Das agile Luft­schloss: Warum wir die Welt mit unserem Agili­täts­ver­ständnis kompli­zierter machen, dabei wäre es so einfach

Das agile Luft­schloss: Warum wir die Welt mit unserem Agili­täts­ver­ständnis kompli­zierter machen, dabei wäre es so einfach

Können Sie es auch nicht mehr hören? „Agil“ sein will jeder. Doch jeder hat ein anderes Agili­täts­ver­ständnis. Eines meiner Schlüs­sel­er­leb­nisse war ein Feed­back zum von mir gelei­teten Seminar „Agiler Führen“: Eine Teil­neh­merin teilte mir mit, sie hätte sich etwas ganz Anderes unter dem Thema vorge­stellt. Sie habe viel gelernt, aber sie habe bei der Anmel­dung komplett andere Vorstel­lungen von Agilität gehabt. Die unter­schied­li­chen Vorstel­lungen von Agilität sorgen nicht nur für Verwir­rung, sie machen das derzei­tige Arbeits­leben zwischen agilen und nicht-agilen Berei­chen auch kompli­zierter als dieses sein müsste. Schuld sind diffuse Vorstel­lungen und manchmal gera­dezu sektie­re­ri­sche Heils­ver­spre­chen. Weniger gesehen werden die […]

30. Dezember 2017|Tags: , , |

Gefähr­liche Klischees: Karriere- und Manage­ment­tipps, die Stereo­typen zemen­tieren

Brau­chen Sie ein Marken­zei­chen, etwa ein buntes Hals­tuch, um beruf­lich aufzu­steigen – oder Grips? Ist es notwendig, einen loyalen Partner an der Seite zu haben – oder kann es auch eine Patch­work­fa­milie sein? Schon länger ärgere ich mich über konser­va­tive, klischee­be­haf­tete Artikel in den Karriere- und Manage­ment­teilen von Zeit­schriften. Manche so genannte Tipps formen oder erhalten eine Welt­sicht, die ein im Sinne des Bildungs­auf­trages unver­ant­wort­li­ches Richtig- oder Falsch-Denken anstatt Weit­sicht und Perspek­ti­ven­reichtum fördern, etwa in Bezug auf Frauen und Karriere. Diese Woche fiel mir ein Artikel der Arbeits­di­rek­torin Deutsch­land des Coca-Cola-Konzerns, Brigitte Faust, in die Hand. Dieser trieft vor lauter […]

16. Dezember 2017|Tags: |

Warum Selbst­füh­rung die wich­tigste Führungs­kom­pe­tenz der Zukunft ist — mit Frage­bogen

Viele reden über Führung. Und dass man in agilen Zeiten weniger davon brauche oder gar mehr. Ich meine: Mehr – und andere. Dabei unter­scheide ich vier Führungs­rich­tungen: Führung von oben, Führung von der Seite, Führung aus der Mitte und Führung von unten. Bevor wir da weiter einsteigen, sollten wir aber noch einen kleinen Schritt zurück­gehen und uns fragen, was Führung eigent­lich ist. Jedes Mal, wenn ich in ein Unter­nehmen komme, höre ich da etwas Anderes. Für die einen ist es Entscheiden, für die anderen Moti­vieren und dann gibt es auch noch Führung als “Hinder­nisse ausräumen” und in der Vari­ante “andere […]

Das Ende der Ego-Kultur: 5 Gründe, warum sich das Verständnis von Team­ar­beit radikal ändern muss

Überall höre ich sie. Begriffe, die aus dem Wort­feld der Team­ar­beit stammen: Augen­höhe. Koope­ra­tion. Zusam­men­ar­beit. Gemein­sam­keit. Sinn für alle. Da ist  ein Wir-Trend in der Arbeits­welt entstanden, der ein kollek­tives Bedürfnis anzeigt — dem nach Bindung und Verbin­dung. Selbst einge­fleischte Einzel­kämpfer und ehema­lige Karrie­risten suchen plötz­lich nach etwas, das mehr ist als sie selbst. Wie lang­weilig ist es doch, sich selbst zu lieben! Und ist dieser Versuch nicht sowieso verge­bens? Viel zu lange haben Unter­nehmen nicht beachtet, das ein Team viel mehr oder viel weniger als die Summe seine Indi­vi­duen ist. Man könnte auch sagen: Sie haben nicht auf Emer­genz […]

21. Mai 2017|Tags: , , |

Wie Silo-Denken Unter­nehmen bremst und was sich dagegen tun lässt

Wir müssen agiler werden, alles klar. Doch eines der größten Hemm­nisse ist Silo­denken von Unter­nehmen und Abtei­lungen. Dieses könnte man auch mit Insel­denken oder Abgren­zungs­denken über­setzen. Meiner Beob­ach­tung nach ist es äußerst verbreitet, teils wird es sogar explizit geför­dert. Ist es möglich, Silo-Denken einzu­dämmen? Oder ist es sogar system­im­ma­nent, oder viel­mehr „syste­misch“ bedingt. Der Sozio­loge Stefan Kühl glaubt das. In einem Inter­view mit Jan C. Weil­ba­cher sagt er im Human Resources Manager: „Das Silo­denken – das Denken in lokalen Ratio­na­li­täten, wie wir das nennen – ist der Mecha­nismus, der sich in jeder Orga­ni­sa­tion mit Arbeits­tei­lung auto­ma­tisch ausbildet. Daran wird die […]

7. Mai 2017|Tags: , , , |

New Work: 5 blinde Flecken mit Blick auf die Zukunft der Arbeit

Was hat ein Nasen­ring mit einem Boss­anzug zu tun? Für die Antwort auf diese Frage bitte ich um etwas Geduld. Jetzt will ich Sie damit erst einmal in diesen Text herein­ziehen und ein wenig Drama­turgie aufbauen. Es geht in meiner Kolumne dieses Mal um die neue Arbeits­ge­sell­schaft, die gern mit dem Etikett „New Work“ verknüpft wird. Dieses Etikett erzeugt Erwar­tungen: Wenn wir nur endlich gut zuein­ander wären! Hier­ar­chie­frei, mindes­tens jedoch hier­ar­chiearm kommu­ni­zieren würden! Den Mensch in den Mittel­punkt stellten. Endlich sehen würden, dass wir Schöpfer der Arbeits­welt sind und als solcher Dinge SELBST möglich oder unmög­lich machen… Das New Work-Konzept […]

23. April 2017|Tags: , , |

Warum Unter­nehmen Menschen entwi­ckeln müssen – aber ganz anders als bisher

„Können Menschen sich wirk­lich verän­dern?“ Diese Frage höre ich oft, zum Beispiel wenn es darum gehen soll, auf agileres Arbeiten umzu­stellen. Viele Chefs trauen ihren Leuten nicht zu, dass sie Verant­wor­tung über­nehmen könnten oder auch nur mitdenken. Da habe ich schon so einige heiße Diskus­sionen erlebt. Natür­lich gibt es keinen Verän­de­rungs­schalter. Verän­de­rung in einem weit­ge­hend gleich­blei­benden Umfeld ist Entwick­lung. Diese ist mühsam. Ob es die Aufgabe von Unter­nehmen ist, Menschen zu entwi­ckeln, ist eine viel disku­tierte Frage. Perso­nal­ent­wickler werden von Experten gern belä­chelt. Einige meinen, die Perso­nal­ab­tei­lung müsste abge­schafft werden. Mit Blick auf Führung argu­men­tieren viele, diese müsse nur den Rahmen schaffen, […]

Zukunft der Arbeit: 5 Weichen­stel­lungen, die jetzt unbe­dingt nötig sind

Die ersten sechs Monate machte sich Hanna vertraut mit ihren drei Wunsch­firmen. Wie arbeiten die Menschen dort? Für was enga­gieren sie sich? Und was könnte sie selbst dort tun? So bekam sie ein konkretes Bild und konnte selbst entscheiden, was sie genau tun wollte. Dazu wählte sie sich fünf verschie­dene Rollen in unter­schied­li­chen Einheiten des Unter­neh­mens aus. Sie hatte keine Vorstel­lung von der einge­setzten Tech­no­logie, doch das Einar­bei­tungs­pro­gramm und ihr Lern­be­gleiter halfen ihr, sich schnell zurecht­zu­finden…. Mitar­beiter, die sich ihre Firmen und Jobs selbst auswählen? Unter­nehmen, die nicht den fertigen Mitar­beiter suchen, sondern diesen ausbilden? Das ist, so hoffe ich, […]

Jetzt über­nehmt doch mal endlich Verant­wor­tung! Wie Sie Selbst­or­ga­ni­sa­tion wirk­lich fördern

Selbst­or­ga­ni­sa­tion ist das Führungs­thema der nächsten Jahre. Viele Führungs­kräfte, die in der „alten“ Welt groß­ge­worden sind, müssen sich gerade umer­ziehen oder umer­ziehen lassen. Die Gründe, aus denen selbst­or­ga­ni­sierte Teams in Zukunft so wichtig sind? Die Digi­ta­li­sie­rung. Mit ihr marschiert Komple­xität ein. Die Varie­täten, wie sich Menschen und Märkte verhalten können, wachsen einer Person über den Kopf. Hier­ar­chi­sche Struk­turen sind viel zu unfle­xibel, verzö­gern Reak­ti­ons­zeiten, gefährden das Über­leben. Eine Führungs­kraft kann vor diesem Hinter­grund kein Ober­ent­scheider mehr sein, Allwisser schon gar nicht. Und Immer noch aber glauben viele, alles beherr­schen zu können — oder besser zu müssen. Die meisten mir bekannten […]

Lebens­langes Lern­ein­kommen: Risi­ko­aus­gleich für die Arbeit der Zukunft

Der Arbeits­markt verän­dert sich, in einigen Berei­chen von Jahr zu Jahr schneller. Es wird für viele Menschen immer schwerer, im digi­talen Zeit­alter Anschluss­jobs zu finden. Im Grunde kann man sogar eine simple Regel aufstellen: Je höher quali­fi­ziert, desto schwie­riger der nächste und über­nächste Job – wenn man nicht zufällig den Zeit­geist getroffen hat und ein inter­es­santes, digital kompa­ti­bles oder hinsicht­lich der Mega­trends inter­es­santes Mosaik vorzu­weisen hat (zum Thema Mosa­ik­kar­riere hier). Solch ein Mosaik verlangt oft mehrere Aus- und Weiter­bil­dungen. Und Bildung kostet — gerade denkt man wieder über die Einfüh­rung von Studi­en­ge­bühren nach. Vorbild: Über­gangs­hilfe der Bundes­wehr Doch wer soll […]

Weiter­­bil­­dungs-Master: Neuer Schwenk und neue Karriere-Chancen

Gelang es früher noch leicht, als Quer­ein­steiger in neuen und zukunfts­träch­tigen Berei­chen Fuß zu fassen, so ist dies heute fast unmög­lich geworden. So genannte nicht-konse­ku­tive Master können dabei ein Binde­glied sein. Sie sind der Baustein, der dem Lebens­lauf einen entschei­denden neuen Schwenk in eine zukunfts­träch­tige Rich­tung gibt. Weiter­bil­dungs-Master sind Master, die keinen einschlä­gigen ersten Abschluss voraus­setzen, sondern ledig­lich irgend­einen Hoch­schul­ab­schluss, einen Bachelor oder einen anderen Master. Für berufs­er­fah­rene Menschen, die einen Schritt Rich­tung Spezia­li­sie­rung machen wollen, sind diese Master­pro­gramme oft ideal, zumal sie oft in Teil­zeit absol­viert werden können. Der berühm­teste Master-Abschluss in Weiter­bil­dung ist der Master of Busi­ness Admi­nis­tra­tion, […]

6 Gründe, warum Sie 2016 endlich aufhören sollten vom Traumjob zu träumen

Ich will endlich meinen Traumjob! Diese Frage ist der Karrie­re­coa­ching-Anlass Nr. 1. Unzu­frie­den­heit mit dem Job greift nicht nur bei der Gene­ra­tion Y — wenn hier auch ganz beson­ders — um sich. “Das soll das Arbeits­leben sein?”  fragen sich viele nach einigen Jahren im Job? Die meisten haben sich das ganz anders vorge­stellt. Doch Para­dies­ähn­liche Zustände sind weit und breit nicht zu finden. Deshalb mein Jahres-Endplä­doyer — für mehr Boden­haf­tung. Und die Bereit­schaft endlich loszu­lassen. 1. Das Leben ist viel mehr als ein Job Wäre Arbeit an der Börse notiert, so hätte sie ein viel zu hohes KGV. Als Analystin […]

23. Dezember 2015|Tags: , , |

Den Wider­spruch begrüßen: Warum wir neue Kompe­tenzen für die Zukunft der Arbeit brau­chen

Ein Hoover­board wäre klasse. Man könnte damit einfach zur Arbeit fliegen. Pech für die Auto­in­dus­trie – und Chance für einen neuen Indus­trie­zweig. Alte Auto­in­dus­trie-Jobs würden wegfallen und neue entstehen, zum Beispiel der Hoover­board-Mecha­niker. Die Film­tri­logie „Zurück in die Zukunft“ aus den Jahren 1985, 1989 und 1990 zeigt das Hoover­board in der zweiten Folge. In dieser machen Marty McFly und Doc Brown einen Ausflug in das Jahr 2015, genauer zum 21.10.2015. Der Film zeigt, wie man sich damals die Welt 2015 vorstellte. Hoover­boards kommen vor, aber auch Video­kon­fe­renzen. Immerhin: Die Video­kon­fe­renzen wurden wirk­lich erfunden, die Hoover­boards leider nicht. Die Kündi­gung von […]

27. Oktober 2015|Tags: , , |

Zu alt für den Job, zu jung für die Rente: Warum Anna und Hans nicht zu alt waren

Auf meine letzte Kolumne bei Spiegel Online hier habe ich viele Mails erhalten. Die meisten Schreiber waren auf Jobsuche und wussten nicht viel Posi­tives zu berichten. Ich habe in meinem Beitrag dazu ermu­tigt, mir über posi­tive Erfah­rungen speziell mit Konzernen zu schreiben. Ich bekam zwei solcher Mails: Hans arbei­tete im Projekt­ge­schäft eines börsen­no­tierten Ener­gie­kon­zerns und war noch mit 58 Jahren einge­stellt worden. Ein beein­dru­ckender, akade­mi­scher Lebens­lauf mit vielen, spezi­ellen Erfah­rungen. Sehr spitz zuge­schnitten, was Branche, Prozesse und Praxis betrifft. Annas Lebens­lauf war bunter. Ihre Geschichte fand ich so spezi­fisch und lehr­reich für erfolg­reiche Bewer­bungen „50plus“, dass ich sie gefragt habe, […]

21. Oktober 2015|

Warum Unter­nehmen bald keine Blackbox mehr sind — HR-Trends von HR Edge 2015

Warum zieht es mich hinaus auf Veran­stal­tungen wie HR Edge, orga­ni­siert von der E‑Re­crui­ting-Guru Joachim Diercks? Unter uns: Die Elbchaussee ist fußläufig von meinem Büro in der Palmaille zu errei­chen. Die gereichten Häpp­chen sind lecker. Und ich freue mich, die „HR Family“ und nette Leute wie Karrie­re­ex­perten-Profes­sional-Seminar-Absol­ventin Ange­lique Thran­be­rend, Sprin­gerGabler-Programm­lei­terin Juliane Wagner (wieder) oder den einzigen mir bekannten konse­quent digi­ta­li­sierten HR-Professor Peter M. Wald zu treffen. Aus profes­sio­neller Sicht, und die ist hier ja nun mal maßgeb­lich, zieht es mich dahin, weil ich nach Aha-Effekten suche. Gibt es etwas, dass ich wissen sollte, aber nicht weiß? Folgendes habe ich aus […]

12. September 2015|Tags: , , |
Nach oben