Kate­go­rien

Wie finde ich den Bachelor oder Master, der zu mir passt? Studi­en­wahl in 9 Schritten

Published On: 6. Mai 2014Cate­go­ries: Führung

Was es inzwi­schen alles gibt! Studi­en­gänge für Klein­tier­me­dizin, für Media­tion, Nach­hal­tig­keit, Tech­no­lo­gie­mar­ke­ting, Sales, Karrie­re­coa­ching sogar… Eine riesige Fülle. Als wissens­hung­riger Mensch würde man sich am liebsten überall einschreiben. Doch all die Möglich­keiten verwirren auch.

Ich habe ein neun-Punkte-Programm für eine gute Studi­en­wahl entwi­ckelt, die für alle Alters­stufen funk­tio­niert, also auch für Berufs­er­fah­rene. Beson­ders möchte ich auch die Inter­es­senten von nicht-konse­­ku­­tiven Studi­en­gängen anspre­chen, also solche, die mit ihrem Zwei­stu­dium nicht direkt ans Erst­stu­dium anknüpfen können oder wollen.

Copyright: Trüffelpix @Fotolia.com

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Erstens: Was kommt danach?

Zunächst möchte ich Sie anregen, über das „danach“ nach­zu­denken, also das, was im Anschluss an das Studium sein SOLL (man könnte es auch Soll-Analyse nennen). Haben Sie ein Berufs­bild, eine Funk­tion, eine Branche vor sich? Wunderbar, dann können Sie z.B. über eine Recherche bei Xing heraus­finden, welche Abschlüsse andere Menschen haben, die so etwas vorhaben wie Sie.

Wenn nicht, versu­chen Sie Ihre Ziele näher zu fassen. Wo wollen Sie hin? Sie müssen andere Entschei­dungen treffen, wenn Sie in eine Stra­te­gie­be­ra­tung als wenn Sie im Marke­ting eines mitt­leren Unter­neh­mens arbeiten wollen. Gehen Sie zu Zwei­tens, falls diese Aufgabe unlösbar scheint – und danach wieder zurück.

Zwei­tens: Inter­essen klären

Was inter­es­siert Sie? Viel­leicht können Sie das schnell beant­worten, viel­leicht nicht. Falls  nicht, kann der Test BIS Klar­heit verschaffen. Den können Sie im Rahmen einer Bera­tung ausführ­lich über uns machen . Even­tuell kommen Sie auch auf Ideen, wenn Sie mal die ganzen Studi­en­gänge bei Studieren.de durch­gehen (kann aber auch kirre machen).

Drit­tens: Studi­en­mo­ti­va­tion klären

Warum möchten Sie studieren? Es kann Inter­esse sein, der Wunsch, beruf­lich weiter­zu­kommen oder aber einen guten Berufs­start hinzu­legen. Auch Status mag eine Rolle spielen – der Wert des „Scheins“ nach außen. Gehen Sie dann in die Tiefe: Was faszi­niert Sie am Lernen? Sind es inhalt­liche Aspekte? Freuen Sie sich auf Team- und Grup­pen­ar­beit? Oder begeis­tern Sie sich dafür, Dinge heraus­zu­finden und/oder anzu­wenden? Um solchen Moti­va­tionen auf den Grund zu gehen, ist der Test RIASEC hilf­reich, der weniger die konkreten Inter­essen als viel­mehr die dahinter gela­gerten Moti­va­tionen unab­hängig von Themen wie „Gesund­heit“ und „Wirt­schaft“ ermit­telt. Wird auch von uns einge­setzt.

Vier­tens: Möglich­keiten einkreisen

Was genau müssen Sie wissen, um Ihr Ziel zu errei­chen? Was befrie­digt zusätz­lich Ihre oben aufge­fä­cherte Studi­en­mo­ti­va­tion? Beispiel: Wenn Sie bisher prak­tisch im Perso­nal­be­reich gear­beitet haben, jedoch nicht über ein BWL-Studium verfügen, fehlt Ihnen theo­re­ti­sches Perso­nal­ma­nage­m­ent­wissen. Viel­leicht möchten Sie aber einen neuen Dreh und inter­es­sieren sich eher für Perso­nal­ent­wick­lung? Dann könnte man an einen einschlä­gigen Studi­en­gang oder „Verwandte“ wie Wirt­schafts­psy­cho­logie denken. Schreiben Sie auf, was Ihnen einfällt.

Fünf­tens: Quer­denken

Gibt es noch andere Wege als die klas­si­schen? Wollen Sie Jour­na­list werden? Da würde ich derzeit eher im ersten Schritt zu einem Fach­stu­dium raten, Medizin, Physik, Kogni­ti­ons­wis­sen­schaften, Neuro Science…  diese Rich­tung. Möchten Sie Berufs­po­li­tiker werden? Es muss nicht Poli­to­logie sein, Sie sehen, dass es auch Medi­ziner und Müller und natür­lich Lehrer weit bringen können.  Letzt­end­lich führen immer mehr und nicht mehr nur viele Wege nach Rom – und viel­leicht gibt es welche, die sie noch nicht auf dem Plan haben. Siehe Kogni­ti­ons­wis­sen­schaften – da geht es um die Soft­ware in unserem Kopf. Find ich persön­lich super span­nend und multi­funk­tional für Einsatz­be­reiche in Werbung und Personal passend.

Quer­denken heißt auch die Möglich­keit einzu­be­ziehen, dass es gar kein Studium sein muss. Natür­lich kann man Coaching inzwi­schen studieren, dennoch gibt es Argu­mente für eine prak­ti­sche Weiter­bil­dung (z.B. Selbst­er­fah­rung!) … Beim Thema Personal ist es ähnlich. Kann sein, dass eine fünf­tä­gige Kompakt­maß­nahme schon genau das Loch füllt, das man füllen will.

Sechs­tens: Studi­en­form ermit­teln

Es gibt immer mehr Studi­en­gänge, die auch im Fern­un­ter­richt oder einer Kombi­na­tion aus Präsenz- und Fern­un­ter­richt funk­tio­nieren. Sie geben auch Berufs­ein­stei­gern die Möglich­keit, parallel zu arbeiten, was ein Vorteil sein kann – erst recht, wenn man die gelernten theo­re­ti­schen Inhalte direkt anwenden kann. Aller­dings muss man ein Typ dafür sein, sich gut selbst moti­vieren können und außerdem auch eine gewisse Neigung zum Schreiben haben, denn vieles läuft schrift­lich.

Sieb­tens: Budget klären

Auch bei der Soft­ware­ent­wick­lung beginnt man nicht mit dem Preis, sondern mit den Anfor­de­rungen. Deshalb hebe ich das Thema bewusst in eine spätere Phase. MBAs etwa kosten zwischen 4000 und 80.000 Euro – da kann man gar nicht mehr den Dacia mit dem Porsche verglei­chen, das ist wie Hunde­hütte versus Villa. Aber mögli­cher­weise erfüllt der Dacia-MBA ja alle Anfor­de­rungen?

Achtens: Liste erstellen

Wie so etwas aussehen kann habe ich Ihnen am Beispiel von nicht-konse­­ku­­tiven Marke­­ting-Mastern aufge­führt. Wie Sie sehen, sind die Preis­spannen ordent­lich – indes auch das, was geboten wird. Lesen Sie sich die Curri­cula genau durch!

marketingmaster

Neun­tens: Forschen

Recher­chieren Sie die Erfah­rungen anderer Studenten, zum Beispiel bei Fern­stu­di­umcheck. Bitte berück­sich­tigen Sie, dass wenige Bewer­tungen meist nicht aussa­ge­kräftig sind.  Fragen Sie drei ehema­lige Absol­venten nach Erfah­rungen. Vieles können Sie schon über Inter­net­foren heraus­be­kommen.  Bedenken Sie aber: Was für einen anderen gut ist, muss es nicht für den anderen sein.

Oft ist ein mode­rierter Prozess hilf­reich, an dessen Ende Sie  von uns auch konkrete Empfeh­lungen erhalten. Sie können zudem von den Bera­ter­er­fah­rungen profi­tieren. Wir bieten dies in Form des PersAss­ment an und für das schnelle Selbst­lernen in unserem Kexpa-Sorglos-Paket „Studien- und Berufs­ziel­ori­en­tie­rung“.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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