Harmonie oder ordent­lich fetzen? Drei Schritte, um ein gemein­sames Verständnis von Zusam­men­ar­beit zu entwi­ckeln

Harmonie oder ordent­lich fetzen? Drei Schritte, um ein gemein­sames Verständnis von Zusam­men­ar­beit zu entwi­ckeln

„Wir haben gut zusam­men­ge­ar­beitet, denn wir haben uns ordent­lich gefetzt“, kommen­tierte das eine Team, als ich es bat, ihre Zusam­men­ar­beit zu bewerten. Man gab sich vier von fünf mögli­chen Punkten. Das andere Team hatte wesent­lich fried­voller an seiner Lösung getüf­telt. „Wir haben gut zusam­men­ge­ar­beitet, denn wir waren harmo­nisch“, so deren Fazit. Ich hatte beide Teams in einem bewusst offenen Format gegen­ein­ander antreten lassen. Sie sollten eine Lösung für ein Problem finden. In Wahr­heit ging es mir aber nicht um die Problem­lö­sung. Eigent­lich wollte ich genau auf diese Meta­ebene der Bewer­tung von Zusam­men­ar­beit gehen. Damit hatte ich beide Teams gepackt, denn […]

Das Ende der Ego-Kultur: 5 Gründe, warum sich das Verständnis von Team­ar­beit radikal ändern muss

Überall höre ich sie. Begriffe, die aus dem Wort­feld der Team­ar­beit stammen: Augen­höhe. Koope­ra­tion. Zusam­men­ar­beit. Gemein­sam­keit. Sinn für alle. Da ist  ein Wir-Trend in der Arbeits­welt entstanden, der ein kollek­tives Bedürfnis anzeigt — dem nach Bindung und Verbin­dung. Selbst einge­fleischte Einzel­kämpfer und ehema­lige Karrie­risten suchen plötz­lich nach etwas, das mehr ist als sie selbst. Wie lang­weilig ist es doch, sich selbst zu lieben! Und ist dieser Versuch nicht sowieso verge­bens? Viel zu lange haben Unter­nehmen nicht beachtet, das ein Team viel mehr oder viel weniger als die Summe seine Indi­vi­duen ist. Man könnte auch sagen: Sie haben nicht auf Emer­genz […]

21. Mai 2017|Tags: , , |

Über Werte der Arbeits­welt im 21. Jahr­hun­dert – Film­be­richt zu „Augen­höhe“ und Meinungen aus der Premie­ren­feier in Hamburg

„Der Film ist 5% — es ist der Appe­tizer. Die rest­li­chen 95% sind harte Verän­de­rungs­ar­beit“ – das soll zum Anfang erstmal auch von mir nur ein Appe­tizer zu dem folgenden Film­be­richt sein. Es geht um den Film „Augen­höhe“ – eine Art Doku­men­ta­tion zu den Werten der Arbeits­welt des 21. Jahr­hun­derts. Das Projekt sollte anfangs im Rahmen des 12. intrinsify!me Wevent in Berlin nur ein kurzes Drei-Minuten Video werden, das die Werte nicht nur beschreibt, sondern vor allem zeigt. Ein paar der Initia­toren verfolgten das Thema inten­siver, sodass der Film nun in etwa 50 Minuten lang ist. Span­nend dabei ist, dass […]

4. Februar 2015|Tags: , , |

Mach(t) mit! Von den posi­tiven und nega­tiven Wirkungen des Grup­pen­zwangs

Gerade schreibe ich mit Kollege Thorsten Visbal an einer „Team­bibel“ (hier das Vorgän­ger­buch). Dabei geht es natür­lich auch um Grup­pen­phä­no­mene. Über faule Hänge­matten-Co-Worker und die leis­tungs­ver­rin­gernde Wirkung mancher Team­ar­beit habe ich hier schon mehr­fach berichtet, nicht jedoch über den Grup­pen­zwang, den man auch mit „Konfor­mi­täts­druck“ über­setzen könnte. Konfor­mi­täts­druck ist eine Neben­er­schei­nung des natür­li­chen Wunsch nach Zuge­hö­rig­keit. In Unter­nehmen und der rest­li­chen Welt. Freund­li­cher­weise werden mir gele­gent­lich blog­taug­liche Firmen­in­terna berichtet. Ins Staunen versetzte einen Frei­be­rufler neulich etwa, dass die Team­lei­terin seines Auftrag­ge­bers mit vier Kollegen vor dem Bild­schirm saß und über einen Bewerber nach dem anderen lästerte. „Alter Sack“, war noch ein harm­loser Kommentar zu […]

5 Irrtümer über die vermeint­li­chen Vorteile enger Zusam­men­ar­beit in Gruppen

Mensch bin ich froh, dass ich heut­zu­tage nicht in die Schule gehen muss. Da käme ich um die Grup­pen­ar­beit wohl kaum herum. Die ist manchmal frus­trie­rend. „Ich habe die rich­tige Mathe­lö­sung eigent­lich immer“, sagt mein Sohn. „Aber da X so domi­nant ist, setzt X sich immer durch und dann machen Y und Z auch mit, und wir haben´s alle zusammen falsch.“ Tja, liebe Bildungs­po­li­tiker und Lehrer, habt ihr denn gar keinen Grund­kurs über Grup­pen­psy­cho­logie belegt? Man muss ja nicht gleich Gustave le Bon „Psycho­logie der Massen“ zitieren, aber ein wenig kriti­scher sehen könnte man den Trend zur Zwangs­zu­sam­men­ar­beit durchaus sehen und […]

Die neue Problem-Kultur oder: Warum das Problem die Lösung ist

© DOC RABE Media — Fotolia.com Probleme waren lange tabu in unserer Ergeb­nis­kultur. Es ging immer und überall um Ziele. Als Trainer  lernten und lehrten wir diese „smart“ zu dekli­nieren. Als Fach- und Führungs­kräfte hämmerte man uns ein, dass Erfolg stets an Ziel­er­rei­chung gekop­pelt ist. Wir stellten inso­fern auch nicht in Frage, wenn wir „mit Zielen“ geführt wurden, selbst außer­halb des Vertriebs. Auch Exis­tenz­gründer und Unter­nehmer kennen die Vorherr­schaft der Ziele: Mit Busi­ness Plänen waren sie seit Mitte der 1980er Jahre genö­tigt, in Umsatz- und Gewinn­zielen zu denken, jeden­falls wenn sie Kredite wollten. Und nun? Ziele sind out. Das Problem kommt! […]

Welche Soft Skills braucht die Zukunft? Team­fä­hig­keit und Selbst­ma­nage­ment neu defi­niert

Haben Sie die passenden Soft Skills für die Zukunft Ihrer Karriere? Darüber habe ich neulich als Gast­kom­men­ta­torin bei Xing laut nach­ge­dacht. Hier möchte ich meinen Beitrag in einer kleinen Reihe über Schlüs­sel­kom­pe­tenzen vertiefen. Beginnen wir einmal mit dem wohl am meist zitierten Soft Skill, der Team­fä­hig­keit. Ist Ihnen auch schon aufge­fallen, dass darunter JEDER etwas anderes versteht? Die Palette reicht von fried­lich neben­ein­ander herar­beiten bis Mittags essen gehen. Ist das die Art von Team­fä­hig­keit, die in der Arbeit der Zukunft gefragt sein wird? Sicher nicht. Wenn sich die Welt so entwi­ckelt, wie sie sich entwi­ckeln muss, dann werden […]

Fuss­ball & Karriere: Geht es um Tore oder Zahl der Ball­kon­takte?

Mario Gomez hat gestern ein bißchen Show gemacht. So sah das jeden­falls aus, hin und her über die Mittel­linie, um Akti­vität zu demons­trieren. An der Zahl seiner Ball­kon­takte hat es offen­sicht­lich wenig geän­dert. Für seinen Erfolg ist das aber anschei­nend auch gar nicht so rele­vant. Man kann die ganze Zeit raum­stehen und trotzdem zwei Tore machen. Auf die Karriere über­tragen: Man kann in 10 Stunden so viel schaffen wie andere in 60 — Kritik ist einem auch da sicher. Ich habe keine Ahnung vom Fußball. Oh wie pein­lich, Mama, würde mein Sohn sagen, wenn er einmal in meinen Blog anstatt in das LTB-Forum und den Online-Fußball […]

Trom­peten Sie schon oder trom­meln Sie noch? Das Team als Orchester

Ich bin eine Trommel und spiele auch gern Gitarre. Kaum habe ich einen Einfall (Gitarre), will ich ihn auch schon umsetzen (Trommel). Dann kommt aber meine Harfe ins Spiel, die doch erst noch mal die Fakten analy­sieren will, und viele Idee gnadenlos wieder verwirft. Violà: Meine drei präfe­rierten Team­rollen, über­tragen auf Musik­in­stru­mente. Was mir fehlt, sind die Eigen­schaften einer Trom­pete – die vermut­lich Steve Jobs zu eigen waren. Er liebte das Bad in der Menge und die Selbst­ver­mark­tung. Ich nicht so, in der Zeit könnte man ja Sinn­volles tun. Deshalb vergesse ich auf Vorträgen auf meine Bücher hinzu­weisen; aus diesem […]

„Du föärschdt“! Wie regio­nale Beson­der­heiten Job und Team­ar­beit beein­flussen

Diver­sity ist ein Schlag­wort, also Verschie­den­ar­tig­keit. Oft wird dies auf Kulturen bezogen. Die Autorin Svenja Hofert sagt: Es geht weiter, Verschie­den­ar­tig­keit zeigt sich schon in den einzelnen Bundes­län­dern und Regionen.

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