Beruf­liche Neuori­en­tie­rung: „Aber dann gleich was Großes“ — Von der SAP-Bera­­tung zum Möbel­de­sign

Beruf­liche Neuori­en­tie­rung: „Aber dann gleich was Großes“ — Von der SAP-Bera­­tung zum Möbel­de­sign

Es war nur ein kleiner Anstoß – der aber eine nach­hal­tige Wirkung hatte. „Entweder du leitest gleich die ganze Abtei­lung oder du machst etwas Eigenes. Aber dann gleich was Großes“, hatte ich zu Chris­tiane Kypke gesagt, die bis dahin als SAP-Bera­terin zwar genug Joban­ge­bote hatte, aber ihren Gestal­tungs­willen, ihren Ehrgeiz und Quali­täts­an­spruch nicht ausleben konnte. Ein Jahr später bekam ich eine Mail, in der mich Chris­tiane auf „Wohn­Kon­trast“ hinwies und sich für die kleine Inter­ven­tion bedankte. Die Website und das dahinter stehende Geschäfts­mo­dell fand ich so beein­dru­ckend, dass ich sie zum Gespräch bat.  Zum Beispiel darüber, wie groß oder klein […]

Warum denkst du nicht gleich ganz groß? oder: Warum Frauen lieber lang­samer gründen

Warum grün­dest du nicht gleich eine GmbH? Wieso stellst du nicht sofort Mitar­beiter ein? Und über­haupt: Wieso denkst du nicht gleich größer? Das sind typi­sche Aus- und Ansagen, die weit häufiger von Männern kommen als von Frauen. Ordent­li­ches Wachstum, bitte! Slow­Gro­wing schadet der Stand­ort­för­de­rung, die schließ­lich davon lebt, möglichst große Gewer­be­flä­chen zu vermieten. Slow­Gro­wing ärgert die Banken, die wenig Lust haben für geringes Start­ka­pital großen Aufwand zu betreiben. Erst recht wider­spricht Slow­Gro­wing einem Denken, das auf pausen­losen zwei­stel­ligen Zuwachs gepolt ist: Jedes Jahr mehr. Deshalb werden Frau­en­grün­dungen oft belä­chelt. Da wird getöp­fert, Schmuck designt, Marme­lade verkauft. Alles in allem gesamt­wirt­schaft­lich […]

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