Kate­go­rien

Wirbel um den Grün­dungs­zu­schuss, Teil 3

Published On: 23. Juni 2010Cate­go­ries: Führung

Gestern und vorges­tern ging es um die neuen Rege­lungen beim Grün­dungs­zu­schuss. Heute präsen­tiere ich Ihnen einige Tipps, mit denen Sie sich best­mög­lich vor Ableh­nungen Ihres Antrags schützen:

  • Nicht auf den letzten Drücker erst Grün­dungs­zu­schuss bean­tragen. Das  weckt den Verdacht, Ihnen ginge es nur um eine Verlän­ge­rung von ALG I.
  • Sich beraten lassen. Vorgrün­dungs­be­ra­tungen werden in der Regel nicht finan­ziert, aber die Eigen­in­ves­ti­tion lohnt sich ganz bestimmt.
  • Nicht nur auf die Ratschläge von allge­meinen Grün­dungs­experten vertrauen. Autoren und Jour­na­listen etwa sollten sich besser nicht von Leuten beraten lassen, die sonst Döner-Buden-Gründer coachen. Sie brau­chen Bran­chen­ex­perten, und deren Wissen und Einschät­zung gibt es nun mal nicht umsonst.
  • Eine wirk­lich gute Idee ausar­beiten. Gute frei­be­ruf­liche Ideen basieren auf Fach­wissen, Erfah­rungen, Kennt­nissen und sind möglichst wenig vergleichbar.
  • Bei der Formu­lie­rung helfen Muster-Busi­­ness Pläne, wie sie beispiels­weise in meinem Shop erhält­lich sind. Sie sind aber selbst­ver­ständ­lich keine Vorlage, die eins zu eins über­nommen werden kann, sondern eine Anlei­tung, wie Sie Ideen in bestimmten Berei­chen – etwa als Unter­neh­mens­be­rater, Trainer, Berater, Coach, Desi­gner, Foto­de­si­gner, Stil­be­rater, Einrich­tungs­be­rater, Jour­na­list, PR-Berater, Marke­­ting-Berater etc. – trag­fähig und erfolg­reich gestalten. Viele gaben mir das Feed­back, dass das bestellte Unter­neh­mens­kon­zept sehr geholfen hätte, einen eigenen Plan auszu­ar­beiten — und ihnen bewusst geworden ist, dass ihre ursprüng­liche Idee nicht speziell genug war. Es gab aber auch schon Besteller, die den Plan mit Aussagen wie dieser zurück­gaben: „Nach dem Lesen wurde mir bewusst, dass da doch ganz schön viel Arbeit drin steckt. Ich will doch nicht gründen.“ Also: Ohne Arbeit, vor allem Denk­ar­beit, geht es nicht.
  • Infor­mieren Sie sich über die gesetz­liche Lage im SGB III.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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One Comment

  1. Archi­tektin 20. Dezember 2011 at 10:01 — Reply

    Liebe Mia,
    Deine Situa­tion ist extrem, aber erschre­ckend erkennbar. Du hast es mit Sicher­heit zu weit kommen lassen, jetzt bist du nicht mehr du selber, und jedem Detail legst du eine Bedeu­tung bei, die es viel­leicht gar nicht hat, über alles denkst du viel zu intensiv nach (Der Chef ist nett, wie blöd! Die Chefin ist eine blöde Ziege, zum Glück! Reden sie über mich? Wenn sie mich schonen, meinen sie es dann nicht böse? Wenn ich ein Alter­na­tive ange­boten bekomme, ist das nicht eine Falle?). Das reibt Dich jeden Tag voll­kommen auf! Voll­kommen schi­zo­phren! In einem klugen Buch habe ich gelesen, daß “Auto­nomie entwi­ckeln” wichtig ist: vergleiche dich nicht, mache Dein Ding, und kontrol­liere Dich täglich: war ich autonom? Hab ich mich an den Meinungen anderer gemessen, oder an meiner eigenen? Versuche, jeden deiner Hand­lungen auf Basis einer eigenen Meinung zu entscheiden, und nicht, weil du denkst, daß es in dieser Situa­tion für .. (das Projekt, den Chef) ideal ist.
    Ich schreibe so, weil ich das kenne. Trotz einem Beruf, der angeb­lich defi­nierbar ist, aber auch da kann man sich herr­lich an anderen messen. Mir hat im Endef­fekt ein Notstopp geholfen. Nicht mehr arbeiten, fast zwei Jahre lang. Das war eine Erleich­te­rung! Nicht mehr den Tatsa­chen hinter­her­hop­peln, nicht mehr in das Gefüge aus Verglei­chen, Neid, Selbsthaß und Ehrgeiz abrut­schen! Jetzt arbeite ich wieder, es kostet Konzen­tra­tion und wieder Frust, aber es geht wesent­lich besser. Mal sehen. Bitte, finde Dich selber wieder, Du brauchst das!

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