Kate­go­rien

Was für ein Persön­lich­keitstyp ist der Weih­nachts­mann?

Published On: 23. Dezember 2009Cate­go­ries: Führung

Es gibt nur wenige Ange­stellte und Frei­be­rufler, die das ganze Jahr auf einen großen Tag hinar­beiten. Der Weih­nachts­mann und das Christ­kind gehören dazu. (Da ich aus dem Norden schreibe, verzichte ich im Folgenden, Katho­likin und Frau­en­quote hin oder her, auf das Christ­kind). Alles für den einen großen Tag: Um seine Moti­va­tion das ganze Jahr über aufrecht zu halten, muss er ein ganz schön gewis­sen­hafter und selbst­mo­ti­vierter Planer sein. Jeden­falls habe ich noch kein Buch entdeckt, in dem der Weih­nachts­mann auf den letzten Drücker seinen Schlitten packt.

Nein, alles ist immer geplant von langer Hand.  Der Weih­nachts­mann muss eine ausge­prägte “Ordnung” besitzen, im Sinne der Motive von Steven Reiss. Dabei braucht er nicht mal einen Chef, der ihm Ziele setzt. Offen­sicht­lich ist er im Geiste ein selbst­stän­diger Unter­nehmer in einer Art Handels­ver­tre­ter­status. Denn er agiert aus einer unter­neh­me­ri­schen Luxus­si­tua­tion: Vom Himmel hat er Gebiets­schutz erhalten und muss sich deshalb nicht gegen Konkur­renz durch­setzen. Doch auch ohne Wett­be­werb ist er Kunden­ori­en­tiert und richtet sich konse­quent an den Bedürf­nissen und Wünschen seiner Kunden (Kinder) aus, fragt diese mit dem Wunsch­zettel sogar detail­liert ab. Wie perfekt er seine Logistik plant, beweist die Tatsache, dass um 18 Uhr am heiligen Abend überall die Geschenke unterm Baum liegen. Würde ich mit dem Weih­nachts­mann als zerti­fi­zierte Master-Trai­­nerin für die Reiss-Profile einen Test machen, käme vermut­lich heraus:

  • Macht hoch (grün), schließ­lich muss er sein Team rumkom­man­dieren, Einfluss haben und Entschei­dungen treffen
  • Aner­ken­nung hoch, denn er braucht das Feed­back glück­li­cher Kinder als Exis­tenz­be­rech­ti­gung
  • Ziel- und Zweck­ori­en­tie­rung niedrig, denn ein guter Weih­nachts­mann ist Altru- und kein Egoist
  • Idea­lismus hoch. Als Huma­nist will er die Welt verbes­sern
  • Rache/Kampf niedrig, denn Streit liegt ihm gar nicht
  • Essen hoch, denn mit dem dicken Bauch ist er ein Genuss­mensch
  • Körper­liche Akti­vität: niedrig, denn auf den Bildern lässt er sich immer von den Rentieren ziehen, der Faul­pelz
  • Emotio­nale Ruhe hoch, denn der Weih­nachts­mann will Sicher­heit und sicher kein Aben­teuer

Zollen wir dem Weih­nachts­mann also die Aner­ken­nung, die ihn moti­viert, vermeiden wir Streit (den er nicht mag) und denken wir ein wenig altru­is­tisch und idea­lis­tisch wie er. Dann klappt s auch am heiligen Abend.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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