Plug & Play-Arbeits­­kräfte: Warum Arbeit­geber suchen, was es nicht gibt

Plug & Play-Arbeits­­kräfte: Warum Arbeit­geber suchen, was es nicht gibt

Manche glauben es erst, wenn sie es selbst erfahren. 100 Bewer­bungen? 300? Das ist keine Ausnahme, das ist Norma­lität. Bei Fach­kräften. Bei Führungs­kräften. Akade­mi­kern. Kurzum, bei denje­nigen, die die Wirt­schaft angeb­lich so drin­gend sucht. Gestern gab es dazu einen sehr gut recher­chierten Bericht in der ARD-Doku­men­ta­tion „Das Thema“. Ich möchte die Thesen aus der Repor­tage hier zusam­men­fassen und mit meinen eigenen Erfah­rungen anrei­chern: Es gibt keinen flächen­de­ckenden Fach­kräf­te­mangel Es fehlen Mitar­beiter in bestimmten Regionen, aber keines­falls überall. Das merkt man schon in Hamburg: Einige wenige Quali­fi­ka­tionen laufen gut, z.B. bestimmte Skills im IT-Bereich. Doch schon bei vielen klas­si­schen Funk­tionen wird es schwierig. Control­ler­stellen gibt […]

Lieber Jobs mit “Wissen”: Karrie­restra­te­gien für Intro­ver­tierte

„Mein größtes Handicap ist die Intro­ver­sion“ — wie oft ich das schon gehört habe. Von Ange­stellten, Selbst­stän­digen, Experten und Mana­gern. Es ist einer der Gründe aus dem ich diesem Thema noch­mals Raum bieten möchte. Was ist Intro­ver­sion? Man kann nicht oft genug darüber schreiben, um Vorur­teile auszu­räumen. Nein, es hat mit Schüch­tern­heit nichts zu tun. Nein, es muss auch nicht mit wenig Reden einher­gehen; es kann. Intros sind keine Glücks­su­cher Tatsache ist: Nur der Intro­ver­tierte selbst weiß oder ahnt es, Tests können nur Hinweise geben. Zumal neuere Forschungen eher darauf deuten, dass die bishe­rige Annahme, dass Extra­ver­sion mit Gesel­lig­keit zusam­men­hängt, wohl falsch ist. Es […]

Ego- oder Team­player: Wer siegt im Duell um Tore?

Nur eine ganze kurze Replik auf die rote Karte fürs Team­playing von Herrn Buck­mann von gestern (mehr zu ihm und Frechmut hier). Wir können ja alle lange, lange Texte verfassen, aber kurz halten wir uns eher nicht. Was mögli­cher­weise Zeichen eines größeren Egos ist und eigent­lich die rote Karte verlangt. Mich haben Buck­manns Zeilen zum Nach­denken gebracht, denn Ego und Team­ar­beit habe ich bisher  gar nicht so sehr in Verbin­dung gebracht. Oder anders: Der Gedanke, dass Einzel­kämpfer größere Egos sind als Team­player ist so deut­lich noch nicht auf den Punkt gebracht worden.  Und dass diese einige Vorteile haben, auch nicht. Also versuche […]

24. Juni 2014|

7 Über­zeu­gungen rund um Karriere und Bewer­bung, die man auch ganz anders sehen kann

Man bewirbt sich besser aus einer Fest­an­stel­lung? Man bittet Leute nicht um einen Gefallen, die man kaum kennt? Wir konstru­ieren uns unsere Wirk­lich­keit. Und was die Mehr­heit denkt, kann man auch ganz anders sehen — durchaus begründet. Ich habe  typi­sche Glau­bens­sätze  mal umge­dreht. 1. Man bewirbt sich besser aus unge­kün­digter Stel­lung Viele Menschen sagen, aus unge­kün­digter Stel­lung seien sie entspannter beim Bewerben. Das spie­gelt noch die alte Karriere- und Arbeits­welt, in der wir dankbar für jedes Joban­gebot sein mussten. Warum man das anders sehen kann: Den Job zu kündigen, kann sehr befreiend sein. Endlich hat man Zeit, die ersten drei Monate vergehen im Flug. Man […]

18. Juni 2014|Tags: , , , |

Jäger­la­tein: 9 Irrtümer über Head­hunter

 „Wie, die suchen gar nicht?“ Die meisten Bewerber sind erstaunt, wenn sie hören, dass Perso­nal­be­rater, aka Head­hunter, nicht sofort loslaufen und Stellen suchen, wenn sich ein inter­es­santer Bewerber bei Ihnen meldet. In diesem Beitrag will ich mit den typi­schen Irrtü­mern aufräumen, die über Head­hunter kursieren. 1. „Die suchen für mich“ Schön wäre es. Man geht zu einem Head­hunter, gibt ihm einen Jobauf­trag und schon macht er sich voller Energie und Begeis­te­rung auf die Suche. So ist das leider nicht. Im Grunde sind Head­hunter wie Immo­bi­li­en­makler: Meis­tens wird nur vermit­telt, wenn ein Haus (Job) da ist. Nur wenige Head­hunter agieren ohne […]

Online-Jobsuche: Tragödie in drei Akten (Selbst­ver­such)

Haben Sie schon mal versucht, einen Job in einem Online-Stel­len­markt zu finden? Das ist eine furchtbar klein­tei­lige und aufwän­dige Aufgabe, vor allem wenn Bewerber keine Konfek­ti­ons­größe tragen, weil sie zu erfahren sind (was der Normal­fall ist). Ich will Ihnen das mal vorma­chen. Nehmen wir an, ich suchte einen Job. Akt 1: Ich suche ein Stich­wort, leider vergeb­lich Was tue ich zuerst? Ich versuche meinen Beruf in ein Stich­wort zu über­setzen. Das ist ziem­lich schwer; ich habe auch keine Konfek­ti­ons­größe, sondern 23 Jahre Berufs­er­fah­rung. Was bin ich? Mir fallen gut 10 Jobs ein. Ich war schon viel, aber nichts davon war von […]

29. Mai 2014|Tags: , , , , |

Manager-Trei­b­­stoff: Wie Motive Führungs­ver­halten und Führungs­stile beein­flussen

Karla ist Unter­neh­merin. Sie denkt klar, handelt entschieden und möchte noch einfluss­rei­cher werden. Sie weiß, dass sie Mitar­beiter braucht, um eigene Ziele zu errei­chen, deshalb bindet sie ein. Ihr Team zu begeis­tern fällt ihr leicht; sie sprüht vor Energie. Peter ist Team­leiter. Er möchte, dass es allen seinen „Schäf­lein“ gut geht. Im Zweifel steckt er seine eigenen Ansprüche zurück, damit es keine Dishar­monie gibt. Ganz anders Karl. Er will der beste auf seinem Gebiet werden, Steve Jobs ist sein Vorbild. Er weiß, dass man ab und zu ein nettes Wort mit den Mitar­bei­tern wech­seln muss, aber im Grunde denkt er: „was für […]

Gene­ra­tion Y: Zwischen Geld, Karriere und Sinn

Anna hat super Noten, einen tollen Lebens­lauf und einen  genialen Job in Berlin. 70 Prozent ihrer Freunde hangeln sich dagegen von Projekt zu Projekt, Sozial- und Geis­tes­wis­sen­schaftler; auch BWLer haben ohne Berufs­er­fah­rung nicht mehr die unbe­grenzte Wahl. Wollen halt alle in den coolen Städten bleiben und nicht aufs Land. Früher hätte man gesagt: Anna hat´s geschafft. Sie selbst empfindet das nicht so. Sie lang­weilt sich, der Job scheint ihr zu wenig sinn­voll. Sie kündigt und wird demnächst durch die Welt reisen, für Dawanda basteln und sich so ein paar Euros verdienen. Ob das ihren Lebens­lauf kaputt macht, fragt sie vorher noch. So ganz frei von Karrie­re­denken ist die […]

20. Mai 2014|Tags: , , , , , |

5 x Durch­starten mit der Online-Bewer­­bung

MS Office In Sachen Online-Bewer­bung tut sich gerade eine Menge. Nicht alles ist erfreu­lich für den Bewerber. Fast überall ist so inzwi­schen eine Regis­trie­rung mit persön­li­chen Daten nötig; in der Regel gehört das Geburts­datum dazu. Und manche Unter­nehmen behalten sich vor, die gesam­melten Daten ein Jahr zu spei­chern oder für nicht genauer defi­nierte Zwecke zu nutzen. 5 Trends – und Tipps, wie Sie damit umgehen sollten. 1. Fotos raus! Inter­na­tio­nale Konzerne mögen die deut­schen Bewer­bungs­fotos nicht. Deshalb können einige Unter­nehmen diese inzwi­schen schon auto­ma­tisch aus den Unter­lagen raus­lö­schen. Das sollten Sie wissen, da es Ihr schönes Layout kaputt machen kann. Besser bei inter­na­tio­nalen […]

Gefähr­li­cher Persön­lich­keits­scan: Recrui­ting mit Face­­book-Tool „You are what you like“ (Selbst­ver­such)

Da jubeln Perso­nal­erherzen: In zwei Minuten soll sich über einen Maus­klick mehr über einen Bewerber heraus­be­kommen lassen als in einem aufwän­digen Vorstel­lungs­ge­spräch!  Alles, was man als Perso­naler dafür, braucht ist die Geneh­mi­gung auf nicht öffent­liche Daten zuzu­greifen. Als Bewerber kann man sich, viel­mehr seine Face­book-Seite, jeder­zeit selbst scannen lassen. Sodann analy­siert das Tool die eigene Face­book­seite und ein Algo­rithmus teilt das Like-Verhalten in die Big-Five-Kate­go­rien Offen­heit, Gewis­sen­haf­tig­keit, Verträg­lich­keit, Extra­ver­sion und Neuro­ti­zismus. Das Ganze hat durch zwei Forscher der Univer­sity of Cambridge, die das Programm entwi­ckelt haben, einen pseudo-wissen­schaft­li­chen Anspruch. Die Big Five zur Eignungs­dia­gnostik heran­zu­ziehen, ist nichts Neues. In Deutsch­land […]

Arbeiten im Ausland: „Nach Jahren im Süden wunderst du dich, wie man sich über ein falsch abge­legtes Doku­ment aufregen kann“ (Inter­view)

Dieser Tage sprach ich mit einem Bekannten  — Deck­name Markus Muster — der viele Jahre in Südame­rika und Spanien gelebt hat sowie in Projekten in den Emiraten und vielen afri­ka­ni­schen Ländern arbei­tete. Derzeit ist er tätig für einen Konzern, der sich aktuell in einer Umstruk­tu­rie­rung befindet. Das heißt: Wieder einmal Zeit, sich umzu­schauen und neu zu sortieren. Mit dem Haupt­ver­kaufs­ar­gu­ment im Gepäck: Auslands­er­fah­rung – manchmal gar nicht so leicht. Mehrere Joban­ge­bote warteten auf ihn – warum er sich dafür entscheiden wird, hier zu bleiben und was Arbeiten und Leben im Ausland bedeutet: Darüber sprach ich mit Markus ganz offen. Du […]

Vorsicht, ein Getränk! Real­sa­tire im Vorstel­lungs­ge­spräch

MS Office Stellen Sie sich vor, Sie sind zum Vorstel­lungs­ge­spräch einge­laden. Und dann bietet man Ihnen etwas zu Trinken an. Sie nehmen an. “Ha, Fehler”, feixt Ihr Gegen­über – schon sind Sie raus. Wie das? Der Perso­naler hat gerade in einem Perso­nal­hand­buch für Einsteiger diesen heißen Trick gelesen. Ganz große Sache. Und natür­lich: größt­mög­li­cher Unsinn. Unpro­fes­sio­nelle Perso­naler (oder Fach­ent­scheider, die sich etwas ange­lesen haben), sind gefähr­li­ches Glatteis für Sie. Denn es kann sein, dass Sie aufgrund eines unsin­nigen Auswahl­kri­te­riums eine Absage bekommen. Wie Sie sonst noch erkennen, dass Sie es mit einem Gesprächs­partner zu tun haben, dessen Wissen sich auf […]

Betrügen und lügen: Welche Rolle spielt Ethik im Karrie­re­coa­ching?

Manchmal erfährt man im Karrie­re­coa­ching Dinge, die man besser nicht wüsste. Dabei gibt es kleine und große Themen, die heikel sind. Die kleinen Themen: Da lässt sich jemand krank­schreiben, um mehr Zeit für Bewer­bungen zu haben oder sich einem aktu­ellen Problem zu entziehen.  Da nimmt jemand formal einen Job an, um ihn sicher zu haben,  weiß aber schon, dass er/sie diese Stelle nicht antreten wird, wenn ein Arbeit­geber zusagt, der regional besser passt. Zu diesen Themen veröf­fent­lichte Henrik Zabo­rowski gerade einen Leser­brief vom „Bewerber 2.0 — HR schlägt zurück“. Da erfinden Bewerber kranke Tanten und andere haar­sträu­bende Geschichten, um Termi­n­un­päss­lich­keiten, […]

„Mein Coach hat mir nichts Neues gesagt“: Neben­wir­kungen im Coaching

Nicht immer führt ein Coaching beim Kunden zu einem Moti­va­ti­ons­schub und posi­tiven Aha-Effekten. Es kann auch mal stocken, oder sogar haken. Selbst Rück­wärts­be­we­gungen sind möglich: Dann verschlimm­bes­sert das Coaching die Situa­tion, weil plötz­lich Zweifel sind, wo vorher keine waren. Neben­wir­kungen im Coaching — und wie wir damit umgehen können. Wann kommt es zu Neben­wir­kungen im Coaching? Bei Bera­tern kann man auf deren Unwissen schimpfen. Bei Coachs ist der Ärger mehr mit dem verflochten, was Inter­ven­tionen ausge­löst haben – oder auch nicht. Dass der Kunde nachher nicht “klüger” raus­kommt, sondern verwirrter, ist durchaus normal. Denn: Jede Refle­xion erhöht auch die Komple­xität im […]

Diver­­­sity-Kosmetik: Das falsche Spiel mancher Arbeit­geber

In Diver­sity-Work­shops kursiert diese Geschichte: Der Elefant ist eine begehrte Fach­kraft. Die Giraffe, ein ausge­zeich­neter Arbeit­geber, möchte künftig enger mit ihm zusam­men­ar­beiten. Nun passt der Elefant nicht in das preis­ge­krönte Giraf­fen­haus – er ist zu dick. Der Elefant soll abnehmen, sagt die Giraffe, oder ins Fitnesstudio gehen. Da sagt der Elefant „du kannst mich“ und geht zu den Elefanten, wo er groß Karriere macht. Gut, das Ende habe ich erfunden. Arbeit­geber sollten Umge­bungen für Menschen schaffen, die für sie passen. Arbeit­geber sollen nach Quali­fi­ka­tion entscheiden und nicht nach Aussehen und Herkunft. Und erst recht soll die Rasse keine Rolle spielen. Oder gar das […]

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