Prognose oder falsche Prophe­zeiung: Was sagen Noten wirk­lich?

Prognose oder falsche Prophe­zeiung: Was sagen Noten wirk­lich?

In einem Inter­view mit der New York Times hat der Google Chef-Perso­nal­ent­wickler Lazlo Bock kürz­lich zuge­geben, dass Noten einige Jahre nach der Uni – also bei Berufs­er­fah­renen — keinerlei Aussa­ge­kraft mehr für den Job-Erfolg hätten. Das habe eine Big-Data-Analyse ergeben. Kurze Zeit später verkündet die Deut­sche Bahn, in jüngster Zeit einer der HR-Vorreiter, demnächst die Persön­lich­keit testen zu wollen – und Bewerber mit einer 4 in Mathe nicht gleich vorher auszu­sor­tieren. Woher kommt dieser Umschwung? Sind Noten nun ein Vorher­sa­ge­kri­te­rium für Erfolg oder nicht? Ich habe mir Studien und Meta-Analysen ange­schaut. Hier die Fakten: Noten und Erfolg im Studium: Noten […]

Warum Berater und Coachs besser neuro­tisch sein sollten, und Piloten eher nicht

Fliegen Sie? Dann hoffen Sie mal, dass Ihre Airline einen ordent­li­chen Persön­lich­keits­test gemacht hat, am besten die wissen­schaft­lich weit­ge­hend unum­strit­tenen Big Five. Stellen Sie sich nur vor, der Pilot neigte zu psychi­scher Insta­bi­lität, auch Neuro­ti­zismus genannt. Dann könnte er schnell nervös werden, wenn Turbu­lenzen kommen. Folge wäre der para­ly­sierte-Kanin­chen-Effekt oder aber ein hyste­ri­sches Nach-Luft-Geschnappe. Beides macht hand­lungs­un­fähig, was für die 255 Passa­giere an Bord des Fluges SH 234 weniger lustig wäre. Neuro­ti­sche Menschen wünschen wir uns auch nicht als Verant­wort­liche von Atom­kraft­werken oder als Kapi­täne von Kreuz­fahrt­schiffen. Apropos: Schet­tinos Arbeit­geber hat wohl keinen Test gemacht. In den letzten Wochen habe […]

Geht gar nicht: Diese Klamotten!

Zum Thema Outfit hab ich mich immer zurück­ge­halten. Ich bin weit entfernt davon, stil­si­cher zu sein, wobei Fehl­griffe im Allge­meinen aufgrund meiner Tendenz zum Under­state­ment nicht beson­ders auffallen. Eine mode­af­fine Kundin verglich meinen prag­ma­ti­schen Stil – ziel­grup­pen­ori­en­tiert Erst­kon­takt + Manager/Berater: Blazer und Hose/Jeans, Zweit­kon­takt + Fachkraft/IT: Jeans und Strickjacke/Shirt — mal mit Angela Merkel; sie meinte es wirk­lich nicht böse. Wobei ich dann doch so eitel bin zu erwähnen, dass ich 20 Kilo weniger wiege als die Frau Kanz­lerin. Schätze ich. Also, liebe Leser, ich bin zu dem Thema nicht die kompe­ten­teste. Nun aber hatte ich drei Begeg­nungen, die mit […]

Vom Schwatt­lappen zum stillen Wasser – oder: Was ist eigent­lich wirk­lich „intro­ver­tiert“?

Sind Sie auch manchmal still, halten sich lieber im Hinter­grund, scheuen Small Talk und lieben die Ruhe? Will­kommen überall. Sie gehören vermut­lich zur abso­luten Mehr­zahl der Menschen. „Ich bin in so´nen Busi­ness Club einge­treten“, sagt mein Kollege. „Ich hab erst zwei Leute  kennen gelernt. Das ist eine lausige Bilanz. Aber ich hasse das, mit so vielen Leuten an einem Abend zu reden. Bin ich zu intro­ver­tiert?“  Ich sage, er sei halt kein Schwatt­lappen. Er lacht. Ich glaube das Wort kommt aus meiner kölni­schen Heimat, wie auch immer: Ein Schwatt­lappen bin ich auch nicht. Ich höre die meiste Zeit lieber zu. Wäre in meinem […]

Bewerber aufge­passt: 5 aktu­elle Entwick­lungen, die Sie kennen sollten

Da flat­tert mir gestern eine wirk­lich toll aufbe­rei­tete Studie zur Bewer­ber­re­kru­tie­rung ins Haus, die Talent-Manager Hays durch­ge­führt hat. Sehr schick. Und es stehen auch schicke Botschaften für Unter­nehmen und Bewerber drin. Hier die 5 wich­tigsten: 1.       Es lohnt sich ‚nach Feed­back zu fragen. Laut Hays geben 45% aller Unter­nehmen gar kein Feed­back zu den Gründen einer Absage. 65% geben kein QUALIFIZIERTES Feed­back. Wunderbar, liebe Bewerber, denn das müsste eigent­lich im Umkehr­schluss heißen: 35% geben Feed­back, jedes dritte Unter­nehmen also. Kommt etwa mit meinen Erfah­rungs­werten zusammen.  Rufen Sie also an! Mehr als ein „nein, wir sagen nichts“ kann es nicht geben. […]

Arbei­t­­geber-Profiling: So finden Sie die Firma, die zu Ihnen passt

Immer wieder haben wir Kunden, die  nicht irgendein Unter­nehmen, sondern ein beson­deres suchen. Sie wollen sich auch nicht auf Stel­len­aus­schrei­bungen verlassen, sondern selbst aktiv werden. Sehr beliebt bei uns und vermut­lich gene­rell sind team­ori­en­tierte Umfelder mit einer klaren Kultur des Förderns und Entwi­ckelns. In meiner Werte­spi­rale nach Spiral Dyna­mics sind das grüne Unter­nehmen, die Rich­tung gelb tendieren. Einige mögen auch eine klare Leis­tungs­kultur, das wäre „orange“. So gut wie niemand möchte jedoch in einem roten Unter­nehmen arbeiten, welches z.B. durch infor­melle Macht­struk­turen gekenn­zeichnet ist, schlechte Führung gehört hier dazu. Logisch: In einem Unter­nehmen, in dem auch Führungs­kräfte im Wesent­li­chen narziss­ti­schen […]

Der Schlüssel zur Zukunft: Welche persön­li­chen Eigen­schaften machen kreativ? Lässt sich Krea­ti­vität über­haupt entwi­ckeln?

© pesh­kova — Fotolia.com Weit­ge­hend unbe­stritten, dass Krea­ti­vität der Schlüssel zur Zukunft ist. Wir werden in dieser riesigen Müll­halde, in dieser sozialen Unge­recht­ver­tei­lung und globalen Schief­lage nur über­leben können, wenn genü­gend Menschen IDEEN haben. Längst kann ein Roboter ähnliche viele Rechen­ope­ra­tionen wie ein mensch­li­ches Gehirns durch­führen. Einziger Haken: Es kostet noch zu viel Energie, Robo­ter­ge­hirnen Leben einzu­hau­chen. Doch wie lange wird es dauern, bis komplexe Stra­te­gien die Frage eines Knopf­drucks sind? Es wird deshalb in der Arbeits­welt der Zukunft den höchsten „Wert“ haben, was nicht voll­ständig tech­nisch erzeugbar ist, Krea­ti­vität und Mensch­lich­keit. Doch was macht eigent­lich Krea­ti­vität aus? […]

Karrie­re­sys­teme: Vom Fürsorger über den Schorn­stein zum Indi­vi­dua­lismus

Karriere ist überall gleich? Unsinn! Welche Karrie­re­sys­teme gelten in Ihrem Unter­nehmen? Müssen Sie möglichst viele Anhänger um sich scharren? Mess­bare Leis­tung bringen? Oder reicht Dauer-Zuge­hö­rig­keit? Weiter geht es mit meiner Serie “Spiral Dyna­mics” in der Praxis. Dieses Mal bescheibe ich Karrie­re­sys­teme. Ja, die gibt es wirk­lich. Wir unter­nehmen eine Reise von der Fürsor­ge­kar­riere bis heute. Es gibt sie noch, denken Sie nur an Trigema und seinen Inhaber Wolf­gang Grupp. Ja, das ist der mit dem Affen in der Werbung. Solche Unter­nehmer sorgen sich um ihre Mitar­beiter.. Sie setzen auf lange Zuge­hö­rig­keiten und bieten den Kindern der altge­dienten Arbeiter und Ange­stellten gern einen sicheren Arbeits­platz. […]

Big5-Test: Nicht zum Kuscheln, aber für den Klar­text

Erfah­rungs­be­richt Vor einer Woche habe ich mich für den Einsatz des Big-Five-Reflector-Tests (Big5) zerti­fi­zieren lassen. Den Test hatte ich schon einige Wochen zuvor gemacht, zusammen mit meiner Mitar­bei­terin und Kollegin Ludwig. Jeder von uns hatte ein biss­chen daran zu verdauen.  “Es ist kein Kuschel­test“, sagt der Trainer Tobias vor der Brüggen auch gleich. Natür­lich weiß ich, dass ich kreativ bin, recht analy­tisch und meine ehrliche Meinung sage, egal ob Vorstand oder Vorar­beiter vor mir steht.  Es wundert also nicht, dass mir Seite 14 in der Auswer­tung – hier geht es um Kompe­tenzen, die sich aus der Persön­lich­keit ableiten —  weit­ge­hend Bekanntes attes­tiert: „Problem­ana­lyse sehr […]

Oh wie schreck­lich, oh wie schön? Mit 50 auf Jobsuche

  © Foto­werk — Fotolia.com Muss man sich als „Oldie“ anders bewerben als als Youngster? Diese Woche rief mich das Hamburger Abend­blatt mit dieser Frage an. „Können Sie dazu etwas sagen?“ Kann ich. Gerade habe ich einige um die 50jährige im Outpla­ce­ment oder anderen Bera­tungs­pro­grammen.  Durch die Möglich­keit, am Prozess teil­zu­nehmen und genau zu beob­achten, wer wann und aus welchem Grund einge­laden wird und was er/sie dabei erlebt, lerne ich, was derzeit am Markt los ist. Ein Teil ist erfreu­lich, ein anderer nicht. Das Thema Spal­tung des Arbeits­marktes ist überall. Und was Florian Gerster gestern bei Anne Will […]

16. Mai 2013|

Die Geschichte der Bewer­bung (grafisch)

Immer wieder werde ich auf meinen Artikel “Die Geschichte der Bewer­bung ange­spro­chen”, den ich vor Jahren in diesem Blog veröf­fent­licht habe. Sogar für Master- und Doktor­ar­beiten. Immer werde ich gefragt, was denn meine Quelle sei. Und da kann ich leider nur antworten: Meine eigenen Recher­chen, ich bin meine eigene Quelle, die verwen­deten Bücher stehen hinter mir. Ich hätte das Ganze natür­lich gern hübscher aufbe­reitet, doch leider ist mir der Info­gra­fiker, der das machen wollte, abhanden gekommen. Wer sich also mit diesem Projekt als Info­gra­fiker bei mir vorstellen mag.… Einen ausführ­li­chen Bericht zu dieser Grafik gibt es dieser Tage im Kexblog.  

Coaching-Ausbil­­dungen: Macht die akade­mi­sche Konkur­renz den Insti­tuten den Garaus?

(Achtung, ab hier leichte Ironie…) Sie möchten ein Diplom verleihen und viel Geld mit einer Ausbil­dung verdienen, etwa zum Profes­sional Speaker in Big Compa­nies (BSBC)? Der Abschluss ist von mir gerade frei erfunden, wäre aber von Ihnen — selbst ohne Abitur — sofort reali­sierbar, solange Sie die Ausbil­dung nicht online anbieten. Da verdirbt einem die staat­liche Insti­tu­tion ZFU (Zentral­stelle für den Fern­un­ter­richt) den Spaß. Mit einem live unter­rich­tendem Institut oder einer Akademie darf dagegen jeder fast alles. Wenn Sie sich dazu einen seriösen Anstrich geben wollen, gründen Sie zusätz­lich einen Verein mit sieben Leuten, die Sie  im Freun­des­kreis scouten. Dieser […]

Vorstel­lungs­ge­spräch natu­rell: Warum Sie ohne Vorbe­rei­tung oft besser sind

Das Vorstel­lungs­ge­spräch naht. „Muss ich jetzt all diese Tipps auf den Karrie­re­seiten und in den Büchern lesen?“ fragt mich die Kundin. Nee, sage ich, machen Sie das nicht, die vielen Tipps machen nur nervös. Erst recht ein paar Tage vorm wich­tigen Termin. „Aber Ihr Buch lese ich”, erwi­dert sie. Ach, lieb, denk ich. Aber ehrlich gesagt: Ich find´s oft gar nicht nötig. Gerade die netten und koope­ra­tiven Bewerber, die so offen für den Rat von anderen sind und am liebsten  alles einbe­ziehen würden, sind eben oft auch mit feinen Antennen ausge­stattet. Die posi­tive Konse­quenz ist: Sie sind empa­thisch. Die manchmal nicht so gute: Sie nehmen alles […]

16. April 2013|

Gar nicht paradox – mein Harrison-Paradox-Test

Sind Sie auch ein sowohl als auch? Ich finde: Die Situa­tion bestimmt das Handeln. Mal fordert sie eine offene Kommu­ni­ka­tion —  im posi­tiven Sinn ist das Ehrlich­keit, im nega­tiven Unver­blümt­heit. Auch Indi­rekt­heit hat zwei Seiten: Takt­ge­fühl und  auswei­chendes Sich-Raus­la­vieren. Sich in den posi­tiven Berei­chen solcher Para­doxe zu bewegen ist einer der Schlüssel zu beruf­li­chem Erfolg, viel­leicht der wich­tigste über­haupt. Neulich lieferte mir ein Kunde dazu ein Beispiel. Er war in China als Kommu­ni­ka­ti­ons­schnitt­stelle zwischen chine­si­schen und deut­schen Inge­nieuren tätig. Die deut­schen redeten Tacheles, die Chinesen „Drum­herum“. Nur die „Kommu­ni­ka­ti­ons­schnitt­stelle“ beherrschte beides – in seinen posi­tiven Ausprä­gungen, denn nur damit erreicht […]

Die Zukunft der Arbeit: Mega­trends und demo­gra­fi­scher Wandel

Die Bosch-Stif­tung veröf­fen­ti­chte in diesen Tagen die Studie „Die Zukunft der Arbeit. Auf dem Weg ins Jahr 2030“ zur Zukunft der Arbeits­welt. In dem Doku­ment geht es darum, wie vor dem Hinter­grund der gesell­schaft­li­chen Mega-Trends mit den Folgen des demo­gra­fi­schen Wandels umge­gangen werden soll. Fakt ist: Die Zahl der Menschen im Kern­er­werbs­alter von 20 bis 65 sinkt bis 2030 um 12%. Wie können die Sozi­al­ver­si­che­rungs­sys­teme stabil gehalten werden? Und das Brut­to­so­zi­al­pro­dukt? Mit diesen Fragen beschäf­tigt sich die Studie – und gibt eine diskus­si­ons­wür­dige Antwort. Unterm Strich lautet die Botschaft, dass bis 2030 die Folgen des demo­gra­fi­schen Wandels kompen­siert werden könnten – wobei der größte Hebel eine Erhö­hung […]

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