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Mani­fes­ta­tion: Lässt sich Zukunft mit Gedanken formen?

Published On: 5. September 2022Cate­go­ries: Aktuell

„Ich mach mir meine Welt, wie sie mir gefällt“: Was Astrid Lind­gren ihrer Pippi Lang­strumpf eingab, könnte man als die Fähig­keit zur Mani­fes­ta­tion bezeichnen. Durch Gedanken entsteht eine Brücke zwischen Jetzt und Zukunft. Über die kann man nur gehen, wenn man sie sieht. Deshalb ist Mani­fes­tieren eine hilf­reiche Technik. Doch zugleich ist das Spiel mit den Gedanken auch eine Gefahr.

Was ist Mani­fes­tieren?

Wiki­pedia erklärt Mani­fes­ta­tion als das Sicht­bar­werden und Sicht­bar­ma­chen von Dingen, die vorher unsichtbar oder gestaltlos und auch gar nicht exis­tent waren. Man könnte auch sagen, man sorgt mit seinen Gedanken dafür, dass etwas Gestalt annimmt.

Dabei stelle ich mir Dinge in der Zukunft in meinen Gedanken so fest vor, dass sie real werden. Ich habe mir ein Leben in Spanien mani­fes­tiert. Irgend­wann war ich an dem Ort, an dem ich sein wollte. Das war ein längerer Prozess. So als würde man ein Bild malen, das immer klarer wird. Oder so als würde man auf einem nebligen Berg wandern, dann verzieht sich der Nebel und es wird immer klarer, wo der Weg lang­geht.

Mani­fes­ta­tion für Gruppen

Das geht auch auf der Ebene von Gruppen.

Claus Otto Scharmes Theorie U Modell ist eigent­lich auch eine Anlei­tung zur Mani­fes­ta­tion. Die Beschäf­ti­gung mit der Gegen­wart, das Auffüllen der eigenen Intui­tion durch das Öffnen des Herzens und Denkens ist eine Vorbe­rei­tung.

Nur dadurch wird möglich, dass sich die Zukunft in uns zeigt. Sonst hängen wir weiter in der Vergan­gen­heit – aber halten sie für Gegen­wart. Und hier liegen dann auch die Gefahren.

Denn so wie sich befrei­ende und vorwärts­trei­bende Vorstel­lungen „fest­schreiben“ lassen, so ist es auch mit hemmenden, fest­hal­tenden. Der gleiche Mecha­nismus — die Wieder­ho­lung und Ausge­stal­tung von Gedanken und Gefühlen – kann also positiv und negativ wirken. Negativ erzeugen mani­fes­tierte Gedanken „Chatter“, ein Geschnatter im Kopf. Sie lassen lästige Gedanken immer wieder kreisen.

Sie erschaffen dann Wirk­lich­keit, die keine neuen Möglich­keiten schafft, sondern diese redu­ziert. Schwierig ist es auch, wenn Menschen noch zu sehr in der eigenen Vergan­gen­heit hängen. Das macht sie empfäng­lich für Mani­pu­la­tion und Indok­tri­na­tion.

Mehr dazu in meiner Substack-Kolumne 20.

Über die posi­tiven und nega­tiven Seiten von Mani­fes­ta­tion spreche ich in diesem Video:

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Mehr Infor­ma­tionen

Foto: David W. — Photocase.de

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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