Lein­wand & Co.: Unter­neh­mens­ak­tionen für den Fuss­ball

Früh­in­di­ka­toren für den Raus­schmiss

“Der Geschäfts­führer hält sich nicht mehr lange. Ich tippe er sucht selbst schon nach Alter­na­tiven. Wenn er weg ist, bin ich es einen Tag später auch” — so die nüch­terne Analyse eines Kunden, der recht­zeitig seinen Abgang vorbe­reiten wollte. So realis­tisch sind viele nicht, erst recht nicht nach längerer Betriebs­zu­ge­hö­rig­keit. Dabei gibt es Indi­ka­toren dafür, dass die Zeichen auf Kündi­gung, Verset­zung oder Degra­die­rung stehen. Einige Beispiele: An der Führung deutet sich ein Wechsel an. Es werden Ihnen Projekte entzogen. Entschei­dungen, Ihre Posi­tion betref­fend, werden heraus­ge­zö­gert. Es gibt Bespre­chungen, zu denen Sie nicht mehr einge­laden werden. Die finan­zi­elle Lage des Unter­neh­mens verschlim­mert sich zuse­hends. Selbst die […]

Co-Working: Besser im Team als allein

Frei­be­rufler allein zu Haus? Einige finden das toll. Aller­dings meist nur für eine kurze Zeit. Je weniger Kunden­ter­mine, desto größer dann die Gefahr, einsam zu werden. Nicht selten werden abso­lute Home-Office-Einzel­kämpfer mit der Zeit etwas seltsam… eigen­willig… Leider standen der Büro­suche dann oft horrende Preise im Weg: Rund 600 Euro kostet ein Büro in der Friends­fac­tory in München, ab 350 hier um die Ecke in der Königs­straße — indis­ku­tabel für viele meiner Kunden (darunter Inge­nieure, ITler, Jour­na­listen und Lektoren). Inso­fern begrüße ich es, dass es immer mehr Ange­bote für Co-Working gibt, die sich nicht nur an Selbst­stän­dige wenden, sondern auch an die […]

Warum Gauck und Schwein­steiger authen­tisch sind, aber man nur Gauck zu Füßen liegt

Gauck ist das beste Beispiel: Außer den noto­risch bockigen Linken hätte sich jeder mit ihm anfreunden können. Überall hörte man: „Der ist einfach authen­tisch. Der ist, wie er sich gibt. Und er gibt sich, wie er ist.“ So begeis­tert waren die Kommen­tare, z.B. bei Spiegel Online, dass es mich fast ein wenig irri­tiert hat. Wird da nicht eine Menge hinein­in­ter­pre­tiert? Wer wünscht sich nicht Orien­tie­rung durch eine Führungs­person, der man sozu­sagen blind vertrauen kann – nach dem Motto: Papa wird’s schon richten. Es kann deshalb nicht das Authen­ti­sche allein sein. Auch ein Schwein­stei­germag nach der Authen­ti­zi­täts­regel „ich bin, wie ich bin“ […]

Erfolg­reich sein im Jour­na­lismus — Erfah­rungs­be­richt von Marco Glas

Erfolg­reich sein im Jour­na­lismus – das ist in Zeiten der Medi­en­krise nicht leicht. Doch mit den rich­tigen Konzepten und einer klaren Nische geht auch das. Marco Glas hat sich als Jour­na­list mit seinem Unter­nehmen „paper­dogs“ auf Artikel, Online-Texte und Pres­se­ar­beit rund um Hund und Tier spezia­li­siert. Als Marke­ting­in­stru­ment dient ihm seine Webseite, ein Blog und syste­ma­ti­sches Empfeh­lungs­mar­ke­ting. Sein Erfah­rungs­be­richt: „Um als freier Jour­na­list, Texter und Online-Texter erfolg­reich zu sein, brau­chen Sie meiner Erfah­rung nach ein klares Konzept, ein gutes Netz­werk und mehr Flexi­bi­lität denn je. Sich Hals über Kopf in die Arbeit zu stürzen, zeugt zwar von einer gesunden Arbeits­ein­stel­lung. Das gewünschte […]

Jobsuche und Bewer­bung der Zukunft — und was das für Sie bedeutet

Heute findet in der Handels­kammer eine Jobmesse von Stau­fen­biel statt, auf der ich um 14 Uhr 30 zum Thema “Jobsuche und Bewer­bung der Zukunft” spreche. Die Präsen­ta­tion dazu können Sie sich hier herun­ter­laden: Jobsuche und Bewer­bung der Zukunft: herun­ter­laden

Wirbel um den Grün­dungs­zu­schuss, Teil 2

Wie gestern berichtet: Bis die neuen Rege­lungen greifen können, gelten die alten.  Diese besagen: 1.Der Grün­dungs­zu­schuss ist eine Muss-Rege­lung. Er muss gewährt werden, wenn die Voraus­set­zungen erfüllt sind. Und die heißen: Busi­ness Plan, fach­kun­dige Stel­lung­nahme, „echte“ Selbst­stän­dig­keit (keine Schein­selbst­stän­dig­keit). 2. Der Grün­dungs­zu­schuss wird vorerst für neun Monate gewährt. Er umfasst das Arbeits­lo­sen­geld I und oben­drauf 300 EUR. 3. Für weitere sechs Monate können auf Antrag bei der Agentur für Arbeit 300 Euro pro Monat zur sozialen Absi­che­rung gewährt werden, „wenn eine inten­sive Geschäfts­tä­tig­keit und haupt­be­ruf­liche unter­neh­me­ri­sche Akti­vi­täten darge­legt werden“ (O‑Text SGB III). 4. Der Grün­dungs­zu­schuss muss spätes­tens neun Monate nach […]

Wirbel um den Grün­dungs­zu­schuss, Teil 1

Seit 14 Tagen sorgt das Spar­paket für Wirbel. In seinem immer sehr gut recher­chierten News­letter berich­tete gruendungszuschuss.de-Betreiber Andreas Lutz von zuneh­menden Ableh­nungs­be­scheiden durch die Arbeits­agen­turen. Kaum ist mein Stan­dard­werk zur Exis­tenz­grün­dung, das „ Praxis­buch Exis­tenz­grün­dung“ in die neue Auflage gegangen, scheint eine Ände­rung im Kapitel “Grün­dungs­zu­schuss” ins Haus zu stehen. Die Bundes­ar­beits­agentur ist dazu verdon­nert worden, 4,3 Milli­arden Euro einzu­sparen. Wie und in welcher Form das geschehen soll, ist noch nicht klar. Die derzeit häufi­geren Ableh­nungen schon jetzt deuten auf eine stren­gere Ausle­gung vorhan­dener Regeln – zumal das Geld in den Agen­turen ohnehin knapp ist. Möglich, dass aus der derzei­tigen […]

21. Juni 2010|Tags: , , |

Pull-Gründer sind erfolg­rei­cher

Grün­dungen aus der Arbeits­lo­sig­keit sind erfolg­reich. Das belegt es einmal mehr eine Studie des Deut­schen Insti­tuts für Wirt­schaft, die ein weiteres inter­es­santes Detail zutage bringt: Pull-Gründer sind erfolg­rei­cher als Push-Gründer. Damit meinen die Experten Gründer, die gründen wollen und aktiv ihre eigene Idee voran­bringen. Push-Gründer sind die Gründer aus der Not; sie schei­tern häufiger. Wer etwas jedoch wirk­lich will, kann es erfolg­rei­cher voran­treiben: Dies ist eine Erfah­rung, die wohl jeder Unter­neh­mens­be­rater bestä­tigen kann. Während Pull-Gründer mit Begeis­te­rung dabei sind, Netz­werke moti­vieren können, an sich glauben und nebenbei auch wissen, was sie bieten und anbieten können, können Push-Gründer sich oft noch […]

Haben Sie das wirk­lich nötig?

“Haben Sie das wirk­lich nötig?” fragte neulich ein Top-Manager meine erfolg­reiche Kundin, eine Unter­neh­mens­be­ra­terin. Er meinte die Tatsache, dass sie bei Xing regis­triert ist und dort aktiv netz­werkt. Gerade ältere und hoch­ran­gige Manager lehnen das Internet oft entschieden ab. Ich denke: Verständ­lich, weil ein Herr Zetsche sicher nicht mit E‑Mails und Grup­pen­ein­la­dungen zuge­müllt werden will. Die Belas­tung ist ja schon für Normal-Ange­stellte an der Grenze. Ich finde aber auch: Das ist ganz sicher eine Gene­ra­tio­nen­frage. Die Gene­ra­tion, die mit dem Internet aufwächst, wird ganz normal in die sozialen Netz­werke hinein­wachsen. Unter den 20-bis 25-jährigen gibt es etwa kaum Internet-Verwei­gerer. Neun­jäh­rige bewegen sich bereits täglich […]

18. Juni 2010|Tags: , , , |

Das Berufs­leben der Taxi­fahrer

Gerade war ich vier Tage in München — und bin auf dem Weg hin und zurück ziem­lich viel Taxi gefahren. Aus uner­find­li­chem Grund setzte ich mich jedes Mal in die Wagen äußerst rede­freu­diger Fahrer. Altona-Hamburg Flug­hafen: Taxi­fahrer Nummer eins erzählte mir von seinem Arbeits­leben in Norwegen als Ehemann einer Busi­ness-Frau. Dieses Land scheint eine Art Para­dies für alle zu sein, die es langsam angehen lassen möchten. Acht Stunden maximal und keinerlei Stress. “Jeder so wie er kann” brachte er mir auf Norwe­gisch bei, dies sei der Lieb­lings­spruch der Norweger, offen­sicht­lich auch die Devise in Team­trai­nings — leider habe ich die Über­set­zung wieder vergessen. Lang­same […]

9. Juni 2010|

Wenn der Job richtig krank macht

2009 stürzten sich 20 Ange­stellte der France Telecom aus Fens­tern und von Brücken. Grund: Stress und die Arbeits­at­mo­sphäre. Nun ist der chine­si­sche Ipod-Hersteller Focomin die Schlag­zeilen geraten. Gerade entschied der 10. Mitar­beiter, dass sein Dasein unter diesen Bedin­gungen nicht mehr erträg­lich sei. Grund: Wahr­schein­lich eben­falls Stress und die Arbeits­be­din­gungen. Zwar gilt in China ein Acht-Stun­dentag, jedoch soll in China vor allem in der Elek­tronik­in­dus­trie bei Unter­schrei­tung von Mindest­löhnen norma­ler­weise um die 80 Stunden die Woche gear­beitet werden. Auch in Deutsch­land macht Arbeit sehr oft krank — und manch Selbst­mord dürfte nicht nur mit der Trost­lo­sig­keit des Lebens, sondern auch des Jobs zusam­men­hängen. Längst […]

25. Mai 2010|Tags: , , , |

Nettes kleines Tool: Der Abmahn­block

Gerade flog mir eine kleine Info ins Post­fach, — und die war ausnahms­weise mal ganz witzig: Der Abmahn­block, vorge­stellt in einem neuen Blog zweier “Karrie­re­freunde”. Mit dem Abmahn­block können Sie Kollegen ohne über­flüs­sige Kommu­ni­ka­tion auf Ihr Fehl­ver­halten hinweisen. Hoch­ste­hende Toilet­ten­de­ckel, laute Tasta­turen, nerviges Rumge­singe: Abmahn­block nehmen, abmahnen, kleben, fertig… Das Ding lässt sich für 5,95 EUR bestellen. Der Block aus dem Blog passt gut zu meinem im Herbst erscheinenen Buch “Ich hasse Teams. Wie Sie die Woche mit Kollegen über­leben”, einer Team­pro­duk­tion mit Thorsten Visbal. Warum die beiden Karrie­re­freunde sich aller­dings als solche betä­tigen, erschließt sich mir nicht. Anschei­nend sind sie, glaubt man […]

19. Mai 2010|

IAB meldet weniger Stellen 2010

Gefühlt hatte ich es ja schon: Derzeit gibt es eher wenige Stel­len­an­ge­bote. Oder auch: Die Ange­bote verteilen sich bran­chen­mäßig ziem­lich unge­recht. Einzig Berater mit am besten unein­ge­schränkter Reise­be­reit­schaft sind begehrt. Aber wer will schon sein Berufs­leben lang irgendwo in Grie­chen­land oder Dubai Prozesse analy­sieren? Meist sind das Durch­lauf­sta­tionen. Jetzt gibt es die Job-Zahlen schwarz auf weiß und im Vergleich der ersten Quar­tale 2007 bis 2010. In Kürze: Im Handel sowie in der Metall- und Druck- sowie Holz­branche weht nach wie vor ein rauer Kosten­wind. Das Stel­len­an­gebot ist 2010 im Vergleich zu 2007 in diesen Berei­chen beson­ders stark zurück­ge­gangen, meldete das Institut […]

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