München Top, Hildes­heim Flop: Wo Bewerber die besten Chancen haben

München Top, Hildes­heim Flop: Wo Bewerber die besten Chancen haben

In Hildes­heim sieht es nicht gut aus für Bewerber: Um eine Stelle balgen sich 30 Anwärter. Noch schlechter steht Bremer­haven da: 38 Bewerber buhlen mit. Ich kenne Hildes­heim gut, deshalb sprach mich die Meldung der Meta­job­such­ma­schine Adzuna  sofort an. Wahr­schein­lich, weil Hildes­heim in meinen Augen bisher nicht Herne im Ruhr­ge­biet war, wo man Arbeits­lo­sig­keit in schwin­delnden Höhen erwartet, sondern eben … Hildes­heim. Nun bin ich froh, dass ich dort nicht auf Jobsuche bin. Nicht nur 30 Bewerber auf eine Stelle, auch kein einziger SAP-Berater wird da gesucht, das habe ich gerade auspro­biert. Und sicher­heits­halber gleich nach­ge­schaut: Diese Spezies findet auch nicht beim Adzuna-Konkur­renten Kimeta, die sich […]

7. Juni 2013|

5 Gründe zum Gründen

Der aktu­elle KFW-Monitor zeigt an, dass sich das Grün­dungs­ge­schehen auf seinem Tief­stand seit 2000 befindet. Das hört sich erst mal ernüch­ternd an. Bei genauerer Betrach­tung sehe ich aber auch posi­tive Zeichen in dem Bericht. Die Tatsache etwa, dass es mehr „Chan­cen­gründer“ gibt deutet indi­rekt auch auf mehr Krea­ti­vität in der Grün­dung. Insge­samt wird bei der Grün­dung auch mehr Geld ausge­geben (Durch­schnitt rund 13.000 EUR) – das könnte auf mehr Ernst­haf­tig­keit weisen. Der Trend bei den Frei­be­ruf­lern bleibt indes bestehen: es werden jedes Jahr mehr. 1. Es gab nie so viele Chancen wie jetzt Was bei allen scheinbar miesen Grün­dungs­zahlen zu […]

Geheim­sprache: Was Büro­räume über Unter­neh­mens­kultur und Werte verraten

Begibt man sich in Kriegs­ge­biet oder lockere Kaffee­haus­at­mo­sphäre? Wird in dieser Firma zusammen oder gegen­ein­ander gear­beitet? Steht Struktur im Vorder­grund oder infor­melle Macht? Geht es um Leis­tung oder um Krea­ti­vität? Ein Blick in die Büro­räume sagt mehr als 1.000 Worte. Ich habe hier einmal die wich­tigsten Büro­or­dnungen aufge­zeichnet und nach Spiral Dyna­mics geordnet. In einem roten Unter­nehmen sind infor­melle Regeln wich­tiger als formelle. Jedes Wort hat einen Subtext. Macht setzt sich durch, Berlus­coni lässt grüßen. Viele Konzerne sind immer noch teil­weise rot. In solchen Unter­nehmen setzt sich durch, wer den GRÖSSTEN… Schreib­tisch hat.   Das Rote wird irgend­wann gezähmt vom Blauen, immer. Mit Blau zieht Ordnung […]

Wachsen, aber richtig! Stra­te­gien, wie Coachs und Berater größer denken und werden

  © Mopic — Fotolia.com Wachsen tut weh. Und stellt gerade Solo­un­ter­nehmer wie Coachs und Berater vor Schwie­rig­keiten, denn sie können ja nicht so ohne weiteres Mitar­beiter zum Kunden schi­cken. Ich sprach darüber mit meiner Kollegin Monika Birkner, die soeben das Buch „Erfolg­reich als Solo-Unter­nehmer“ heraus­ge­bracht hat.  Es handelt sich dabei um eine komplett aktua­li­sierte Neuauf­lage von „Wachs­tums­stra­te­gien für Solo­un­ter­nehmer“. Ich erlebe, dass Wachstum manchmal unmög­lich scheint: da sind die laufenden Aufträge, die abso­lute Prio­rität haben, der Zwang Geld verdienen zu müssen – die Notwen­dig­keit, sich neu aufzu­stellen tritt da in den Hinter­grund. Man hat einfach keine Zeit. Birkner: Ja, das […]

Die Schlau-Macher: Unsere Top‑6: Webpro­jekte von Jour­na­listen

Gestern sprach ich an dieser Stelle mit dem Jour­na­listen Benjamin O´Daniel über die Zukunft des Jour­na­lismus.  Hier präsen­tieren wir Ihnen je drei subjektiv ausge­wählte Beispiele für indi­vi­du­elle Heran­ge­hens­weisen an den sich verän­dernden Markt. Alle zeigen: Letzt­end­lich ist es die Verzah­nung von Akti­vi­täten, die den Erfolg ausmacht und nicht eine einzelne Maßnahme. Top 3 — Benjamin O´Daniel Richard Gutjahr: Ein freier Fern­seh­jour­na­list, der sich konse­quent im Netz selbst vermarktet, provo­kante, zuge­spitzte Blog­bei­träge schreibt und neue, gesell­schaft­lich rele­vante Projekte wie das Lobby­Plag umsetzt. Man liest, dass er mit seinem Blog auch Geld verdient. Noch wich­tiger sein dürften indi­rekte Effekte. Jochen Mai mit […]

Leben, nicht über­leben! Die Zukunft der freien Jour­na­listen

Ob Fern­sehen, Print oder Radio – überall ist die Stim­mung gedrückt. Hono­rare verfallen, Konkur­renz wächst. Frust schieben oder nach vorne schauen? Ich habe viele Kunden aus dem Medi­en­be­reich, höre von daher eine Menge auch weniger Schönes — und bin dennoch fürs Nach­vor­ne­schauen! So freue ich mich  über Jour­na­listen, die den Wandel anpa­cken wollen und bereit sind, sich  Verän­de­rungen zu stellen. In Benjamin O’Daniel habe ich so jemanden gefunden und ange­spro­chen. Mit dem 32-jährigen freien Jour­na­listen führte ich ein offenes Gespräch über Wege, die ein „artge­rechtes“ Jour­na­listen-Leben im digi­talen Zeit­alter ermög­li­chen. (Es ist 9 Uhr morgens). Was machen Sie gerade und wo? O´Daniel: Ich […]

Future­pre­neur: Unter­neh­me­risch Denken schon in der Schule lernen

Keine Berufs­gruppe wächst so schnell wie die der Selbst­stän­digen. Doch unter­neh­me­ri­sches Denken liegt von Natur aus nur Unter­neh­mer­kin­dern; alle anderen tun sich schwer damit. Was liegt also näher, als Kinder und Jugend­liche auf etwas vorzu­be­reiten, das ihnen von Haus aus fern­liegt?  Der Verein Future­pre­neur e.V. will bei  Kindern und Jugend­li­chen Unter­neh­mer­geist zünden und  Spaß am Unter­neh­mertum vermit­teln. Ich sprach mit Kerstin Heuer, die die Idee der „Mini-Unter­nehmer-Camps“ für  Jugend­liche aus Schweden nach Hamburg gebracht hat. Was tun Sie genau? Heuer: Wir ermög­li­chen Jugend­li­chen ab 13 Jahren Erfah­rungen als Mini-Unter­nehmer in Koope­ra­tion mit Schulen und Jugend­zen­tren in vier verschie­denen Programmen. Im […]

„Neues ist wie Wollen, Wandel wie Müssen“

Sind Sie auch so jemand, der viele Ideen hat und Lust an der Verän­de­rung? Prost, Mahl­zeit, vergessen Sie Konzerne wie Audi und BMW. „Groß­un­ter­nehmen stellen vornehm­lich Zwang­hafte ein, keine Aben­teurer, Unter­nehmer, Quer­denker, Erfinder, Forscher und Welt­ver­bes­serer“, lehrt uns Gunter Dueck in seinem neuem Buch „Das Neue und seine Feinde“. Mit zwang­haft bezieht sich der Mathe­ma­tiker, Buch­autor und Hobby­psy­cho­loge Dueck  — er bezeichnet Face­book-Nutzer in Vorträgen auch schon mal als depressiv —  auf Riemanns „Grund­formen der Angst“, ein Buch, das wahr­schein­lich jeder Zuhause hat, der sich für die Selt­sam­keiten des mensch­li­chen Zusam­men­le­bens inter­es­siert. Wer dieses Buch kennt, weiß: Der Gegenpol des […]

„Im Zweifel bin ich immer für Auspro­bieren“

Danke, lieber Gilbert Diet­rich, für die Offen­le­gung unseres Reiss Profilings vor einigen Monaten. Ein paar Dinge möchte ich aus meiner Sicht noch gern ergänzen.  Den Hokus­pokus-Vorwurf erdulden alle beliebten Verfahren, auch DISG und MBTI. Die Qualität der Reiss-Kritiker sehe ich selbst durch deren stän­diges Spamming in meinem Blog. Entgegen meiner sonstig offenen Haltung lösche ich inzwi­schen den immer glei­chen Hinweis auf den immer glei­chen Professor und seine immer glei­chen Berichte. Wissen­schaft­lich­keit, das habe ich nun mit verschie­denen Personen disku­tiert, ist nun mal in einem gewissen Rahmen durchaus subjektiv. Und Wissen­schaftler haben Inter­essen, Eitel­keiten und Neben­ge­schäfte, aus denen kommer­zi­elle Inter­essen resul­tieren. Ich mag […]

5. Mai 2013|

Girls und Boys Day: Warum das SO nichts bringt

Diese Woche klin­gelten bei uns zwei Mädchen, die Girls Day bei uns machen wollten. Vorher hatten schon die beiden Archi­tekten nebenan mit dem Kopf geschüt­telt. Nach kurzem Nach­denken, schüt­telten wir auch. Was hätten sie gesehen und gehört? Nichts Inter­es­santes. Und ziem­lich sicher nichts, das ihr Welt­bild  und die Sicht auf den Beruf gravie­rend hätte ändern können. Ich hätte den Mädchen gern etwas gezeigt und etwas Span­nendes erzählt, aber mein Gefühl dazu war: Das ist zu wenig, zu wenig fassbar, zu komplex. Das bringt denen nichts. So wie das, was im Bereich der Wissens­ar­beit passiert, allge­mein komplex und wenig fassbar ist. Wir stellen […]

Online-Coaching: Wenn nur der Text spricht

Vor einiger Zeit schrieb ich hier über Coaching per Skype oder auch per Mail. Ich war nicht sicher, ob ein Coaching auf diesem Wege wirk­lich effi­zient sein kann. Die Diplom-Psycho­login Brigitte Koch hat mich in einem persön­li­chen Gespräch davon über­zeugt, dass es Formen des Online-Coachings gibt, die der persön­li­chen Begeg­nung mindes­tens gleich­wertig sind. Koch bietet einen eigenen virtu­ellen Austausch­raum im Internet. Manche können sich das gar nicht vorstellen, aber es ist wirk­lich so: Ich maile nicht gern, gebe ungern schrift­liche Antworten auf Inter­views (lieber münd­lich!) und schicke nur zwei, drei SMS im Jahr. Deshalb klingt Online-Coaching für mich zunächst befremd­lich. Koch: […]

Quote stimmt, Fein­tu­ning nötig (Bewer­bungs­expe­ri­ment Teil 4)

Copy­right: Svenja Hofert Mein Test-Bewerber sucht immer noch. Seit das Bewer­bungs­expe­ri­ment begonnen hat, ist gut ein halbes Jahr vergangen, wir star­teten im Oktober 2012. Bis heute hat mein anonymer Fall 23 Bewer­bungen raus­ge­schickt – fokus­sierter als zuvor und mit stär­kerem Augen­merk auf Kern­kom­pe­tenzen. Weiterhin haben wir eine persön­liche Erklä­rung für eine auf den ersten Blick unge­wöhn­liche Entschei­dung für die Art des Zweit­stu­diums im CV ergänzt. Ich halte nichts von Recht­fer­ti­gungen, aber manchmal ist es einfach notwendig, sich bzw. etwas zu erklären, weil beim Gegen­über sonst „System 1“ losgeht – man inter­pre­tiert. Freie Inter­pre­ta­tionen sind meis­tens falsch; gemacht werden sie trotzdem. […]

Geschichte und Zukunft der Frei­be­rufler (Teil 2): Free­lance Fiction 2030

Wie wird die Arbeits­welt 2030 aussehen?  Vor zwei Wochen habe ich über die Geschichte der Frei­be­ruf­lich­keit und des Free­lan­cer­tums geschrieben. Jetzt wage ich einen ersten Ausblick. Um diesen Ausblick einordnen zu können, einige Experten-Prognosen: Aus Atypisch wird Typisch: Je nach Opti­mismus der zitierten Fach­leute werden 2030 30–50% der Arbeits­ver­hält­nisse das sein, was man heute atypisch nennt, also in seinen unter­schied­li­chen Vari­anten selbst­ständig oder mit Zeit-Projekt­ver­trägen ausge­stattet. Die Stärken von morgen sind nicht von gestern: In den Konzernen werden vor allem Manage­ment- und Führungs­tä­tig­keiten verbleiben, wobei sich die Führung stark verän­dern muss, im Sinne des Orga­ni­sie­rens von Zusam­men­ar­beit, und mehr und […]

Der Aufstieg einer dritten Klasse: Geschichte und Zukunft der Free­lancer (Teil 1)

„Es ist so lang­weilig. Alle inter­es­santen Tätig­keiten macht jetzt die Unter­neh­mens­be­ra­tung“, klagte eine Bankerin. „Ich orga­ni­siere nur noch. Ich beneide die Free­lancer“, meint ein Manager. Das ist die schöne neue Arbeits­welt aus Sicht der Ange­stellten: Jobs in Unter­nehmen werden Schritt für Schritt profes­sio­na­li­siert, effi­zi­enter gemacht, Schritte auto­ma­ti­siert, Frei­räume beschnitten. Wer in einem großen Unter­nehmen arbeitet, wird irgend­wann nur noch Hebel drücken — über­tragen im Sinn oder direkt an der Maschine. Orga­ni­sieren  und koor­di­nieren, kalku­lieren und verhan­deln bleibt das Los der Ange­stellten — da geht es dann zum Beispiel um den Einsatz der Free­lancer und deren Kosten. Einzig vor der Forschung & […]

Coach-Hono­­rare: Wer klein denkt, bekommt auch Klein­geld

10 Jahre Networ­king: Claudia Kimich und ich spra­chen uns erst­mals 2003 tele­fo­nisch und trafen uns 2004 dann live auf der Systems in München. Seitdem haben wir uns jedes Jahr einmal live gesehen und seit einiger Zeit tele­fo­nieren wir regel­mäßig. Wir sind unter­schied­liche Typen, aber eine Sache eint uns: Wir packen an. Wir reden nicht lange, sondern tun. Diese Woche haben wir uns am Telefon etwas eschauf­fiert: Über eine neue Gene­ra­tion von Coachs, die Wunder erwartet und nicht bereit ist, an sich selbst zu arbeiten, die sich Geld­segen erhofft und nichts dafür inves­tieren will. Weil wir finden, dass das ein wich­tiges Thema ist, legen wir […]

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