Karrie­re­websites und Werte: So findet man, was man sucht aber nicht braucht…

Karrie­re­websites und Werte: So findet man, was man sucht aber nicht braucht…

Zufällig bin ich im Internet über die Karrie­re­website eines Konzerns gestoßen, der Bewer­bern einige Karriere-E-Books zum Down­load bereit­stellte. Ich schaute rein: „Rasieren Sie sich“, empfahlen die Autoren. Oder „Fahren Sie nicht mit einem alten Auto vor“, so etwa lauteten die Ratschläge. Frauen sollten Ersatz­strümpfe einpa­cken, und Herren sich die Schuhe bürsten. Auch für Antworten im Vorstel­lungs­ge­spräch, vorzugs­weise zu den beliebten “Stärken und Schwä­chen” fand ich vorge­stanzte Scha­blonen. Oder dazu, wie man „perfekte“ Bewer­bung schreibt. Sollten moderne Konzerne Ihre Karrie­re­website dafür nutzen, Bewerber auf Anpas­sung zu drillen? Sollten Sie auf diese Weise nach gutem Nach­wuchs suchen – indem sie davon ausgehen, dass […]

18. April 2015|Tags: , , |

Was soll ich werden? Berufs­be­ra­tung für Menschen, die nicht mehr ganz jung sind

Eigent­lich ist es absurd: Wir suchen Jobs, die zu uns passen. Doch die Arbeits­welt produ­ziert Stellen, die auf Märkte zuge­schnitten sind, globalen Wett­be­werb und Perfor­man­ce­druck. Es geht nicht mehr um Hand­werk oder Forschung, Soziales, Wirt­schaft oder Verwal­tung: Unklare und vor allem dyna­misch sich verän­dernde Jobbilder entstehen. Und Sie fragen sich immer öfter: Was passt zu mir? Die Frage nach dem rich­tigen Beruf war für meinen Opa noch einfach zu beant­worten. Er war Berufs­be­rater beim Arbeitsamt. Damals, nach dem zweiten Welt­krieg, gab es neben vielen Unge­lernten noch rich­tige Berufe wie den Schorn­stein­feger oder den Land­wirt. Akade­miker wurden Lehrer, Arzt, Jurist oder […]

8. März 2015|Tags: , |

Selbst- und Fremd­bild: Warum hier oft Lücken klaffen und wie Sie sie schließen

Der Kollege sieht Führungs­kraft Frank ganz anders als dieser sich selbst. Frank hat ein klares Bild von sich. Er sieht sich als über­durch­schnitt­lich führungs­stark, gestal­tungs­freudig und leis­tungs­be­reit. Seine Vorge­setzten und Kollegen sehen das anders: In ihren Augen ist Frank weitaus mittel­mä­ßiger. Außerdem attes­tieren sie ihm eine geringe Analyse-Neigung. Wie kann das sein? Da ich in letzter Zeit wieder vermehrt mit Selbst- und Fremd­bil­dern aus dem Bochumer Inventar oder mit dem Führungs­kräf­te­test MLQ arbeite, den es auch in zwei Vari­anten selbst/fremd gibt, sehe ich oft Diffe­renzen. In Fremd­be­ur­tei­lungen kommen Menschen ganz anders rüber als sie sich selbst sehen. Oft […]

21. Februar 2015|Tags: , , , , |

So bleiben Sie in guter Erin­ne­rung: 3 Anfor­de­rungen an eine gute Bera­tung

„Dieser Frau habe ich es zu verdanken, dass ich heute bin, wo ich bin.“ Das sagt ein erfah­rener Geschäfts­mann, der einmal sehr an sich selbst zwei­felte und an einem Wende­punkt seines Lebens zu einer Bera­terin gegangen ist. Von da an wurde alles anders. In seinen Augen. Natür­lich hat er sich diese Geschichte auch zurecht­ge­legt, selbst­ver­ständ­lich steigt in der Rück­wärts­be­trach­tung oft die Bedeu­tung von etwas, der Hind­sight bias. Und ohne Frage ist der Mensch es, der „es geschafft“ hat, seine Persön­lich­keit, seine Poten­ziale — und niemals der Berater. Und doch sind diese erst frei­ge­setzt worden, als er dort saß, in dem Büro dieser […]

9. Februar 2015|Tags: , , , |

Coaching goes digital: Wie die Digi­ta­li­sie­rungs­welle Berufs­be­ra­tung und Karrie­re­coa­ching aufmischt

Die Zukunft für Alten­pfleger in der Demenz­pflege heißt Paro, und ist eine Kuschel­ro­boter-Robbe. Welche Toys die Zukunft für Berater bereit­hält, ist noch unklar. Sicher ist nur: Der Bera­ter­beruf ist wie alle Dienst­leis­tungen von der Digi­ta­li­sie­rung bedroht. Eine Reise zur Bera­tung von morgen. Erste Station: Halte­stelle Beru­fung Die erste Station macht viele Worte. „Svenja, ich möchte dir ein ganz beson­deres Geschenk machen“, steht in der Mail. „Svenja, auch du kannst im Club der Erfolg­rei­chen sein“. Manchmal weiß ich nicht genau, ob ich diesen Oliver, Stefan, Marcus nicht doch kennen müsste – vor allem, da sie immer mehr ein pene­trantes „fw:“ vor die Mail setzen. […]

Warum machen Sie diesen Job? 50 Fragen, die Sie sich zum Jahres­ende stellen sollten

Drei Wochen bis zum Jahres­ende. Zeit, sich ein paar Fragen zu stellen. Bevor das Jahr zu Ende geht. Beruf Warum stehen Sie jeden Morgen auf? Ist es weil Sie es müssen – oder weil Sie wollen und sich auf den Tag freuen? Treibt Sie das Pflicht­ge­fühl — oder die Freude an Ihrer Aufgabe? Wenn Sie jetzt „Pflicht­ge­fühl“ sagen: Wollen Sie diesem auch im nächsten Jahr folgen? Warum machen Sie genau DIESEN Job – und nicht den anderen, von dem Sie träumen? Können Sie mindes­tens einen guten Grund nennen? Viel­leicht auch zwei oder drei. Können Sie Gründe nennen, die nicht lauten „weil der […]

9. Dezember 2014|Tags: , |

„Ich darf keine Fehler machen“: Dämonen im Kopf und wie Sie sie loswerden.

MS Office: So nicht „Ich darf diesen Job auf keinen Fall aufgeben!“ Norma­ler­weise helfen wir Karrie­re­coachs solche Glau­bens­sätze, ich nennen sie Impe­ra­tive der Seele, umzu­deuten. Wir “ankern” eine neue Über­zeu­gung, sofern wir „NLP“ kennen, mit Bildern oder Gefühlen. Aus dem oben genannten Satz ließe sich dann beispiels­weise ein “Fehler sind gut, um daraus zu lernen” machen. Das kann sehr hilf­reich sein. Aber auch wirkungslos verpuffen. Je nach Tiefe des dahinter liegenden inneren Konflikt, den ich jetzt einmal den inneren Dämon nenne. In diesen Situa­tionen hilft etwas anderes besser, vor allem bei sehr tief veran­kerten Impe­ra­tiven der Seele, die […]

6. Dezember 2014|Tags: , , |

Berufs­bild: Was macht eigent­lich ein Karrie­re­be­rater oder Karrie­re­coach?

„Ich arbeite in der HR-Abtei­lung und inter­es­siere mich für das Berufs­bild Karrie­re­be­rater. Können Sie mir sagen, was ich dazu machen muss?“ In der letzten Zeit bekomme ich immer öfter solche Anfragen. Diesen Text schreibe ich auch, um auf solche Mails einen  Link parat zu haben. Und natür­lich für alle, die es aus profes­sio­neller Sicht inter­es­siert. Gibt es über­haupt ein Berufs­bild? MS Office — Karrie­re­be­ra­tung zeigt offene Türen und neue Wege Bisher hat niemand defi­niert, was ein Karrie­re­be­rater macht. Das hat damit zu tun, dass es keine rich­tige Ausbil­dung gibt und erst seit kurzem Studi­en­gänge. Hinzu kommt, dass Karrie­re­be­rater […]

Die rich­tige Mischung: Was Führungs­kräfte nach oben bringt (wenn nicht der Zufall)

Char­lotte hatte mir ihrem vorhe­rigen Coach, einer Frau,  ausge­ar­beitet, sie sei keine Führungs­kraft. Deshalb konzen­trierte sie sich auf eine Exper­ten­kar­riere. Bis sie uner­wartet beför­dert wurde. Und dabei fest­stellte: Eigent­lich hätte sie diesen tollen Job schon früher machen können. Es machte Spaß. Und sie war erfolg­reich. „Person A passt eher in X oder Y“ – von solcher Hypo­the­sen­bil­dung ist niemand frei. Wir lassen dabei außer Acht, dass es viele verschie­dene Voraus­set­zungen für Führung gibt, unter­schied­liche Unter­neh­mens­kul­turen und impli­zite Vorstel­lungen von Führung. Wie bedeutsam gerade letz­tere sind, zeigt die Tatsache, dass bei Umfragen unter Studenten klischee­hafte Vorstel­lungen von Führung am ausge­präg­testen waren. In […]

CVs mit Info­gra­fiken: So punkten Sie auch auf Top-Mana­ge­­men­t­e­bene

Wie erstelle ich eine aussa­ge­kräf­tige Bewer­bung mit Info­gra­fiken? Wie unter­stütze ich als Karrie­re­be­rater und Karrie­re­coach meinen Kunden mit zeit­ge­mäßen Tipps? Solange die Perso­nal­aus­wahl nicht auto­ma­ti­siert ist, haben Sie es mit Menschen zu tun. Und die „funk­tio­nieren“ alle ähnlich:     Sie haben wenig Zeit pro Bewer­bung. Sie müssen sofort erfassen, was wesent­lich ist. Ihr Gehirn verar­beitet Infor­ma­tionen selektiv. Es nimmt Infor­ma­tionen als Bild leichter wahr. Sie schenken einer unge­wöhn­li­chen Aufbe­rei­tung mehr Aufmerk­sam­keit als einer gewöhn­li­chen. All das spricht dafür Info­gra­fiken in Bewer­bungen einzu­bauen, da sie Über­sicht schaffen. Ein Neben­ef­fekt: Sie zwingen Sie, richtig gut nach­zu­denken, was eigent­lich Ihre Assets sind. Erst recht, wenn Sie sich auf hoher Ebene […]

19. September 2014|Tags: , , |

Liebe Frau Karrie­re­be­ra­terin, was können Sie für mich tun?

Oft stelle ich fest, dass Bera­tungs­in­ter­es­senten ihre Symptome benennen und mit Fragen formu­lieren können – aber nicht so genau wissen, welche Bera­tung dazu passt und was diese beinhalten sollte. Für Sie habe ich diesen Beitrag geschrieben – mit den wich­tigsten Fragen und Bezeich­nungen in alpha­be­ti­scher Reihen­folge. Beruf­liche Neuori­en­tie­rung: „Ich will alles neu“ Was kann ich tun? Wo kann meine Reise hingehen? Sie treibt eine Unzu­frie­den­heit und das Wissen, „dass es das noch nicht ist“, aber was genau? Dies heraus­zu­finden, braucht oft einen längeren Prozess, vor allem, wenn alles auf dem Prüf­stand steht – auch die bishe­rige Berufs­er­fah­rung. Soll diese dagegen sinn­voll eingehen […]

Zu viel Coaching, das gar nichts bringt? Replik auf „wir coachen uns zu Tode“

Coachen wir uns zu Tode? Werden nur Berater beraten? Eine kleine Kolumne in der WELT wirbelt im Netz gerade mächtig. Ich hab den Text zufällig gefunden, gelacht und unbe­darft bei Face­book einge­stellt. Gleich ging die Kritik los: das sei doch wohl nicht lustig. Ich lese noch mal, denke „ist das so böse?“ — und verstehe, dass man geteilter Meinung sein kann. Für mich war´s wie ein guter Comic, nicht tief­sinnig. Über­zeichnet und nicht sauber getrennt zwischen den Diszi­plinen Coach, Berater, Trainer, aber da sehe ich drüber hinweg. Für andere ist es eine unqua­li­fi­zierte, ärger­liche Attacke. Geteilt wurde der Beitrag trotzdem bisher […]

8. August 2014|Tags: , , , |

Ein Muss für Karrie­re­coachs – die Top-Five der besten Tools

Was Coachs wissen und lernen, zeigte kürz­lich ein schönes Special von Trai­ning aktuell, zu dem Abon­nenten ein E‑Book bekamen. Trans­ak­ti­ons­ana­lyse, NLP, Carl Rogers – Methoden und Ansätze, die allge­mein sehr verbreitet sind, lagen vorn. Bei den Test­ver­fahren waren MBTI und Reiss führend. Aber wie ist es bei den Karrie­re­coachs und Karrie­re­be­ra­tern? Als spezia­li­sierte Coachs sind das Menschen, die sich über die syste­mi­sche Ausbil­dung oder ein Studium hinaus bera­tend und coachend auf berufs­be­zo­gene Themen fokus­sieren. Welche Tools sollten diese Job‑, Berufs- und Lauf­bahn­ex­perten eigent­lich über das grund­le­gende Hand­werks­zeug aus Coaching und Coun­seling kennen? Meine persön­liche Top-Five: Karrie­re­anker nach Ed Schein. Der groß­ar­tige Orga­ni­sa­ti­ons­psy­cho­loge […]

Kleine Acker­kunde für Coachs: Feld­kom­pe­tenz im Karrie­re­coa­ching

Auf so manchem Seminar habe ich den Satz gehört „ach, Feld­kom­pe­tenz“: Gut zu haben, aber nicht wichtig. Feld­kom­pe­tenz brau­chen Berater.  Berater ist dabei als Seiten­hieb zu verstehen. Das sind die Leute, die sich einen Lebens­lauf anschauen und sagen: Machen Sie X, dann stei­gern Sie Ihr Gehalt um Y. So verstehe ich Karrie­re­coa­ching nicht. Das machen keine syste­mi­schen Coachs, und ich bin ja einer. Für mich steckt im Karrie­re­coa­ching auch ein Bündel von Methoden, die die Klienten helfen, für sich selbst eine Lösung zu finden. Um diese Methoden anwenden zu können, braucht es Feld­kom­pe­tenz. Neben Selbst­ver­ständ­lich­keiten wie sozialer Kompe­tenz und Hand­lungs­kom­pe­tenz.  […]

Riesige Fotos und ganz viel Ich: Von der Ego- zur Wir-Bewer­­bung

Manchmal sehe ich riesige Fotos auf Deck­blät­tern, aufs Feinste retu­schiert. Oder Websites, auf denen einem die Betreiber gera­dezu entge­gen­springen. Da schiebt sich eine Person visuell und auch sonst in den Vorder­grund. Insze­niert sich, als wäre er/sie ein Star!  Will ich so jemand für die Buch­hal­tung? Als Redak­teur? Im Vertrieb?   MS Office Nun lese ich gerade Adam Grants „Geben und Nehmen“ und da dreht sich ein Kapitel genau um diese Dinge, aller­dings nicht mit dem Fokus Bewer­bung, sondern auf die Darstel­lung in Netz­werken und Geschäfts­be­richten. Das Prinzip mag ähnlich sein. Grant schreibt, dass es Studien gäbe, die belegen, […]

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