Kate­go­rien

Was sind meine Stärken? Blog­pa­rade Teil 2

Published On: 12. März 2016Cate­go­ries: Karriere

thank-you-140227_64041 Kommen­tare hat mein Aufruf zur Blog­pa­rade aktuell – das eine ganze Menge nach drei Wochen Blog­pa­rade “Was sind meine Stärken”. Den ersten Teil der Beiträge hatte ich bereits hier vorge­stellt. Persön­lich span­nend finde ich den unglaub­li­chen Perspek­­tiven-Reichtum sowie die Tatsache, dass sich in den Beiträgen die Stärken der Autoren spie­geln: Inte­­grie­­rend-persön­­lich bei Bernd Slag­huis, analy­ti­scher bei Barbara Simonsen, syste­misch und auf der Meta­ebene bei Birgit Perman­tier;  kritisch-intel­­lek­­tuell bei Chris­toph Burger, menschennah-emotional bei Cathrin Eggers, prag­­ma­­tisch-lösungs­­o­ri­en­­tiert von LVQ-Blogger Martin Salwiczek … Ich finde jeder einzelne Beitrag hat einen ganz eigenen Wert und zeigt, dass es keine Wahr­heit gibt, nur Viel­falt. Vielen Dank!

Birgit Perman­tier: Stärken sind abhängig von Reife­grad und Ich-Entwick­­lung

Birgit Perman­tier widmete sich meinem aktu­ellen Lieb­lings­thema, der persön­li­chen Reife nach der Ich- und Werte-Entwick­­lung. Sie sagt, dass dieselben Eigen­schaften ganz unter­schied­lich wirken können. So sind Gandhi und Donald Trump ohne Frage extro­ver­tiert und kontakt­freudig. Aber zwischen ihnen liegen Werte­welten  – oder anders ausge­drückt: Reife­grade. Trump agiert ganz klar auf einer unteren Stufe, in der die Welt schwarz-weiß ist, während Gandhi einen sehr viel diffe­ren­zier­teren Blick hatte. Hier zu Birgits Beitrag. Eine Einfüh­rung über Ich-Entwick­­lung und Ich-Projek­­tionen hatte ich vor einiger Zeit hier geschrieben.

Dr. Bernd Slag­huis: Stärken zeigen sich früh

Karrie­re­ex­perte Bernd Slag­huis brachte mich dazu, noch einmal einen Blick in mein Grund­schul­zeugnis zu werfen. Um sich dem Thema Stärken auf persön­liche Weise zu nähern, hatte er auf seins geschaut und dabei einen Kommentar seiner Lehrerin entdeckt. Schon damals war er sehr genau und schrieb fehlerlos. Außerdem thema­ti­siert er eben­falls Werte, die im Konflikt mit Stärken stehen können. Da schließt sich der Kreis zu Birgits Beitrag. Am Ende lassen sich Stärken nicht ohne Werte und Werte nicht ohne persön­liche Reife denken. Hier.

Chris­toph Burger: Stärken sind nicht immer gewollt

Chris­toph Burger, wie Bernd seit vielen Jahren Mitglied meines Netz­werks Karriereexperten.com, nähert sich dem Thema intel­lek­tu­eller. Am Beispiel des Physi­kers Richard Feymann, der die Chal­­lenger-Kata­s­trophe Jahre vorher voraus­sagte, zeigt er, dass es Stärken gibt, die keiner haben will. Das erleben viele Menschen, die sich eine Meinung jenseits des Main­streams bilden können, aufgrund von Wissen und Persön­lich­keit. Hierzu fällt mir ein: Nur Talente können die Talente anderer erkennen. Holen Sie sich also Feed­back von Leuten, die in der Lage sind, Stärken zu sehen. Das hat mit Werten, Reife­grad in der Ich-Entwick­­lung und manchmal auch mit Intel­li­genz zu tun. Hier.

Ange­lique Thran­be­rend: Stärken sind relativ

Noch eine Karrie­re­ex­pertin, Ange­lique Thran­be­rend, ebenso Absol­ventin meiner „Karrie­re­ex­perte Professional“-Weiterbildung, beschäf­tigte sich mit Stärken aus persön­li­cher Sicht. Ange­lique und ich — zwei Neu-Hambur­­ge­rinnen verbindet die Kölner Herkunft. „Ausge­zeich­neter münd­li­cher Sprach­aus­druck“, so stand es in Ange­li­ques Zeugnis. „Redet wie ein Wasser­fall“, war die Über­set­zung auf Eltern­sprech­tagen. Ange­lique sagt, dass die Beschäf­ti­gung mit den eigenen Stärken ein Prozess sei, der nicht immer einfach ist. Ange­lique macht anderen Mut, sich Feed­backs einzu­holen – absolut d´accord. Hier.

Barbara Simonsen: Welche Stärken brau­chen Führungs­kräfte?

Barbara Simonsen, lang­ge­dientes Karriereexperten.com-Mitglied und Absol­ventin meiner „Karrie­re­ex­perte Professional“-Weiterbildung, beschrieb es sehr tref­fend: Wer klare Kante zeigt, über­nimmt schnell die Führung. Menschen folgen gern anderen Menschen, die eindeutig sind, in dem was sie sagen. Mit Reife (siehe Birgit) hat das nichts zu tun. So unter­streicht Barbara die Gefahr dieses Konzepts: Es lässt die jeweils andere Seite außen vor, womit wir wieder beim Reife­grad sind – die Wahr­heit liegt im “sowohl als auch”. Aber, das möchte ich hinzu­fügen, nicht zuletzt auch darin, dass Mitar­beiter damit umgehen können. Es braucht einen höheren Reife­grad von Führungs­kraft UND Mitar­beiter um Ambi­guität auszu­halten, ja als positiv annehmen zu können. Hier.

Martin Salwiszek/LVQ: Weg mit den Vorur­teilen und Klischees!

Natur­wis­sen­schaftler sind analy­tisch? Will­kommen im Club der Vorur­teile. Martin räumt in seinem Beitrag mit den gängigen Klischees und Selbst­zu­schrei­bungen auf. Natür­lich sind alle Natur­wis­sen­schaftler analy­tisch, aber was macht den einzelnen aus? Weiter fordert er dazu auf, neue Stärken zu entde­cken. Viel­leicht ist der Natur­wis­sen­schaftler ja ein super Redner? Man muss es nur auspro­bieren! Hier.

Cathrin Eggers: Deine eigene Art und Weise

Einen ganz anderen, emotio­nalen Angang an das Thema findet Cathrin Eggers, die Stärken so defi­niert: die persön­liche Art und Weise Dinge gut zu machen. Die Stärke dürfe nichts sein, mit dem man gar nichts zu tun haben will; man muss sie mögen. Hier.

Weitere Beiträge:

Hofert_Was sind meine StärkenSo, ich hoffe, ich habe bis hierhin alle Beiträge zumin­dest kurz ange­rissen. Einige kommen mit der Verlin­kung noch nicht zurecht oder haben die eigenen Seiten nicht richtig konfi­gu­riert etc. — Seiten führen ins Leere, es gibt keine Ping­backs usw. Bitte nicht böse sein, aber ich kann und will hier kein Coach für Neublogger sein. Es gibt gute Bücher zum Thema und tolle Platt­formen und Blogs, die Fragen nach dem „wie geht´s“ beant­worten. Guter Einstieg ist beispiels­weise unser Kexpa-Kurs Blog.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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One Comment

  1. Chris­toph Burger 12. März 2016 at 17:47 — Reply

    Hallo Svenja, danke für dein Eingehen auf meinen Beitrag und für deine Ergän­zung. Sehr rich­tiger Gedanke auf dem persön­li­chen Ebene: “Nur Talente können die Talente anderer erkennen” — dazu braucht es Werte, Reife­grad, Ich-Entwick­­lung und (gar nicht so selten, wie ich finde) Intel­li­genz. Sehr schön finde ich auch die dialo­gi­sche Form, wie du die Blog­pa­rade weiter mode­rierst — ein leider oft seltenes Moment im Netz — auch in der Blog­go­sphäre.

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