Kate­go­rien

Pull-Gründer sind erfolg­rei­cher

Published On: 20. Juni 2010Cate­go­ries: Führung

Grün­dungen aus der Arbeits­lo­sig­keit sind erfolg­reich. Das belegt es einmal mehr eine Studie des Deut­schen Insti­tuts für Wirt­schaft, die ein weiteres inter­es­santes Detail zutage bringt: Pull-Gründer sind erfolg­rei­cher als Push-Gründer. Damit meinen die Experten Gründer, die gründen wollen und aktiv ihre eigene Idee voran­bringen. Push-Gründer sind die Gründer aus der Not; sie schei­tern häufiger. Wer etwas jedoch wirk­lich will, kann es erfolg­rei­cher voran­treiben: Dies ist eine Erfah­rung, die wohl jeder Unter­neh­mens­be­rater bestä­tigen kann. Während Pull-Gründer mit Begeis­te­rung dabei sind, Netz­werke moti­vieren können, an sich glauben und nebenbei auch wissen, was sie bieten und anbieten können, können Push-Gründer sich oft noch nicht voll auf ihre Idee konzen­trieren. Sie sind auch nach Bean­tra­gung des Grün­dungs­zu­schusses oft noch mitten im Findungs­pro­zess. Die Studie macht deut­lich, dass die intrin­si­sche Moti­va­tion, die Grün­dung zu wollen oder eben nicht, der entschei­dene Erfolgs­faktor ist. Nicht Ausbil­dung, nicht Geld, nicht Intel­li­genz — es ist allein die Moti­va­tion etwas zu WOLLEN.

Push-Gründer brau­chen Zeit, um sich mit der Idee anzu­freunden — oder sie entscheiden sich nach wenigen Monaten gegen die Selbst­stän­dig­keit. Wenn sie dazu über­haupt die Möglich­keit haben, denn in manchen Bran­chen gibt es die Option Fest­an­stel­lung immer seltener. Sie müssen also “Pull” entwi­ckeln.

Diese Chance haben gerade gemischte Typen, so genannte Pull-Push-Gründer, denn in ihnen ist bereits ein “Pull-Anteil”. Pull-Push-Gründer sind Gründer, die die posi­tiven Seiten der Grün­dung sehen, aber noch nicht ganz entschieden sind. Ich erlebe es oft, dass gerade diese Gründer einen längeren Prozess brau­chen, bis sie ohne Einschrän­kungen “ja” und viel­leicht auch “nein” sagen können.

Manchmal müssen Umwege sein. Gerade Push-Pull-Gründer gehen öfter Umwege. Sie sind es, die am Anfang oft sparen und nicht beherzt 3.000 Euro in Inter­net­seite und Geschäfts­aus­stat­tung stecken (später tun sie es dann doch). Sie sind es, die mehrere Stand­beine brau­chen und lieber nicht nur auf eines setzen.

Sie sind es, die mehr noch als Pull-Gründer neben Bera­tung vor allem auch Coaching im Sinne einer fach­lich kompe­tenten, aber auch persön­lich­keits­ori­en­tierten Beglei­tung brau­chen. Eine Form, die durch das KFW-Grün­­dungs­­­co­a­ching jetzt endlich auch möglich ist. Wir merken in unserer Bera­tungs­praxis täglich wie wichtig Klärung ist — und das es oft Zeit braucht, bis jemand entschieden in eine Rich­tung gehen kann. Ein Schritt in diese Rich­tung kann zum Beispiel ein Coaching mit EMDR zur Lösung von Blockaden, wie es meine Koope­ra­ti­ons­part­nerin Diplom-Psycho­­login Chris­tiane Ludwig anbietet.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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2 Kommen­tare

  1. Mexx 7. Juli 2010 at 13:29 — Reply

    Ich kann nur Zustimmen, dieser Artikel stimmt von oben bis unten. Wer erfolg­reich gründen will muss mit Begeis­te­rung und Durch­hal­te­ver­mögen (vom innen) handeln.

    hab hier noch was zu diesem Thema gefunden
    http://www.erfolgslinie.de/antiarmutskurs/

  2. […] diese Tatsache stei­gert die Erfolgs­aus­sichten eines Grün­dungs­vor­ha­bens immens, denn so genannte Pull-Grün­­dungen haben sehr viel bessere […]

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