Kate­go­rien

Warum die Fami­li­en­ge­schichte entschei­dende Hinweise auf unsere Stärken und Lebens­rollen gibt

Published On: 5. November 2017Cate­go­ries: Karriere

Die Berufe unserer Vorfahren prägen auch uns. Sie entscheiden darüber, was wir in unserem inneren Plan als “möglich” erachten. Das setzt Grenzen, schafft aber auch Möglich­keiten.

Ich bin die Enkelin eines ehema­ligen Domi­ni­ka­ner­mön­ches. Wer mir folgt, hat viel­leicht gemerkt, wie ich mich stetig gewan­delt habe. Immer mehr nähere ich mich philo­so­phi­schen Inhalten. Mehr und mehr gehe ich weg von klas­si­schen Themen aus Karriere und Manage­ment.

Es wurde lang­weilig für mich, profan. Als ich eine junge Frau war, begeis­terten mich Jung, Freud, Alice Miller, Erich Fromm und Arthur Köstler. Ich liebte Hermann Hesse und war sehr bemüht, möglichst alle Zusam­men­hänge dieser Welt zu verstehen. Aber dann entschied ich mich, meinen prak­ti­schen und unter­neh­me­ri­schen Neigungen zu folgen, die es in meiner Familie auch gab.

Die früheren Gene­ra­tionen geben eine Rich­tung vor

Wo ich auch hinschaue: Es sind die vorhe­rigen Gene­ra­tionen, die den Takt und die Themen vorgeben, die Bildungsweg und Karrieren bestimmen — und auch das Wahr­nehmen und emotio­nale Erleben von Stärken. Wie über­rascht war eine Gruppe von natur­wis­sen­schaft­lich geprägten Post­docs, als sie meine Locker­heit, Flexi­bi­lität, Spon­ta­nität und Fehler­to­le­ranz erlebten. Kann man, darf man so sein wie diese Frau? Ist das wirk­lich eine Stärke? In meiner Welt war Expe­ri­men­tier­freude schon immer die Basis von allem. Es kommt aus meiner Familie. Es gibt dort wenig Perfek­tio­nisten.

In ihrem Welt­bild war das “So-sein” bisher nicht veran­kert. Da war Fleiß, Anpas­sung und Gutsein-Wollen die “Stärke”.  Wenn man darüber in die Diskus­sion kommt und einbe­zieht, was der Quell solcher Wahr­neh­mungen ist — nämlich die eigene fami­liäre und Peer­­group-Prägung -, dann ist viel erreicht.  Es würde auch der allzu dogma­tisch geführten und von blinden Flecken auf allen Seiten geprägten New-Work- und Agili­täts­dis­kus­sion helfen, sich mehr um den gemein­samen Nenner zu kümmern. Und zu dem eigent­lich trei­benden Gedanken zurück­zu­kehren: Dem Gedanken, der der Entwick­lung weiter­hilft — und nicht die Posi­tion, die richtig oder falsch ist.

Die Einbe­zie­hung des fami­liären Hinter­grunds wird gerne und in Teilen — auch zurecht — medial verdammt. Bildungs­chancen müssen gleich sein, gar keine Frage. Ich möchte mit diesem Beitrag aber einen anderen Akzent auf das Thema legen und fragen: Liegt in der Historie der Familie nicht auch ein Schlüssel für das Verständnis eigener Stärken und Iden­tität? Ist es deshalb nicht zentral wichtig, sich bei der Berufs- und der Selbst­fin­dung damit zu beschäf­tigen?

Neuori­en­tie­rung heißt oft: Zurück zu den Wurzeln — oder diese endlich abschneiden

Wir erleben, dass viele Menschen im Alter von 40, 50 Jahren zu ihren Wurzeln zurück­kehren. Sie suchen Heimat, auch regional. Sie fahnden nach beruf­li­cher Iden­tität und merken dabei, dass es auch fami­liäre und kultu­relle ist. Viele, die als erste in der Familie studiert haben, streben zurück nach Einfach­heit, viel­leicht dem Hand­werk. „Es war so schön, meinem Opa zuzu­sehen, wenn er in seiner Werk­statt arbei­tete“ — der Satz eines jungen Sozi­al­wis­sen­schaft­lers hallt nach hin mir. Nur eines von hundert Arbei­ter­kin­dern promo­viert, aber zehn von hundert Akade­mi­kern. Und wenn dieses eine in einer späteren Lebens­phase viel­leicht seinen Doktor­titel beiseite legt, um eine Werk­statt zu über­nehmen, was eigent­lich weit unter dem Bildungs­ni­veau liegt? Dann kann es sein, dass es schlicht zu seinen Wurzeln will.

Zurück zu den Wurzeln

Wir schauen zunächst fast pikiert auf solche Entschei­dungen. Wie kann jemand seinen Abschluss so „wegwerfen“? Aber schadet die erwor­bene Bildung? Sicher nicht. Man muss das, was man gelernt und erfahren hat, doch gar nicht im Job einsetzen. Das wird in Zukunft sowieso immer schwerer möglich sein. In den USA macht derzeit ein Best­steller die Runde: „Up is not the only way“. Es geht darum, dass Karrieren mit Rauf und Runter normaler werden und wir solche Wege wert­schätzen sollten. Oh ja!

Berufs­wahl wird bei uns einseitig auf Kompe­tenzen und intel­lek­tu­elle Voraus­set­zungen bezogen. Aber nur weil meine grauen Zellen mitziehen, gibt es mir das noch keine beruf­liche – und also emotio­nale — Iden­tität, das Gefühl von „das ist genau mein Ding, ich lebe mein Leben.“ Dies hat auch damit zu tun, dass wir eben NIE nur unser Leben leben. Es ist immer geprägt von anderen, vor allem aber von denen, mit denen wir am meisten verbunden sind und waren. Die entschei­dende Frage ist, was wir bewusst annehmen oder anders machen und was wir unbe­wusst vermeiden oder suchen.

Die Berufs­ge­schichte der Ahnen prägt

Welche Rolle spielen die Berufe der Ahnen? Mindes­tens treffen Sie eine Aussage darüber, was emotional im Denken veran­kert ist — positiv wie negativ.

Wer bin ich und was ist davon meinen Ahnen zuzu­schreiben? Es ist sehr erhel­lend, sich bei der Berufs­wahl und beruf­li­chen Orien­tie­rungen im reiferen Alter mit der Berufs­ge­schichte der Familie zu beschäf­tigen. Ich finde das selbst für selbst reflek­tierte Teams eine sinn­volle Aufgabe. Zu verstehen, warum der Kollege anders ist – da hilft durchaus auch ein Blick auf seine Herkunft, natür­lich auch die ethni­sche, kultu­relle und regio­nale.

Welche Themen sind in der Familie veran­kert? Was hat das mit mir zu tun? Ich habe für meine Weiter­bil­dung “Karrie­re­ex­perte Profes­sional” das Geno­gramm aus der syste­mi­schen Fami­li­en­the­rapie etwas abge­wan­delt und mehrere „Ausbau­stufen“ daraus gemacht. Da nenne ich “Berufo­gramm”. Es ist eine grafi­sche Aufbe­rei­tung der Berufe von Mutter, Vater, Groß­el­tern und auch Tanten und Onkel. Ja, auch die sind rele­vant, denken wir nur an den Song von den “Ärzten”: “Warum gehst du nicht zu Onkel Werner in die Werk­statt? Der gibt dir eine Fest­an­stel­lung.…”

Stärken sind nicht nur gene­tisch, sondern auch epige­ne­tisch zu erklären

Ein Blick auf die Berufs­ge­schichte der Ahnen ermög­lich auch eine tiefere Stär­ken­ori­en­tie­rung. Stärken entstehen durch eine Gen-Umwelt-Inter­ak­­tion. Die Gene aber sind über mehrere Gene­ra­tionen von den Fami­li­en­er­leb­nissen geprägt. Das heißt auch in den Genen steckt „Umwelt­er­fah­rung“. Das sind Erkennt­nisse der Epige­nitik. Diese sind leider längst noch nicht im Alltags­wissen ange­kommen. Viele halten die Beschäf­ti­gung mit unseren Ahnen für spiri­tu­ellen Quatsch. Uns wurde ausge­trieben, Eltern­be­rufe in den Lebens­lauf zu schreiben. Zu recht, weil die Entscheider über diese Themen nicht ange­messen reflek­tieren können. Dennoch sind die Lebens- und Berufs­er­fah­rungen unserer Ahnen wichtig für uns heute. Wenn es auch nicht mehr im Lebens­lauf steht, im Kopf ist es präsent.

Erfah­rungen der Vorfahren sind auch in uns

In jedem von uns sind die Erfah­rungen unserer Vorfahren oft wort­wört­lich „begraben“. Das „Ich“ ist nie losge­löst von seiner Familie, Gesell­schaft, Kultur und auch Gene­ra­tion zu sehen. Es trägt all das in sich. Deshalb lässt sich beruf­liche Orien­tie­rung und Neuori­en­tie­rung durchaus ohne diese Aspekte denken – dann bleibt sie aber zude­ckend und ist nicht entwick­lungs­för­dernd in dem Sinne, wie ich es in meinen aktu­ellen Büchern „Hört auf zu coachen“ (Kösel) und „Psycho­logie für Berater, Coaches, Perso­nal­ent­wickler (Kösel) beschreibe. Sie unter­stützt viel­mehr den derzei­tigen Entwick­lungs­zu­stand. Das kann sinn­voll sein, ist es aber spätes­tens dann nicht mehr, wenn Unzu­frie­den­heit entsteht.

Mein aus dem Geno­gramm entwi­ckeltes „Berufo­gramm“ hat deshalb eben auch eine Ebene, die ganz prak­ti­sche Gedan­ken­gänge auslöst: Wenn die Eltern Lehrer waren und auch die Gene­ra­tion davor niemals Berüh­rungs­punkte zu  selbst­stän­digen Tätig­keiten hatte, so werden diese implizit oder explizit mit Angst besetzt sein, mindes­tens aber wird Unkenntnis darüber herr­schen, wie sich ein „freies“ Leben anfühlt. Dass das so ist, dazu gibt es empi­ri­sche Belege. Unter­neh­mer­kinder gründen leichter und erfolg­rei­cher.

Man kann sich nur bewusst für etwas entscheiden, was man kennt. Alles andere ist von System 1 (nach Kahne­mann “schnellen Denken”), Stereo­typen und Klischees, gelenkt. Dessen sollten sich alle, die mit Berufs­ori­en­tie­rung zu tun haben, jeder­zeit bewusst sein.

Ein paar ergän­zende Tipps:

Wenn Sie „Laie“ sind:

  • Als beruf­li­cher Neuori­en­tierer malen Sie die Fami­­lien-Berufs­­­ge­­schichte in Diagramm­form auf. Sie können glück­liche Berufs­lauf­bahnen mit Plus und unglück­liche mit Minus kenn­zeichnen. Eine nächste Ausbau­stufe wäre es, die Themen der Familie hinzu­zu­schreiben. Worum ging es diesen Menschen? Ich entwickle gerade Lebens­­rollen-Karten als Ergän­zung zum Stärken-Navi­­gator. Lebens­rollen sind selbst gewählte Iden­ti­fi­ka­tionen mit der eigenen gesell­schaft­li­chen Aufgabe – das ließe sich auch als Beru­fung über­setzen. Ich verstehe diese aber durchaus als flie­ßend. Sie können sich ändern. Und die “wahre” (für mich ist das eine reflek­tiert und bewusst konstru­ierte) Lebens­rolle zu entde­cken, braucht es vor allem…Lebenserfahrung.

Wenn Sie mit jungen Menschen arbeiten:

  • Berufs­coa­ches, die mit jungen Menschen arbeiten, sollten die Fami­li­en­be­rufe einbe­ziehen, warum nicht auch die der Groß­el­tern. Selbst die Region prägt, in welcher Art und Weise kann man auch mit jungen Leuten disku­tieren.

Es sagt viel darüber aus, was ein junger Mensch sieht und gesehen hat – und was nicht. Auch die Bewer­tungen der Eltern fließen ein. Die meisten Eltern sagen heute, “mein Kind kann tun was es will”. Das stimmt unter der Ober­fläche meist nur sehr bedingt. Die (Fremd-)Steuerung erfolgt über die Emotionen, nicht über Worte und Hand­lungen. Wer sein Kind in eine Studi­en­be­ra­tung mit „Test­bat­te­rien“ schickt, will (emotional betrachtet) ein Problem lösen und zwar oft mit viel Geld.

Wenn Sie mit berufs­er­fah­renen Personen in der ersten oder zweiten Neuori­en­tie­rungs­phase nach meinem Lebens­pha­sen­mo­dell arbeiten:

  • Karrie­re­coachs, die mit beruf­li­cher Neuori­en­tie­rung zu tun haben, sollten es ebenso wagen, in die Fami­li­en­ge­schichte zu tauchen, natür­lich nur, wenn der Klient dies wünscht. Dazu muss man aber mitunter auch diese Zusam­men­hänge erst einmal bewusst­ma­chen und erklären. Ich erlebe oft, dass man erst beim Aufmalen merkt, dass dieser Zusam­men­hang über­haupt besteht. Auch die Geschwis­ter­be­rufe und –lebens­wege sagen einiges aus. Ist es doch so, dass Geschwister sich vonein­ander deiden­ti­fi­zieren, also sich oft an einem Merkmal stärker abgrenzen. Ist der eine viel­leicht den Weg des Vaters gegangen und Uni-Professor geworden, hat es den anderen mögli­cher­weise in die Praxis gezogen. Das sagt viel über Fami­li­en­dy­na­miken aus – aber auch über Stärken, die einer Familie gemeinsam sind.

Immer wieder werde ich gefragt, ob man solche Themen den wirk­lich in ein Berufs­coa­ching einbringen kann. Ich meine: Ja, wenn der Coachee stabil und gesund ist und der Coach genü­gend „Menschen­kunde“ hat. Wenn ein Vertrau­ens­ver­hältnis besteht und der Klient den Mehr­wert erkennt. Indes gibt es auch viele Situa­tionen, in denen das Bewusst­sein für Familie als Hinter­grund­rau­schen genügt.

Wenn Lehrer erkennen würden, dass es sinn­voll ist, Prak­tika in Berei­chen zu fördern, die nicht fami­li­en­spe­zi­fisch sind. Wenn Eltern begriffen, dass so ein Prak­tikum so wie auch weitere Berufs­er­fah­rungen vor allem dem Erleben dienen und über das Erleben dem Finden einer viel­leicht auch bewusst fami­li­en­fremden Iden­ti­fi­ka­tion, wäre viel gewonnen. Wenn Perso­nal­ab­tei­lungen diese Dyna­miken sähen und ihre Kompe­tenz­mo­delle weglegen würden, wenn sie Selbst­er­kenntnis und Selbst­fin­dungen fördern würden — auch wenn das bedeutet, dass ein Mitar­beiter nach einer gewissen Zeit viel­leicht auch geht. Nach Hause.

© Lili­Gra­phie — Fotolia.com

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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4 Kommen­tare

  1. Günter Heß 2. April 2018 at 11:53 — Reply

    Sehr inter­es­sant, passt in das Themen­feld der Halte­stra­tegie für Jugend­liche in der Region.

  2. Luis A. Pavez S. 2. April 2018 at 14:42 — Reply

    Exzel­lent, insbe­son­dere wenn diese Art von Begleiten für nicht Deut­sche den kultu­rellen Hinter­grund berück­sich­tigt

  3. Gerhard Evers 3. April 2018 at 12:13 — Reply

    Auf alle Fällle gehört diese Art einer Vertie­fung seines persön­li­chen Werdens, der eigenen Biografie und auch
    der vorhe­rigen Gene­ra­tionen zu einer sehr sinn­vollen Arbeit und Reflek­tion des Selbst­ver­ste­hens.

    Hierfür ist es gut sich auch mit der Geno­gramm — Arbeit beschäf­tigt zu haben.

    Und es ist wichtig die Biografie der vorhe­rigen Gene­ra­tionen einge­bunden in Kontexte zu verstehen.
    Oft ist es gar nicht der Beruf an sich, der z.B. Motive und Talente zeigt.

    Die Menschen, die die Welt­kriege miter­lebt haben, waren alle trau­ma­ti­siert. Die Gene­ra­tion ihrer Kinder, die selbst den Krieg miter­lebt haben oder auch die Gene­ra­tion der Kinder , die in den 50iger/60iger geboren wurden, sind in einer völlig trau­ma­ti­sierten, disso­zie­renden Gesell­schaft aufge­wachsen.
    Die daraus entste­henden psychi­schen Störungen oder auch charak­ter­li­chen Beson­der­heiten, beeein­flussen noch heute viele, auch junge Menschen. ( Stich­worte Störungen im Bereich Iden­tität, Ich Struktur, Umgang mit Gefühlen, Bindungs­ver­halten etc., auf grund der massen­haften Erschei­nung ist oft in Deutsch­land eher das patho­lo­gisch unnor­male normal geworden).

    Wenn man sich also seine Abstam­mung anschaut, dann sollte man tiefer schauen, als nur auf Berufe.
    Was waren die Kontexte? Was waren präfe­rierte Bezie­hungen und warum? Was waren Hobbies, was wurde in der Frei­zeit enga­giert betrieben? Welche Trau­ma­ti­sie­rungen haben mögli­cher­weise Berufs­wün­sche verän­dert?

    Ich kenne z.B. zwei Fälle, wo die Betrof­fenen nach dem Krieg Theo­logie studiert haben und Pfarrer geworden sind, was niemand in der Familie verstanden hat, da sie eigent­lich als junge Menschen vor dem Krieg ganz andere beruf­liche Ziele ange­strebt haben. Aber das Gefühl ( viel­leicht auch Schuld­ge­fühl), als fast einzige über­haupt über­lebt zu haben, während alle anderen gefallen sind, hat etwas in ihnen verän­dert. Viel­leicht auch jenseits von Gentik und Epige­netik.

  4. […] erklärt unsere eigene Historie auch manche scheinbar irra­tio­nale (Berufs-) Entschei­dung. (https://www.svenja-hofert.de/mindset/warum-die-familiengeschichte-entscheidende-hinweise-auf-unsere-&#8230😉 Wie auch Svenja Hofert auf ein Buch und Thema in ihrem Artikel hinweist, nachdem nicht nur der […]

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