Das Ende der Ego-Kultur: 5 Gründe, warum sich das Verständnis von Team­ar­beit radikal ändern muss

Das Ende der Ego-Kultur: 5 Gründe, warum sich das Verständnis von Team­ar­beit radikal ändern muss

Überall höre ich sie. Begriffe, die aus dem Wort­feld der Team­ar­beit stammen: Augen­höhe. Koope­ra­tion. Zusam­men­ar­beit. Gemein­sam­keit. Sinn für alle. Da ist  ein Wir-Trend in der Arbeits­welt entstanden, der ein kollek­tives Bedürfnis anzeigt — dem nach Bindung und Verbin­dung. Selbst einge­fleischte Einzel­kämpfer und ehema­lige Karrie­risten suchen plötz­lich nach etwas, das mehr ist als sie selbst. Wie lang­weilig ist es doch, sich selbst zu lieben! Und ist dieser Versuch nicht sowieso verge­bens? Viel zu lange haben Unter­nehmen nicht beachtet, das ein Team viel mehr oder viel weniger als die Summe seine Indi­vi­duen ist. Man könnte auch sagen: Sie haben nicht auf Emer­genz […]

21. Mai 2017|Tags: , , |

Wie Silo-Denken Unter­nehmen bremst und was sich dagegen tun lässt

Wir müssen agiler werden, alles klar. Doch eines der größten Hemm­nisse ist Silo­denken von Unter­nehmen und Abtei­lungen. Dieses könnte man auch mit Insel­denken oder Abgren­zungs­denken über­setzen. Meiner Beob­ach­tung nach ist es äußerst verbreitet, teils wird es sogar explizit geför­dert. Ist es möglich, Silo-Denken einzu­dämmen? Oder ist es sogar system­im­ma­nent, oder viel­mehr „syste­misch“ bedingt. Der Sozio­loge Stefan Kühl glaubt das. In einem Inter­view mit Jan C. Weil­ba­cher sagt er im Human Resources Manager: „Das Silo­denken – das Denken in lokalen Ratio­na­li­täten, wie wir das nennen – ist der Mecha­nismus, der sich in jeder Orga­ni­sa­tion mit Arbeits­tei­lung auto­ma­tisch ausbildet. Daran wird die […]

7. Mai 2017|Tags: , , , |

New Work: 5 blinde Flecken mit Blick auf die Zukunft der Arbeit

Was hat ein Nasen­ring mit einem Boss­anzug zu tun? Für die Antwort auf diese Frage bitte ich um etwas Geduld. Jetzt will ich Sie damit erst einmal in diesen Text herein­ziehen und ein wenig Drama­turgie aufbauen. Es geht in meiner Kolumne dieses Mal um die neue Arbeits­ge­sell­schaft, die gern mit dem Etikett „New Work“ verknüpft wird. Dieses Etikett erzeugt Erwar­tungen: Wenn wir nur endlich gut zuein­ander wären! Hier­ar­chie­frei, mindes­tens jedoch hier­ar­chiearm kommu­ni­zieren würden! Den Mensch in den Mittel­punkt stellten. Endlich sehen würden, dass wir Schöpfer der Arbeits­welt sind und als solcher Dinge SELBST möglich oder unmög­lich machen… Das New Work-Konzept […]

23. April 2017|Tags: , , |

Perso­nal­aus­wahl: Bitte analy­siert nicht nur Bewerber, auch Arbeit­geber gehören durch­leuchtet

Experten unter­laufen ständig Fehl­ein­schät­zungen. Sie diskri­mi­nieren, ohne es zu wollen, bemerken ihre eigenen Selbst­be­stä­ti­gungen nicht, verkennen wahre Talente. Kein Wunder, dass jetzt Algo­rithmen die Perso­nal­ab­tei­lungen aufmi­schen. Diese Woche habe ich ein Inter­view mit der Harvard-Profes­sorin Iris Bohnet auf stern.de geteilt. Die Head­line „Bewer­bungs­ge­spräche wird es in 10 Jahren nicht mehr geben“ pola­ri­sierte stärker als viele andere Artikel. Warum das Thema so emotional ist – und was von der These zu halten ist… Erst einmal: Richtig, unser Bauch­ge­fühl trügt… Und zwar auch die Bewerber, nicht nur die Arbeit­geber. Das muss einmal so deut­lich gesagt werden. Ich erlebe es sehr häufig, dass […]

Cultural Fit: Das Streben nach Gleich­heit — oder wären Unter­schiede nicht viel besser?

Hanni arbeitet im Personal und Nanni auch. Hanni und Nanni sind blond, Mitte 30 und zeigen keine Ecken und Kanten. Sie wollen auf der Veran­stal­tung, die ich besuche, ihr Unter­nehmen bewerben im Zeichen des Fach­kräf­te­man­gels. Sie wollen die Employer Brand präsen­tieren. Employer Bran­ding ist so etwas wie die Lade­sta­tion für den Cultural Fit, für die kultu­relle Passung von Bewerber und Arbeit­geber. So hängt beides eng zusammen. Hanni und Nanni haben vermut­lich die gleiche Präsen­ta­ti­ons­schu­lung durch­laufen, deshalb unter­scheidet sich ihr Vortrags­stil nicht. Sie erzählen viel und mit zu viel Werbung und Wort­hülsen für meinen Geschmack. Ich bin sicher, Hanni und Nanni […]

Frau­en­netz­werke: 5 Tipps, damit sie funk­tio­nieren und keine Gender-Falle werden

Melanie möchte Karriere machen. Es zieht sie ins Ausland. Sie will Bezie­hungen aufbauen, Spuren hinter­lassen. Von ihrem Frau­en­netz­werk im Konzern erhofft sie sich Unter­stüt­zung. Sie will sich dort enga­gieren und glaubt, dass das auch “oben” gesehen und goutiert wird. Als sie das ihrem Chef sagt, lacht der laut auf. „Karriere kannst du vergessen, wenn du dich da enga­gierst“, lästert er. Eine wahre Geschichte über Frau­en­för­de­rung und die Illu­sion, dass formelle Netz­werke, Frau­en­kar­rieren fördern würden. Dabei sind Frauen- oder viel­mehr Gender­netz­werke  das wohl häufigste Instru­ment im Unter­nehmen, wenn es um Gleich­stel­lungs­maß­nahmen geht. Sie gehören zum festen Inventar des Perso­nal­we­sens. Viele Konzerne […]

13. Mai 2016|Tags: , , |

Vorstellungsgespräch/Personalauswahl 4.0: Wie Sie die Denk- und Hand­lungs­logik Ihrer Bewerber entlarven

Wie denken Ihre Bewerber? Was leitet sie? Nach welchen Logiken urteilen und handeln sie? Wie betrachtet jemand Karriere? Was ist für ihn Team­füh­rung? Oder Führung gene­rell? Alle diese Fragen sind rele­vant für Recrui­tung und Auswahl von Führungs­kräften, die heute ganz andere Aufgaben wahr­nehmen sollen als früher. Sie sollen zum Beispiel Mitar­beiter befä­higen, sich selbst zu orga­ni­sieren oder kreativ zu sein. Doch wie erkennen Unter­nehmen, mit dem sie es zu tun haben? Tests sind dazu nur sehr begrenzt in der Lage. Sprache ist aussa­ge­kräf­tiger. Ich würde sogar behaupten, wer entspre­chend geschult ist, kann darin viel mehr erkennen. Sprache spie­gelt Denken — […]

Werden Sie weiße Kaffee­bohne oder blaues Wunder — aber bitte konse­quent: Plädoyer für besseres Employer Bran­ding

Seit kurzem habe ich blaue Fußnägel. Ich komme mir ein biss­chen vor wie Punk-Mode-Ikone Vivi­enne West­wood. Von der habe ich ein königs­blaues Kleid. Jetzt müsste ich mir die Haare noch blau färben. Und mich bei Detecon bewerben – wenn die nicht so gera­de­wegs auf die Gene­ra­tion Y zielen würde, zu der ich nun wirk­lich nicht mehr gehöre. Detecon #consul­ting­is­blue Die Unter­neh­mens­be­ra­tung Detecon, frisch posi­tio­niert für Digital Trans­for­ma­tion, hat mir kürz­lich ein Paket geschickt. Alles blau – Teil der Kampagne #Consul­ting­is­blue. Blogger-Rela­tions sind meist lang­wei­liger: Irgendein Pres­se­mensch ruft an, um einen auf Veran­stal­tungen einzu­laden, auf die man nicht gehen […]

29. Februar 2016|Tags: , |

Was sind Ihre Schwä­chen? Schlauer antworten auf die Frage der Fragen

Die Frage nach Stärken im Vorstel­lungs­ge­spräch ist schon nicht beson­ders beliebt. Über Schwä­chen jedoch mag erst recht kaum ein Bewerber spre­chen. Die meisten Kandi­daten wittern eine böse Falle, wenn diese Frage auf sie zukommt. “Was wollen die Perso­naler hören?” fragen Sie mich dann. Nichts über die Leiden­schaft für Scho­ko­lade oder das Glas Wein zuviel am Abend. Auch die nicht vorhan­denen Chine­sisch­kennt­nisse sind hier kein Thema. Nein, die Frage zielt viel­mehr auf etwas Persön­li­ches. Und sie ist inter­na­tional beliebt. So fragen die Hiring Manager in den USA, in Austra­lien und Groß­bri­tan­nien auch danach — unter den “strength and weak­ne­sses”. Hier geht […]

26. Februar 2016|Tags: , |

Arbeits­zeiten: Wer Frei­heit hat, braucht sie nicht mehr

Um 22 Uhr abends kam ich aus meinem Bera­tungs­raum ins andere Zimmer. Der Bild­schirm strahlte hell. Der Drucker spuckte ohne Ende Rech­nungen aus. Auf dem Bild­schirm konnte ich live beob­achten, wie sich Mails von selbst schrieben. Ich erschrak, denn ich wähnte mich in einem üblen Tatort – bald käme ein Ghost aus der Machine. Aber dann regis­trierte ich: Meine Mitar­bei­terin arbei­tete – über die Fern­steue­rung, die wir kürz­lich einge­richtet haben. „Ihre Mitar­bei­terin darf kommen, wann sie will?“ fragte heute unser IT-Mensch eher inter­es­siert als irri­tiert. Ich denke: Wo bleibt sie denn? Hatte sie nicht gesagt, sie wollte Donnerstag oder Freitag […]

27. November 2015|Tags: , , , |

Die Quadratur des Kreises: Warum das Bundesamt für Migra­tion ein Beispiel für ein gene­relles Recrui­­ting-Problem ist

Arbeit­geber wollen Bewerber, die die perfekte Schnitt­menge mit den Anfor­de­rungen bilden. Die Quadratur des Kreises, das Unmög­liche soll möglich werden. Darauf wartet man Monate, was die langen Bear­bei­tungs­zeiten von Bewer­bungen teil­weise erklärt. Dieses Phänomen betrifft nicht nur die High-End-Arbeits­plätze in inter­na­tio­nalen Wirt­schafts­un­ter­nehmen. Dieser Trend ist überall zu erkennen. Ich habe ein aktu­elles Beispiel. Das Bundesamt für Migra­tion sollte eigent­lich jede Menge Stellen frei haben und müsste und aufgrund seines Bear­bei­tungs­not­stands offen sein für Quer­ein­steiger. Experten schreiben den Still­stand der Tatsache zu, dass es kaum Leute gebe, die entscheiden könnten, also kaum akade­mi­sche Sach­be­ar­beiter. Ich schaue mir daraufhin die Stel­len­an­zeigen auf […]

18. September 2015|Tags: , |

Hola­kratie versus Hier­ar­chie: Braucht unsere Arbeits­welt ein neues Betriebs­system?

Vertrauen wächst mit Klar­heit, Eindeu­tig­keit… Prozess­re­geln. „Trust grows when clarity grows“, schreibt folge­richtig Brian Robertson in seinem Buch “Hola­cracy: The revo­lu­tio­nary manage­ment system that abolishes hier­archy“, das ich dieses Wochen­ende dank diverser Zugver­spä­tungen auf der Strecke Hamburg-Köln endlich auslesen konnte. Klar­heit, viel­leicht sogar noch besser zu über­setzen mit Eindeu­tig­keit, ist dabei nur eines der Stich­worte, die Robertson´s Hola­kratie liefert, das in Zeiten von Unplan­bar­keit einem hier­ar­chisch orga­ni­sierten Unter­nehmen weit über­legen sein soll. „Adopt hola­cracy or leave“, forderte Zappos CEO Tony Tsieh im Mai seinen Mana­gernl. Zappos mit seinen 1500 Mitar­bei­tern gilt seitdem als Vorzei­ge­un­ter­nehmen der Hola­kratie. Doch was ist das […]

11. August 2015|Tags: , |

Non-Skill-CV: Mit Ehrlich­keit punkten

Diese Woche veröf­fent­lichte tln3 hier einen knappen Bericht über das Bewer­bungs­expe­ri­ment von Jeff Scar­dino, der sich mit einem Lebens­lauf ohne Skills test­weise beworben hatte – und damit viel erfolg­rei­cher war als mit dem klas­si­schen Ich-kann-alles-Lebens­lauf. So hatte er geschrieben, dass er bei seinem aktu­ellen Arbeit­geber Ogilvy & Mater drei erfolg­lose Pitches hatte. Unter Non-Skills führte er beispiels­weise auf, dass er Schwie­rig­keiten habe, sich Namen zu merken. Nun die zwei Haken. Scar­dino bewarb sich in den USA — und er ist ein Werber. Die ganze Aktion star­tete er offen­sicht­lich um Aufmerk­sam­keit für sein Projekt Frei­be­ruf­lich­keit zu bekommen. Einer meiner aktu­ellen Outpla­ce­ment-Kunden […]

24. Juli 2015|Tags: , , |

Talent ohne Manage­ment oder: 5 Tipps, wie Sie wahre Talente erkennen

Mich hat niemand gefragt. Ich hätte Ideen gehabt. Aber ich hätte mich nie getraut, sie auszu­spre­chen, man hätte mich über­schrieben wie eine Fest­platte mit F:Format. Ich hätte auch gar keine Lust dazu gehabt. Und über­haupt: Warum sollte ich dem Unter­nehmen meine Ideen schenken? So oder ähnlich denken unent­deckte Talente in Unter­nehmen, die niemand fragt und auf die niemand hört. Leute, die als stille Mitläufer oder sogar Minder­leister einge­stuft sind. Kein Talent Manage­ment wird sie je iden­ti­fi­zieren. In Tests fallen diese Talente durch. Denn manche halten nicht viel von sich selbst. Deshalb machen sie ihre Kreuze eher vorsichtig. Nicht selten kratzen […]

7. Juni 2015|Tags: , , |

Team­ent­wick­lung: Warum ohne Vertrauen auch Top-Leute keine Leis­tung bringen

Kathryn ist 57 Jahre alt, ein Dino in dieser Arbeits­welt, als sie Geschäfts­füh­rerin von Decis­i­onTech wird. Studiert hat sie an einer mittel­mä­ßigen Univer­sität, davor sogar noch eine Fami­li­en­pause gemacht. Ihr Ehemann, ein erfolg­rei­cher Basket­ball­trainer lehrte sie derweil viel über Team­bil­dung. Solch eine Lady soll verwöhnte Harvard-Absol­venten zu einem Team machen? Was für eine Aufgabe! Aber schon als Kathryn in der ersten von fünf Team­ent­wick­lungs-Schritten, die das Buch durch­ziehen, ein Dreieck an das White­board malt und unten „Vertrauen“ rein­schreibt, ahne ich: Diese Frau wird es packen – als ange­stellte Geschäfts­füh­rerin und hier in ihrer Funk­tion als Team­ent­wick­lerin unter lauter Egomanen. Der […]

26. Mai 2015|Tags: , |
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