Kate­go­rien

Xing — 95 Prozent aller Fotos schlecht — Gute Fotos, schlechte Fotos — Svenja Hofert

Published On: 14. Juni 2008Cate­go­ries: Führung

Unsere aktu­elle Pres­se­mel­dung sollte auch im Blog nicht fehlen.

Hamburg. Die Hamburger Karrie­re­be­ra­terin Svenja Hofert hat mehr als 100 Profil-Fotos von poten­ti­ellen und zufällig ausge­wählten Jobsu­chern im Portal Xing.de begut­achtet und 95 Prozent davon für schlecht befunden. Fotos seien meist zu privat, zu viel Körper, zu bunte Hinter­gründe oder wären einfach schlecht digi­ta­li­siert. „Wer sich im Internet mit einem schlechten Foto darstellt, schä­digt sein Image und senkt die Chancen auf ein Joban­gebot“, so Hofert. Die Autorin von „Jobsuche und Bewerben im Web 2.0“ (Eich­­born-Verlag) empfiehlt, sich für einen bewussten Auftritt im Internet zu entscheiden. „Letzt­end­lich ist die Präsenz bei Xing & Co. nichts anderes als eine latente Dauer­be­wer­bung.“ Aber auch Xing-Mitglieder, die in ihrem aktu­ellen Job glück­lich sind, sollten auf ihre Foto-Präsenz achten. „Wenn den Geschäfts­führer aus der Xing-Mail eine Unter­neh­mens­be­ra­terin mit Käppi und Neck­holder-Shirt anlä­chelt, wird er deren Angebot sicher weniger ernst nehmen.“

Gute Fotos, schlechte Fotos – 7 Tipps von Svenja Hofert

  1. Gute Fotos zeigen Zähne: Diese sind auch im Minia­tur­format noch einzeln sichtbar.
  2. Tapeten gehören ins Wohn­zimmer, nicht zu Xing: Hinter­gründe sind neutral, ohne Muster und am besten hell.
  3. Dunkel zu hell: Am besten etwas Dunkles zum hellen Hinter­grund anziehen, mit möglichst wenig Muster.
  4. Bran­chen­ge­recht: Werber sehen nun mal anders aus als Banker und sollten das auch zeigen.
  5. Ganz­­körper-Verbots­­zone: Ins Internet mit seinen Minia­tur­bil­dern gehören nur Porträts vom Gesicht.
  6. Privat gehört ins Foto­album: Xing ist ein Netz­werk für Busi­ness­kon­takte. Wer etwas anderes will, geht zu liebe.de
  7. Erkennbar bleiben: Nasen- oder Fußpor­träts sind etwas für StudiVZ und andere Fun-Plat­t­­formen, haben aber im Busi­­ness-Internet nichts zu suchen.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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3 Kommen­tare

  1. Nijko 15. Juni 2008 at 2:04 — Reply

    ..Schön, dass ich Werber bin ;- )
    Trotzdem inter­es­sant und auch richtig, merke ich jeden Tag: Bekomme viele Anfragen für Foto­shoo­tings mit Wort­laut “moderne Bewer­bungs­fotos für XING”… herr­lich.

  2. Paleica 21. Juni 2008 at 15:03 — Reply

    also ich finde es um ehrlich zu sein erschre­ckend, dass diese dinge, die da geraten werden, den leuten nciht von vorn­herein klar sind. schon eigen­artig wie wenig über­haupt versucht wird, beruf­li­ches und privates im internet zu trennen…

  3. Bewer­bung-für-eine 1. Februar 2009 at 21:08 — Reply

    Auf joboderflop.de gibt es ein gutes Forum, um eigene Bewer­bungs­fotos von anderen Nutzern bewerten zu lassen. Dort tummeln sich auch viele Profi-Foto­­­grafen, die wirk­lich nütz­liche Kommen­tare geben. Ideal zum Vorab­testen der Fotos, wie ich finde.

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