Prüfungs­angst und Lampen­fieber mal anders: Wenn Menschen zu cool sind und sich selbst über­schätzen

Prüfungs­angst und Lampen­fieber mal anders: Wenn Menschen zu cool sind und sich selbst über­schätzen

Da hat der netz­ak­tive Lars Hahn vom inno­va­tivsten der inno­va­tiven Weiter­bil­dungs­in­sti­tute LVQ mich mit seiner Blog­pa­rade ja vor eine Aufgabe gestellt! Prüfungs­angst, Lampen­fieber: Das kommt gar nicht so oft vor bei uns. Dann aber fiel mir ein: Mir begegnen häufig Menschen, die ein biss­chen zu wenig Prüfungs­angst und Lampen­fieber hatten und deshalb Karrie­re­knicks erlebten. Die Konse­quenzen einer Haltung, die zwischen Locker­heit und Selbst­über­schät­zung chan­giert, können genauso drama­tisch sein wie der berühmte Blackout, im Extrem­fall den Studi­en­ab­schluss oder Job kosten. Aus diesem Grund entschied ich mich, dass Thema anders zu drehen. Es gibt bei mir also #Kein­Lam­pen­fie­ber­tipps. Das Ergebnis ohne Prüfungs­angst […]

Sei nicht authen­tisch: Warum Sie besser nicht so sind wie Sie sind

Sind Sie authen­tisch? Sicher nicken Sie. Würde man eine Umfrage machen, wahr­schein­lich hielte sich die Mehr­zahl der Menschen für authen­tisch. Führungs­kräfte ganz beson­ders. Bestimmt findet sich auch Sepp Blatter authen­tisch, jede Wette. Doch authen­tisch — was ist das über­haupt? Sie sind wie Sie sind. Sind Sie? Für die meisten Menschen bedeutet authen­tisch zu sein, dass man sich gibt, wie man ist. Wenn ich also keine Lust habe, jemanden auf der Straße zu grüßen, dann lasse ich es eben! Das wäre die konse­quente Ausle­gung. Lauter Muffel­köpfe würden über die Straßen ziehen und die wenigen Natur-Opti­misten (für Insider: Herz­lich­keit als Subfa­cette von […]

31. Mai 2015|Tags: , |

Mehr als Schicksal: Die Kraft von ersten Schritten, die kein Ziel und keine Absicht haben

Rüdiger Grube, Vorstand der deut­schen Bahn, ist einer der wenigen Top-Manager, denen der Erfolg nicht in die Wiege gelegt wurde. Sohn eines Obst­bauern, zweiter Bildungsweg, Haupt­schule, Real­schule, Lehre als  Metall­flug­zeug­bauer bei Messer­schmitt-Bölkow-Blohm. Sein Traum war es zu studieren, allein die finan­zi­ellen Möglich­keiten ließen das nicht zu. Nach seiner Ausbil­dung schrieb er einen Beitrag über Organ­spende in der Mitar­bei­ter­zei­tung, den Frau Blohm las, die ein behin­dertes Kind hatte. Der Beitrag berührte sie. Man rief den jungen Mecha­niker an und sprach über seinen Wunsch zu studieren — und  ihm Unter­stüt­zung in Höhe von 300 DM pro Monat zu. Grubes Geschichte hat mich […]

23. April 2015|Tags: , |

Gefähr­liche Poten­zi­al­ana­lyse: Wie Sie die schwarzen Schafe der Branche erkennen

Wer bin ich? Diese Frage treibt jeden von uns um. Und Tests scheinen uns eine Antwort zu geben. Ähnlich wie die Astro­logie. Ich bin eine Waage, Aszen­dent Skor­pion. „Klar, hätte ich sofort gewusst“, werden Astro­ex­perten sagen, wenn sie das hören: „die Svenja Hofert ist ja ganz typisch eine Waage“. Ich habe einige gefragt, die mein Geburts­datum nicht kennen konnten… was denken Sie, wer bin ich? Niemals kam jemand auf Waage. Aber wenn sie es dann wussten! Oh, dann konnten sie natür­lich meine Venus­ei­gen­schaften quasi mit den Händen greifen. Die Wellen im Haar. Und diese Neigung zu leichten Spitzen, die ich hätte […]

3. März 2015|Tags: , |

Wenn Sie ein Raum wären… wie sähen Sie dann aus?

Welches Tier sind Sie – eher Löwe oder Katze? Stellen Sie sich vor, Sie wären eine Blume…. Rose oder Nelke? Solche Fragen sind gemeinhin bekannt. Man sollte sie besser nicht in Vorstel­lungs­ge­sprä­chen stellen. Doch zur Stim­mungs­ab­frage sind sie durchaus geeignet. Aber wie sähen Sie aus, wenn Sie ein Raum wären? Dass das auch ein sehr anre­gen­dens Gedan­ken­spiel ist, darauf haben mich zwei Impulse gebracht: die kürz­lich in Trai­ning aktuell abge­bil­deten Coachingräume einiger Kollegen — und die Frage eines Marken-Profi­lers. Dieser inter­viewte mich, um mehr über über einen Kollegen zu erfahren. Wir kreisten lange wie die Adler um das Opfer. Nein, […]

18. Oktober 2014|Tags: , |

Nichts ist so wie es scheint: Wie Bewer­bungs­fotos uns in die Irre führen

Tier­ärztin oder Vorstands­as­sis­tentin? Letzte Woche habe ich ein Expe­ri­ment gemacht und hier fünf Bewer­bungs­fotos einge­stellt. Ich wollte wissen, welche Asso­zia­tionen sie auslösen. Der Beitrag wurde viel­fach abge­rufen, aber nur wenige trauten sich zunächst, ihn auch zu kommen­tieren. Doch nach dem ersten Kommentar ging es schnell. Damit hatte ich ebenso gerechnet, wie mit der Unter­schied­lich­keit der Asso­zia­tionen, die die Fotos auslösten. Natür­lich wollte ich auf etwas heraus und am Ende ein Fazit ziehen, nämlich, dass man sehr vorsichtig sein sollte mit seinen Inter­pre­ta­tionen. Was lehrt uns das Expe­ri­ment? Wir inter­pre­tieren ohne es zu wollen Wie sieht ein spani­scher Restau­rant­be­sitzer aus? […]

30. September 2014|Tags: , |

Was macht der denn? Rate­spiel Bewer­bungs­fotos und was sie asso­zi­ieren

Was macht…? Fotos kurbeln unsere Asso­zia­tionen an. Wir sehen etwas und denken, der Mensch wäre so. Bekleidet eine hohe Posi­tion. Arbeitet in jener Branche. Oder… Das macht Bewer­bungs­fotos so inter­es­sant — und auch gefähr­lich. Wenn Sie nämlich Fotos in Ihren Unter­lagen versenden, die falsche Asso­zia­tionen auslösen. Machen wir einfach einmal einen kleinen Test. Sehen Sie sich die unten­ste­henden Fotos an. Was könnte die Person machen? Wofür steht sie? Und in welches Umfeld passen sie? Ich habe die Fotos mit Buch­staben durch­num­me­riert. Bedenken Sie dabei: Frauen und Männer unter­scheiden sich in der Wahr­neh­mung oft. Während ich (als Frau) Typ A sehr sympa­thisch finde, stößt er […]

24. September 2014|Tags: , , |

Satte Löwen jagen nicht: Warum Arbeits­zu­frie­den­heit und Leis­tung nicht zusam­men­hängen

„Die Tränen lassen nichts gelingen: Wer schaffen will, muss fröh­lich sein“, schrieb Theodor Fontane. Feel­good-Manage­ment, New Work, Zukunft der Arbeit: In diesen Zusam­men­hängen wird impli­ziert, höhere Arbeits­zu­frie­den­heit hebe die Leis­tung – jüngst wieder in einem Beitrag bei tln3. Doch even­tuell ist teils sogar das Gegen­teil der Fall. Meta-Analysen zeigen, dass kein oder kaum ein Zusam­men­hang zwischen Arbeits­zu­frie­den­heit und Leis­tung besteht. Kein Grund also für den Feel-Good-Hype. Und Zeit, einen tieferen Blick in die Psycho­kiste zu werfen. 1. Was ist über­haupt Arbeits­zu­frie­den­heit? Arbeits­zu­frie­den­heit, auch Mitar­bei­ter­zu­frie­den­heit (hier die Defi­ni­tion), wird in der Arbeits­psy­cho­logie mit Frage­bögen gemessen; als Selbst­ein­schät­zung. Es exis­tieren zwei Modelle zur […]

6. September 2014|Tags: , , |

Tarnen Sie sich! Wie Intra­pre­neure in Unter­nehmen über­leben

Einen „unter­neh­me­risch denkenden Wirt­schafts­prüfer“, suchen die einen. „7 reasons to hire intra­pre­neurs“, dekla­rieren die anderen. Seitdem kaum mehr jemand außer­halb des Silicon Valley Unter­nehmen gründet, steht Unter­neh­mertum hoch im Kurs – neuzeit-oder-spinnerte-idealisten-theorie-und-praxis-der-new-work.aspx” target=“_blank”> hier äußerte, setzt auf unter­neh­me­risch denkende Mitar­beiter. Sie gehören zur New Work wie die Digi­ta­li­sie­rung. Der Haken an der Sache: Ein Intra­pre­neur im Konzern ist die Quadratur des Kreises. Denn wen holt man sich ins Haus, wenn man wäre ja nicht schlecht, wenn die Ange­stellten solches mitbringen. Vorteile liegen auf der Hand: Mehr Inno­va­tion und Selbst­ver­ant­wort­lich­keit. Auch das Micro­soft Mani­fest, zu dem ich mich

Wenn schon, dann…: Ziele errei­chen fast ohne Plan

Kennen Sie das? Sie setzen sich Ziele, doch errei­chen tun Sie sie nicht. Wie Sie viel­leicht aus anderen Beiträgen wissen bin ich auch kein Ziele-Mensch. Ich mag Ziele nicht, weil sie mich unfle­xibel machen. Die Formel „smart“, die ich in hunderten Semi­naren und tausend Büchern gelesen habe, löst bei mir eher nega­tiven Alarm aus. Mich inter­es­siert etwas, dann gehe ich dem nach. Ich fühle, X ist richtig, dann mache ich X. Ich denke A, B und C ergibt eine logi­sche Verbin­dung, dann mixe ich D draus. Meine Intui­tion treibt mich mehr als der Plan. Damit bin ich nicht ganz uner­folg­reich. […]

26. Juli 2014|Tags: , |

Erfolg ist keine Glücks­sache: Was Führungs­kräfte von der deut­schen Natio­nalelf lernen können

Am Ende waren unsere Jungs auch psycho­lo­gisch stärker. Doch das ist es nicht allein. Was macht den Erfolg eines guten Teams wirk­lich aus? Eine Erklä­rung. Eine klare Stra­tegie entwi­ckeln Wie ist der Gegner aufge­stellt, was sind seine Schwä­chen und Stärken? Wie in der agilen Team­ar­beit wird im Fußball einer­seits geplant und ande­rer­seits der Moment genutzt. Für alles gibt es einen über­ge­ord­neten Stra­te­gie­plan, der seit 2000 aufge­stellt wurde, sich immer weiter­ent­wi­ckeln durfte und konse­quent in einzelne Maßnahmen, Projekte und Teil­pro­jekte aufge­teilt wurde. Zu nennen sind hier die Leis­tungs­zen­tren, aber auch die verstärkte Einbe­zie­hung der Psycho­logie seit 2004 unter Klins­mann. Den Wir-Geist fördern Stra­tegie, Struktur, […]

15. Juli 2014|Tags: , , |

Vorstel­lungs­ge­spräch im Dunkeln oder: Wie Sie die Psycho-Mecha­­nismen bei der Bewer­ber­aus­wahl austricksen

Authen­tisch sein genügt, um im Vorstel­lungs­ge­spräch zu punkten? Menschen funk­tio­nieren nach bestimmten Strick­mus­tern, die bei allen ähnlich sind. Diese Strick­muster nennen sich „Bias“ oder „Heuristik“ und helfen dem Gehirn schneller zu arbeiten und Denk-Abkür­zungen zu nehmen. Heute zeige ich Ihnen, wie Sie als Perso­naler und Bewerber das Wissen um diese Abkür­zungen zum jeweils eigenen Vorteil nutzen können. 1. Halo-Effekt Der Halo-Effekt besagt, dass wir uns vom ersten Schein und Anschein beein­flussen lassen, ob wir wollen oder nicht. Ein selbst­si­cher auftre­tender, gut ausse­hender Mensch wird selbst psycho­lo­gisch geschulte Perso­naler um den Finger wickeln oder mindes­tens positiv stimmen. Weiterhin nehmen wir Gleich­heit zu uns, […]

4. Juli 2014|Tags: , , |

Lieber Jobs mit “Wissen”: Karrie­restra­te­gien für Intro­ver­tierte

„Mein größtes Handicap ist die Intro­ver­sion“ — wie oft ich das schon gehört habe. Von Ange­stellten, Selbst­stän­digen, Experten und Mana­gern. Es ist einer der Gründe aus dem ich diesem Thema noch­mals Raum bieten möchte. Was ist Intro­ver­sion? Man kann nicht oft genug darüber schreiben, um Vorur­teile auszu­räumen. Nein, es hat mit Schüch­tern­heit nichts zu tun. Nein, es muss auch nicht mit wenig Reden einher­gehen; es kann. Intros sind keine Glücks­su­cher Tatsache ist: Nur der Intro­ver­tierte selbst weiß oder ahnt es, Tests können nur Hinweise geben. Zumal neuere Forschungen eher darauf deuten, dass die bishe­rige Annahme, dass Extra­ver­sion mit Gesel­lig­keit zusam­men­hängt, wohl falsch ist. Es […]

Ego- oder Team­player: Wer siegt im Duell um Tore?

Nur eine ganze kurze Replik auf die rote Karte fürs Team­playing von Herrn Buck­mann von gestern (mehr zu ihm und Frechmut hier). Wir können ja alle lange, lange Texte verfassen, aber kurz halten wir uns eher nicht. Was mögli­cher­weise Zeichen eines größeren Egos ist und eigent­lich die rote Karte verlangt. Mich haben Buck­manns Zeilen zum Nach­denken gebracht, denn Ego und Team­ar­beit habe ich bisher  gar nicht so sehr in Verbin­dung gebracht. Oder anders: Der Gedanke, dass Einzel­kämpfer größere Egos sind als Team­player ist so deut­lich noch nicht auf den Punkt gebracht worden.  Und dass diese einige Vorteile haben, auch nicht. Also versuche […]

24. Juni 2014|

Ich will so werden wie ich nicht bin: Personal Change – wie geht denn das?

Peter macht seinen Job seit 15 Jahren. Er meint zu wissen, was er kann und was nicht. Präsen­tieren etwa ist nicht so seine Sache, denkt er. Doch dann wech­selt er das Unter­nehmen und auf einmal muss er tun, was er  für sich nie als Kompe­tenz gesehen hat… Und das Komi­sche daran: Es geht! Mit jedem Mal sogar besser. Ja, man sagt ihm, er mache das richtig gut.  Das verän­dert sein Selbst­bild. Und als Folge davon denkt er zwei Jahre später darüber nach, dass Führung ja auch eine Option sein könnte. Dabei hatte sein Coach mit ihm ausge­ar­beitet, dass er eine […]

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