München Top, Hildesheim Flop: Wo Bewerber die besten Chancen haben
München Top, Hildesheim Flop: Wo Bewerber die besten Chancen haben
In Hildesheim sieht es nicht gut aus für Bewerber: Um eine Stelle balgen sich 30 Anwärter. Noch schlechter steht Bremerhaven da: 38 Bewerber buhlen mit. Ich kenne Hildesheim gut, deshalb sprach mich die Meldung der Metajobsuchmaschine Adzuna sofort an. Wahrscheinlich, weil Hildesheim in meinen Augen bisher nicht Herne im Ruhrgebiet war, wo man Arbeitslosigkeit in schwindelnden Höhen erwartet, sondern eben … Hildesheim. Nun bin ich froh, dass ich dort nicht auf Jobsuche bin. Nicht nur 30 Bewerber auf eine Stelle, auch kein einziger SAP-Berater wird da gesucht, das habe ich gerade ausprobiert. Und sicherheitshalber gleich nachgeschaut: Diese Spezies findet auch nicht beim Adzuna-Konkurrenten Kimeta, die sich […]
5 Gründe zum Gründen
Der aktuelle KFW-Monitor zeigt an, dass sich das Gründungsgeschehen auf seinem Tiefstand seit 2000 befindet. Das hört sich erst mal ernüchternd an. Bei genauerer Betrachtung sehe ich aber auch positive Zeichen in dem Bericht. Die Tatsache etwa, dass es mehr „Chancengründer“ gibt deutet indirekt auch auf mehr Kreativität in der Gründung. Insgesamt wird bei der Gründung auch mehr Geld ausgegeben (Durchschnitt rund 13.000 EUR) – das könnte auf mehr Ernsthaftigkeit weisen. Der Trend bei den Freiberuflern bleibt indes bestehen: es werden jedes Jahr mehr. 1. Es gab nie so viele Chancen wie jetzt Was bei allen scheinbar miesen Gründungszahlen zu […]
Geheimsprache: Was Büroräume über Unternehmenskultur und Werte verraten
Begibt man sich in Kriegsgebiet oder lockere Kaffeehausatmosphäre? Wird in dieser Firma zusammen oder gegeneinander gearbeitet? Steht Struktur im Vordergrund oder informelle Macht? Geht es um Leistung oder um Kreativität? Ein Blick in die Büroräume sagt mehr als 1.000 Worte. Ich habe hier einmal die wichtigsten Büroordnungen aufgezeichnet und nach Spiral Dynamics geordnet. In einem roten Unternehmen sind informelle Regeln wichtiger als formelle. Jedes Wort hat einen Subtext. Macht setzt sich durch, Berlusconi lässt grüßen. Viele Konzerne sind immer noch teilweise rot. In solchen Unternehmen setzt sich durch, wer den GRÖSSTEN… Schreibtisch hat. Das Rote wird irgendwann gezähmt vom Blauen, immer. Mit Blau zieht Ordnung […]
Wachsen, aber richtig! Strategien, wie Coachs und Berater größer denken und werden
© Mopic — Fotolia.com Wachsen tut weh. Und stellt gerade Solounternehmer wie Coachs und Berater vor Schwierigkeiten, denn sie können ja nicht so ohne weiteres Mitarbeiter zum Kunden schicken. Ich sprach darüber mit meiner Kollegin Monika Birkner, die soeben das Buch „Erfolgreich als Solo-Unternehmer“ herausgebracht hat. Es handelt sich dabei um eine komplett aktualisierte Neuauflage von „Wachstumsstrategien für Solounternehmer“. Ich erlebe, dass Wachstum manchmal unmöglich scheint: da sind die laufenden Aufträge, die absolute Priorität haben, der Zwang Geld verdienen zu müssen – die Notwendigkeit, sich neu aufzustellen tritt da in den Hintergrund. Man hat einfach keine Zeit. Birkner: Ja, das […]
Die Schlau-Macher: Unsere Top‑6: Webprojekte von Journalisten
Gestern sprach ich an dieser Stelle mit dem Journalisten Benjamin O´Daniel über die Zukunft des Journalismus. Hier präsentieren wir Ihnen je drei subjektiv ausgewählte Beispiele für individuelle Herangehensweisen an den sich verändernden Markt. Alle zeigen: Letztendlich ist es die Verzahnung von Aktivitäten, die den Erfolg ausmacht und nicht eine einzelne Maßnahme. Top 3 — Benjamin O´Daniel Richard Gutjahr: Ein freier Fernsehjournalist, der sich konsequent im Netz selbst vermarktet, provokante, zugespitzte Blogbeiträge schreibt und neue, gesellschaftlich relevante Projekte wie das LobbyPlag umsetzt. Man liest, dass er mit seinem Blog auch Geld verdient. Noch wichtiger sein dürften indirekte Effekte. Jochen Mai mit […]
Leben, nicht überleben! Die Zukunft der freien Journalisten
Ob Fernsehen, Print oder Radio – überall ist die Stimmung gedrückt. Honorare verfallen, Konkurrenz wächst. Frust schieben oder nach vorne schauen? Ich habe viele Kunden aus dem Medienbereich, höre von daher eine Menge auch weniger Schönes — und bin dennoch fürs Nachvorneschauen! So freue ich mich über Journalisten, die den Wandel anpacken wollen und bereit sind, sich Veränderungen zu stellen. In Benjamin O’Daniel habe ich so jemanden gefunden und angesprochen. Mit dem 32-jährigen freien Journalisten führte ich ein offenes Gespräch über Wege, die ein „artgerechtes“ Journalisten-Leben im digitalen Zeitalter ermöglichen. (Es ist 9 Uhr morgens). Was machen Sie gerade und wo? O´Daniel: Ich […]
Futurepreneur: Unternehmerisch Denken schon in der Schule lernen
Keine Berufsgruppe wächst so schnell wie die der Selbstständigen. Doch unternehmerisches Denken liegt von Natur aus nur Unternehmerkindern; alle anderen tun sich schwer damit. Was liegt also näher, als Kinder und Jugendliche auf etwas vorzubereiten, das ihnen von Haus aus fernliegt? Der Verein Futurepreneur e.V. will bei Kindern und Jugendlichen Unternehmergeist zünden und Spaß am Unternehmertum vermitteln. Ich sprach mit Kerstin Heuer, die die Idee der „Mini-Unternehmer-Camps“ für Jugendliche aus Schweden nach Hamburg gebracht hat. Was tun Sie genau? Heuer: Wir ermöglichen Jugendlichen ab 13 Jahren Erfahrungen als Mini-Unternehmer in Kooperation mit Schulen und Jugendzentren in vier verschiedenen Programmen. Im […]
„Neues ist wie Wollen, Wandel wie Müssen“
Sind Sie auch so jemand, der viele Ideen hat und Lust an der Veränderung? Prost, Mahlzeit, vergessen Sie Konzerne wie Audi und BMW. „Großunternehmen stellen vornehmlich Zwanghafte ein, keine Abenteurer, Unternehmer, Querdenker, Erfinder, Forscher und Weltverbesserer“, lehrt uns Gunter Dueck in seinem neuem Buch „Das Neue und seine Feinde“. Mit zwanghaft bezieht sich der Mathematiker, Buchautor und Hobbypsychologe Dueck — er bezeichnet Facebook-Nutzer in Vorträgen auch schon mal als depressiv — auf Riemanns „Grundformen der Angst“, ein Buch, das wahrscheinlich jeder Zuhause hat, der sich für die Seltsamkeiten des menschlichen Zusammenlebens interessiert. Wer dieses Buch kennt, weiß: Der Gegenpol des […]
„Im Zweifel bin ich immer für Ausprobieren“
Danke, lieber Gilbert Dietrich, für die Offenlegung unseres Reiss Profilings vor einigen Monaten. Ein paar Dinge möchte ich aus meiner Sicht noch gern ergänzen. Den Hokuspokus-Vorwurf erdulden alle beliebten Verfahren, auch DISG und MBTI. Die Qualität der Reiss-Kritiker sehe ich selbst durch deren ständiges Spamming in meinem Blog. Entgegen meiner sonstig offenen Haltung lösche ich inzwischen den immer gleichen Hinweis auf den immer gleichen Professor und seine immer gleichen Berichte. Wissenschaftlichkeit, das habe ich nun mit verschiedenen Personen diskutiert, ist nun mal in einem gewissen Rahmen durchaus subjektiv. Und Wissenschaftler haben Interessen, Eitelkeiten und Nebengeschäfte, aus denen kommerzielle Interessen resultieren. Ich mag […]
Girls und Boys Day: Warum das SO nichts bringt
Diese Woche klingelten bei uns zwei Mädchen, die Girls Day bei uns machen wollten. Vorher hatten schon die beiden Architekten nebenan mit dem Kopf geschüttelt. Nach kurzem Nachdenken, schüttelten wir auch. Was hätten sie gesehen und gehört? Nichts Interessantes. Und ziemlich sicher nichts, das ihr Weltbild und die Sicht auf den Beruf gravierend hätte ändern können. Ich hätte den Mädchen gern etwas gezeigt und etwas Spannendes erzählt, aber mein Gefühl dazu war: Das ist zu wenig, zu wenig fassbar, zu komplex. Das bringt denen nichts. So wie das, was im Bereich der Wissensarbeit passiert, allgemein komplex und wenig fassbar ist. Wir stellen […]
Online-Coaching: Wenn nur der Text spricht
Vor einiger Zeit schrieb ich hier über Coaching per Skype oder auch per Mail. Ich war nicht sicher, ob ein Coaching auf diesem Wege wirklich effizient sein kann. Die Diplom-Psychologin Brigitte Koch hat mich in einem persönlichen Gespräch davon überzeugt, dass es Formen des Online-Coachings gibt, die der persönlichen Begegnung mindestens gleichwertig sind. Koch bietet einen eigenen virtuellen Austauschraum im Internet. Manche können sich das gar nicht vorstellen, aber es ist wirklich so: Ich maile nicht gern, gebe ungern schriftliche Antworten auf Interviews (lieber mündlich!) und schicke nur zwei, drei SMS im Jahr. Deshalb klingt Online-Coaching für mich zunächst befremdlich. Koch: […]
Quote stimmt, Feintuning nötig (Bewerbungsexperiment Teil 4)
Copyright: Svenja Hofert Mein Test-Bewerber sucht immer noch. Seit das Bewerbungsexperiment begonnen hat, ist gut ein halbes Jahr vergangen, wir starteten im Oktober 2012. Bis heute hat mein anonymer Fall 23 Bewerbungen rausgeschickt – fokussierter als zuvor und mit stärkerem Augenmerk auf Kernkompetenzen. Weiterhin haben wir eine persönliche Erklärung für eine auf den ersten Blick ungewöhnliche Entscheidung für die Art des Zweitstudiums im CV ergänzt. Ich halte nichts von Rechtfertigungen, aber manchmal ist es einfach notwendig, sich bzw. etwas zu erklären, weil beim Gegenüber sonst „System 1“ losgeht – man interpretiert. Freie Interpretationen sind meistens falsch; gemacht werden sie trotzdem. […]
Geschichte und Zukunft der Freiberufler (Teil 2): Freelance Fiction 2030
Wie wird die Arbeitswelt 2030 aussehen? Vor zwei Wochen habe ich über die Geschichte der Freiberuflichkeit und des Freelancertums geschrieben. Jetzt wage ich einen ersten Ausblick. Um diesen Ausblick einordnen zu können, einige Experten-Prognosen: Aus Atypisch wird Typisch: Je nach Optimismus der zitierten Fachleute werden 2030 30–50% der Arbeitsverhältnisse das sein, was man heute atypisch nennt, also in seinen unterschiedlichen Varianten selbstständig oder mit Zeit-Projektverträgen ausgestattet. Die Stärken von morgen sind nicht von gestern: In den Konzernen werden vor allem Management- und Führungstätigkeiten verbleiben, wobei sich die Führung stark verändern muss, im Sinne des Organisierens von Zusammenarbeit, und mehr und […]
Der Aufstieg einer dritten Klasse: Geschichte und Zukunft der Freelancer (Teil 1)
„Es ist so langweilig. Alle interessanten Tätigkeiten macht jetzt die Unternehmensberatung“, klagte eine Bankerin. „Ich organisiere nur noch. Ich beneide die Freelancer“, meint ein Manager. Das ist die schöne neue Arbeitswelt aus Sicht der Angestellten: Jobs in Unternehmen werden Schritt für Schritt professionalisiert, effizienter gemacht, Schritte automatisiert, Freiräume beschnitten. Wer in einem großen Unternehmen arbeitet, wird irgendwann nur noch Hebel drücken — übertragen im Sinn oder direkt an der Maschine. Organisieren und koordinieren, kalkulieren und verhandeln bleibt das Los der Angestellten — da geht es dann zum Beispiel um den Einsatz der Freelancer und deren Kosten. Einzig vor der Forschung & […]
Coach-Honorare: Wer klein denkt, bekommt auch Kleingeld
10 Jahre Networking: Claudia Kimich und ich sprachen uns erstmals 2003 telefonisch und trafen uns 2004 dann live auf der Systems in München. Seitdem haben wir uns jedes Jahr einmal live gesehen und seit einiger Zeit telefonieren wir regelmäßig. Wir sind unterschiedliche Typen, aber eine Sache eint uns: Wir packen an. Wir reden nicht lange, sondern tun. Diese Woche haben wir uns am Telefon etwas eschauffiert: Über eine neue Generation von Coachs, die Wunder erwartet und nicht bereit ist, an sich selbst zu arbeiten, die sich Geldsegen erhofft und nichts dafür investieren will. Weil wir finden, dass das ein wichtiges Thema ist, legen wir […]