Kate­go­rien

Posi­tio­nie­rung: Scharf­ma­cher für Ihr Profil

Published On: 14. Juli 2011Cate­go­ries: Führung

Gehälter und Hono­rare sind längst volatil wie Aktien an der Börse. Im IT-Markt sehe ich das beson­ders deut­lich; aber auch in anderen Branche ist das Zusam­men­spiel zwischen Angebot und Nach­frage deut­lich sichtbar. Selbst ein durch­schnitt­li­cher IT-Berater setzt eini­ger­maßen problemlos 600 Euro und mehr durch. Jour­na­lis­ti­sche Arbeit und über­haupt alles „WMM“ (Was mit Medien) ist dagegen viel­fach kaum mehr als einen Tages­satz von 120 Euro wert – auch wenn ich nicht oft genug sagen kann, dass jeder Tages­satz unter 250 Euro sich schlicht und ergrei­fend nicht rechnet.

Bei Gehäl­tern verhält sich das analog, wenn auch zeit­ver­zö­gert. Gewerk­schaften kämpfen vergeb­lich gegen weiteren Verfall. Der Markt hat gewonnen. Doch wie stelle ich mich auf seine Anfor­de­rungen ein? Dafür gebe ich in diesem Beitrag Tipps, die sowohl Ange­stellte als auch Selbst­stän­dige nutzen können.

Für beide Gruppen gelten die glei­chen Regeln der Posi­tio­nie­rung. Das heißt ganz simpel ausge­drückt und auf eine einfache Formel gebracht: Wie stehe ich mit Blick auf meine Ziel­gruppe im Vergleich zum Wett­be­werb? Eini­ger­maßen leicht ist diese Analyse für den BI-Spezia­­listen, der seine Ziel­gruppe in Hamburger Unter­nehmen ab 1.000 Mitar­bei­tern sieht. Er kann seine Kennt­nisse und Erfah­rungen mit denen anderer  BI-(Business Intel­­li­­gence-) Profis verglei­chen und kommt über diesen Weg viel­leicht zu der Erkenntnis, dass es für das Profil gut wäre, einmal in einem größeren inter­na­tio­nalen Projekt zu arbeiten. Sehr viel schwie­riger ist es überall dort, wo der Wett­be­werb riesig und die Ziel­gruppe klein ist.  Da ist Posi­tio­nie­rung ein rich­tiges Projekt und ein bran­chen­er­fah­rener Berater/Coach  an Ihrer Seite hilf­reich, um es profes­sio­nell anzu­gehen.

Leit­fragen sind:

  • In welchen Berei­chen ist die Nach­frage derzeit wach­send?
  • Wo werden die besten Gehälter/Honorare bezahlt?
  • Macht es Sinn, das eigene Profil dorthin zu entwi­ckeln?
  • Was muss ich dafür tun?

Zur Posi­tio­nie­rung gehört auch die Frage: Was haben die anderen, was ich nicht habe? Der Antwort kann man sich durch einfache Recherche nähern:

  • Was wird in den derzeit ausge­schrie­benen Stellen verlangt, die Sie bei Monster, Kimeta & Co. finden? Was davon bringen Sie mit, was nicht? Werden bestimmte Zerti­fi­kate oder Abschlüsse mehr­mals genannt, spricht einiges dafür, dass eine Nach­frage besteht.
  • Verglei­chen Sie sich mit anderen. Bei Xing sehen Sie Ihre Mitbe­werber auf einen Klick. Wer hat einen ähnli­chen Lebensweg wie Sie? Suchen Sie wie ein Head­hunter mit Funk­ti­ons­be­zeich­nungen, Begriffen sowie Bran­chen (etwa HR-Manager, Führungs­er­fah­rung, IT-Diens­t­­leis­­tungen). Was bringt Ihre Konkur­renz mit? Und was hat diese (öfter) mehr als Sie?
  • Suchen Sie das Gespräch mit Experten aus Ihrer Branche. Auch ein Anruf in der Perso­nal­ab­tei­lung kann Sinn machen. Wenn Sie verschie­dene Weiter­ent­wick­lungs­mög­lich­keiten haben, nennen Sie diese ganz konkret. Fragen Sie: Wie ist Ihre Erfah­rung? Würde A oder B meinem Lebens­lauf besser tun? Das ist viel­leicht unge­wöhn­lich, aber auch unge­wöhn­lich hilf­reich.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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