­nager jeden­falls sind meist keine Kommu­ni­ka­ti­ons­men­schen, deshalb schreiben sie so schreck­liche Anzei­gen­texte wie, siehe oben. Oder lassen schreiben. Sie reiben sich auch nicht so gern. Eigent­lich möchten sie es eher mindes­tens dem Chef recht machen. Und recht machen und erfolg­reiche Kommu­ni­ka­tion nach außen passen nicht so recht zusammen.

Im Buch zitiert Buck­mann Perso­na­le­rikone Hans-Chris­­toph Kürn von Siemens, der schon 2004 in meiner ersten Auflage meiner „Praxis­mappe für die krea­tive Bewer­bung“ mit unkon­ven­tio­nellen State­ments auffiel. Hab mich damals sehr gewun­dert, warum er mich nicht bat, die Siemens-Pres­­se­a­b­­tei­­lung zu kontak­tieren. War mir sehr sympa­thisch, denn ange­stellte Pres­se­kom­mu­ni­ka­toren machen aus Kartof­feln Brei.

Kürn wird vorge­stellt als eine  Art HR-Revo­luzzer, der einfach MACHT, vor voll­endete Tatsa­chen stellt und nicht fragt. Das erin­nert er mich ein wenig an Guenter Duecks „Das Neue und seine Feinde“. Dueck sagt das auch: nicht lange fackeln, Tatsa­chen schaffen. Dazu muss man aller­dings in einer gewissen Posi­tion sein, Prak­ti­kanten sollten vorsichtig sein, wobei… Frech­heit siegt. Warum es so wenig weib­liche Revo­luzzer gibt? Die Mehr­zahl der Perso­naler sind weib­lich, und Frauen sind seltener Revo­luzzer. Oder fallen Ihnen nach Jeanne d´arc noch viele ein, und selbst die soll ja eigent­lich ein Kerl gewesen sein.

Liebe Frauen, traut euch doch ein wenig mehr, möchte ich da sagen. Bringt doch auch so eine ordent­liche Portion Frechmut auf, diese von Buck­mann erfun­dene Mischung aus krea­tiver Frech­heit zu machen.

Sowas ist jeden­falls nicht frech­mutig:

 „Es erwarten Sie umfas­sende Sozi­al­leis­tungen, regel­mä­ßige Weiter­bil­dungen, inter­es­sante Karrie­re­mög­lich­keiten sowie eine ange­mes­sene Vergü­tung.“

Zum Buch: Dies wird keine Rezen­sion, weil es ein Fach­buch ist und irgendwie nicht mit Werken wie Martin Gaedts “Mythos Fach­kräfte” oder Guenter Duecks „Neues“ vergleichbar ist. Das wäre als würde man einen Schrank mit Holz verglei­chen, ja, und jetzt denken Sie mal an die Fragen in IQ-Tests „ wie verhält sich X zu Y“ und über­legen Sie, was ich damit wohl meine.

Ich bin aber auch nicht die Ziel­gruppe des Buchs, dazu stecke ich zu tief drin. Lesen sollten es Leute, die oben stehende Anzei­gen­aus­schnitte verant­worten. Und zwar drin­gend. Und dann sollten Sie ein paar frech­mu­tige Dienst­leister beauf­tragen. Und bitte kein HR-Washing betreiben.

Am besten geben Perso­naler das Thema in die Hände von Leuten, die über die interne Kommu­ni­ka­tion, den Jour­na­lismus oder das Marke­ting in den Perso­nal­be­reich kommen. Die haben einfach oft bessere Ideen. In deren Selbst­ver­ständnis ist Krea­ti­vität stärker veran­kert. Die haben Kommu­ni­ka­tion besten­falls gelernt, und das ist ein Riesen­un­ter­schied zu Auto­di­dakten.  Ich komme gerade von einem Trai­ning bei Burda. Was für begna­dete Ideen­schmieder gibt es in so einem Kontext!  Die produ­zieren Ideen und texten in Minuten punkt­genau und aufmerk­sam­keits­stark. Selten schafft das in dieser Qualität jemand, der sich über ein Studium Perso­nal­ma­nage­ment langsam hoch­ge­ar­beitet hat und den grad­li­nigen Perso­nalweg gegangen ist. Trotzdem sind die Türen zwischen Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion, Marke­ting und Personal seltsam verschlossen und ohne Durch­gänge. Zumal dieses Employer Bran­ding auch nicht so richtig weiß, wo es eigent­lich ando­cken will und was es mit Reten­tion Manage­ment zu tun hat oder auch nicht. Man könnte wenigs­tens Aufträge raus­geben, die natür­lich keine reinen Text­auf­träge sein können, denn jedes Stel­len­in­serat muss die Werte des Unter­neh­mens atmen.

Perso­nal­be­rater, Head­hunter also, sind übri­gens noch schlimmer. Sie formu­lieren ober­fläch­lich und anstatt leser­zen­triert adres­sen­ab­sen­der­fo­kus­siert: „für einen im Schwarz­wald ansäs­sigen Kunden aus dem Elek­tronik­be­reiche“. Was bietet dieser Kunde? Warum sollte ich für ihn arbeiten? Diese Infor­ma­tionen hält man lieber geheim. Könnte ja sein, dass man sofort weiß, um welches Unter­nehmen es geht. Und das geht ja nicht. Anstatt ich mir mal neue Geschäfts­mo­delle über­lege, mache ich einfach weiter wie immer und lasse mich mal von der Demo­gra­fie­welle über­rollen.

buckmannAch ja: Das Buch ist liebe­voll geschrieben und hat im ersten Teil auch eine nach­voll­zieh­bare und klare Struktur. Aber ganz ehrlich, ich hätte mir gewünscht, Herr Buck­mann hätte  bei Seite 60 aufge­hört, 40 Seiten hinzu­ge­fügt und SEIN Buch daraus gemacht. Ich hätte mir konkrete Tipps gewünscht, aus seiner Zauber­kiste und nicht aus der von anderen. Denn so sehr ich die Kollegen Henner Knaben­reich (ein wirk­lich begna­deter Lang­stre­cken­schreiber), Marcus Fischer und Gero Hesse schätze — sie wären in diesem Buch schlichtweg nicht nötig gewesen. Sammel­bände sind immer schwierig, weil jeder Autor halt ein Indi­vi­duum ist. Und dann machen einige Werbung in eigener Sache und andere bieten echten Infor­ma­ti­ons­wert – unterm Strich ist die Gesamt­note damit meist schlechter als die Einzel­leis­tung. Ich kann mir die Bemer­kung auch nicht verkneifen, dass die Gestal­tung unüber­sicht­lich ist. Was ist eine Über­schrift erster, was eine zweiter Ebene? Ich hab mich etwas verloren gefühlt. Ja, und das Springer-Cover – echt nicht frech­mutig! Für mich wäre das ein Grund, im Zweifel lieber wie Nils Pflä­ging ein schi­ckes BOD zu machen…   Wäre auch mal frech­mutig.

Beitrag teilen:

Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

Folgen Sie mir gerne auf Youtube und wenn Sie nichts verpassen wollen auch bei Linkedin.

 

13 Kommen­tare

  1. Jörg Buck­mann 18. März 2014 at 10:28 — Reply

    Grüezi Frau Hofert,

    ich danke Ihnen für Ihr diffe­ren­ziertes und ehrli­ches Feed­back. Als “Jung­autor” nehme ich mir vor allem die kriti­schen Punkte gerne zu Herzen. Ihr Stirn­run­zeln in Bezug auf die Gestal­tung und die (Unter-) Titel kann ich sehr gut nach­voll­ziehen, da kann ich noch zulegen und viel lernen, ich gebe es gerne zu.

    Bei den 13 Gast- bzw. Praxis­bei­trägen — da kann man sicher unter­schied­li­cher Meinung sein. Meine Inten­tion war, den Lese­rinnen oder Lesern Inspi­ra­tionen und möglichst konkrete Ansatz­punkte für Verbes­se­rungen in ihrem eigenen HR-Alltag zu geben. Dass dabei unter­schied­lich viel “mitge­nommen” werden kann, ist mir klar und abhängig vom Wissen und dem beruf­li­chen Kontext — daher ist der Nutzen des Praxis­teils für Sie aufgrund der tiefen Kennt­nisse der Materie natür­lich weniger gross. Das leuchtet mir ein.

    Merci vielmal, dass Sie sich die Zeit genommen haben. Und dank ihrem Frechmut-Tipp, weiss ich jetzt auch, was BOD ist…

    Herz­liche Grüsse aus Zürich und “uf wieder­luege”

    Jörg Buck­mann

    • Svenja Hofert 18. März 2014 at 10:37 — Reply

      Hallo Herr Buck­mann, da bin ich aber froh. Ich bin so eine, ich sehe einfach immer zugleich das Gute und auch das, was sich verbes­sern lässt. Ich fand Ihre Seiten wirk­lich gut, sehr inter­es­sant und infor­mativ, aber hätte mehr lesen wollen aus Ihrer persön­li­chen Erfah­rung. Sonst warte ich gespannt auf das Buch von Herrn Knaben­reich ;-), das kann nur gut werden.
      Ach ja, und Erst­au­toren: Ich habe Bücher geschrieben, für die ich mich im Nach­hinein wirk­lich schäme, äußer­lich und auch manchmal innen drin. Und die Gestal­tung war auch oft um Heulen. Mir ist klar, dass man da als Autor wenig machen kann. Da ärgere ich mich auch immer mit rum. LG Svenja Hofert

  2. Thomas Zahlten 18. März 2014 at 12:41 — Reply

    Super Kommentar. Kann ich nur zustimmen und auch das Thema des Buches war schon lange über­fällig mal gesagt zu werden, die Frage ist, wie lange es dauert das alles ‘Umzu­krem­peln’, wenn Perso­naler weiterhin blockieren und oft fernab von Inno­va­tion, Mut und Frech­heit sind…?

    All zu oft habe ich in den letzten 14 Jahren Kandi­daten am HR Manager vorbei, nur durch Hilfe des GM oder CEO plat­zieren können und ‘of Wunder’ die Kandi­daten haben immer super performed, ganz entgegen der Bedenken der Perso­naler, aber genau deswegen mag man ja uns ‘Freche’ Head­hunter nicht, weil wir oft OUT of the Box denken und eben kein Perso­naler Studium haben, aber dafür Sozi­al­kom­pe­tenz und Krea­ti­vität ;-).
    Schönen Tag aus Wien wünscht, der Mr. BREADHUNTER,

    Thomas Zahlten

  3. Henner Knaben­reich 18. März 2014 at 14:14 — Reply

    Liebe Frau Hofert,
    zunächst einmal fühle ich mich natür­lich gebauch­pin­selt und freue mich, dass Sie mir da so viel zutrauen 🙂
    Aber in einem Punkt muss ich Ihnen zustimmen: Auch ich hätte mir (all meinem Ego zum Trotz) gewünscht, wir hätten mehr aus Herrn Buck­manns Feder lesen dürfen. Er ist ein begna­detes Autoren­na­tur­ta­lent und versteht es, poin­tiert und fundiert zu schreiben. Gegen seine Kapitel fallen einfach alle anderen (meins einge­schlossen) ab.

    Was die Aussage angeht, dass es freche Perso­naler nicht geben kann, möchte ich Ihnen aber wider­spre­chen. Zumin­dest beweisen einige Bewer­bungen, die für das welt­weit erste klima­neu­trale Net(t)working-Event für frech­mu­tige Perso­na­le­rInnen einge­gangen sind (http://personalmarketing2nullandfriends.wordpress.com/2014/03/13/frechmutige-bewerbungen-von-frechmutigen-personalerinnen/) das Gegen­teil. Gerade heute habe ich eine Bewer­bung bekommen, die ist so frech und mutig, dass ich sie unzen­siert kaum zeigen kann 🙂

    Auch das “total verrückte HR-Taxi”, eine spontan auf dem HR Barcamp in Berlin durch­ge­führte Session, zeigt dass es auch anders geht.

    Fakt ist, es gibt sie die Frech­mu­tigen. Aber es sind noch zu wenig, die sich aus der Deckung wagen! Inso­fern mag das Buch ein erster Ansatz sein und die nötigen Impulse setzen!
    So, und nun setze ich mich mal an mein erstes Buch (eigent­lich wäre es dann das zweite) und hoffe, Ihren hohen Erwar­tungen gerecht werden zu können 😉
    Viele Grüße
    Henner Knaben­reich

  4. Marc Mertens 18. März 2014 at 14:20 — Reply

    Hallo zusammen,

    ich habe Ihren Artikel heute Morgen lesen können und bedanke mich für ein wieder mal sehr erhel­lenden Moment für mich. Als Ersteller solcher Vakanzen bzw. ausfüh­render Recruiter war ich auch persön­lich “ange­spro­chen.” ;-(

    Ich bzw. wir können hier sicher­lich auch vieles dazu­lernen, aller­dings erfor­dert es schon einigen Mut und Weit­sicht die Stel­len­an­zeigen entspre­chend neu zu desi­gnen. Meine gewünschten Ausflüge ins Perso­nal­mar­ke­ting wurden nicht ganz so positiv aufge­nommen, aber daran lässt sich ja noch arbeiten.

    Habe meinen Kommentar in XING im Forum Human Resources mit Hinweis auf Ihren Artikel dankbar ange­bracht und sende freund­liche Grüße aus München.

    • Svenja Hofert 18. März 2014 at 19:52 — Reply

      DANKE, Herr Mertens, toll, dass Sie reflek­tieren. Ist der Anfang von Allem und so wichtig 🙂 LG Svenja Hofert

  5. Hans Steup 18. März 2014 at 16:19 — Reply

    Not macht sehr wohl erfin­de­risch. Bei manchen Perso­na­lern scheint sie nur nicht groß genug.

    Während einige Perso­nal­mar­keter hyper­ak­tive Blogger, Autoren und BarCamp-Sessio­­nisten sind (das war ein Lob), sind viele Perso­nal­ver­walter faule Säcke (das war keines). Die Diskus­sionen über besch…eidene Stel­len­aus­schrei­bungen, miese Bewer­­bungs-Prozesse und arro­gante Führungs­kräfte in Bewer­bungs­ge­sprä­chen sind uralt. Und alle meckern darüber. Doch nur wenige tun was.

    Bezahlt Perso­naler dafür, dass sie passende Mitar­beiter finden, diese erfolg­reich durch die Probe- und Einar­bei­tungs­zeit bringen und sie anschlie­ßend vom Kündigen abhalten (People don’t leave compa­nies, they leave bosses.).

    Den ganzen Verwal­tungs­kram gebt ab an Dienst­leister oder zB die Rechts-Abtei­­lung.

    Wollen wir mal sehen, wie schnell sich die Situa­tion ändert.

    Wenn das nichts hilft, gebt auch die Rekru­tie­rung dort hin, wo sie hin gehört: In das jewei­lige Team vor Ort, das den Mitar­beiter braucht. Und dann löst die Perso­nal­ab­tei­lung auf.

    Na, … Adre­nalin-Schub?

    - Hans Steup, Berlin

    • Svenja Hofert 18. März 2014 at 19:51 — Reply

      Hallo Herr Steup, oho, radi­kale Forde­rung, aber richtig. Diese ganzen Abtei­lungs­grenzen sind Fort­schritts­ver­hin­derer. Mehr Inter­dis­zi­pli­na­rität würde viel­leicht schon viel helfen. Warum kann nicht in jedem Team jemand sitzen, der auch für HR zuständig ist. Gibt ja auch SAP-Key-User. Wieso nicht HR-Key-Persons 😉 LG Svenja Hofert

      • Hans Steup 18. März 2014 at 21:20 — Reply

        … bin mir nicht sicher, ob das so radikal ist.

        Kleine Unter­nehmen haben keine Perso­naler. Dort stellt der Chef noch persön­lich ein. Erst, wenn Unter­nehmen größer werden, “braucht man” plötz­lich eine Personal-Verwal­­tung, weil Teams, Abtei­lungen und Filialen zahl­rei­cher werden.

        Ich habe nie verstanden, warum die Mitar­bei­ter­suche ab diesem Augen­blick nicht mehr vom jewei­ligen Team-Chef, sondern von irgendwem in einer zentralen Personal-Abtei­­lung vorge­nommen werden muss.

        Das ist für mich so, als wenn mir meine Mutter die Freun­dinnen aussucht. Nichts gegen meine Mutter 🙂 aber ich suche mir die Damen schon lieber selbst aus. Inklu­sive Vor-Auswahl.

        Sonst sind doch auch alle gegen arran­gierte Ehen und Zwangs-Verhei­ra­­tung.

        - Hans Steup, Berlin

        • Das mag daran liegen, weil der Chef, als er noch selbst einstellte, keine guten Führungs­kräfte einstellte, die auch gute Teams bilden und rekru­tieren können, sondern gute Fach­leute, die keinen Bock darauf haben, sich um Recrui­ting zu kümmern. Aber es ist auch irgendwie das alte marx­sche Lied von der Arbeits­tei­lung und Entfrem­dung. HR (nahezu) abschaffen kann man machen, wenn man im Unter­nehmen die Kultur dazu hat. Und das funk­tio­niert sogar in sehr großen Firmen, dazu muss man nicht klein und unter­kom­plex sein.

          • Svenja Hofert 21. März 2014 at 21:07

            sorry fürs späte Frei­schalten, Gilbert Diet­rich. Hab morgen meinen 10. Trai­ningstag hinter­ein­ander und funk­tio­niere gerade nur im das-aller-wich­­tigste-sonst nichts-Modus 😉 Danke jeden­falls für Backup und Gedankten-Teilen!
            LG Svenja Hofert

        • TimVer­hoeven 19. März 2014 at 10:38 — Reply

          So etwas nennt sich Arbeits­tei­lung und daraus resul­tie­rende Spezia­li­sie­rung.

          Natür­lich KANN man alles outsourcen und auf alles interne verzichten. Oder man kann schauen, dass alle alles machen. Das gilt genau so für das Marke­ting, die IT, den Vertrieb etc.

          Wenn ein Chef eignungs­dia­gnos­tisch gut geschult ist und sich arbeits­recht­lich in einem Bewer­bungs­ge­spräch sicher bewegen kann und sich auch noch in der Thematik Comp. & Ben. fundiert auskennt, dann kann er natür­lich Vorstel­lungs­ge­spräche auch genau so gut alleine führen. Aber wer bitte ist das schon?! Ich kenne nur wenige.

          Genau so falsch finde ich es übri­gens auch, wenn man Fach­be­reiche komplett außen vor lässt (so habe ich Ihre Schil­de­rung verstanden). Das ist meiner Erfah­rung nach aber auch nur die Ausnahme und nicht die Regel.

          Gruß
          Tim Verhoeven

  6. Jacque­line Meier 25. März 2014 at 19:13 — Reply

    Sehr geehrte Frau Hofert,
    bereits seit längerem lese ich mit großem Inter­esse Ihr Blog und habe schon viel Nütz­li­ches für mich gene­riert. Aktuell arbeite ich an meinem Projekt “Stel­len­suche”. Ich analy­siere dafür Stel­len­an­zeigen, die für mich passen könnten. In einem Blog­bei­trag über meine Erfah­rungen habe ich mir erlaubt, auf Ihren Beitrag zu verlinken: http://bit.ly/1ffx4Jz
    . Ich versuche es mal mit “Personal Branding”…Step by step…:) Viel Gruß aus Berlin!

Leave A Comment

Diesen Blog durch­su­chen