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Stra­tegie — sich neu erfinden im Zeichen von KI

Published On: 25. März 2026Cate­go­ries: Aktuell
Strategie - Madonna kann´s

Unter­nehmen bündeln derzeit Personal und KI. Sie tun es, um Arbeit neu zu verteilen. Es ist ihre Stra­tegie in Zeiten, in denen KI immer mehr Aufgaben über­nimmt.

Beispiel Moderna: Das Phar­ma­un­ter­nehmen hat Personal und Tech­no­logie in einer gemein­samen Vorstands­rolle zusam­men­ge­legt. Auch AXA bündelt Personal und KI seit kurzem auf Vorstands­ebene. Die Logik dahinter ist einfach: Welche Aufgaben lassen sich auto­ma­ti­sieren, wie viele Menschen braucht es dann noch und wie wird das gesteuert?

Karrie­re­ent­wick­lung, Jobpro­file — alles verän­dert sich

Das revo­lu­tio­niert die Human Ressourcen auf eine neu gekannte Art und Weise. Jede Menge Menschen müssen sich neu erfinden, neu profi­lieren. Wie sie das tun? Da nicht klar ist, wie “HR” in drei Jahre aussieht, ist es eine Wette auf die Zukunft. Stra­tegie ist gefragt. Nicht nur die Unter­nehmen, auch die Menschen müssen sich neu aufstellen. Welche Studi­en­gänge, welche Weiter­bil­dungen, welche Projekte machen jetzt Sinn?

Aufgaben verschwinden oder werden zerlegt. Rollen verän­dern sich, Stellen verschwinden in einigen Unter­nehmen zugunsten von Talent­pools. Gleich­zeitig korri­gieren viele Orga­ni­sa­tionen Entschei­dungen der letzten Jahre und setzen wieder stärker auf Leis­tung und Effi­zienz. Was heißt das für einen selbst? Diese Frage müssen sich jetzt alle stellen. Sie ist psycho­lo­gisch, denn es macht was mit Menschen, die sich neu erfinden sollen. Aber sie ist auch stra­te­gisch: Sie fordert Verän­de­rung, ja schreit danach.

Warum Stra­tegie jetzt notwendig ist

Strategie - was sie beinhalten mussViele Unter­nehmen haben nicht den Mut, für zukunfts­wei­sende Entschei­dungen. Sie führen neue Tools ein, opti­mieren Prozesse oder quali­fi­zieren Mitar­bei­tende weiter. Das löst einzelne Probleme, verän­dert aber nicht die Ausgangs­lage. Denn die  zentrale Frage lautet: Wie sieht Arbeit in Zukunft aus? Werden Agenten einen großen Teil der Arbeit erle­digen? Wird der “Workload Creep” dazu führen, dass immer mehr über­lastet sind? Stra­tegie bedeutet zu entscheiden, auch wenn wir darauf aktuell keine Antwort haben.

Stra­tegie: Muster verän­dern

Stra­tegie ist die Entschei­dung, welche Muster Sie künftig stabi­li­sieren und welche Sie bewusst beenden. Es bedeutet immer eine Option zu verwerfen. Und sie ist stets ein Risiko, stets verbunden mit Inves­ti­tionen. Für Ange­stellte bedeutet das: Was müssen sie tun um “employable” zu bleiben? Den Arbeit­geber wech­seln, weil der bishe­rige nicht am Zahn der Zeit ist? Auf welche Weiter­bil­dung setzen? Für Selbst­stän­dige bedeutet das: Sich fragen, wo in Zukunft Wert gestiftet wird? Was ist eine Posi­tion am Markt, die nicht von der nächsten Welle wegge­spült ist? Wie baut man sich ein einzig­ar­tiges Profil? Zudem gilt es zu tun, was Moderna und Axa schon getan haben, denn sie haben entschieden.

Sich neu erfinden heißt deshalb nicht, dass man ganz anfangen muss. Denn es bedeutet im Kern nur, sich gegen bestehende Muster zu entscheiden. Diese Entschei­dung ist nötig um neue Muster neue zu bilden.

Stra­tegie beginnt mit einer Vorstel­lung von Zukunft. Diese beruht auf Fakten, ohne alle Fakten kennen zu können, weil Stra­tegie Unsi­cher­heit voraus­setzt. Zwei Funk­tionen sind dabei entschei­dend:

  • Beob­ach­tung: Was verän­dert sich im Umfeld? Märkte, Kunden, Tech­no­lo­gien, gesell­schaft­liche Erwar­tungen. Entschei­dend ist nicht nur, was Sie sehen, sondern auch, was Sie syste­ma­tisch über­sehen. Typi­sche Fragen sind: Welche Entwick­lungen blenden wir aus? Wo fehlen uns Infor­ma­tionen oder Kompe­tenzen?
  • Entschei­dung: Wofür stehen wir? Welche Rich­tung geben wir vor? Welche Ziel­kon­flikte lösen wir wie? Ohne diese Ebene bleibt jede Analyse folgenlos.

Sich neu erfinden: die entschei­denden Fragen

Neupo­si­tio­nie­rung beginnt nicht mit Maßnahmen, denn sie beginnt mit Klar­heit. Ein paar Fragen zum Weiter­denken:

  • Iden­tität
    • Wofür stehen Sie heute?
    • Wofür werden Sie aktuell wahr­ge­nommen?
    • Was würden 10 unter­schied­liche Personen immer über Sie sagen?
  • Vision
    • Wie verän­dert sich Ihr Umfeld konkret?
    • Welche Rolle wollen Sie darin einnehmen?
  • Stra­tegie
    • Wofür entscheiden Sie sich?
    • Wogegen entscheide Sie sich auch?
    • Was inves­tieren Sie?
  • Taktik und Plan

Sich neu zu erfinden ist ein krea­tiver Prozess. Beson­ders hilf­reich ist dafür das Viable Systems Model (VSM) als Modell lebender Systeme.  In meinem zwei­tei­ligen Work­shop “Sich neu erfinden” können Sie das in kleiner Gruppe erfahren. Und wenn Sie eine indi­vi­du­elle Bera­tung suchen, so schauen Sie in mein Angebot.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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