Intui­tive mögen Ausschnitte und Abstraktes: Inter­view über den ViQ

Intui­tive mögen Ausschnitte und Abstraktes: Inter­view über den ViQ

Nach meinem Spiegel-Artikel über Tests haben mich mehrere Firmen kontak­tiert, die mir Infos zum von mir in der Kolumne erwähnten Visual Ques­tion­aire (VIQ) anboten. Durch Klienten von der Nord­aka­demie – wo der ViQ schon länger unter Lizenz der Massi­ne­Scheffer & Part­ners GmbH einge­setzt wird — ist er mir mehr­mals begegnet. Um mehr über die Hinter­gründe und den Stand der Forschung zu erfahren, haben wir mit Prof. Dr. David Scheffer, wissen­schaft­li­cher Vater des ViQ, Professor für Perso­nal­ma­nage­ment und Gründer von Massi­ne­Scheffer & Part­ners ein Inter­view durch­ge­führt. Ich habe den MBTI mehr­fach gemacht. Beim VIQ war ich plötz­lich ein INTJ, also jemand […]

20. März 2014|Tags: , , , , , , |

Not macht nicht erfin­de­risch: Warum es freche Perso­naler gar nicht geben kann

Not macht über­haupt nicht erfin­de­risch. DPD sucht gerade einen Key Account Manager E‑Commerce, also jemand der schon ein biss­chen was drauf haben sollte: „Zur Verstär­kung unseres Teams suchen wir für den Bereich Key Account Manage­ment am Standort Aschaf­fen­burg schnellst­mög­lich einen XY“. MS Office Dann folgt: lange Liste von Anfor­de­rungen. Geboten wird: nichts, weder inhalt­lich noch visuell. Außer ein unra­siertes männ­li­ches Model, was impli­ziert, dass eine Frau hier wohl nicht so gern gesehen ist. Trotz –in. Können Perso­naler kreativ sein? Da habe ich zuneh­mend Zweifel. Viele nehmen das „Manage­ment“ wört­lich und verwalten eher als dass sie frischen Wind einbringen. […]

Lässt sich stra­te­gisch denken lernen? Oder: Wie entwi­ckelt man Mitar­beiter und sich selbst?

MS Office Es gab eine Zeit, da traute ich jedem alles zu. Ich war sehr opti­mis­tisch, was die Entwick­lung von Kompe­tenzen von anderen betrifft. Eigent­lich, so dachte ich, könnte jeder alles lernen. Erste Irri­ta­tionen kamen im Studium, weitere in meiner Zeit als Führungs­kraft auf.  Die anderen machten ihre Arbeit nicht so wie ich dachte, dass sie es müssten. Ich erwar­tete gute Leis­tung, und bekam schlechte. Ich glaubte, die Aufgabe  klar anmo­de­riert zu haben, der Rest war für mich gesunder Menschen­ver­stand. Aber man kann gesunden Menschen­ver­stand und Anmo­de­ra­tionen sehr unter­schied­lich auslegen. Und Worte sind manchmal eher Projek­ti­ons­flä­chen für eigene Inter­pre­ta­tionen […]

Falsch negativ: Der Fehler zweiter Art bei der Bewer­ber­aus­wahl

Fehler im Recrui­ting können teuer werden… Manche Recruiter und Talent­su­cher dürften sich im Nach­hinein ärgern. Spätes­tens wenn der Vorstand sie zitiert und zusam­men­faltet: Wie konnte dir ESEL dieser SUPERSTAR entgehen? So ein Esel heißt Alex­ander Sinclair und sein Absa­ge­schreiben kursiert im Internet. Sinclair schickte, so die Sache kein Fake ist, Bono von U2 im Mai 1978 eine Absage. Die klingt so wie auch heute noch Absagen klingen: „Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihren weiteren Karrie­reweg.“ Es muss um 1997, 1998 gewesen sein, als mir ein großer Elek­tronik­kon­zern absagte. Haben die jetzt was verpasst? Oder war es ein Glück […]

Was sind meine Stärken und Talente? Selbst­test Gallup Stär­ken­finder

(aktua­li­siert 1/2019, der Test­be­richt entstand 2014!) Mehrere Kunden haben mich das in den letzten Wochen nach dem Strength Finder gefragt. Da musste ich mir das doch mal selbst ansehen.Der Strengths Finder ist eine Entwick­lung des Gallup Insti­tute und ist ein psycho­me­tri­sches Verfahren. Es handelt sich um einen um einen Internet-Test, zu dem ein Buch aus dem Campus-Verlag den Zugangs­code liefert. Zum anderen kann man sich als Coach oder Perso­naler für die Anwen­dung wie bei kommer­zi­ellen Verfahren üblich, zerti­fi­zieren oder viel­mehr durch Teil­nahme an einem Kurs akkre­di­tieren lassen. Das nennt sich dann “Elite Coach”, was für mich sehr befremd­lich klingt. Talente — was ist das? […]

9. März 2014|Tags: , , , , , |

Mythos Fach­kräf­te­mangel — und warum sich die Königs­kinder einfach nicht finden können (Rezen­sion)

Eindeutig: Der Fach­kräf­te­mangel ist ein Mythos! Ich kann die gut ausge­bil­deten Menschen nicht mehr zählen, die erfahren mussten, dass es nicht auf ein Studium und Berufs­er­fah­rung ankommt, sondern.… … darauf am rich­tigen Ort zu sein. Und der rich­tige Ort, das ist oft nicht München, Berlin, Hamburg. Der rich­tige Ort ist oft da, wo keiner hinwill, der die Groß­stadt liebt. Kennen Sie Künzelsau? .…darauf zur rich­tigen Zeit die rich­tigen Entschei­dungen getroffen zu haben, zum Beispiel 2008–2009 auf Social Media gesetzt zu haben und 2003–2005 auf Online-Marke­ting. …darauf, die rich­tige Erfah­rung zu haben weil man zufällig zur rich­tigen Zeit die rich­tigen Entschei­dungen […]

Genau, ganz schön schlau, super­nett oder offen: Wie sollten Führungs­kräfte sein?

Folge mir! Charis­ma­ti­sche Führung, MS Office Zu meinen “Bera­tungs-Toys” gehört ein kleines Kartenset. Das über­setzt die Belbin-Rollen in Musik­in­stru­mente nach Richard de Hoop. Das Klavier verkör­pert dabei den „Koor­di­nator“, eine Führungs­rolle. Auf dem Kärt­chen steht bei Schwä­chen „keine auffal­lende Intel­li­genz“. Was ja irgendwie gemein klingt. Wer wird das Klavier für sich wählen, wenn er das liest? Und: Sollten Führungs­kräfte nicht gerade beson­ders intel­li­gent sein? Laut Lehr­buch jeden­falls stehen Führungs­er­folg und Intel­li­genz in engerer Korre­la­tion. Deshalb habe ich mal nach­ge­sehen – weil ich orches­tral gesehen eine „Harfe“ bin und zum Fakten­che­cken neige. Also, die Sache ist nicht ganz so eindeutig, […]

Lieber ein Fach­ge­biet als zu viel Bauch: Jobs für Intro­ver­tierte

„Intro­ver­tiert und Chef – das geht“, titelte kürz­lich Spiegel Online. Woan­ders las ich einen Bericht, in dem unter anderem eine Perso­nal­ver­ant­wort­liche von Otto zitiert wurde. Dieser wiederum hörte sich an wie „wenn es sein muss, auch Intro­ver­tierte, aber.…“ Also nicht unein­ge­schränkt nach „hurra“. So erlebe ich das auch. Eindeutig haben es Intros bei der klas­si­schen Perso­nal­aus­wahl sehr viel schwerer, erst recht, wenn sie keinen MINT-Hinter­grund haben, also nicht ausrei­chend begehrt am Arbeits­markt sind. Gibt es Jobs für Extro­ver­tierte und Intro­ver­tierte? Kann man da wirk­lich unter­scheiden? Das werde ich immer wieder gefragt. Ich denke mehr und mehr: nein. Im Grunde kann jeder […]

Fach­kräf­te­mangel: Akade­miker = gesucht? Vergesst es! Werdet lieber Tech­niker und Hand­werker

Gestern sprach ich mit einem Kunden, der mitt­ler­weile 180 Bewer­bungen draußen hat, ein Akade­miker mit fundiertem betriebs­wirt­schaft­li­cher Studium und inter­na­tio­naler Erfah­rung. Der Mensch ist intel­li­gent und eloquent, es gibt keinen Grund für die vielen Absagen außer den, dass die vorhe­rige Berufs­er­fah­rung etwas speziell war und das sie gerade am Markt nicht exakt abge­bildet ist. Er hat auch keinen tech­ni­schen Hinter­grund. Wirt­schafts­in­ge­nieur würde besser laufen. So, nur mit BWL, beträgt die Einla­dungs­quote kaum 5%. Wenn Menschen meine Einschät­zung zu Lebens­läufen wissen wollen, klafft diese manchmal ausein­ander mit dem, was überall zu lesen ist. „Ich bin doch eine Fach­kraft! Ich habe doch […]

Erkennt man Leis­tungs­sportler am Persön­lich­keits­profil? (Test­be­richt Bochumer Inventar 6F)

Hätte ich Leis­tungs­sport­lerin werden können? Eher nicht — keinerlei moto­ri­sche Bega­bung. Fürs Ballett nicht zier­lich genug, fürs Laufen zu kurze Beine. Und mein  Ehrgeiz ist ohnehin begrenzt: Mir reicht es mit 8,5–9 Stun­den­ki­lo­me­tern durch die Gegend zu schlei­chen. Joggst du schon oder machst du noch Nordic Walking? Mir ist es wurscht. Das sind die 6F Doch mein Persön­lich­keits­profil stimmt trotz dieser sport­li­chen Einschrän­kung über­wie­gend – theo­re­tisch jeden­falls. Eher hohe Stabi­lität, eher großes Enga­ge­ment (nennen Sie es Ehrgeiz) -. beides typisch für Sportler, aber auch für Top-Absol­venten. Nur mit der Diszi­plin sieht es nicht so über­durch­schnitt­lich aus wie bei Sport­lern üblich. Und wie […]

Eier­le­gende Bran­chensau & Lebens­­­zy­klus-Knopf: 4 HR-Inno­­va­­tionen, die einfach niemand erfindet

Jeden Tag begegnen mir Ideen, die andere schon hatten. Aber Dinge, die man wirk­lich  brau­chen  könnte, erfindet keiner. Meine Favo­riten fürs Erfunden-Werden: 1.       Die Jobsuch­ma­schine für Leute, die keine Berufe haben. Viel­leicht haben Sie Glück, und Sie sind SAP-Berater. Viel­leicht gehören Sie aber auch zu der wach­senden Schicht von Leuten, die keinen Beruf haben, sondern nur eine beruf­liche Präfe­renz —  Ihr Talent etwa im Bereich „gutes Klima in große Teams bringen” einsetzen können. Dann würden Sie eine Such­ma­schine zu schätzen wissen, die Präfe­renzen abfragt, persön­liche Kompe­tenzen — und keine Bran­chen, Berufe und Funk­tionen. Auch wenn Firmen heute immer noch die eier­le­gende […]

Frauen verdienen lebens­lang 50% weniger als Männer – und andere Über­ra­schungen in Sachen Gehalt

Gehalt – seitdem ich diesen Job mache, seit etwa 15 Jahren also, hat sich da eine Menge getan. Zum Guten für die einen; zum schlechten für die anderen. In meiner Karrie­ree­coach-Weiter­bil­dung ist ein Rate­spiel inte­griert, ich zeige fünf Lebens-Gehalts­kurven und frage, welche zu welchem Jobbild gehört. Hinter meinen Kurven steht Erfah­rungs­wissen aus meiner Praxis mit  typi­schen Gehalts­ver­läufen, die Karrie­re­be­rater kennen sollten: Die eine zeigt einen steten Anstieg über 10, 15 Jahre und dann einen steilen Abstieg: erst konstant rauf, dann gerade runder, dann wieder lang­samer rauf. Das ist mein Konzern­ver­lauf: stei­gende Gehälter über den Markt­durch­schnitt bei Dauer­zu­ge­hö­rig­keit – mit früher oder späteren […]

14. Februar 2014|

Absagen mit Stil und ohne: „Bitte bewerben Sie sich nie mehr bei uns”

Wenn Bewerber sich auf einen Job freuen, auf den sie zu 100% zu passen scheinen, ist es nicht schön, im Post­fach eine Absage vorzu­finden. Vor allem, wenn diese eine lieb­lose Mail an die „sehr geehrten Bewerber/sehr geehrte Bewer­be­rinnen“ ist, die – vermut­lich oder manchmal sichtbar durch offenes CC: — gleich­zeitig an 100 andere Personen gegangen ist. „Wir haben uns für einen Kandi­daten entschieden, der mit seinen Quali­fi­ka­tionen besser zu unseren Anfor­de­rungen passte.“ Besser? Unsere Kunden leiten immer mal wieder Absagen an uns weiter mit dem Verweis „für Ihren Blog“ oder „für Ihre Samm­lung“. Meis­tens sind die Absagen-Texte haar­sträu­bend. Und ich könnte […]

7. Februar 2014|Tags: , , , , |

MBTI oder Big Five: Wie finde ich ein passendes Test­ver­fahren für die Bera­tung?

Wer als Berater, Trainer oder Coach im Karrie­re­be­reich arbeitet, denkt früher oder später über den Einsatz von Test­ver­fahren nach. Die Gründe sind viel­fältig: Zum einen schafft man so einen Mehr­wert für Kunden. Zum anderen sparen Tests oft einige Coaching­stunden – oder schaffen neuen Bedarf bei Bestands­kunden: „aha, ein neuer Test, da komme ich noch mal zu Frau Hofert“. Wer selbst­ständig ist, wird diesen ökono­mi­schen Effekt zu schätzen wissen. Hinzu kommt die marke­ting­re­le­vante „schwarzaufweiß“-Wirkung: Für viele Menschen ist es einfach sehr span­nend zu sehen, wo sie im Vergleich zu anderen stehen und welche Kompe­tenzen sie zu haben scheinen. Zudem lassen sich Tests […]

3. Februar 2014|Tags: , , |

Zukunft der Bewer­bung: Warum Inge­nieure nicht Scho­ko­lade in Silber­pa­pier sein wollen und Perso­naler nicht alles wissen müssen

Wie wird die Bewer­bung der Zukunft aussehen? Wir Experten meinen das ja zu wissen. Darüber hat Henrik Zabo­rowski gestern so schön geschrieben. All glauben wir, jeden­falls die Netz­ak­tiven, dass die normale Bewer­bung ausstirbt und das ganze Theater mit den Bewer­bungen über Stel­len­an­zeigen bald ein Ende hat. Dass wir keine Mons­ter­mappen und Mappen­monster mehr verschi­cken und uns über die Sprach- und Reak­ti­ons­armut auf der anderen Seite ärgern müssen. Denn es gibt ja… das Internet. Henrik Zabo­rowski meldet Zweifel an, just in dem Moment als ich mit einem Muster für einen Komple­xi­täts-Verdich­tungs-Lebens­lauf im fort­ge­schrit­tenen Stadium ange­kommen bin. Solche Über­sichts­seiten — im Moment noch nicht Stand […]

21. Januar 2014|
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