Über Werte der Arbeits­welt im 21. Jahr­hun­dert – Film­be­richt zu „Augen­höhe“ und Meinungen aus der Premie­ren­feier in Hamburg

Über Werte der Arbeits­welt im 21. Jahr­hun­dert – Film­be­richt zu „Augen­höhe“ und Meinungen aus der Premie­ren­feier in Hamburg

„Der Film ist 5% — es ist der Appe­tizer. Die rest­li­chen 95% sind harte Verän­de­rungs­ar­beit“ – das soll zum Anfang erstmal auch von mir nur ein Appe­tizer zu dem folgenden Film­be­richt sein. Es geht um den Film „Augen­höhe“ – eine Art Doku­men­ta­tion zu den Werten der Arbeits­welt des 21. Jahr­hun­derts. Das Projekt sollte anfangs im Rahmen des 12. intrinsify!me Wevent in Berlin nur ein kurzes Drei-Minuten Video werden, das die Werte nicht nur beschreibt, sondern vor allem zeigt. Ein paar der Initia­toren verfolgten das Thema inten­siver, sodass der Film nun in etwa 50 Minuten lang ist. Span­nend dabei ist, dass […]

4. Februar 2015|Tags: , , |

Origi­nelle Initia­tiv­be­wer­bung: Arbeits­su­chender geht mit eigenem Kalender in Bewer­bungs­ma­ra­thon

Fach­kräf­te­mangel, Sie kennen meine Haltung dazu. Es gibt ihn nicht. In vielen Berei­chen besteht ein unglaub­li­cher Über­schuss an hoch­qua­li­fi­zierten Bewer­bern, so auch in der poli­ti­schen Kommu­ni­ka­tion, dem Jour­na­lismus und der Pres­se­ar­beit. Alex­ander Hauk ist jemand, der das am eigenen Leib erlebt und der seine Konse­quenzen gezogen hat. Der Lebens­lauf bei Xing ist lupen­rein: Korre­spon­dent , Pres­se­spre­cher, Weiter­bil­dung. Trotzdem, Leute mit so einem Lebens­lauf gibt es immer noch genug. Hinzu kommt: Es gibt Arbeit­geber, die lieber die „Uschi aus Herne als die Ulrike von Harvard“ wollen, wie mich Spiegel Online 2010 zitierte. Hauk will gefunden werden. Dazu hat er eine Guerilla-Stra­tegie […]

Feel­­good-Manager — ein Job der Zukunft? Zu Gast beim ersten Meetup in Hamburg von GOODplace.org

“Beleg­schafts-Bespaßer”, “Obst­korbauf­füller” — zu diesen Jobbe­zeich­nungen kommt man schnell, wenn man den soge­nannten Feel­good-Manager googelt. Ist wirk­lich etwas dran? Im Namen des Karrie­re­b­logs von Svenja Hofert bin ich zu Gast beim ersten Feel­good-Manager Meetup in Hamburg, veran­staltet von GOODplace.org. Die Grün­derin, Monika Kraus-Wild­egger und ihr Team geben sich zuver­sicht­lich, “es ist die Zukunft!”. (Lesen Sie hier, wie viele Feel­good-Manager es noch vor zwei Jahren waren.) Früher selbst von einer schwie­rigen Work-Life-Balance umgeben, hat es sich Kraus-Wild­egger mit ihrem Unter­nehmen GOODplace.org zur Aufgabe gemacht, den deut­schen Arbeits­markt zu beleuchten und dieje­nigen Arbeit­geber hervor­zu­bringen, die einen Wohl­fühl­faktor beachten und damit gute Arbeits­at­mo­sphäre bieten. Und genau dieser Wohl­fühl­faktor steht […]

Warum unser Bewer­bungs­system krank ist — und Sie Forma­lien getrost vergessen können

Anschreiben? Brauch´ ich nicht, das sagen mir immer wieder Perso­nal­be­rater. Claim, Riesen­foto, bunter Schnick­schnack: Könne man sich alles sparen. Das einzige, was inter­es­siert seien Fakten, die Antwort auf die Frage: was kann jemand? Nur Bewer­bungs­be­rater bräuchten perfekte Bewer­bungen. Darüber schrieb diese Woche Blogger-Kollege Henrik Zabo­rowski hier und nannte unser Bewer­bungs­system krank. Ist es so krank? Mit vielem hat Henrik völlig recht – einiges sehe ich aber auch anders. Vor allem würde ich dem Bewer­bungs­system teils andere — weitere und noch schlim­mere — Krank­heiten assis­tieren. Legen wir los… Krank ist, dass es immer noch keine gesetz­li­chen Vorgaben gibt Jeder kocht sein eigenes Süpp­chen. So verlangen […]

17. Januar 2015|Tags: , , |

Berufs­ori­en­tie­rung: Warum das Schü­ler­prak­tikum für die Katz ist und was viel besser wäre

Paul drehte Däum­chen, Alex­ander hing bei Daddy in der Bank ab und verdödelte die Flat­rate fürs Smart­phone. „Immerhin, am Ende bekam Klara sogar einen Einkaufs­gut­schein“, kommen­tiert Papa das Schü­ler­prak­tikum leicht ironisch. 14 Tage sollen auch Gymna­si­asten die Berufs­welt kennen­lernen, wenn sie 14 Jahre alt sind. Ein Jahr vorher müssen sie sich bewerben. Und das Drama nimmt seinen Lauf… Ich bin in diesem Fall selbst betroffen. Mein Sohn soll auch so ein Prak­tikum machen. Nichts ist schwie­riger, als eigene Kinder zu beraten. Was mir norma­ler­weise leicht fällt – erkennen, welche Stärken jemand hat, und wo diese gut ando­cken und wachsen können […]

Ziele errei­chen: 6 Methoden, die Sie viel­leicht noch nicht kennen

Neujahr — Planungs­zeit MS Office Es gibt Menschen, die errei­chen Ziele, ohne sich welche zu setzen. Dazu gehöre ich. Jedes Jahr nehme ich mir erneut vor, mir endlich einmal aufzu­schreiben, was im nächsten Jahr erreicht werden soll. Ich tue es wieder nicht. Warum? Weil ich mir als “dynamic style” laufend etwas vornehme. Weil ich mich ungern fest­lege. Statt auf die klas­si­sche Jahres­pla­nung muss ich mich viel­mehr darauf konzen­trieren, mich zu fokus­sieren. Auch das ist eine Methode, ich nenne Sie dyna­mi­sche Planung. Diese und 5 weitere: 1. Das SMART-Modell Dies ist die klas­sischste aller Planungs­me­thoden. Prak­tiker entwi­ckelten sie aus […]

1. Januar 2015|Tags: , , , |

Mehr nach dem Bauch­ge­fühl gehen (Workli­­fe­­style-Inter­­view)

Bernd Slag­huis fiel mir das erste Mal vor rund zwei Jahren als neues Mitglied bei den Karrie­re­ex­perten auf; er strahlte eine unauf­ge­regte Profes­sio­na­lität aus. Dazu gehört für mich neben einer eigenen Posi­tion auch beruf­liche Erfah­rung und Erfolge im Wirt­schafts­leben. Ich finde nämlich: Nur wer selbst beruf­lich erfolg­reich war – wobei ich Erfolg subjektiv als erlebten Erfolg defi­niere und nicht notwendig als hier­ar­chi­sche Karrie­re­stufe – kann Klienten im Karrie­re­coa­ching glaub­würdig beraten. Weil ich sicher war, dass mir Bernd wirk­lich etwas zu sagen hat und keine such­ma­schi­nen­op­ti­mierte Phrasen dreschen wird, bat ich ihn – seines Zeichens ein Flexi — zum „Worklifestyle“-Interview in […]

17. Dezember 2014|Tags: , , , |

Wer führt, muss Menschen lieben: 5 Anfor­de­rungen an den Chef der Zukunft

Schauen Sie mal Ihrem Chef tief in die Augen. Denken Sie, dass er es wirk­lich gut mit Ihnen meint? Und wenn Sie Chef sind: Haben Sie ein ehrli­ches Inter­esse an Ihren Mitar­bei­tern — oder gehört das Team einfach dazu, ist sozu­sagen Gehalts­be­stand­teil? Was macht eigent­lich gute, moderne Führung aus? Ein Über­blick. Trans­for­mieren statt moti­vieren Führen Sie noch tradi­tio­nell mit Zielen oder trans­for­mieren Sie schon – begeis­tern Sie Ihre Mitar­beiter? In den letzten 20 Jahren hat sich das Führungs­ver­ständnis grund­le­gend verän­dert. Das frühere „Manage­ment by Objec­tives“ weicht mehr und mehr einem Verständnis, das eine charis­ma­ti­sche Führung in den Mittel­punkt stellt.  Dies […]

Hand­werker sind nicht gebildet, oder ein funda­men­taler Denk­fehler über den Lohn der Bildung

Der Maler­meister mag alte Musik. Er kann rechnen, fehler­frei schreiben. Und er liest die ZEIT. Eigent­lich dürfte er das nicht. Er ist ja nur ein Hand­werker. Vor fast 30 Jahren habe ich in Erzie­hungs­wis­sen­schaften folgendes gelernt: Mit einem IQ von 90 schafft man die Haupt­schule, mit 100 Real­schule, mit 110 das Abitur. Wer studiert braucht 120, während eine Promo­tion 130 erfor­dert. Da IQ auch Bildungs­fä­hig­keit misst, kann der Maler­meister nicht beson­ders gebildet sein. Es hat ja nur zur Haupt­schule gereicht. MS Office Merken Sie was? Unsere Gesell­schaft setzt Schul- und Berufs­ab­schlüsse mit einem Bildungs­ni­veau gleich. Sie verwech­selt dabei […]

2. Dezember 2014|Tags: , , |

Studie: Agiles Team­work ist erfolg­rei­cher als klas­si­sche Zusam­men­ar­beit

Ein Team ist nicht mehr als die Summe seiner einzelnen Mitglieder, oft sogar viel weniger. Dass Team­ar­beit fälsch­li­cher­weise heroi­siert wird zeigen diverse Studien, etwa die berühmte Unter­su­chung „The Romance of Teams“ aus dem Jahr 2004. Danach behin­dert Team­ar­beit den Infor­ma­ti­ons­fluss, die Krea­ti­vität und fördert außerdem noch die sehr lästige Selbst­be­stä­ti­gungs­ten­denz, der schon Indi­vi­duen verfallen (man sucht in allem Bestä­ti­gung für die eigene Über­zeu­gung und blendet andere Infor­ma­tionen aus). Über das gefähr­liche Groupt­hink hat neulich Spiegel Online in “Gemeinsam sind wir dumm” geschrieben. Für unsere Anfang nächsten Jahres erschei­nende “Team­bibel” war ich auf der Suche nach Beweisen, dass agile Tech­niken einige […]

16. November 2014|Tags: , , |

Haupt­sache, flexibel: Die neue Lust am freien Arbeiten

Widde­wid­de­witt, ich mach mir meine Welt so wie sie mir gefällt. Mittags einfach zum Sport? Morgens anfangen, wann es passt? Kreativ sein am Sonntag und Montags zuhause? Flexibel arbeiten — wo, wann und wie man will: Das wollen offen­sicht­lich viele Menschen. Von den rund 300 Personen, die im Oktober ihren Workli­fe­style ermit­telt haben, ist das 19,43% sehr wichtig (“stimme voll zu”) und 36,04% immerhin noch wichtig (“stimme weit­ge­hend zu”). Nur für 15,03% ist dieser Punkt wenig oder gar nicht rele­vant. Nun steht zu vermuten, dass unter den Testern meines neuen Ange­bots viele Berater, Trainer, Coachs sind, also Selbst­stän­dige. Aber so viele waren es dann offen­sicht­lich doch nicht: Mit etwa 13% entspricht […]

13. November 2014|Tags: , , |

Fach­kräf­te­mangel — der große Täuschungs­ver­such (Replik brandeins/Linkedin)

Lieber Herr Kästner von Linkedin DACH, die brand­eins hat mich auf Ihren Diskus­si­ons­bei­trag bei Linkedin hinge­wiesen. Sie sind also einer von denen, die sich über die Thesen meines Inter­views ärgern. Ich wundere mich seit Wochen, dass man über meine Aussagen über­haupt disku­tieren kann. Aus meiner beschei­denen Prak­tiker-Sicht gibt es gar keine Frage. Die Sache ist für mich eindeutig, 120%, ach 150. Es gibt ihn nicht, den Fach­kräf­te­mangel. Denn für mich wäre Fach­kräf­te­mangel dann gegeben, wenn Fach­kräfte einen adäquaten Job bekämen. Adäquat heißt: Ihren Fähig­keiten ange­messen. Wenn  Quer­ein­stiege leicht wären und die Firmen Bewerber nicht drei Monate und mehr mit ihren […]

3. November 2014|Tags: , |

Zukunft der Bewer­bung Teil 3: Lebens­lauf per Maus­klick

Lebens­lauf per Maus­klick? Und dann auch noch „gutaus­se­hend“? Vor drei Jahren testete ich an dieser Stelle Visua­lize me. Die Soft­ware, die Daten aus LinkedIn impor­tiert, hat seitdem die Zahl der Info­gra­fiken weiter­ent­wi­ckelt. Für klas­si­sche Lebens­läufe eignet es sich aber nicht. Zu unfle­xibel die Layouts, zu schlecht die Texterken­nung. Seit Mai gibt es etwas Neues aus Deutsch­land, powered by Xing: Lebenslauf.com. Das Programm verar­beitet das Xing-Profil oder einen Word-Lebens­lauf zu einem ansehn­li­chen Doku­ment in sechs verschie­denen Basis­lay­outs und mehreren Farb­va­ri­anten. Der Lebens­lauf lässt sich auch direkt eingeben. Xing-Premium-Mitglieder können kostenlos damit arbeiten und auch die Lebens­läufe ihrer Freunde verwan­deln… obwohl das Tool wohl eher […]

3. November 2014|Tags: , , |

“Mich faszi­niert die Viel­falt der Infor­matik” (Inter­view Frauen in MINT-Berufen)

Susanne Kaiser ist CTO bei der Just­soft­ware AG Gibt es sie — Frauen, die Technik lieben? Die sich wohl­fühlen zwischen Codes und Codecs — und dabei auch noch super­nett sind? Susanne Kaiser ist für mich eine Vorzei­ge­frau der deut­schen Soft­ware­branche. Kaiser arbeitet als CTO, Chief Tech­no­logy Officer, bei der Hamburger Just Soft­ware AG. Hier sorgt sie für den Team­zu­sam­men­halt und eine offene, krea­tive, agile Unter­neh­mens­kultur. New Work und die Zukunft der Arbeit sind hier schon Zuhause, das Firmen­motto “Du wirst deine Arbeit lieben” ist fest veran­kert. Erzählen Sie mal über sich. Seit 2010 leite ich als CTO die Soft­ware-Entwick­lung bei Just Soft­ware AG […]

27. Oktober 2014|Tags: , , , |

Stress lass nach: Wie uns die Arbeit krank macht und was wir dagegen tun können (Rezen­sion)

Denken Sie mal diese Woche rück­wärts: Wie viele posi­tive und wie viele nega­tive Erleb­nisse hatten Sie? Sie wissen es nicht? Gefühlt hatten die nega­tiven Emotionen das Ruder in der Hand? Wenn das so ist, haben Sie viel­leicht schon den Bezug zu sich verloren. Ihre Reso­nanz­erfah­rung fehlt, sie strengen sich an, ohne sich gehört zu fühlen, ohne Antwort zu bekommen. Das stresst. Wir laufen und laufen, aber kommen nie an. Denn das Ankommen, das wäre ja Reso­nanz. 3:1 für posi­tive Emotionen Das wäre ja ein posi­tives Gefühl: etwas erreicht, geschafft, Feed­back bekommen! Das opti­male Verhältnis von posi­tiven zu nega­tiven Emotionen liegt […]

26. Oktober 2014|Tags: , , , , |
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