Ganz­heit­lich und orga­nisch wachsen? Es geht!

Ganz­heit­lich und orga­nisch wachsen? Es geht!

Die meisten Coachs, Berater und Trainer sowie andere Frei­be­rufler starten nach dem Slow­Grow-Prinzip, das St. Gallen die unter­neh­me­ri­sche Methode nennt. Kühl­schrank auf, schauen was drin ist und etwas (hoffent­lich) Leckeres für den Kunden zusam­men­mixen. Irgend­wann sind Sie dann im Geschäft und … stellen fest: Es geht nicht wirk­lich weiter. Während für Entre­pre­neur-Unter­nehmer die stän­dige Weiter­ent­wick­lung über­le­bens­not­wendig dazu gehört, sind Solo-Selbst­stän­dige mit einigen Auftrag­ge­bern oft geneigt, sich länger zurück­zu­lehnen. Um dann mitunter fest­zu­stellen, dass andere sie über­holt haben. Nicht jedem liegt das Thema Entwick­lung in den Genen. Mein eigenes für Außen­ste­hende bisweilen undurch­schau­bares Gebilde aus Autoren‑, E‑Commerce‑, Vortrags- und Outpla­ce­ment­ak­ti­vi­täten machen […]

St. Gallen slow growt – und sagt: Jeder kann gründen

Wäre ich ein Mann, man(n) wäre wohl härter mit mir ins Gefecht gegangen. Doch als Frau bekam ich ein paar kriti­sche Fragen und einige „so funk­tio­niert das nicht wie Sie das sagen“, als ich letztes Jahr einige Vorträge vor Wirt­schafts­för­de­rungen hielt. Die Banker und länd­li­chen Unter­nehmer beäugten meine Aussagen kritisch: Kein Ziel, Busi­ness Plan eher ein Erfolgs­ver­hin­derer – das hört man nicht so gern in diesen Kreisen. Und sagt dann leicht „ja, Berater können sowas sagen.“ Dass ich  selbst Unter­neh­merin bin, mich also nicht nur im Kommu­ni­ka­tions- sondern durchaus auch im Hand­lungs­raum bewege, hätten sie nicht gedacht. Zu meine über­wie­gend […]

Face­­book-Fanpage: So besser nicht (Social Media Inside, Teil 1):

Mensch, Face­book ist mein größer Referrer in Social Networks. Danke Geist & Gegen­wart für den Hinweis, da mal Google Analy­tics zu bemühen. Hätte ich ja im Oktober 2010, zum Start meines Social Media Expe­ri­ments, nie gedacht: Man kennt mich inzwi­schen als Social Media Aktive. Sind Sie nicht…? Die mit dem Blog, mit Face­book etc. Ich würde besseres Marke­ting machen als sie selbst mit großem Budget, raunte mir jemand zu. Merci. Und nein, ich habe nach wie vor keinen Plan. Ich würde gern, ich liebe Pläne, solange ich sie nicht selbst erstellen muss; also kann ich sie nur dele­gieren. Aber mit den […]

Würde man Sie küssen…?

Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Frosch, der vom Arbeit- oder Auftrag­geber geküsst werden will — aber bloß keinen One-Night-Stand! Auf dem Vortrag „Die Traum­kar­riere – so findet sie mich“ der Digital Media Woman Hamburg zeigte ich dazu diesen hübschen Frosch. 1st Gallery — Fotolia.com “Den würde ich küssen”, sagte ich. Der ist erkennbar, als Rotau­gen­frosch, authen­tisch, blickt neugierig — und gibt nichts vor, was er nicht ist (z.B. ein Blau­au­gen­frosch zu sein 😉 Die Frage „würde man Sie küssen“ ist Teil dessen, was ich den Traum­kar­rie­ren­zy­klus nenne – Zyklus, weil er sich immer wieder­holt. Denn meine Erfah­rung ist: Die Traum­kar­riere ist nie fertig, […]

Die erste Einla­dung ist da! (das Bewer­bungs­expe­ri­ment Teil 3)

Es hat länger gedauert, aber nun hat mein anonymer Klient eine Einla­dung erhalten  — und zwar zu einem Job, der zu der von uns geän­derten Stra­tegie passt.  Weitere rund 10 Bewer­bungen sind offen, seit dem Start unseres Expe­ri­ments gab es keine Absagen. Das ist inso­fern nicht ganz schlecht, als schnelle Absagen oft dafür spre­chen, dass die Stelle entweder schon besetzt ist oder aber der Bewerber gar nicht in Frage kommt. Es handelt sich um eine Stelle im Bereich Busi­ness Analyse, die dem gewis­sen­haften, ernst­haften und ruhigen Typus auf den ersten Blick gut gerecht wird. Nun folgt der nächste Step. Tele­fo­nisch […]

7. Januar 2013|

Die Zukunft der Arbeit: Warum wir Schritt für Schritt lernen müssen, Unter­nehmer zu werden

Waren Ihre Eltern selbst­ständig? Wahr­schein­lich nicht. Und wenn Sie zu den mehr als 90 Prozent Nicht-Unter­neh­mer­kin­dern gehören, die Zukunft der Arbeit aber ein Umdenken von Ihnen fordert? Dann ist das schwer; der Schalter lässt sich selten von heute auf morgen umlegen. Das geht nur Step by Step. Die meisten von uns sind es nicht gewohnt, für alles und jedes selbst die Verant­wor­tung zu über­nehmen – und das muss ein Unter­nehmer. Entschei­dungen als Unter­nehmer (und hier schließe ich Frei­be­rufler explizit ein) sind immer meine; ich kann sie niemanden in die Schuhe schieben. Wenn ich an die Unter­nehmer- oder Frei­be­ruf­ler­kinder meiner Schul­zeit denke, so sind […]

No way: Was tun, wenn der Markt für Jobs dicht ist?

Stefan Raab hat vor seiner ersten Polit-Talk-Sendung im Inter­view gesagt, ein „zuer“ Markt – in  dem Fall der der Talk­shows – würde ihn erst recht reizen. Diesen Gedanken dürften die meisten FTD-Redak­teure, die Jour­na­listen der Frank­furter Rund­schau, der dapd, Berliner Zeitung, von Brigitte und alle, die derzeit entlassen werden und von Entlas­sungen bedroht sind, wohl für verrückt halten. „Zue“ Märkte sollen heute mein Thema sein.  Die gibt es nicht nur im Jour­na­lismus, doch hier sind sie gerade offen­sicht­lich. Bewer­bungen auf die wenigen Stellen sind fast aussichtslos, auf glei­chem inhalt­liche Niveau unter­zu­kommen, gilt als fast unmög­lich, Tarif­ge­hälter für die meisten völlig […]

Bloggen — aber bitte mit Ziel und Plan

70 Prozent aller Blogger bloggen vor allem aus Spaß, weiß Wiki­pedia. Leider sieht man, das Spaß vergeht: verlas­sene Blogs überall. Sie sind fast so verbreitet wie verges­sene Xing-Profile. Doch über den Image­schaden, den leere Blogs hinter­lassen, will ich hier nicht reden. Sondern viel­mehr über Profi­lie­rung. Wenn Sie sich als Experte präsen­tieren möchten, kann der Blog Ihren Status unter­strei­chen. Als Absol­vent empfehlen Sie sich darüber für ein Thema, als Berufs­er­fah­rener können Sie Know-how in einem Bereich zeigen, der mit Ihrem Lebens­lauf erst mal nichts zu tun hat – oder diesen ergänzt. Im Blog können Sie sich den Themen widmen, die Ihnen […]

Zu viel Kunst und zu wenig Persön­li­ches — Bewer­bungs­expe­ri­ment (Teil 2)

Inzwi­schen habe ich mit dem anonymen Bewerber tele­fo­niert, der Teil dieses Expe­ri­ments in Zeiten des Fach­kräf­te­man­gels ist. Wie ich vermutet habe, ist er ein analy­ti­scher Mensch, der Freude daran hat, Lösungen zu finden. Er ist Zahlen­affin sowie quali­täts­be­wusst und gewis­sen­haft. Das Unter­nehmen, in dem er ein Prak­tikum absol­viert und die Diplom­ar­beit geschrieben hat, hätte ihn 2008, vor der Aufnahme von Studium Nr. 2, sogar über­nommen. Doch es war leider das Jahr der Wirt­schafts­krise. Dass er eine Fernuni gewählt hat, hat mit einer privaten Situa­tion zu tun, nicht wie man leicht vermutet mit Einzel­kämp­fertum (denn es war ein haupt­be­ruf­li­ches Studium). Ich […]

“In der Arbeits­welt der Zukunft muss jeder an die Entwick­lung seiner Marke denken” — Inter­view mit Jürgen Salen­ba­cher

Jürgen Salen­ba­cher In unserer sich rasant verän­dernden Arbeits­welt macht es keinen Sinn mehr in Titeln, Funk­tionen und der Kate­gorie der Karrie­re­leiter zu denken. Erfolg­reich ist der, der einer­seits versteht, kreativ zu handeln und ande­rer­seits, sich bewusst zu profi­lieren. “Crea­tive Personal Bran­ding” nennt das Jürgen Salen­ba­cher. Der Mann ist Vertreter der Gene­ra­tion X, von Haus aus Desi­gner und hat einen MBA an der EADA Busi­ness School in Barce­lona gemacht – laut Finan­cial Times Ranking eine der vier besten spani­schen Busi­ness Schools. Seit dem Abschluss vor sechs Jahren unter­richtet er seine Methode, gibt Work­shops und coacht. Mich sprach er aufgrund eines Spiegel-Online-Arti­kels an […]

Das Role Model der Zukunft der Arbeit? Eher Goethe als Düsen­trieb

Was war Ihre Lieb­lings­figur in Enten­hausen? Zufällig der krea­tive, inno­va­tive, leicht chao­ti­sche Daniel Düsen­trieb? Dann könnten Sie sich auf der rich­tigen Spur wähnen. Daniel Düsen­trieb wird in letzter Zeit gern als Vorbild für intrin­sisch moti­vierte Fach­kräfte gehan­delt. Doch ist er das wirk­lich? Ein Role Model für die Zukunft der Arbeit? Schauen wir uns einmal an, wie sich das Thema beruf­li­ches Vorbild bei uns in den letzten Jahr­zehnten entwi­ckelt hat. Und lassen Sie uns dabei bitte nicht vergessen, dass Über­gänge immer flie­ßend sind und wir inso­fern Altes und Neues stets parallel antreffen, Fans der Spiral Dyna­mics wissen, was ich meine. Das […]

Das eine, das andere nicht haben

… Ja, was ist das? Leicht gesagt “man braucht eine Allein­stel­lung” — und schwer umge­setzt. In meinem Slow­Grow-Prinzip® rate ich von Quick-Posi­tio­nie­rungen ab, die in folgender Art und Weise gängig sind: Nehmen wir ein wenig Ziel­gruppen, mixen wir es mit Spezia­li­sie­rung und fertig ist die Quick-und-Dirty-Posi­tion, die natür­lich so am Markt über­haupt nicht funk­tio­niert. Denn der Kunde will etwa im Coaching-Bereich, gar keinen Super-Posi­tio­nierten. Er möchte Coaching, oft, ohne zu wissen, was das genau ist. Er reagiert auf Refe­renzen und even­tuell Lebens­lauf­erfah­rung oder Zerti­fi­zie­rung als Quali­ti­täts­ver­spre­chen. Er will als Unter­nehmen jemanden der Perso­nal­ent­wick­lungs- oder Trai­nings­kon­zepte erstellt — und keine “Trai­nings­kon­zep­tema­cherin”. Letz­teres […]

Agilität — oder Führung ohne Führung

Tagcloud zu diesem Artikel Vor der Nummer 1 auf der Liste zur Zukunft der Arbeit hatte ich bis heute etwas Respekt. Da steht nämlich Agilität. Das ist ein schwie­riger Begriff. Und sofort erin­nert er mich an die Hunde des Nach­barns; das sind spring­lustig drein­bli­ckende Tiere einer mir unbe­kannten Rasse (aber ich guck auch nicht so genau hin, wenn ich vorbei­jogge). Auf dem weißen Kasten­wagen, mit dem die Beißer­chen von den Hunde­el­tern spazieren gefahren werden steht neben sprin­genden Hunden: Agility. Das ist eine Hunde­sportart, weiß Wiki­pedia, und hat auf den ersten Blick wenig mit der Agilität zu tun, die in Sachen Future of work gemeint ist. […]

Crowd­fun­ding: Wenn die Menge Masse macht

Vor einem halben Jahr rief ich über das Internet auf, 50 Begriffe zur neuen Arbeit zu sammeln und hier oder im eigenen Blog einzu­rei­chen. Den Ball fingen unter anderem Winfried Kret­schmer und Patrick Scheuerer — am Wochen­ende erin­nerte Twitter an die Aktion: Was machen wir denn jetzt daraus? Ich versuche nun einmal, die Begriffe der neuen Arbeit mit dem aktu­ellen Geschehen zu verbinden. Den Anfang mache ich mit dem Wort Nr. 7 auf der Liste von Kret­schmer, Crowd­fun­ding. Es bedeutet, dass eine „Menge“ Menschen, also eine Crowd, Projekte finan­ziert, ergo “fundet”. Das Thema explo­diert in Deutsch­land derzeit gerade im Kultur­be­reich. So finden sich beim größten deut­schen Crowd­fun­ding-Portal […]

Studi­en­ori­en­tie­rung mit Zukunfts-Blick: Such dir zwei Dreieck

Wenn nicht Arzt, was dann? Ein Tool des Orga­ni­sa­ti­ons­psy­cho­logen John L. Holland kann bei der Entschei­dung helfen. Das Modell trägt den schönen Namen RIASEC und stammt aus dem geschichts­träch­tigen Jahr 1977 (Jimmy Carter, Schleyer/RAF und Dancing Queen von Abba). Bei so betagten Tools frage ich mich immer, inwie­fern sie heute noch gültig sind. Doch RIASEC ist als Entschei­dungs­grund­lage immer noch geeignet. Der entschei­dende Unter­schied: Während es früher einen Eingangs­be­reich gab, in dem man star­tete und blieb, gibt es heute oft zwei. RIASEC unter­scheidet verschie­dene Typen: Reali­stic Inves­ti­ga­tive Artistic Social Enter­pri­sing Conven­tional Nur sollte man nicht mehr nur an einesm sondern gleich an zwei Drei­ecke für den […]

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