Mach dich schlau(er): Was mit Gehirn­trai­ning alles möglich ist (Rezen­sion)

Mach dich schlau(er): Was mit Gehirn­trai­ning alles möglich ist (Rezen­sion)

MS Office Wollen Sie sich mit Ihrer Mathe­schwäche abfinden? Akzep­tieren, dass Sie nun mal kein Geschich­ten­er­zähler sind?  Sie müssen nicht. Dank der Hirn­for­schung wissen wir: Das Gehirn ist eine einzig­ar­tige, komplexe elek­tro­che­mi­sche Reak­tion. das sich trai­nieren lässt. Die  Land­karte aus Synapsen, dieser wahn­sin­nige Wissens­spei­cher, ist immer erwei­terbar. Und fast nichts ist unmög­lich. Wenn man der einen Seite der Forschung glaubt, den Opti­misten. Der Forscher Niels Birbaumer gehört zu diesen Opti­misten. Er hat einige Lehr­bü­cher geschrieben und jetzt ein popu­läres Sach­buch mit dem Jour­na­listen Jörg Zittlau veröf­fent­licht: „Dein Gehirn weiß mehr als du denkst.“ Das Buch beginnt trotz viel verspre­chender Thesen aller­dings […]

Seren­di­pity: oder die Kunst, auch ohne Visionen und große Ziele erfolg­reich zu sein

Haben Sie eine Vision? „Wer Visionen hat, soll zu Arzt gehen“, lautet das berühmte Zitat zum Thema, von Ex-Bundes­kanzler Schmidt. Dabei sind Visionen eine Art Pflicht­pro­gramm in der Busi­ness Welt. Sie sind scheinbar wichtig für Erfolg jeder Art. Unter­nehmer können nicht ohne Visionen, will man uns sagen, bleibt aber den Beweis schuldig. Es gibt reihen­weise Bücher, die einem Visionen nahe bringen wollen und noch mehr die Visio­näre als Vorbild vorführen. Wenn Sie sich die Erfolgssto­ries der VIPs und Semi-VIPs so durch­lesen, so hatten alle schon im Sand­kasten eine Vision. Sie wussten zum Beispiel schon damals im Hinterhof des Ruhr­potts, dass […]

Was bin ich wert? Was Geld bewirkt (und was nicht)

Sind Sie Ihr Geld wert? Wie bestimmt jemand seinen Wert? Warum sind einige Berater sehr teuer und viele Krea­tive so billig? Vor einiger Zeit sprach ein brand­eins-Autor mit mir übers Geld, gerade ist der Titel mit dem Schwer­punkt­thema erschienen. Es war ein Gespräch wie ein langer Teppich, aus dem nach und nach der goldene Gral entrollt werden soll. Gibt es den? Er ist jeden­falls nicht ganz so leicht zu fassen. Weil Geld so gar nichts Ratio­nales hat. 1. Geld macht doch glück­lich Psycho­lo­gisch gesehen, macht Geld nur dann zufrieden, wenn man davon mehr hat als seine Bezugs­gruppe. Es geht also nicht […]

3. Juni 2014|Tags: , , , , |

Meine 3 Führungs­prin­zi­pien: Lass den Löwen Löwen sein

Als mich Geschäfts­füh­rer­coach Bernd Geropp fragte, ob ich an seiner Blog­pa­rade zu den besten drei Führungs­prin­zi­pien teil­nehmen würde, sagte ich spontan zu. Zumal die bereits in meinem Blog inter­viewte, geschätzte Kollegin Gudrun Happich mit an Bord ist. Doch lange fehlte mir die zündende Idee. Ist ja alles gesagt worden, Repro­duk­tion ist nicht meine Sache. Und dann war ich im Zoo, sah den Löwen, und wusste, was noch offen war. Respek­tiere den Wahn­sinn Wer Menschen führt, kann nicht ganz dicht sein. Sich 14 Stunden am Tag rein­zu­hängen, für andere ins Zeug zu legen, auf Familie und Frei­zeit zu verzichten, Bedürf­nisse zurück­stellen – das ist schon […]

Was kann ich im Vergleich zu…? Poten­zi­al­ana­lysen mit Bezugs­gruppen

Stärken-Selbst­bilder haben eine große Schwäche: Es gibt immer blinde Flecken, also Bereiche, die Sie nicht sehen. Und Fehl­ein­schät­zungen, Verzer­rungen.  Beispiel: Char­lotte fällt in der Schule alles leicht, Deutsch genau wie Mathe und Natur­wis­sen­schaften, sie kann gar nicht sagen, was sie richtig gut kann. Fremd­bilder sind genauso fehler­an­fällig. Sie können enorm hilf­reich sein: Ein „Mensch, du bist richtig gut“ von der rich­tigen (weil akzep­tierten) Person kann unheim­lich viel auslösen und sehr nach­haltig beflü­gelnd wirken. Aber Fremd­bilder haben auch blinde Flecken, Bereiche also, die Vertraute, Freunde und Kollegen – und auch Berater! — nicht sehen. Hinzu kommt: Außen­ste­hende neigen dazu, eigene Bewer­tungs­maß­stäbe […]

Mach(t) mit! Von den posi­tiven und nega­tiven Wirkungen des Grup­pen­zwangs

Gerade schreibe ich mit Kollege Thorsten Visbal an einer „Team­bibel“ (hier das Vorgän­ger­buch). Dabei geht es natür­lich auch um Grup­pen­phä­no­mene. Über faule Hänge­matten-Co-Worker und die leis­tungs­ver­rin­gernde Wirkung mancher Team­ar­beit habe ich hier schon mehr­fach berichtet, nicht jedoch über den Grup­pen­zwang, den man auch mit „Konfor­mi­täts­druck“ über­setzen könnte. Konfor­mi­täts­druck ist eine Neben­er­schei­nung des natür­li­chen Wunsch nach Zuge­hö­rig­keit. In Unter­nehmen und der rest­li­chen Welt. Freund­li­cher­weise werden mir gele­gent­lich blog­taug­liche Firmen­in­terna berichtet. Ins Staunen versetzte einen Frei­be­rufler neulich etwa, dass die Team­lei­terin seines Auftrag­ge­bers mit vier Kollegen vor dem Bild­schirm saß und über einen Bewerber nach dem anderen lästerte. „Alter Sack“, war noch ein harm­loser Kommentar zu […]

Die Kunst des Loslas­sens: Wie Sie die Dinge locker(er) sehen

Wir sollen Ziele haben! Dinge unbe­dingt wollen! Und doch ist es gerade das, dieses Unbe­dingt-wollen-sollen, was uns anspannt, verkrampft,  fest­hält, manchmal sogar in Ehrgeiz erstarren lässt. Klappt das — jetzt, endlich, sofort? Was, wenn nicht? Gedanken kreisen wie Fliegen um den Kopf. In solch einer Situa­tion wird weder das Joban­gebot noch der Auftrag kommen. Dann heißt es: Loslassen! MS Office Einmal bekam ich von einer lang­jäh­rigen, ganz tollen Kundin inner­halb von drei Tagen erst eine ange­spannte Mail (es muss!), dann eine „ich lasse los“-Mail und schließ­lich „juchu, der Auftrag ist da“. Ich sende zwischen­durch manchmal Inter­ven­tionen, ein Wort, ein Satz, ein Bild. Manchmal lasse ich mir Übungen […]

30. April 2014|Tags: , , , , |

Geben und Nehmen: Warum Sie als gutwil­liger Geber viel erfolg­rei­cher sein können (Rezen­sion)

„Ich möchte Sie als Dank für Ihre vielen hilf­rei­chen Beiträge auf etwas hinweisen“, schrieb mir jemand letzte Woche. Es folgte ein selbst­loser Tipp, den ich sicher beher­zigen werde. Eine beson­ders clevere Form der Akquise? Hinter­ge­danken? Offen­sicht­lich nicht. Der Schreiber war ein Geber. Gerade deshalb werde ich mir ihn merken und „abspei­chern“. Ganz anders als die Nehmer  und Tauscher, die sich ständig mit Pseudo-Win-Win-Vorschlägen anpir­schen, nach Tipps suchen und bei einem Gehalt von 150.000 Euro nach Rabatten fragen. Geber sind nach Wharton-Professor Adam Grant selbst­lose, also altru­is­ti­sche Menschen, die gerne helfen und keine Gegen­leis­tung dafür wollen. Über diese Menschen hat Grant […]

27. April 2014|Tags: , , , |

Kogni­ti­ons­psy­cho­logie: 7 Tricks für eine moderne und effi­zi­ente Bewer­bung

Entscheider beschäf­tigen sich nur kurz mit einem Lebens­lauf.  Eine Minute viel­leicht, wenn es hoch­kommt zwei… Sie lesen nicht sukzes­sive von vorne nach hinten und nicht jedes Wort. Was behält der Perso­naler von Ihrer Bewer­bung, wenn er sie ablegt? Nicht viel, machen Sie sich da keine Hoff­nungen. Und oft haften Dinge wie Kleb­stoff im Gehirn, die Sie gar nicht auf dem Plan hatten: „Wirrer Aufbau“, „oh gott wie komplex“ oder „Layout wie auf der Beer­di­gung“. Wie Sie mit Hilfe des Wissens aus der Kogni­ti­ons­psy­cho­logie Ihre Bewer­bung wirk­samer in den Köpfen veran­kern – und wahr­schein­li­cher einge­laden werden lesen Sie hier. Dabei geht es […]

9. April 2014|Tags: , , , , , |

Erkennt man Leis­tungs­sportler am Persön­lich­keits­profil? (Test­be­richt Bochumer Inventar 6F)

Hätte ich Leis­tungs­sport­lerin werden können? Eher nicht — keinerlei moto­ri­sche Bega­bung. Fürs Ballett nicht zier­lich genug, fürs Laufen zu kurze Beine. Und mein  Ehrgeiz ist ohnehin begrenzt: Mir reicht es mit 8,5–9 Stun­den­ki­lo­me­tern durch die Gegend zu schlei­chen. Joggst du schon oder machst du noch Nordic Walking? Mir ist es wurscht. Das sind die 6F Doch mein Persön­lich­keits­profil stimmt trotz dieser sport­li­chen Einschrän­kung über­wie­gend – theo­re­tisch jeden­falls. Eher hohe Stabi­lität, eher großes Enga­ge­ment (nennen Sie es Ehrgeiz) -. beides typisch für Sportler, aber auch für Top-Absol­venten. Nur mit der Diszi­plin sieht es nicht so über­durch­schnitt­lich aus wie bei Sport­lern üblich. Und wie […]

“Haben Sie mal einen Tipp für mich?”(Kolumne)

„Ich hab da mal eine Frage“ — im gest­rigen Blog rät Kollegin Gitte Härter zu einem gelas­senen Umgang — man soll solche Anfragen zum Beispiel auf andere Ange­bote umlenken (die natür­lich kosten­pflichtig sind). Unge­wollte E‑Mails sind Arbeits­be­schaf­fungs­maß­nahmen für alle, die eine gewisse Präsenz im Internet haben — man muss einfach darüber nach­denken. Aber je mehr man sich fragt, desto schwerer fällt es zu verstehen, was Leute reitet, Fragen zu stellen, für die es einfach gar keine Antwort gibt. © Picture-Factory — Fotolia.com Gitte Härter beschrieb Mails wie „Ich habe mich selbst­ständig gemacht. Haben Sie einen Tipp?“ Was werden diese Leute in der Selbst­stän­dig­keit machen? Schon diese Frage könnte darauf […]

5 Irrtümer über die vermeint­li­chen Vorteile enger Zusam­men­ar­beit in Gruppen

Mensch bin ich froh, dass ich heut­zu­tage nicht in die Schule gehen muss. Da käme ich um die Grup­pen­ar­beit wohl kaum herum. Die ist manchmal frus­trie­rend. „Ich habe die rich­tige Mathe­lö­sung eigent­lich immer“, sagt mein Sohn. „Aber da X so domi­nant ist, setzt X sich immer durch und dann machen Y und Z auch mit, und wir haben´s alle zusammen falsch.“ Tja, liebe Bildungs­po­li­tiker und Lehrer, habt ihr denn gar keinen Grund­kurs über Grup­pen­psy­cho­logie belegt? Man muss ja nicht gleich Gustave le Bon „Psycho­logie der Massen“ zitieren, aber ein wenig kriti­scher sehen könnte man den Trend zur Zwangs­zu­sam­men­ar­beit durchaus sehen und […]

Geschickt um Geld verhan­deln: Den Anker­ef­fekt nutzen!

Starten wir heute einmal mit einer kleinen Denk­sport­auf­gabe: Ein Kollege von Ihnen erfährt, dass in dem Unter­nehmen, in dem er sich bewirbt, der eine Mitar­beiter 40.000 Euro verdient und der andere für dieselbe Arbeit 80.000. Beide sind etwa gleich alt und verfügen über exakt dieselben Quali­fi­ka­tionen und Erfah­rungen. Der Kollege bittet Sie um Rat, mit welchem Gehalt er in die Verhand­lung einsteigen sollte. Welche Gehalts­vor­stel­lung sollte er Ihrer Meinung nach nennen? Wahr­schein­lich haben Sie jetzt gedacht: etwas in der Mitte. Falsch! Ich würde ihm raten: Beginnen Sie bei 90.000 Euro, das ist aus takti­schen Gründen der bessere Wert. Der Effekt, den […]

Verän­dern Sie Ihr Leben! Leicht gesagt…Wie es doch gehen könnte

Im nächsten Jahr wird alles besser! Ich ändere meine Gewohn­heiten! Werde ein besserer Mensch! Zum Jahres­wechsel kommt immer wieder dasselbe Thema auf: Verän­de­rung. Doch ist Verän­de­rung über­haupt möglich? Kann der Mensch ein anderer werden, kann ICH mich ändern? Und wenn ja: Wie geht dieses Kunst­stück? Mihail Chordow­kowski kam anschei­nend unver­än­dert nach 10 Jahren aus russi­scher Haft, und ich denke nicht, dass russi­sche Gefäng­nisse Luxus­ho­tels sind. So stolz, selbst­be­wusst und eloquent wie er hinein­ge­gangen war, trat er auch wieder heraus. Die beiden Ladies von Pussy Riot scheinen alles andere als gebro­chen, obwohl auch ihnen vermut­lich nicht allzu viel Ange­nehmes passiert ist. […]

Der Karriere-Bias: Denk­fehler, verzerrte Wahr­neh­mungen und Selbst­täu­schungen

Es gibt unzäh­lige Studien und Umfra­ge­er­geb­nisse, etwa zum Thema “Zufrie­den­heit im Job”. Letzte Woche postete ich eine Umfrage von Monster, die Deut­schen eine eher geringe Zufrie­den­heit attes­tierte. Aber da war doch diese Umfrage in der “Welt” neulich, die genau das Gegen­teil belegte, wandte eine Leserin ein. Mich wundert das nicht. Zu jeder Studie gibt es eine, die genau das Gegen­teil besagt, oft entscheidet die Frage­stel­lung. Warum aber wähle ICH diese aus? Weil die Monster-Studie das bestä­tigt, was ich erlebe. Natür­lich gehe ich damit auch einem Psycho­muster auf den Leim: der Selbst­be­stä­ti­gungs­ten­denz. Das ist nur eine von vielen Heuris­tiken, die mir […]

28. November 2013|Tags: , |
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