Den Chef und die Mails abschalten – (wie) geht denn das?

Den Chef und die Mails abschalten – (wie) geht denn das?

Müssen Unter­nehmen ihre Mitar­beiter vor sich selbst schützen, damit Sie nicht zu viel arbeiten? VW verbietet Mails nach Dienst­schluss, BMW setzt auf Absprache. Dazu hatte ich gestern ein Inter­view in NDR2. Hier noch mal meine Tipps aus dem Inter­view zum Nach­lesen. 1. Beant­worten Sie geschäft­liche Mails nie am Wochen­ende “Gibst du den kleinen Finger, nehme ich die ganze Hand.” Frei nach diesem Motto verhalten sich alle Menschen — psycho­lo­gisch konse­quent. Klar, wenn es keine Grenze gibt, halte ich sie auch nicht ein. Wochen­end­mails geben ein ganz beson­deres Signal des “ich-bin-immer-verfügbar”. 2. Sagen Sie einfach “nein” “Könnten Sie noch A und […]

20. Februar 2014|Tags: , , , , |

Denker oder Lenker? Welche Rolle spielt Persön­lich­keit beim Coachen oder Beraten?

Wer das Abstrakte mag, hat oft Fantasie. MS Office Jeder Coach und Berater kocht mit demselben Wasser? Mit glei­chen Methoden kommt man zum glei­chen Ergebnis? Da bin ich nicht sicher. Klar, unter­schied­liche Ergeb­nisse würden auch bedeuten: eine Beein­flus­sung findet statt. Es ist mehr als nur Bezie­hungs­ebene herge­stellt ja/nein. Es kann also nicht sein, was strenge Syste­miker und Konstruk­ti­visten postu­lieren, nämlich dass der Coach im Grunde austauschbar ist, weil ja nur frei­ge­setzt wird, was ohnehin im Coachee liegt. Die Beein­flus­sung durch die Persön­lich­keit des Coachs fängt im Grunde schon vor der Kontakt­auf­nahme statt. Ob im Unter­nehmen oder privat: In der Regel […]

“Haben Sie mal einen Tipp für mich?”(Kolumne)

„Ich hab da mal eine Frage“ — im gest­rigen Blog rät Kollegin Gitte Härter zu einem gelas­senen Umgang — man soll solche Anfragen zum Beispiel auf andere Ange­bote umlenken (die natür­lich kosten­pflichtig sind). Unge­wollte E‑Mails sind Arbeits­be­schaf­fungs­maß­nahmen für alle, die eine gewisse Präsenz im Internet haben — man muss einfach darüber nach­denken. Aber je mehr man sich fragt, desto schwerer fällt es zu verstehen, was Leute reitet, Fragen zu stellen, für die es einfach gar keine Antwort gibt. © Picture-Factory — Fotolia.com Gitte Härter beschrieb Mails wie „Ich habe mich selbst­ständig gemacht. Haben Sie einen Tipp?“ Was werden diese Leute in der Selbst­stän­dig­keit machen? Schon diese Frage könnte darauf […]

MBTI oder Big Five: Wie finde ich ein passendes Test­ver­fahren für die Bera­tung?

Wer als Berater, Trainer oder Coach im Karrie­re­be­reich arbeitet, denkt früher oder später über den Einsatz von Test­ver­fahren nach. Die Gründe sind viel­fältig: Zum einen schafft man so einen Mehr­wert für Kunden. Zum anderen sparen Tests oft einige Coaching­stunden – oder schaffen neuen Bedarf bei Bestands­kunden: „aha, ein neuer Test, da komme ich noch mal zu Frau Hofert“. Wer selbst­ständig ist, wird diesen ökono­mi­schen Effekt zu schätzen wissen. Hinzu kommt die marke­ting­re­le­vante „schwarzaufweiß“-Wirkung: Für viele Menschen ist es einfach sehr span­nend zu sehen, wo sie im Vergleich zu anderen stehen und welche Kompe­tenzen sie zu haben scheinen. Zudem lassen sich Tests […]

3. Februar 2014|Tags: , , |

Zwischen Schrott, Metall und Hoch­kultur: Wohin gehst du E‑Book? Mein E‑Book-Expe­ri­­ment 3

Peter P. ist ein Amazon-Autor, der bei Twitter 18 Follower hat und sich noch mit „Ei“ zeigt. Ein Neuer ohne Foto also. Ob er ein Pseud­onym nutzt? Keine Ahnung, offen­sicht­lich füttert der Autor mit seinem zeit­weise kostenlos, jetzt für 99 Cent erhält­li­chem Digi­tal­buch über Fragen im Vorstel­lungs­ge­spräch keine eigene Praxis mit Karrie­re­be­ra­tung oder Coaching. Das Buch ist gut. Ich würde fast sagen: Es ist nicht viel schlechter als ein Püttjer/Schnierda oder Hesse/Schrader. Auch als eine Svenja Hofert? Mögen Sie das beur­teilen. Das kleine Buch spricht viel­leicht nicht die „Weiter­denker“ und Anspruchs­vollen an, die kaufen aber sowieso keine Bewer­bungs­rat­geber. Für die […]

19. Januar 2014|Tags: , , , |

Arvid wird Künstler und Hein­rich Buch­halter: Wie Namen Erfolg und Karriere beein­flussen

Es gibt viele Studien über den Zusam­men­hang von Namen und Erfolg, zu Vornamen wie Kevin und Chan­talle genauso wie zu Nach­namen wie Bauer und König. Kleider machen Leute, sagt man. Man darf noch weiter­gehen: Namen formen Persön­lich­keit, beein­flussen das Umfeld und damit auch beruf­liche Karrieren. Nehmen Sie meinen Namen. In meinem Alter werden Sie nicht viele Frauen mit dem Vornamen Svenja finden, vor 1970 war er so gut wie unbe­kannt, erst in den 1990ern kam er in Mode. Meine Mutter wollte etwas Beson­deres für mich, nicht so einen Namen, den jede trägt. Anfangs war das ein kleiner Fluch. Ich wollte lieber […]

9. Januar 2014|Tags: , , , , |

Geschickt um Geld verhan­deln: Den Anker­ef­fekt nutzen!

Starten wir heute einmal mit einer kleinen Denk­sport­auf­gabe: Ein Kollege von Ihnen erfährt, dass in dem Unter­nehmen, in dem er sich bewirbt, der eine Mitar­beiter 40.000 Euro verdient und der andere für dieselbe Arbeit 80.000. Beide sind etwa gleich alt und verfügen über exakt dieselben Quali­fi­ka­tionen und Erfah­rungen. Der Kollege bittet Sie um Rat, mit welchem Gehalt er in die Verhand­lung einsteigen sollte. Welche Gehalts­vor­stel­lung sollte er Ihrer Meinung nach nennen? Wahr­schein­lich haben Sie jetzt gedacht: etwas in der Mitte. Falsch! Ich würde ihm raten: Beginnen Sie bei 90.000 Euro, das ist aus takti­schen Gründen der bessere Wert. Der Effekt, den […]

Verän­dern Sie Ihr Leben! Leicht gesagt…Wie es doch gehen könnte

Im nächsten Jahr wird alles besser! Ich ändere meine Gewohn­heiten! Werde ein besserer Mensch! Zum Jahres­wechsel kommt immer wieder dasselbe Thema auf: Verän­de­rung. Doch ist Verän­de­rung über­haupt möglich? Kann der Mensch ein anderer werden, kann ICH mich ändern? Und wenn ja: Wie geht dieses Kunst­stück? Mihail Chordow­kowski kam anschei­nend unver­än­dert nach 10 Jahren aus russi­scher Haft, und ich denke nicht, dass russi­sche Gefäng­nisse Luxus­ho­tels sind. So stolz, selbst­be­wusst und eloquent wie er hinein­ge­gangen war, trat er auch wieder heraus. Die beiden Ladies von Pussy Riot scheinen alles andere als gebro­chen, obwohl auch ihnen vermut­lich nicht allzu viel Ange­nehmes passiert ist. […]

Besinn­liche Weih­nachten

Copy­right: Rocket­pics Wir hätten uns über Schnee gefreut. Nun gibt es Regen und Sonne, naja. Nichts zu arbeiten für uns — außer als Arbeits­be­schaf­fungs­maß­nahme in diesem Blog. Zeit­ar­beit für Rentiere. Über­brü­ckung bis zum nächsten Blog­bei­trag. Dafür sind wir extra aus Schweden ange­reist. Jeden­falls: Wir sollen alle Leser recht schön grüßen, besinn­liche Fest­tage wünschen und den Platz warm­halten. Svenja Hofert und ihr Team scharren schon mit den Hufen, um 2014 produktiv loszu­legen. Schon mal vormerken: Wir haben eine Akademie gegründet, die mit Live­se­mi­naren im März startet und Online schon am 6.1.2014.

24. Dezember 2013|

Der Karriere-Bias: Denk­fehler, verzerrte Wahr­neh­mungen und Selbst­täu­schungen

Es gibt unzäh­lige Studien und Umfra­ge­er­geb­nisse, etwa zum Thema “Zufrie­den­heit im Job”. Letzte Woche postete ich eine Umfrage von Monster, die Deut­schen eine eher geringe Zufrie­den­heit attes­tierte. Aber da war doch diese Umfrage in der “Welt” neulich, die genau das Gegen­teil belegte, wandte eine Leserin ein. Mich wundert das nicht. Zu jeder Studie gibt es eine, die genau das Gegen­teil besagt, oft entscheidet die Frage­stel­lung. Warum aber wähle ICH diese aus? Weil die Monster-Studie das bestä­tigt, was ich erlebe. Natür­lich gehe ich damit auch einem Psycho­muster auf den Leim: der Selbst­be­stä­ti­gungs­ten­denz. Das ist nur eine von vielen Heuris­tiken, die mir […]

28. November 2013|Tags: , |

Charakter zeigen im Netz: Wie viele Ecken und Kanten sind erlaubt?

Darf man sich im Netz so zeigen wie man ist?  Diese Frage stellte sich mein Netz­werk Karriereexperten.com auf der Zukunft Personal, auf der ich leider nicht dabei sein konnte. Chris­toph Burger initi­ierte davon ausge­hend eine Blog­pa­rade. Das ist mein Beitrag dazu. Was ist über­haupt Charakter? Ich habe gelernt: Ein Alltags­be­griff für Persön­lich­keit. Persön­lich­keit = über einen längeren Zeit­raum stabile Eigen­schaften, darunter Intel­li­genz und soziale Kompe­tenz (ebenso wie Inkom­pe­tenz) und weitere persön­liche “Charak­te­ris­tika” wie etwa Krea­ti­vität. In der Alltags­sprache wird Charakter oft aber nicht mit Persön­lich­keit an sich, sondern mit Ecken und Kanten asso­zi­iert. Es gibt „guten“ und „schlechten“ Charakter. Die Persön­lich­keit als psycho­lo­gi­scher […]

12. November 2013|Tags: , , , , |

Hilfe, ich hab nicht studiert – und nun: was tun?

MS Office Montag sprach ich darüber, dass Ausbil­dungen durchaus manchmal Sinn machen, heute geht es weiter mit einer Frage, die mir Berufs­er­fah­rene sehr oft stellen: Was mache ich, wenn ich beruf­lich relativ weit gekommen bin und kein Studium habe oder keines abge­schlossen? Erste Frage: Viel­leicht doch noch beenden? Wie viele Scheine gibt es? Wie viele sind in credit points umzu­rechnen? Die Gründe für einen Abbruch empfinde ich manchmal als gera­dezu tragisch, vor allem wenn dieser kurz vor der Prüfung erfolgte. Anfang/Mitte der 1990er Jahre war es Usus, begabte Techies aus dem Studium zu holen und sie mit hohen Gehäl­tern zu locken, […]

6. November 2013|Tags: , , |

Schöner trennen: Raus aus dieser Büro­h­ölle und dir geht´s besser

Quit your Job! Um Tren­nung geht es in der aktu­ellen brand­eins. Nach langer Zeit habe ich mal wieder richtig gern einen Schwer­punkt von Wolf Lotter gelesen. Einen Bogen von Yoko Ono zu IBM zu ziehen — wirk­lich ein krea­tiver Hand­griff, Chapeau. Die Botschaft des Leit­ar­ti­kels ist so einfach wie einleuch­tend: Tren­nung kann fruchtbar und gesund sein. Und Tren­nungs­helfer sind nicht so böse wie es nach außen oft aussieht: Yoko Ono etwa sei eher eine Geburts­hel­ferin gewesen. Lennon, so liest man, soll es ohne die Beatles viel besser gegangen sein. Psycho­lo­gisch könnte man sagen: Die Bezugs­gruppe McCartney hat ihm nicht gut getan. […]

Der Bildungs­horror: Die Unfä­hig­keit der Deut­schen, einen Link zu klicken und in sechs Wörtern Sinn zu finden

Erst kürz­lich habe ich entdeckt, dass man das QUADRAT in Excel auch ohne umständ­liche Formel, einfach durch Eingabe von QUADRAT berechnen kann. Ich bin inso­fern ein typi­scher Fall von jemand, der sich mit Halb­wissen in Excel durch erheb­liche Abschnitte des Berufs­le­bens mogelte. Mein ganzes Leben habe ich mir compu­ter­tech­nisch alles selbst beigebracht: Ich war die erste an der Uni, die einen PC hatte (1988), die erste Wahn­sin­nige, die sich die Nächte mit Nadel­dru­ckern rumschlug… usw. „Du weißt doch immer alles“, sagte mein Vater neulich, als sein Computer schlapp­machte. Nicht mehr. Ich passe — bin seit 13 Jahren selbst­ständig. Und abge­hängt. […]

Die Käfig­hal­tung von Akade­mi­kern – und wohin uns die Suche nach Frei­land­hal­tung führen kann

Vor zwei Tagen entdeckte ich via Twitter einen Artikel im The Guar­dian. Dort schrieb die Autorin über die Akade­mi­ker­schwemme in Groß­bri­tan­nien. Die Politik schreie nach Akade­mi­kern und die Wissen­schaft liefere passende Zahlen dazu. Etwa die, dass Akade­miker mehr verdienen als Nicht-Gradu­ierte. Was dabei vergessen würde: Die Zahlen sind aus einer Zeit, als es noch viel weniger Akade­miker gab. Inzwi­schen würden Geis­tes­wis­sen­schaftler kaum mehr verdienen als Unge­lernte. Ich muss an eine junge Akade­mi­kerin denken, der ein großer Konzern 1.800 EUR brutto als Junior-Online-Redak­teurin geboten hat – im Anschluss an ein weit unter Tarif bezahltes Volon­ta­riat. Der Artikel belegt, dass es kaum […]

Nach oben