Trends 2014: Wird es das Jahr der “No-Shows”?

Trends 2014: Wird es das Jahr der “No-Shows”?

Was war, was kommt? Zum Jahres­ende folgen Gedanken zu diesem Thema. Beginnen möchte ich mit den Fach­kräften. Zunächst mit den begehrten. Trend 1: Es wird eng, aber nicht überall „Bei  Inge­nieuren wird es so richtig eng“, erzählte mir ein Werks­leiter, den ich auf einem Seminar getroffen habe. Das deckt sich mit dem, was ich sonst so höre und erlebe, wobei auch hier eine gene­relle, alle Bereiche umfas­sende Beob­ach­tung greift: In der mitt­leren Gehalts­stufe ist es auch für Ings nicht immer leicht. Kein Problem, mit 5–6 Jahren Berufs­er­fah­rung etwas zu finden. Auch MINT-Einsteiger gehen weg wie leckere Fisch­bröt­chen. Selbst mit einer 3,0. Aller­dings, das will betont […]

23. Dezember 2013|Tags: , , , , |

Perso­nal­aus­wahl gewür­felt: 4 leider übliche Methoden, Bewerber zu sortieren

Mich haut eigent­lich nichts um. Dieser Kommentar auf einen Beitrag bei Spiegel Online über “Lebens­lauf-Pimping”, hat es aber dann aber doch geschafft. Da beschrieb ein Mitar­beiter, wie sein Chef — Bereichs­leiter — die Perso­nal­aus­wahl betreibt. Er wirft Mappen auf den Boden. Die Mappen, aus denen etwas raus­fällt, sind die Looser-Bewer­bungen, die sofort eine Absage bekommen. Die weiteren Schritte hören sich auch nicht viel profes­sio­neller an. Wie der besagte Bereichs­leiter sein System auf die Online-Bewer­bung über­tragen will? Gute Frage: Viel­leicht mit der Spam­fil­ter­me­thode. Wer es unge­fil­tert durch schafft, kommt in die nächste Runde! Ein Scherz? Keines­wegs. Ich erin­nere mich an die […]

18. Dezember 2013|Tags: , , , |

Null Daten­schutz, falsche Verspre­chen: Liebe Perso­naler, so geht´s nicht

Diesen offenen Blog muss ich einfach mal schreiben. Weil mir wirk­lich so oft Unfass­bares berichtet wird über die Perso­nal­aus­wahl und den Recrui­tin­g­pro­zess. Vielen meiner Kunden wider­fahren Dinge, die weit über den Anek­do­ten­status hinaus­gehen. Ich nehme hier explizit die Profis aus. Bewerber können diese gut unter­scheiden  von den anderen. „Das war ein Super-Perso­naler“  auch solche State­ments gibt es. Es über­wiegen indes bad news. Etwa zum Daten­schutz. Wollen Sie nicht auch, dass mit Ihren sensi­blen Daten sorg­fältig umge­gangen wird? Kürz­lich bekam eine Kundin eine E‑Mail-Bewer­bung als zerknülltes Papier­do­ku­ment zurück – leider stammte die Bewer­bung gar nicht von ihr, sondern von einer Namens­vet­terin. […]

Big5-Test: Nicht zum Kuscheln, aber für den Klar­text

Erfah­rungs­be­richt Vor einer Woche habe ich mich für den Einsatz des Big-Five-Reflector-Tests (Big5) zerti­fi­zieren lassen. Den Test hatte ich schon einige Wochen zuvor gemacht, zusammen mit meiner Mitar­bei­terin und Kollegin Ludwig. Jeder von uns hatte ein biss­chen daran zu verdauen.  “Es ist kein Kuschel­test“, sagt der Trainer Tobias vor der Brüggen auch gleich. Natür­lich weiß ich, dass ich kreativ bin, recht analy­tisch und meine ehrliche Meinung sage, egal ob Vorstand oder Vorar­beiter vor mir steht.  Es wundert also nicht, dass mir Seite 14 in der Auswer­tung – hier geht es um Kompe­tenzen, die sich aus der Persön­lich­keit ableiten —  weit­ge­hend Bekanntes attes­tiert: „Problem­ana­lyse sehr […]

Pünkt­lich? Was für´n Quatsch: Wich­tige Leute kommen zu spät

© Klaus Eppele — Fotolia.com.jpg Wenn es sein muss, komme ich ein wenig später. Natür­lich abge­hetzt, wie es sich gehört, denn dieser Termin ist ja nicht so wichtig für mich. So wird mein Gegen­über gleich eingen­ordet: Die Alpha­frau bin ich. Ich bin gefragt – und mache hier die Ansagen. Auch die Sache mit den Handys, dem liebsten Männer­spiel­zeug, habe ich drauf: In meinem letzten ange­stellten Job, das war noch zu Zeiten, in denen man mit einen grauen Plas­tik­stift in ein Ding namens PALM schrieb, grup­pierte ich zwei Handys in Meetings um mich herum. Ich riss Fenster auf, ohne […]

7. März 2013|Tags: , , , , , |

Der kommt sowieso nicht in Frage! Wenn Bewerber aus kultu­rellen Gründen aussor­tiert werden

“Die Unter­neh­mens­kultur ist wie ein Eisberg – das Wich­tigste an ihr ist unsichtbar und unbe­herrschbar.” (Edgar Schein, Erfinder des Karrie­re­an­kers). Diese Woche sprach ich einen perso­nal­ver­ant­wort­li­chen Manager. „Wir merken den Fach­kräf­te­mangel, unglaub­lich, selbst im Marke­ting. Es gibt immer weniger vernünf­tige Bewerber. Naja, die die sowieso nicht in Frage kommen, rechne ich jetzt mal raus. Sie wissen schon, welche ich meine.“ Ich wusste, welche er meint. Doch wissen Bewerber auch, dass sie ein No Go sind und zu denen gehören, die sowieso nicht in Frage kommen? Nicht aufgrund der Quali­fi­ka­tion, sondern aufgrund von Gründen, über die keiner offen spricht. Viele […]

Wie erkennt man GELBE Unter­nehmen?

Diese Frage einer Kommen­ta­torin meines Beitrags über Spiral Dyna­mics möchte ich hier ein wenig ausführ­li­cher aufgreifen. Gelbe Unter­nehmen sind jene, die dem Motto folgen  „so viel zu lernen und zu entde­cken in kurzer Zeit“. Ihr Streben ist es, zu inte­grieren, Kompe­tenz ist ein wich­tiger Wert. Gelbe Unter­nehmen geben Indi­vi­dua­listen einen Lebens­raum, in dem sie ihrer intrin­si­schen Moti­va­tion nach­gehen können, bisweilen beseelt vom nächsten Schritt, dem Aufstieg in die türkise Spirale, in der globaler Gemein­schafts­sinn dem Indi­vi­dua­lismus weicht. Gelbe Unter­nehmen inte­grieren alle Stufen des ersten Rangs. Sie… erfreuen sich an Arbeit, die ihrer Natur gemäß ist: Team­ar­beit, wenn sinn­voll und Regeln, wenn […]

Spiral Dyna­mics und Karriere: Warum Werte uns mehr antreiben als wir denken

Kennen Sie das? Sie reden mit jemandem und dieser Mensch lebt scheinbar in einer ganz anderen Welt. Er denkt, fühlt und handelt anders als Sie. Er sieht alles mit ganz anderen Augen. Seine Werte sind andere. Ihre Sicht der Dinge kann er nicht teilen. Sie fühlen sich als hätten Sie einen voll­kommen anderen EIN-AUS-Gang, im Denken. So ging es mir neulich, als mich jemand ziem­lich böse für meine (humorig gemeinte) emotio­nale-Super­ver­käufer-Kolumne anmachte. Oder das: Sie arbeiten in einem Unter­nehmen, dessen Politik und Führungs­kultur Sie nicht verstehen. Das was das Manage­ment  beschließt, scheint Ihnen unsinnig, eindi­men­sional oder kurz­sichtig. So ging es mir, […]

„Hingehen und mit den Leuten spre­chen“: Wie das Unter­nehmen Otto IT- und E‑Com­­merce-Fach­­kräfte gewinnen möchte

Gerade im IT‑, E‑Com­merce- und Social-Media-Bereich wird die Perso­nal­suche immer schwie­riger. Gleich­zeitig sind diese Kräfte beson­ders anspruchs­voll. Was unter­nimmt der Hamburger Otto-Konzern, um die begehrten Kräfte zu finden und zu binden? Ich sprach mit Stefanie Hirte, Bereichs­lei­terin für Perso­nal­ent­wick­lung und Perso­nal­mar­ke­ting. Spüren Sie den Werte­wandel, die Gene­ra­tion Y, die Verän­de­rung? Hirte: Aber ja. Es gibt beson­ders perso­nal­kri­ti­sche Bereiche wie IT und E‑Commerce. Die Ansprüche der Bewerber steigen gerade dort, weil der Markt eng ist. Man sieht starke Unter­schiede bei den Ansprü­chen der Bewerber und auch bei den Mitar­bei­tern. So haben wir gar keine Nach­wuchs­sorgen in Berei­chen wie Personal. Hier haben […]

„Erst der Kern, dann die Hülle“ — Inter­view mit Mirko Kaminski über ehrli­chen Wandel und das Unwort Employer Bran­ding

Ist Employer Bran­ding in Wahr­heit nicht HR-Washing? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, sprach ich mit Mirko Kaminski, der fast schon zum Synonym für einen Wandel in der Agen­tur­szene geworden ist. Der Geschäfts­führer der viel­fach ausge­zeich­neten PR-Agentur achtung! scheint überall zu sein, eigener Kanal bei Youtube, 2.819 Follower bei Twitter, Face­book. Überall wirbt er für eine Sache — das Image der Agen­turen zu erneuern, aktive Nach­wuchs­för­de­rung zu betreiben. Was steckt wirk­lich dahinter? Ist das, was Sie im Netz tun, das was es scheint: selbstlos? Sie als Retter des Images der Agen­turen? Kaminski: Das Gegen­teil ist richtig. Für mein Handeln habe ich sehr egois­ti­sche Gründe. Unser […]

Gestern Fach­kraft, heute Wissens­ar­beiter: Vom Werte­wandel im Recrui­ting

Sind Sie eine Fach- und Führungs­kraft? Ich verwette 10 Slow-Grow-Prin­zipe darauf, dass Sie das sind, denn sonst würden Sie meinen Blog nicht lesen. Jeder, der eine Ausbil­dung hat, ist nämlich eine Fach- und Führungs­kraft. Selbst Sarah Wiener, die keine hat, ist eine. Wenn etwa der „Harvard Busi­ness Manager“ in einem der brand­eins beigelegten Werbe­schreiben die „sehr geehrten Fach- und Führungs­kräfte“ anspricht, könnte er genau­sogut „sehr geehrte ALLE“ schreiben. Seit einiger Zeit gibt es neben diesen „allen“ noch andere, die im Moment noch nicht ALLE sind. Doch sie sind mengen­mäßig auf dem Vormarsch. Ich zitierte das Fraun­hofer Institut: “Wissens­ar­beiter stellen mit über 40 Prozent die […]

3 durch­schla­gende Argu­mente für anony­mi­sierte Bewer­bungen

Mensch, habe ich mich heute Morgen gefreut, als ich diese Nach­richt hörte: Das Modell­pro­jekt „anonyme Bewer­bung“ (hier Artikel in der Süddeut­schen) war erfolg­reich! Gleich hatte ich zwei Inter­view­an­fragen im Kasten, denn dass mich das Thema seit Jahren umtreibt, ist bekannt. Als eine der wenigen Vertreter meiner Spezies, die seit Jahren klar und ohne Frage „dafür“ und zum Beispiel gegen Fotos in Bewer­bungen sind. Ich bekam viel Gegen­wind, denn für eine anonyme Bewer­bung (Fami­li­en­stand, Geburts­datum und in Online-Formu­laren auch ohne Name und Geschlecht) hatte kaum jemand, vor allem auf Medi­en­seite, Verständnis. Lustig wurde weiter darüber geschrieben, wie man eine perfekte Bewer­bung nach den […]

Wie Sie die Employer-Bran­­ding-Falle vermeiden und gute Arbeit­geber erkennen

Sie wollen nicht irgend­einen Job, sondern einen guten. Gehen Sie den Tricks des Employer Bran­dings nicht auf den Leim. Employer Bran­ding bedeutet, dass Arbeit­geber tolle Marken aufbauen, die nach außen viel verspre­chen, was sie innen leider oft nicht halten. Beein­dru­ckende Webseiten, super(teure) Projekte und Messe­auf­tritte — all das ist oft nur Kosmetik. Um falsche Entschei­dungen zu vermeiden, gibt es eine wirk­same Vorge­hens­weise in 4‑Schritten. Ich nenne diese die “kleine Traum­ar­beit­ge­ber­ana­lytik”. Halten Sie die Ohren im Bekann­ten­kreis offen. Notieren Sie sich gute Namen und schlechte, wann immer sie diese hören, zumal wenn sie als Student in der Orien­tie­rungs­phase sind. […]

Was sind Ihre Schwä­chen? — Die Zitter­frage für den nächsten Vorstel­­lungs­­­ge­spräch-Horror

Was taugt die Frage nach den Schwä­chen? Wenig, sagt Svenja Hofert. Weder dem Perso­naler noch dem Bewerber nützt sie wirk­lich. Dafür ist eines wesent­lich: die Beschäf­ti­gung mit sich selbst.

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