Kate­go­rien

Whiskey Friday and more — Was uns wirk­lich moti­viert

Published On: 12. Januar 2011Cate­go­ries: Führung

Wie kann es sein, dass jemand, der immer mehr Geld bekommt, immer schlech­tere Arbeit leistet? Warum arbeiten manche Menschen umsonst, z.B. für Open Source-Projekte? Wieso gibt es so viele hoch­be­zahlte Schlecht­leister?

Ganz einfach: Je quali­fi­zierter die Arbeit, desto weniger wichtig ist Geld. Während bei einfa­chen Tätig­keiten, die bekannt­lich aussterben, die Regel “je höher der Lohn, desto besser die Leis­tung” immer noch gilt, haben Geld und Leis­tung in der Wissens­ge­sell­schaft gar nichts mehr mitein­ander zu tun. Das Geld muss für ein ordent­li­ches Leben reichen — mehr nicht. Es geht viel­mehr um Auto­nonie, Selbst­stim­mung. Die Arbeit muss Spaß machen. Ich muss selbst gestalten können. Hier­ar­chi­sche Gehalts­sys­teme dagegen demo­ti­vieren und führen dazu, dass Top-Verdiener am wenigsten leisten, überall auf der Welt. Glück­li­cher­weise, hat das M.I.T. das jetzt nach­ge­wiesen.

Die zugrunde legende Studie greift das Video “The surpri­sing truth of what really moti­vates you” auf eine geniale Art und Weise auf (so müssen Webi­nare aussehen!). In 10 Minuten wird sehr bild­lich und wissen­schaft­lich fundiert erläu­tert, warum es absolut sinnlos ist, was die meisten Unter­nehmen tun — mit Geld zu moti­vieren. Es ist sogar so, dass sich hohe Bezah­lung kontra­pro­duktiv auf die Leis­tung auswirkt. Und das gerade in den inno­va­ti­ons­ori­en­tierten Unter­nehmen unserer Wissens­ge­sell­schaft. Inso­fern ist es nur konse­quent, dass einige Firmen umsteigen: Das US-Unter­­nehmen Dropbox etwa bietet u. a. Spiele (Gaming! Star­craft 2, Rock Band, DDR (yep, a real machine, and Laser Tag in the office) oder “Whiskey Friday”, außerdem “really flexible” Arbeits­zeiten. Schade, dass diese Botschaften in deut­schen Unter­nehmen  nie ankommen…

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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2 Kommen­tare

  1. Sven Günzel 13. Januar 2011 at 10:11 — Reply

    Noch besser ist’s, wenn die Arbeit um ihrer selbst willen getan wird, weil sie einfach Spaß macht, Inter­essen befrie­digt oder eine Heraus­for­de­rung darstellt, dann sind Geld und Spiele nur Zugaben und nicht der Haupt­grund zur Arbeit zu gehen.

  2. […] Totale Heraus­for­de­rung und Lebens­stil­in­te­gra­tion. Unab­hän­gig­keit ist ein typi­scher Anker aller Daniel Pink-bewegten.  Als zweites werden diese „Pinkies“ meist von Inhalt ange­trieben, das heißt es geht ihnen […]

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