Pünktlich? Was für´n Quatsch: Wichtige Leute kommen zu spät
Pünktlich? Was für´n Quatsch: Wichtige Leute kommen zu spät
© Klaus Eppele — Fotolia.com.jpg Wenn es sein muss, komme ich ein wenig später. Natürlich abgehetzt, wie es sich gehört, denn dieser Termin ist ja nicht so wichtig für mich. So wird mein Gegenüber gleich eingenordet: Die Alphafrau bin ich. Ich bin gefragt – und mache hier die Ansagen. Auch die Sache mit den Handys, dem liebsten Männerspielzeug, habe ich drauf: In meinem letzten angestellten Job, das war noch zu Zeiten, in denen man mit einen grauen Plastikstift in ein Ding namens PALM schrieb, gruppierte ich zwei Handys in Meetings um mich herum. Ich riss Fenster auf, ohne […]
Die neue Problem-Kultur oder: Warum das Problem die Lösung ist
© DOC RABE Media — Fotolia.com Probleme waren lange tabu in unserer Ergebniskultur. Es ging immer und überall um Ziele. Als Trainer lernten und lehrten wir diese „smart“ zu deklinieren. Als Fach- und Führungskräfte hämmerte man uns ein, dass Erfolg stets an Zielerreichung gekoppelt ist. Wir stellten insofern auch nicht in Frage, wenn wir „mit Zielen“ geführt wurden, selbst außerhalb des Vertriebs. Auch Existenzgründer und Unternehmer kennen die Vorherrschaft der Ziele: Mit Business Plänen waren sie seit Mitte der 1980er Jahre genötigt, in Umsatz- und Gewinnzielen zu denken, jedenfalls wenn sie Kredite wollten. Und nun? Ziele sind out. Das Problem kommt! […]
Wie wäre es, wenn wir beide einfach mal Job tauschen?
© Sergey Nivens — Fotolia.com Gestern sprach ich mit einer ehemaligen Mitarbeiterin, die gerade einen in ihren Augen furchtbar langweiligen Job macht. Sie ist völlig unterfordert. Ich kann mir das lebhaft vorstellen, da ich sie aus der unmittelbaren Zusammenarbeit kenne: Ein Mensch mit einem hohen Energielevel und mehr handlungs- als kommunikationsorientiert. Sie bräuchte etwas, wo sie gestalten und aufbauen kann. Und nette Menschen um sich herum auch. Welche mit ein paar Interessen mehr als um 17 Uhr nach Hause zu gehen… Alles eine Frage der Perspektive: Als sie spricht, erinnere ich mich an einen Kunden, für den ihr […]
Wo stehen Sie in der Spirale? 8 Typen Berater, Trainer, Coach
Copyright: Svenja Hofert Schon seit längerem fasziniert mich als das Entwicklungsmodell Spiral Dynamics. Nun mache ich eine kleine Serie daraus. Leider wird das Spiralmodell oft als zu komplex wahrgenommen. Deshalb ist es mir ein Anliegen, es verständlich auch für Laien zu machen – mit der nötigen Dosis Humor und Selbstironie. Beginnen möchte ich mit den Beratertypen, dabei betonend, dass Spiral Dynamics keine Typologie ist, sondern ein Entwicklungsmodell, aus dem man Analysetools ableiten kann (auf das z.B. 9Levels-Betreiber Rainer Krumm ausbildet). Laut Spiral Dynamics bauen alle Level aufeinander auf und keines kann übersprungen werden. Phasen des „Wir“ und „ich“ wechseln einander ab. In […]
Seh-Test: Sind Sie intro- oder extrovertiert?
Welcher schwarze Kreis ist größer? Wenn Sie beide gleich groß sehen, könnte es sein, dass Sie introvertiert sind. Es könnte aber auch sein, dass Sie meine kleine Täuschung ganz einfach durchschaut haben. Oder beides. Ich habe dieses Experiment nachgebaut. Die Vorlage dafür findet sich auf der Website des Neuro-IPS®. Dieser ermittelt in einem visuellen Verfahren den Persönlichkeitstyp nach MBTI / Keirsey (hierzu bei Kexpa ein Kurztest). Ich habe diesen Test, der in (Neuro-)Marketing und HR eingesetzt wird, selbst vor zwei Jahren absolviert und seitdem einige Klienten begleitet, die durch Auswahlverfahren liefen, in denen er — meist vor einem zweiten Gespräch — eingesetzt […]
Gott hilf! Wenn Sie die Stelle des Papstes besetzen müssten…
Er soll belesen sein (also ein Experte). Viele Sprache sprechen (ergo ein Kommunikator). Menschlich handeln (sozial also) und doch klar in der Sache (also Führungsstark). Die Richtung weisen (ein Stratege) und dann auch noch Menschen unterschiedlichster Nationalitäten, Bildungshintergründe und höchst verschiedener Normgebundenheit einen. In einem Alter Höchstleistungen erbringen, in dem andere längst in Rente sind. Der Papst: Dieser Mensch soll ein Wunder sein. Kein Wunder, dass er da zurücktritt. Denn er ist kein Wunder enormer Kompetenzenvielfalt, sondern vor allem belesen, intellektuell, vermutlich introvertiert — ein Gelehrter eben. Nun stellen Sie sich einmal vor, Sie wären Headhunter. Beauftragt, einen geeigneten Nachfolger für den Papst zu […]
Die Mentalitätsmuster der Top-Manager: Work-Life-Balance- und Frauenfeindlich!
© tournee — Fotolia.com „Ein archaischer, männerbündischer Treue- und Pflichtethos herrscht in den Führungsetagen der Unternehmen vor“, spricht der Mann, der vorne steht und zitiert wie später noch öfter eine Studie. Dieser Satz hier muss aus dem Hause des Herrn Prof. Wippermann kommen, Ex-Trendbüro. Der Mann vorne heißt Thomas Sattelberger, war bis 2012 Personalvorstand der Telekom AG, und hat keine Angst vor großen Thesen. Ich befinde mich im Haus der Wirtschaft zum Worklife-Kongress der KWB. Auch Männer sollen davon mehr bekommen, werden sie heute doch vielfach noch als Arbeitsmaschinen ausgebeutet (das sind jetzt meine Worte). Apropos Taylorismus, weg […]
Wollen statt Können: Kreativ bewerben in KMU
Die Lebensläufe meiner drei angestellten Mitarbeiter und auch der Freiberufler kenne ich nur ungefähr. Für die Einstellung hatten sie keine Relevanz. Ich mache mir in der Praxis ein Bild, ein Vorteil ist, wenn ich jemanden kenne. Außerdem reagiere ich positiv auf ungewöhnliche und kreative Herangehensweisen. Und nein, ich kann hier kein Beispiel nennen, denn das Wesen der Kreativität ist ihre Einzigartigkeit. Wiederholung killt jede kreative Idee. Wer auch immer jetzt Philipp Dubost mit seinem sensationellen, überall in Blogs herumgereichten Amazon-Lebenslauf nachmacht, es werden viele sein, wird sich damit eher lächerlich machen. Als Arbeitgeberin bin ich in meinem Verhalten nicht ungewöhnlich. Gut, […]
Hunde-Marke: Coach-Positionierung mal animalisch
Coaching ist ein hartumgekämpftes Business, die Diskussion von letzter Woche zeigt es an. Das früher übliche Marketing über Bücher hat sich weitgehend totgelaufen, inzwischen gibt es sogar Coachs, die Geld dafür bezahlen, in Publikationen und Zeitschriften gedruckt zu werden. Sichtbar zu werden — alles andere als leicht. Wenn man sich nicht mal etwas ganz Anderes einfallen lässt. So wie Sabine Dinkel. Sie ist mir unter den Karriereexperten aufgefallen, weil sie etwas anders macht als die meisten. Ich traf mich mit ihr beim Birnenkuchen, um mit ihr über Coach-Marketing zu sprechen. Das Wilma ‑Logo — dazu gibt es auch Pfoten zum Aufkleben […]
“Ich will auch Coach werden und meine Berufung leben!”
Ob ich auch durch eine Krise zum Coaching gekommen sei, wurde ich schon mal gefragt von jemand, der sagt “ich will auch Coach werden.” Ich verzog mich an den Nebentisch, sonst könnte ich mir eine ehrliche Anmerkung möglicherweise nicht verkneifen. Nein, Krise, kann ich nicht mit dienen. Keine Burnoutvergangenheit. Ein bißchen Glass Ceiling, aber hat mich nicht sehr mitgenommen — Geld genommen und angelegt. “Ich will auch meine Berufung leben”, wäre möglicherweise der Folgesatz geworden. Hm, ha. Auch. Ich halte nicht viel von Berufungen, möglicherweise weil ich nicht besonders gläubig bin. Ich sehe Job als Job. Es gibt schlechte, mittlere und gute. Gut […]
Im falschen Unternehmen ist wie im falschen Film zu sein
Sie sind unzufrieden im Job? Wenn Menschen sich unwohl fühlen, geht es meis gar nicht so sehr um Tätigkeiten, sondern öfter um das Umfeld. Wenn Sie etwa in einer kühl-distanzierten Firma arbeiten, deren Leistungsethos “Termine, Budget und Planung” lautet, fühlen Sie als flexibler und auf Dialog bedachtet Ideenkopf sich möglicherweise fehl am Platz. Das ist wie im falschen Film zu sein. Sie sind einfach nicht richtig besetzt. Für diese Fälle habe ich aus dem Riemann-Thomann-Modell meinen “Unternehmensversteher” abgeleitet. Damit können Sie leichter erkennen, wo Ihr Unternehmen und/oder Ihre Abteilung steht und wo Sie selbst. Leitfragen: Sprechen die Kollegen viel privat in Ihrem Unternehmen? Geht […]
Die erste Einladung ist da! (das Bewerbungsexperiment Teil 3)
Es hat länger gedauert, aber nun hat mein anonymer Klient eine Einladung erhalten — und zwar zu einem Job, der zu der von uns geänderten Strategie passt. Weitere rund 10 Bewerbungen sind offen, seit dem Start unseres Experiments gab es keine Absagen. Das ist insofern nicht ganz schlecht, als schnelle Absagen oft dafür sprechen, dass die Stelle entweder schon besetzt ist oder aber der Bewerber gar nicht in Frage kommt. Es handelt sich um eine Stelle im Bereich Business Analyse, die dem gewissenhaften, ernsthaften und ruhigen Typus auf den ersten Blick gut gerecht wird. Nun folgt der nächste Step. Telefonisch […]
Teilen und austeilen: Die neue Kluft der Teamkultur
Während die großen Konzerne längst ihre eigenen Collaboration-Systeme haben und Mitarbeiter lustig intern netzwerken, trennen sich in den Agenturen die Teamwelten. Die Jungen teilen, die Alten teilen aus – gute Ratschläge zum Beispiel darüber, wie Marketing früher funktionierte. Treibt Social Media einen Keil zwischen Management und Team? Ich sprach mit Ursula Dehler aus meinem Netzwerk Karriereexperten.com. Dehler arbeitet seit mehr als 10 Jahren als Coach und Beraterin in Berlin, mitten im Regierungsviertel. Sie sind spezialisiert unter anderem auf Teamcoachings in der Medienbranche und der Kreativwirtschaft. Was ist Ihnen aufgefallen? Gerade in Agenturen, die als Kommunikationsdienstleister täglich mit Social Media zu […]
Jung und alt: Sechs tiefe Gräben
„Früher war alles besser“ — das höre ich öfter. Ich selbst habe mir solche Aussagen bisher verkniffen. Ganz ehrlich: Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob früher alles besser war. Ist nicht alles eine Frage der Perspektive? Und diese ändert sich mit dem Alter. In diesem Beitrag geht es mir darum, einige typische Gegensätze zu beschreiben, die sich derzeit in der Berufswelt zeigen. Ich ziehe hier ganz bewusst keine bestimmte Altersliniewie 40, 50 oder 60 zwischen jung und alt, denn natürlich ist Alter relativ. Möge sich angesprochen fühlen, wer sich alt und/oder jung fühlt. 1. Jung verändert, alt bewahrt Heute hörte ich von einem […]
Datenkraken, leider unterbelichtet: Mein Online-Formular-Test
Seit ich 1998 das erste Buch zu dem Thema veröffentlichte, damals unter Pseudonym Svenja Koch, verfolgte mich das Thema Online-Bewerbung. Jahrelang gab ich Interviews, war irgendwann genervt von immer denselben Fragen, denn das Thema und die zugehörige Medienkompetenz entwickelte sich im Vergleich zu Social Media wirklich im Schneckentempo… und hab die Online-Bewerbung dann 2007 mit der letzten Aktualisierung eines Eichborn-Buchs innerlich ad acta gelegt. Im Zuge meiner neuen E‑Book-Strategie (ja, mein E‑Book-Experiment startet bald hier im Blog) arbeite ich nun einige meiner Erfolgsbücher um – es gab welche, die verkauften sich 25.000 x über die Jahre — und aktualisiere sie zeitgemäß. Gerade sind die Online-Bücher […]