Pünkt­lich? Was für´n Quatsch: Wich­tige Leute kommen zu spät

Pünkt­lich? Was für´n Quatsch: Wich­tige Leute kommen zu spät

© Klaus Eppele — Fotolia.com.jpg Wenn es sein muss, komme ich ein wenig später. Natür­lich abge­hetzt, wie es sich gehört, denn dieser Termin ist ja nicht so wichtig für mich. So wird mein Gegen­über gleich eingen­ordet: Die Alpha­frau bin ich. Ich bin gefragt – und mache hier die Ansagen. Auch die Sache mit den Handys, dem liebsten Männer­spiel­zeug, habe ich drauf: In meinem letzten ange­stellten Job, das war noch zu Zeiten, in denen man mit einen grauen Plas­tik­stift in ein Ding namens PALM schrieb, grup­pierte ich zwei Handys in Meetings um mich herum. Ich riss Fenster auf, ohne […]

7. März 2013|Tags: , , , , , |

Die neue Problem-Kultur oder: Warum das Problem die Lösung ist

© DOC RABE Media — Fotolia.com Probleme waren lange tabu in unserer Ergeb­nis­kultur. Es ging immer und überall um Ziele. Als Trainer  lernten und lehrten wir diese „smart“ zu dekli­nieren. Als Fach- und Führungs­kräfte hämmerte man uns ein, dass Erfolg stets an Ziel­er­rei­chung gekop­pelt ist. Wir stellten inso­fern auch nicht in Frage, wenn wir „mit Zielen“ geführt wurden, selbst außer­halb des Vertriebs. Auch Exis­tenz­gründer und Unter­nehmer kennen die Vorherr­schaft der Ziele: Mit Busi­ness Plänen waren sie seit Mitte der 1980er Jahre genö­tigt, in Umsatz- und Gewinn­zielen zu denken, jeden­falls wenn sie Kredite wollten. Und nun? Ziele sind out. Das Problem kommt! […]

Wie wäre es, wenn wir beide einfach mal Job tauschen?

© Sergey Nivens — Fotolia.com Gestern sprach ich mit einer ehema­ligen Mitar­bei­terin, die gerade einen in ihren Augen furchtbar lang­wei­ligen Job macht. Sie ist völlig unter­for­dert. Ich kann mir das lebhaft vorstellen, da ich sie aus der unmit­tel­baren Zusam­men­ar­beit kenne: Ein Mensch mit einem hohen Ener­gie­level und mehr hand­lungs- als kommu­ni­ka­ti­ons­ori­en­tiert. Sie bräuchte etwas, wo sie gestalten und aufbauen kann. Und nette Menschen um sich herum auch. Welche mit ein paar Inter­essen mehr als um 17 Uhr nach Hause zu gehen… Alles eine Frage der Perspek­tive: Als sie spricht, erin­nere ich mich an einen Kunden, für den ihr […]

Wo stehen Sie in der Spirale? 8 Typen Berater, Trainer, Coach

Copy­right: Svenja Hofert Schon seit längerem  faszi­niert mich als das Entwick­lungs­mo­dell Spiral Dyna­mics. Nun mache ich eine kleine Serie daraus. Leider wird das Spiral­mo­dell oft als zu komplex wahr­ge­nommen. Deshalb ist es mir ein Anliegen, es verständ­lich auch für Laien zu machen – mit der nötigen Dosis Humor und Selbst­ironie. Beginnen möchte ich mit den Bera­ter­typen, dabei beto­nend, dass Spiral Dyna­mics keine Typo­logie ist, sondern ein Entwick­lungs­mo­dell, aus dem man Analy­se­tools ableiten kann (auf das z.B.  9Levels-Betreiber Rainer Krumm  ausbildet). Laut Spiral Dyna­mics bauen alle Level aufein­ander auf und keines kann über­sprungen werden. Phasen des „Wir“ und „ich“ wech­seln einander ab. In […]

Seh-Test: Sind Sie intro- oder extro­ver­tiert?

Welcher schwarze Kreis ist größer? Wenn Sie beide gleich groß sehen, könnte es sein, dass Sie intro­ver­tiert sind. Es könnte aber auch sein, dass Sie meine kleine Täuschung ganz einfach durch­schaut haben. Oder beides. Ich habe dieses Expe­ri­ment nach­ge­baut. Die Vorlage dafür findet sich auf der Website des Neuro-IPS®. Dieser ermit­telt in einem visu­ellen Verfahren den Persön­lich­keitstyp nach MBTI / Keirsey (hierzu bei Kexpa ein Kurz­test). Ich habe diesen Test, der in (Neuro-)Marketing und HR einge­setzt wird, selbst vor zwei Jahren absol­viert und seitdem einige Klienten begleitet, die durch Auswahl­ver­fahren liefen, in denen er — meist vor einem zweiten Gespräch — einge­setzt […]

Gott hilf! Wenn Sie die Stelle des Papstes besetzen müssten…

Er soll belesen sein (also ein Experte). Viele Sprache spre­chen (ergo ein Kommu­ni­kator). Mensch­lich handeln (sozial also) und doch klar in der Sache (also Führungs­stark). Die Rich­tung weisen (ein Stra­tege) und dann auch noch Menschen unter­schied­lichster Natio­na­li­täten, Bildungs­hin­ter­gründe und höchst verschie­dener Norm­ge­bun­den­heit einen. In einem Alter Höchst­leis­tungen erbringen, in dem andere längst in Rente sind. Der Papst: Dieser Mensch soll ein Wunder sein. Kein Wunder, dass er da zurück­tritt. Denn er ist kein Wunder enormer Kompe­ten­zen­viel­falt, sondern vor allem belesen, intel­lek­tuell, vermut­lich intro­ver­tiert — ein Gelehrter eben. Nun stellen Sie sich einmal vor, Sie wären Head­hunter. Beauf­tragt, einen geeig­neten Nach­folger für den Papst zu […]

Die Menta­li­täts­muster der Top-Manager: Work-Life-Balance- und Frau­en­feind­lich!

© tournee — Fotolia.com „Ein archai­scher, männer­bün­di­scher Treue- und Pflicht­ethos herrscht in den  Führungs­etagen der Unter­nehmen vor“, spricht der Mann, der vorne steht und zitiert wie später noch öfter eine Studie. Dieser Satz hier muss aus dem Hause des Herrn Prof. Wipper­mann kommen, Ex-Trend­büro. Der Mann vorne heißt Thomas Sattel­berger, war bis 2012 Perso­nal­vor­stand der Telekom AG, und hat keine Angst vor großen Thesen. Ich befinde mich im Haus der Wirt­schaft zum Worklife-Kongress der KWB. Auch Männer sollen davon mehr bekommen, werden sie heute doch viel­fach noch als Arbeits­ma­schinen ausge­beutet (das sind jetzt meine Worte). Apropos Taylo­rismus, weg […]

Wollen statt Können: Kreativ bewerben in KMU

Die Lebens­läufe meiner drei  ange­stellten Mitar­beiter  und auch der Frei­be­rufler kenne ich nur unge­fähr. Für die Einstel­lung hatten sie keine Rele­vanz. Ich mache mir in der Praxis ein Bild, ein Vorteil ist, wenn ich jemanden kenne. Außerdem reagiere ich positiv auf unge­wöhn­liche und krea­tive Heran­ge­hens­weisen. Und nein, ich kann hier kein Beispiel nennen, denn das Wesen der Krea­ti­vität ist ihre Einzig­ar­tig­keit. Wieder­ho­lung killt jede krea­tive Idee. Wer auch immer jetzt Philipp Dubost mit seinem sensa­tio­nellen, überall in Blogs herum­ge­reichten Amazon-Lebens­lauf nach­macht, es werden viele sein, wird sich damit eher lächer­lich machen. Als Arbeit­ge­berin bin ich in meinem Verhalten nicht unge­wöhn­lich. Gut, […]

Hunde-Marke: Coach-Posi­­tio­­nie­rung mal anima­lisch

Coaching ist ein hart­um­ge­kämpftes Busi­ness, die Diskus­sion von letzter Woche zeigt es an. Das früher übliche Marke­ting über Bücher hat sich weit­ge­hend totge­laufen, inzwi­schen gibt es sogar Coachs, die Geld dafür bezahlen, in Publi­ka­tionen und Zeit­schriften gedruckt zu werden. Sichtbar zu werden — alles andere als leicht. Wenn man sich nicht mal etwas ganz Anderes einfallen lässt. So wie Sabine Dinkel. Sie ist mir unter den Karrie­re­ex­perten aufge­fallen, weil sie etwas anders macht als die meisten. Ich traf mich mit ihr beim Birnen­ku­chen, um mit ihr über Coach-Marke­ting zu spre­chen. Das Wilma ‑Logo — dazu gibt es auch Pfoten zum Aufkleben […]

29. Januar 2013|Tags: , , , , , |

“Ich will auch Coach werden und meine Beru­fung leben!”

Ob ich auch durch eine Krise zum Coaching gekommen sei, wurde ich schon mal gefragt von jemand, der sagt “ich will auch Coach werden.” Ich verzog mich an den Neben­tisch, sonst könnte ich mir eine ehrliche Anmer­kung mögli­cher­weise nicht verkneifen. Nein, Krise, kann ich nicht mit dienen. Keine Burn­out­ver­gan­gen­heit. Ein bißchen Glass Ceiling, aber hat mich nicht sehr mitge­nommen — Geld genommen und ange­legt. “Ich will auch meine Beru­fung leben”, wäre mögli­cher­weise der Folge­satz geworden. Hm, ha. Auch. Ich halte nicht viel von Beru­fungen, mögli­cher­weise weil ich nicht beson­ders gläubig bin. Ich sehe Job als Job. Es gibt schlechte, mitt­lere und gute. Gut […]

24. Januar 2013|

Im falschen Unter­nehmen ist wie im falschen Film zu sein

Sie sind unzu­frieden im Job? Wenn Menschen sich unwohl fühlen, geht es meis gar nicht so sehr um Tätig­keiten, sondern öfter um das Umfeld. Wenn Sie etwa in einer kühl-distan­zierten Firma arbeiten, deren Leis­tungs­ethos “Termine, Budget und Planung” lautet, fühlen Sie als flexi­bler und auf Dialog bedachtet Ideen­kopf sich mögli­cher­weise fehl am Platz. Das ist wie im falschen Film zu sein. Sie sind einfach nicht richtig besetzt. Für diese Fälle habe ich aus dem Riemann-Thomann-Modell meinen “Unter­neh­mens­ver­steher” abge­leitet. Damit können Sie leichter erkennen, wo Ihr Unter­nehmen und/oder Ihre Abtei­lung steht und wo Sie selbst. Leit­fragen: Spre­chen die Kollegen viel privat in Ihrem Unter­nehmen? Geht […]

Die erste Einla­dung ist da! (das Bewer­bungs­expe­ri­ment Teil 3)

Es hat länger gedauert, aber nun hat mein anonymer Klient eine Einla­dung erhalten  — und zwar zu einem Job, der zu der von uns geän­derten Stra­tegie passt.  Weitere rund 10 Bewer­bungen sind offen, seit dem Start unseres Expe­ri­ments gab es keine Absagen. Das ist inso­fern nicht ganz schlecht, als schnelle Absagen oft dafür spre­chen, dass die Stelle entweder schon besetzt ist oder aber der Bewerber gar nicht in Frage kommt. Es handelt sich um eine Stelle im Bereich Busi­ness Analyse, die dem gewis­sen­haften, ernst­haften und ruhigen Typus auf den ersten Blick gut gerecht wird. Nun folgt der nächste Step. Tele­fo­nisch […]

7. Januar 2013|

Teilen und austeilen: Die neue Kluft der Team­kultur

Während die großen Konzerne längst ihre eigenen Colla­bo­ra­tion-Systeme haben und Mitar­beiter lustig intern netz­werken, trennen sich in den Agen­turen  die Team­welten. Die Jungen teilen, die Alten teilen aus – gute Ratschläge zum Beispiel darüber, wie Marke­ting früher funk­tio­nierte. Treibt Social Media einen Keil zwischen Manage­ment und Team? Ich sprach mit Ursula Dehler aus meinem Netz­werk Karriereexperten.com. Dehler arbeitet seit mehr als 10 Jahren als Coach und Bera­terin in Berlin, mitten im Regie­rungs­viertel. Sie sind spezia­li­siert unter anderem auf Team­coa­chings in der Medi­en­branche und der Krea­tiv­wirt­schaft. Was ist Ihnen aufge­fallen? Gerade in Agen­turen, die als Kommu­ni­ka­ti­ons­dienst­leister täglich mit Social Media zu […]

20. Dezember 2012|Tags: , , , |

Jung und alt: Sechs tiefe Gräben

„Früher war alles besser“ — das höre ich öfter. Ich selbst habe mir solche Aussagen bisher verkniffen. Ganz ehrlich: Ich bin mir nicht wirk­lich sicher, ob früher alles besser war. Ist nicht alles eine Frage der Perspek­tive? Und diese ändert sich mit dem Alter. In diesem Beitrag geht es mir darum, einige typi­sche Gegen­sätze zu beschreiben, die sich derzeit in der Berufs­welt zeigen. Ich ziehe hier ganz  bewusst keine bestimmte Alters­li­niewie 40, 50 oder 60 zwischen jung und alt, denn natür­lich ist Alter relativ. Möge sich ange­spro­chen fühlen, wer sich alt und/oder jung fühlt. 1. Jung verän­dert, alt bewahrt Heute hörte ich von einem […]

Daten­kraken, leider unter­be­lichtet: Mein Online-Formular-Test

Seit ich 1998 das erste Buch zu dem Thema veröf­fent­lichte, damals unter Pseud­onym Svenja Koch, verfolgte mich das Thema Online-Bewer­bung. Jahre­lang gab ich Inter­views, war irgend­wann genervt von immer denselben Fragen, denn das Thema und die zuge­hö­rige Medi­en­kom­pe­tenz entwi­ckelte sich im Vergleich zu Social Media wirk­lich im Schne­cken­tempo…  und hab die Online-Bewer­bung dann 2007 mit der letzten Aktua­li­sie­rung eines Eich­born-Buchs inner­lich ad acta gelegt. Im Zuge meiner neuen E‑Book-Stra­tegie (ja, mein E‑Book-Expe­ri­ment startet bald hier im Blog) arbeite ich nun einige meiner Erfolgs­bü­cher um – es gab welche, die verkauften sich 25.000 x über die Jahre —  und aktua­li­siere sie zeit­gemäß. Gerade sind die Online-Bücher […]

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