Kate­go­rien

Stärken und Berufe: Welche Jobs brau­chen welche persön­li­chen Stärken und Persön­lich­keits­pro­file?

Published On: 26. März 2016Cate­go­ries: Karriere

Warum werden manche Lehrer in ihren Jobs unglück­lich? Wieso passt der Anwalts­beruf zu dem einen und zu den anderen nicht? Beruf­liche Zufrie­den­heit und Unzu­frie­den­heit hat mit in Berufs­fel­dern geschätzten Stärken und Eigen­schaften zu tun – die nicht immer leicht zu erkennen sind. Und auch wenn Stärken- und Persön­­lich­keits-Viel­­falt aus unter­neh­me­ri­scher Perspek­tive und unter Diver­­­sity-Aspekten erstre­bens­wert ist: Aus huma­nis­ti­scher Sicht muss es das Ziel sein, dass Menschen sich in einem Job zuhause fühlen — denn das macht selbst­be­wusst, fördert die Bildung einer Iden­tität und eines stabilen Selbst. Und die Wahr­schein­lich­keit für beruf­liche Zufrie­den­heit ist größer dort, wo ähnliche bigfivePersön­lich­keiten mit ähnli­chen Stärken aufein­an­der­treffen. Dass Sie in einem solch “ähnli­chen” Umfeld dann neue und diffe­ren­zie­rende Stärken entwi­ckeln: Dies ist wiederum teil einer Iden­ti­täts­bil­dung in Abgren­zung zu anderen — und muss so sein. Aber um unter lauten Krea­tiven zu bestehen, brau­chen sie nun mal erst eine gute Portion eigenen Ideen­reichtum — bevor sich heraus­stellt, wo Sie Ihre indi­vi­duelen Beson­der­heiten haben…

In diesem Beitrag gebe ich eine Einord­nung  von Stärken zu passenden Berufs­fel­dern mit Hilfe zweier Modelle:

  • meinem Stär­ken­Na­vi­gator mit den fünf Stär­ken­rich­tungen Denker, Lenker, Kommu­ni­kator, Manager und Künstler mit 50 dazu­ge­hö­rigen Stärken (siehe dazu das Bild und Buch “Was sind meine Stärken?”)
  • den Big Five: Hierzu greife ich auf Studien sowie unsere eigenen Auswer­tungen und Erfah­rungen für Berufs­gruppen zurück (für Big Five-Neulinge, siehe Bild)

Arzt:

Der Beruf des Arztes hat viele Facetten und lässt Möglich­keiten für unter­schied­lichste Stär­ken­pro­file. Medi­ziner können sich entlang intel­lek­tu­eller Themen in „Denker“-Stärken entfalten, aber auch mit kommu­ni­ka­tiven Schwer­punkt und im Unter­neh­me­ri­schen als Manager. Medi­ziner können prak­tisch und theo­re­tisch orien­tiert sein. Der ideale Haus­arzt ist vor allem verträg­lich und sozial; während der forschende Arzt auch ein Quer­denker sein könnte.

  • Stär­ken­rich­tungen: Denker (Wissen­schaft oder Experte), Kommu­ni­ka­toren (Haus­arzt oder fach­ärzt­lich prak­ti­zie­rend), Lenker (Klinik­arzt), Manager (Arzt im Unter­nehmen)
  • Big Five: alle Kombi­na­tionen denkbar; eher schwierig, mindes­tens für die in deer Ausbil­dung verpflich­tende Zeit im Kran­ken­haus, dürfte eine nied­rige Stabi­lität sein

Archi­tekt:

spielfeldWahre Künstler müssen Archi­tekten nicht unbe­dingt sein. Auf der Können­s­ebene  brau­chen sie räum­liche Vorstel­lungs­kraft – wer in diesen Teilen der IQ-Tests gut abschneidet, hat da schon mal gute Voraus­set­zungen. Aber erfolg­reiche Archi­tekten wie Tehe­rani besitzen zusätz­lich bestimmte Eigen­schaften, besagen Big-Five-Studien. Beson­ders erfolg­reiche Archi­tekten sind…  offener für neue Erfah­rungen und extra­ver­tierter – und ähneln darin  Werbern. Hohe Offen­heit und Extra­ver­sion ist über­haupt viel­fach Voraus­set­zung für beruf­li­chen Erfolg in gestal­tungs­af­finen Berufs­fel­dern, also auch bei krea­tiven Unter­neh­mern. Ange­stellte Archi­tekten, die nicht gleich berühmt werden wollen, dürfen ruhig etwas intro­ver­tierter sein, eine gewisse Eigen­wil­lig­keit (niedrig verträg­lich in den Big Five) macht die Anpas­sung in Teams schwie­riger, hilft aber eigene Ideen auch gegen Wider­stand zu reali­sieren.…

  • Stär­ken­rich­tungen: Künstler, Lenker und/oder Denker sowie Manager
  • Big Five: Typisch für Archi­tekten ist eine hohe Offen­heit für neue Erfah­rungen, die gewöhn­lich mit dem Inter­esse an Kunst und Kultur einher­geht

Assis­tent:

Wer andere unter­stützt, muss anpas­sungs­fähig sein. Ein Assis­tenzjob besteht wie ein Mana­ger­alltag oft aus vielen klein­tei­ligen, nur wenige Minuten dauernden Aufgaben. Diese haben für gewöhn­lich einen Routi­ne­an­teil, den Menschen als weniger stressig empfinden, wenn die Offen­heit für Neues in den Big Five nicht allzu hoch ausge­prägt ist (andern­falls muss dieser Teil ins Privat­leben eingehen). Auch Verträg­lich­keit ist eher förder­lich, handelt es sich nicht um einen Chef­as­sis­tenz­posten mit “Beißer­qua­li­täten”. Bei den  meisten Jobs ist eine Persön­lich­keit passend, die eine stär­kere Ausprä­gung bei der Gewis­sen­haf­tig­keit und Verträg­lich­keit aufweist.

  • Stär­ken­rich­tungen: Manager und Lenker.
  • Big Five: Mitt­leres Profil ohne starke Ausprä­gungen in Extra­ver­sion und Offen­heit. Gewis­sen­haf­tig­keit kann etwas höher sein.

Berater und Experten:

Unter­neh­mens­be­rater und Experten, die sich in einem Fach­ge­biet einen Namen gemacht haben, sind typi­scher­weise Menschen mit einer hohen Offen­heit in den Big Five und eher mitt­lerer Gewis­sen­haf­tig­keit. In meinem Stär­ken­mo­dell schlägt sich das nieder in der Stär­ken­rich­tung Denken. Viel­leicht ist es eher das Quer­denken, viel­leicht das logi­sche Analy­sieren, viel­leicht beides – je nach Bereich führt dies zu unter­schied­li­chen Themen- und Hand­lungs­prä­fe­renzen. Sie wird ein „Futu­rist“ sich vermut­lich eher für Trend- und Sozi­al­for­schung inter­es­sieren, wohin­gegen ein Entwickler neue Vorge­hens­weise und Modelle auf Basis von vorhan­denen Ideen erschafft.

  • Stär­ken­rich­tungen: Denker und Kommu­ni­kator
  • Big Five: Hohe Offen­heit ist spezi­fisch sowie bei Experten oft noch ausge­prägter nied­rige Verträg­lich­keit

Coach und Mode­rator:

Gute Mode­ra­toren und auch Coachs sind häufig Menschen, die eine mittige Persön­lich­keit haben. Sie haben in den Big Five keine stär­keren Ausprä­gungen, und können sich so leicht in unter­schied­liche Rich­tungen bewegen und sich hinein­fühlen in verschie­dene Perspek­tiven. Aus der Mitte heraus sind sie in der Lage, viel aufzu­nehmen und zu kana­li­sieren. „Mittige“ Menschen die mit Gruppen arbeiten, sind eher Mode­ra­toren, Menschen, die Einzel­per­so­nen­be­vor­zugen eher Coachs.

  • Stär­ken­rich­tungen: Kommu­ni­kator, Lenker
  • Big Five: Typisch ist überall die Mitte.

Jour­na­list:

Hätte ich nicht so viele Big Five-Profile von Jour­na­listen gesehen, würde ich denken, diese müsse eine hohe Offen­heit kenn­zeichnen. Dem ist nicht so, oder nicht unbe­dingt. Jour­na­listen denken sogar oft recht tradi­tio­nell. Im Allge­meinen stellen sie ja keine Grund­lagen in Frage und erfinden auch nichts. Typi­scher als Offen­heit für Jour­na­listen ist ihre nied­rige Verträg­lich­keit – sie sind eigen­wil­liger und von daher in der Lage, sich eine eigene, von anderen unab­hän­gige Meinung zu bilden. Jeden­falls die, die in Themen­ge­bieten wie Politik und Wirt­schaft erfolg­reich sind. Reporter und Fernseh- sowie Radio­jour­na­listen sind oft eher extra­ver­tiert.

  • Stär­ken­rich­tungen: Denker und Künstler
  • Big Five: Nied­rige Verträg­lich­keit ist spezi­fisch, sonst eher mitt­leres Profil.

Lehrer:

Schaut man sich Big-Five-Statis­­tiken über diese Berufs­gruppe an, so ist der typi­sche Lehrer eher Prak­tiker als Theo­re­tiker, eher Akti­vierer als Entwickler. Haben wir es in unserer Arbeit als Karrie­re­coach mit unzu­frie­denen Lehrern zu tun, so ist diese Unzu­frie­den­heit oft darin begründet, dass die Personen eine hohe Offen­heit auszeichnet, die sich in Fantasie, Ideen­reichtum und Abwechs­lungs­ori­en­tiert­heit nieder­schlägt. Das passt nicht gut zum Schul­be­trieb. Konflikt­feld ist auch Intro­ver­sion: Für Menschen, die ihre Ener­gien aus dem Rückzug ziehen, ist der dauernde Kontakt mit den Schü­lern anstren­gend und von zu viel Unter­bre­chungen gekenn­zeichnet (da Intro­ver­tierte oft Arbeit am “Stück” bevor­zugen).

  • Stär­ken­rich­tung: Kommu­ni­kator, Lenker
  • Big Five: Extra­ver­sion und mitt­lere oder nied­rige Offen­heit. Grund­schul­lehrer haben auch eine hohe Verträg­lich­keit. Spezi­fisch ist weiterhin eine hohe Stabi­lität.

Jurist:

Ähnlich wie Ärzte exis­tieren für Juristen viel­sei­tige Einsatz­felder, anders als sie können sie oft weniger frei wählen, da Noten über die Zukunft und passende Bereiche bestimmen, nicht persön­liche Stärken. Ein sehr offener und verträg­li­cher Jurist wird sich mögli­cher­weise eher für eine Unter­neh­mens­kar­riere entscheiden, ein konser­va­tiver und weniger verträg­li­cher Jurist könnte zur Staats­an­walt­schaft tendieren. Insge­samt sind Juristen häufig nicht so extra­ver­tiert. Das lange Akten­stu­dium — vor allem in Spezi­al­themen oft über Tage und Wochen — erfor­dert Konzen­tra­tion; Extra­ver­tierte mögen Abwechs­lung; die langen Konzen­tra­ti­ons­phasen strengen sie an.

  • Stär­ken­rich­tungen: Denker, Kommu­ni­kator
  • Big Five: Typi­scher­weise brau­chen Juristen Meinungs­stärke und konzen­triertes Durch­hal­te­ver­n­ögen, was sie aus nied­riger Verträg­lich­keit und einer gewissen Intro­ver­sion oder Gewis­sen­haf­tig­keit ziehen.

Hand­werker:

Das Hand­werk lässt viel Raum für unter­schied­liche Stärken, die mit Machen – in meinem Modell „Lenker“ — und Schaffen – bei mir „Künstler“ — zu tun haben. Dabei ist viel Spiel­raum zwischen Detail­ar­bei­tern und Künst­lern. Klar ist jedoch, dass Theo­re­tiker sich in den meisten Jobs nicht wohl fühlen werden. In meinem Stär­ken­mo­dell sind Hand­werker Lenker und/oder Künstler, die davon profi­tieren, wenn sie sich ergän­zende Stärken im Bereich der Kommu­ni­ka­tion erar­beiten.

  • Stär­ken­rich­tungen: Lenker, Künstler
  • Big Five: Typisch ist eine mitt­lere oder nied­rige Offen­heit sowie Verträg­lich­keit.

Inge­nieure:

Inge­nieure haben oft ein ganz ähnli­ches Persön­lich­keits­profil wie Hand­werker, wobei es unter ihnen auch Denker gibt – öfter nach außen erkennbar an einem TU-Studium oder einer Ausrich­tung auf konzep­tio­nel­lere und stra­te­gi­sche Themen. Die beruf­li­chen Einsatz­felder des Inge­nieurs sind oft über­ra­schend konser­vativ geprägt – konser­va­tiver als die der Infor­ma­tiker -, was unserer Erfah­rung viele erst nach dem Studium erkennen.

  • Stär­ken­rich­tungen: Lenker, Künstler
  • Big Five: Typisch ist eine mitt­lere oder nied­rige Offen­heit sowie Verträg­lich­keit.

Infor­ma­tiker:

Infor­ma­tiker bewegen sich in einem dyna­mi­schen Umfeld, das sich sehr schnell wandelt, aber fast so viel Viel­falt bietet wie die Medizin. Das erklärt viel­leicht, dass sie oft sehr offen für neue Erfah­rungen sind. Je nach Thema gibt es Unter­schiede: So sind SAP-Berater gemeinhin konser­va­tiver als Java-Entwickler; Soft­ware­ar­chi­tekten denken abstrakter und zukunfts­ori­en­tierter als Program­mierer. Die einen haben also mehr Denker, die anderen mehr Lenker-Stärken.

  • Stär­ken­rich­tungen: Denker, Lenker
  • Big Five: Typisch ist eine hohe Offen­heit.

Professor:

Ob Uni- oder Fach­hoch­schul­pro­fessor – wer eine erfolg­reiche Wissen­schafts­kar­riere anstrebt, braucht einen Zukunfts­blick und ein Inter­esse an Theo­rien. In den einzelnen Fach­be­rei­chen dürfte es Unter­schiede geben, die mit dem jrewei­ligen Themen­fokus zu tun haben, der eine unter­schied­lich hohe Orien­tie­rung an Prin­zi­pien und Regeln verlangt. Wir haben im Laufe der Jahre mehrere Dutzend Menschen in Bewer­bung auf einer Professur begleitet. Die Offen­heit ist fast immer sehr groß und die Gewis­sen­haf­tig­keit mittel – auf den ersten Blick über­ra­schend, auf den zweiten logisch, denn Perfek­tio­nismus schadet dem wissen­schaft­li­chen Weiter­kommen. Glei­ches gilt für die Extra­ver­sion: Eher mitt­lere Werte kommen einer Tätig­keit aus konzen­triertem Allein­ar­beiten und Lehre entgegen.

  • Stär­ken­rich­tungen: Denker, Kommu­ni­kator
  • Big Five: Typisch ist hohe Offen­heit und mitt­lere Gewis­sen­haf­tig­keit.

Sach­be­ar­beiter:

„Ich mache die Dinge, die andere mir auftragen“, sagte heute im Radio ein Sach­be­ar­beiter des Jugend­amtes. Das ist in der Tat das passende Selbst­ver­ständnis: Umsetzen ist Job des Sach­be­ar­bei­ters, nicht Erschaffen von Neuem. Auch hier gilt deshalb, dass allzu offene und krea­tive Persön­lich­keiten sich auf Dauer eher nicht wohl fühlen. In meinem Stär­ken­mo­dell sind es die „Manager“, die gut auf einen Sach­be­ar­bei­terjob passen, vor allem jene mit Einzel­stärken in den Berei­chen „Verwalter“ oder „Quali­täter“.

  • Stär­ken­rich­tungen: Manager
  • Big Five: Typisch ist nied­rige Offen­heit und hohe Gewis­sen­haf­tig­keit.

Trainer:

Trainer sind meist extra­ver­tierte oder „zentro“-Persönlichkeiten, die zwischen Intro­ver­sion und Extra­ver­sion stehen — und aufgrund mitt­lerer oder nied­riger Offen­heit kein Problem mit der Wieder­ho­lung von Themen haben. Es sind Anwender und Weiter­geber von Konzepten. Sie haben Stärken aus dem Lenker- und Kommu­ni­ka­ti­ons­be­reich, in meinem Stör­ken­mo­dell sind das z.B. Redner oder Erzähler. Auch Akti­vierer können passen, wenn es darum geht, Menschen in Bewe­gung zu setzen

  • Stär­ken­rich­tungen: Manager, Kommu­ni­kator
  • Big Five: Typisch ist nied­rige Offen­heit und höhere Extra­ver­sion

Vertriebler und Verkäufer:

Gute Vertriebler gehen auf Menschen zu, sind also eher extra­ver­tiert oder mindes­tens „zentro“, also mittig zwischen Intro­ver­sion und Extra­ver­sion. Noch wich­tiger als das ist eine hohe Gewis­sen­haf­tig­keit und Planungs­ori­en­tiert­heit. Wenn wir als Karrie­re­coachs unzu­frie­dene Vertriebler sehen, so „leiden“ diese oft unter einer hohen Offen­heit, sind also fanta­sie­voll, mitunter werte­ori­en­tiert und insge­samt intel­lek­tu­eller als ihre Kollegen. Dies ist in den meisten Umge­bungen des Vertriebs eher schwierig; Ausnahme sind erklä­rungs­be­dürf­tige Berufs­felder wie Medi­zin­technik oder erneu­er­bare Ener­gien.

  • Stär­ken­rich­tungen: Manager, Kommu­ni­kator
  • Big Five: Typi­scher­weise brau­chen Vertriebler eine höhere Gewis­sen­haf­tig­keit, mindes­tens in den Skalen Planung. Extra­ver­sion ist hilf­reich für die Kunden­ak­quise.

Was sind Sie? In meinem Buch “Was sind meine Stärken?” können Sie das mit einem Test heraus­finden. Sie finden dort ausführ­liche und konkrete Tipps für die beruf­liche Orien­tie­rung mit Stärken. Die Süddeutsche.de hat hier eine Vari­ante erstellt, mir der sie drei der fünf Stär­ken­rich­tungen ermit­teln können.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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12 Kommen­tare

  1. Waldemar 29. März 2016 at 16:13 — Reply

    Beim Vertriebler-Big Five steht der Text des Juristen: Big Five: Typi­scher­weise brau­chen Juristen Meinungs­stärke und konzen­triertes Durch­hal­te­ver­n­ögen, was sie aus nied­riger Verträg­lich­keit und einer gewissen Intro­ver­sion oder Gewis­sen­haf­tig­keit ziehen.

    Ansonsten eine schöne Ergän­zung zu dem, was Keirsey und Dueck so zum Thema Persön­lich­keit nach MBTI, Bran­chen und Berufe beschrieben haben.

  2. Ami 2. April 2016 at 12:38 — Reply

    Hallo Frau Hofert,
    Wirk­lich ein sehr inter­es­santer Artikel!
    Genau darüber mache ich mir schon seit einigen Wochen Gedanken, weil ich nicht weiß zu welcher Gruppe ich gehöre.
    Ich studiere im 2. Semester Produkt­de­sign aber mir ist das alles zu kreativ (habe es mir inter­dis­zi­pli­närer vorge­stellt) und jedes mal wenn ein Professor sagt es wird jobmäßig schwer für uns nach dem Studium, wird mir schlecht. Ich weiß nicht ob sich das so lohnt. Ande­rer­seits würde ich mich als kreativ und auf der Suche nach neuen Lösungen beschreiben voller Ideen und ein reines Inge­nieur­fach könnte mich da einschränken.. eine Idee ist nun Infor­marik viel­leicht mit Philo­so­phie weil ich Mathe mag. Aber von dem späteren Beruf habe ich noch kein Bild.
    Alles sehr schwer wenn man viele Inter­essen und Stärken hat man möchte ja doch nichts davon missen.
    Liebe Grüße
    Ami

    • Jutta 7. März 2018 at 11:06 — Reply

      Hallo Ami,
      ich würde Dir meinen Studi­en­gang empfehlen, weil er verschie­den­ar­tige Perspek­tiven bietet und auch nicht erfor­dert, sich zu früh und zu stark fest­zu­legen: Betriebs­wirt­schaft mit Schwer­punkt Wirt­schafts­in­for­matik. Mit diesem Studi­en­gang steht Dir eine große Viel­falt unter­schied­li­cher Berufe auf dem Arbeits­markt zur Verfü­gung. Einige Deiner Stärken und Schwä­chen wirst Du erst im Berufs­leben kennen­lernen. Viel wich­tiger finde ich das Thema Werte (Reiss Profile). Stelle doch einmal für Dich fest, welche 5 Werte Dir am wich­tigsten sind und danach suche Dir später Deinen ersten Beruf aus.
      Viele Grüße
      Jutta (24 Jahre Berufs­er­fah­rung)

  3. AB 20. Oktober 2016 at 9:00 — Reply

    Liebe Frau Hofert,

    das klingt total span­nend! Vielen Dank dafür!
    Ich möchte gerne meine Master­ar­beit in diesem Bereich über die Passung von Persön­lich­keit und Berufs­tä­tig­keit schreiben und bin noch auf der Suche nach empi­ri­schen Ergebnissen/Artikeln, die genau diese Befunde publi­ziert haben (z.B. Ärzte mit hohen Neuro­­ti­­zismus-Werten sind unzu­frie­dener oder Jour­na­listen mit nied­rigen Verträ­g­­lich­keits-Werten sind zufrie­dener mit ihrem Job).
    Können Sie mir da einen Tipp geben, wer/wo da etwas publi­ziert hat?
    Ich wäre Ihnen sehr dankbar und stelle Ihnen meine Befunde nach Abschluss der Studie auch gerne zur Verfü­gung!

    Herz­liche Grüße,
    AB

  4. Jasmin 27. März 2019 at 20:10 — Reply

    Ein sehr inter­es­santer Artikel. Vielen Dank
    Mich würde inter­es­sieren wie Sie Sozi­al­ar­beiter und Erzieher einschätzen würden?

  5. Tanja 1. Mai 2019 at 14:27 — Reply

    Liebe Frau Hofert,
    ich schreibe meine Bachelor-Arbeit über das Persön­lich­keits­profil eines Infor­ma­ti­kers und darauf bezogen dessen Anfor­de­rungen an den Arbeit­geber. Könnten Sie mir bitte sagen, woher Sie die Daten aus Ihrem Artikel haben/ auf welche Studien Sie sich hierbei berufen?
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Tanja

  6. Celine 5. Oktober 2019 at 22:24 — Reply

    Hallo Tanja,
    Ich bin Celine und schreibe ein Essay über Infor­ma­tiker. Du hast nicht zufällig etwas das hier mit weiter­helfen könnte?
    Ich möchte nicht nach deiner Beache­lor­ab­reit fragen, aber falls du Statis­tiken oder hilf­reiche Themen hast auf die Ich eingehen kann, wäre das sehr hilf­reich.
    Ich habe über­legt auf Geschlecht/Stress und Verant­wor­tung zu gehen, aller­dings bin Ich mir noch unsi­cher.

    Liebe Grüße,
    Celine.

  7. Katrin Brech­tels­bauer 22. Februar 2021 at 17:59 — Reply

    Liebe Frau Hofert
    Wo würden denn Künstler eingrup­piert werden?

  8. Thiel­mann 14. Januar 2022 at 8:45 — Reply

    Liebe Frau Hofert,
    nach abge­schlos­senem BWL-Studium, arbeite ich seit ca. 8 Jahren im Perso­nal­ma­nage­ment, jedoch unzu­frieden bin.
    Ich habe jetzt fest­ge­stellt, dass ich eine Visio­närin bin, die eine Arbeit mit Sinn machen will, selbst­ständig ist und nicht einge­engt und relativ unab­hängig arbeiten will. Ich habe sehr viele Ideen, die von innen nach aussen verwirk­licht werden wollen, ich erkenne Miss­stände und biete hierzu krea­tive Lösungen an, Inef­fi­zienz und nicht lang­fris­tiges Denken ist mir zuwider. Mein Bedürfnis ist es, mich weiter­zu­bilden, inno­vativ zu sein und zu wachsen. Weiterhin habe ich das grosse Ganze im Blick.
    Welcher Beruf wäre ideal für mich?
    Liebe Grüße
    Vicky

  9. Vicky 14. Januar 2022 at 8:50 — Reply

    Liebe Frau Hofert,
    nach abge­schlos­senem BWL-Studium, arbeite ich seit ca. 8 Jahren im Perso­nal­ma­nage­ment, jedoch unzu­frieden bin.
    Ich habe jetzt fest­ge­stellt, dass ich eine Visio­närin bin, die eine Arbeit mit Sinn machen will, selbst­ständig ist und nicht einge­engt und relativ unab­hängig arbeiten will. Ich habe sehr viele Ideen, die von innen nach aussen verwirk­licht werden wollen, ich erkenne Miss­stände und biete hierzu krea­tive Lösungen an, Inef­fi­zienz und nicht lang­fris­tiges Denken ist mir zuwider. Mein Bedürfnis ist es, mich weiter­zu­bilden, inno­vativ zu sein und zu wachsen. Weiterhin habe ich das grosse Ganze im Blick.
    Welcher Beruf wäre ideal für mich?
    Liebe Grüße
    Vicky

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